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Nr. 62 - August 2020

Lorüns · Gemeindeblatt Lorüns · 01.03.2025

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Fundstellen

Raumplanung / Umwidmung

  • … beraten. Wie es sich derzeit darstellt, sind zwei Baukörper angedacht. Bei der Betrachtung bzw. Beurteilung des Objektes gilt es neben den Vorgaben des Bebauungsplanes, vor allem auch den Schutz des Orts- und Landschaftsbildes bei der Anordnung der Baukörper zu berücksichtigen. Seitens des Bauwerbers ist eine …

Verkauf / Erwerb / Versteigerung

  • … von € 104.075,65. Diese Verringerung ist in erster Linie auf Einsparungen im Bereich des Hochwasserschutzes und Nichtausführung von geplanten Projekten wie Grundablösekosten für den zweiten Bauabschnitt, Investitionen in der Alpe Rongg, Sporthaus bzw. von diversen Kleinobjekten zurückzuführen. Durch eine zusätzlich …
  • … – Kindergartenkosten 36.000,00 – Sozialfond 70.000,00 – Betriebsabgang Spitäler 68.000,00 – Instandhaltung Friedhof (Urnenwand) 18.000,00 – Grunderwerb 270.000,00 – Erweiterung Wasserversorgung (LCS 1. Teil) 12.000,00 Die Finanzkraft gemäß § 73 Abs.3 GG beträgt € 413.714,94. Der Haushaltsquerschnitt …
  • … Kopf“ noch weitere solche Einzelschütze aufgestellt. 5. Abbruch der Wohn- und Stallgebäude auf der von der Gemeinde erworbenen Liegenschaft Wachs Beim Erwerb der Liegenschaft Wachs seitens der Gemeinde Lorüns im vergangenen Jahr, standen in erster Linie die Grundstücksflächen im Fokus, die für eine künftige Entwicklung mitten …
  • … Lorüns August 2020 13 7. Grundstücksumlegung im Bereich Messweg Wie bereits im letzten Gemeindeblatt berichtet, ist die Gemeinde Lorüns nach dem Erwerb der Liegenschaft Wachs, die im Zentrum unserer Gemeinde liegt und für eine künftige Entwicklung dieses Bereiches neue Möglichkeiten bietet bemüht, zusammen mit den …

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Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
Gemeinde Lorüns | HNr. 1 | 6700 Lorüns | Tel.: +43 5552 62339 | E-Mail: gemeinde@loruens.at | www.loruens.at Amtszeiten: Montag bis Freitag 07:30–12:00 Uhr | Montag und Donnerstag 13:00–17:30 Uhr

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Rechnungsabschluss 2019 ......................................................................................

2 Räumlicher Entwicklungsplan (REP) Lorüns ................................................................

3. Landschaftsreinigung ...............................................................................................

4. Forstwirtschaft .........................................................................................................

5. Abbruch der Wohn- und Stallgebäude auf der von der
Gemeinde erworbenen Liegenschaft Wachs .............................................................

6. Dendrochronologische Untersuchung beim Wohnobjekt Lorüns Hnr. 12 ......................

7. Grundstücksumlegung im Bereich Messweg .............................................................

8. Firstfeier beim Betriebsgebäude der Firma LCS Cable Cranes ....................................

9. Rasch, schnell und einfach zu Informationen in unserer Gemeinde ..............................

10. Einfahrt in die L188 beim Wohnhaus HNr. 21 .............................................................

11. Situation bei der SUP für die Umfahrung Lorüns .........................................................

12. Erweiterung des Steinbruches "Lerchenbühel" in Lorüns/Stallehr ................................

13. Felsformation „Diebschlössle“ zum Naturdenkmal erklären ..........................................

14. Felssturz im Bereich des Rappakopf ..........................................................................

15. Wanderweg auf das Diebschlössle ............................................................................

16. Neue Wanderwegbeauftragte ...................................................................................

17. Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen bei den Gemeindestraßen ......................

18. Unterstützung an der Volksschule ..............................................................................

19. Erneuerung der Brunnenanlage auf dem Lorünser Berg ..............................................

20. Erhaltungsmaßnahmen beim Fleischbüchelwässerli ....................................................

21. Montafoner Resonanzen ..........................................................................................

22. Info für Jugendliche ..................................................................................................

23. Fakten und Kurzberichte ...........................................................................................

23.1 Alfenz – Überprüfung der Durchflussmenge ........................................................

23.2 Geplantes Wohnbauprojekt „Residenz“ ..............................................................

23.3 Standsicherheit der Kastanienbäume auf dem Illdamm .......................................

23.4 Das Montafon „unterm Hitler“ .............................................................................

23.5 Informationsbroschüre des Landes über Familienleistungen ................................

23.6 VVV Familienbonus für Großeltern mit dem Familienpass .....................................

23.7 Coffee-to-go, Snacks & Getränkevertrieb über eine Genussbox ..........................

24. Berichte von der Volksschule und den Vereinen .........................................................

24.1 Ein etwas anderes Schuljahr – Blöder Virus ........................................................

24.2 Pfarrrunde ........................................................................................................

24.3 Frauenbewegung ..............................................................................................

24.4 Ortsfeuerwehr ..................................................................................................
7 – 8
9 – 10
10 – 11
27 – 28
29 – 32
32 – 37
32 – 33
35 – 36

Liebe Lorünserinnen,
Liebe Lorünser!

Beim Schreiben des letzten Gemeindeblattes im Dezember 2019 bin ich davon ausgegangen, dass meine Amtszeit nach der Angelobung meines Nachfolgers zu Ende geht. Doch es ist anders gekommen, als wir uns wohl alle gedacht haben. Die Covid-19 Pandemie, hat unser Leben und die ganze Welt innerhalb von wenigen Tagen und Wochen in einem nicht vorstellbaren Ausmaß verändert. Verantwortlich dafür, ein unsichtbarer Gegner, ein Virus der uns seit über einem halben Jahr begleitet, dem wir uns mit aller Kraft entgegenstemmen.

Nur dank dem großartigen Einsatz all jener, die unsere Gesellschaft am Laufenden gehalten haben und dem disziplinierten Verhalten unserer Bewohner, ist es uns gelungen, diese schwierige Zeit, die von uns ungewohnte Einschränkungen gefordert hat, einigermaßen gut zu überwinden. Dafür möchte ich mich bei allen, die dazu beigetragen haben, ganz herzlich bedanken und bitten, sich weiterhin so engagiert zur Bewältigung dieser noch nicht überwundenen Krise einzusetzen.

Die Einschränkungen der Covid-19 Pandemie stellt die Wirtschaft und auch die Gemeinden auf eine harte Probe. Durch fehlende Einnahmen aus Kommunalsteuer sowie aus den Ertragsanteilen des Bundes und Mindereinnahmen aus dem Finanzausgleich wird das Budget ordentlich belastet.

Solche Herausforderungen können nur mit einer positiven Einstellung und mit viel Zuversicht gemeistert werden. Durch die abgesagten Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen sind ja alle bisherigen Gremien im Amt geblieben und haben sich bemüht, unter den neuen Rahmenbedingungen die Gemeindearbeit bestmöglich fortzuführen und die bereits geplanten Projekte umzusetzen. So wurde der Abbruch der baufälligen Objekte auf der von der Gemeinde im vergangenen Jahr erworbenen Liegenschaft Wachs vorgenommen. Weiters sind wichtige Infrastrukturmaßnahmen wie der Kanal- und Wasserleitungsanschluss für die Firma LCS-Cable Cranes sowie Straßensanierungen abgewickelt worden. Aber auch mit den, im vergangenen Jahr begonnenen Gemeindeentwicklungsprojekten, der Grundumlegung und dem räumlichen Entwicklungsplan (REP) haben sich die Gremien entsprechend beschäftigt.

Nach über 35 Jahren in der Gemeindepolitik, davon 30 Jahre als Bürgermeister habe ich das Amt mit Verantwortung, Respekt und Verlässlichkeit ausgeübt und – so jedoch mein Empfinden – vieles bewegen können. Dies war aber nur möglich, dank dem großen Vertrauen und der Unterstützung, die ich in all den Jahren von der Bevölkerung erhalten habe, wofür ich mich hier ganz herzlich bedanke möchte.

Bedanken möchte ich mich bei meinen Stellvertretern, Batlogg Karl, Sepp, Klaus-Peter, Andreas und Reinhard sowie bei allen Mandataren, die mich in diesen Jahren begleitet und sich mit mir zum Wohle unserer Gemeinde eingesetzt, und sie positiv weiterentwickelt haben.

Nicht zuletzt gilt mein Dank den drei Gemeindesekretär/innen, Burtscher Heidrun, Bilgeri Andrea und Batlogg Stephan die mich immer tatkräftig unterstützt haben.

Nachdem nun die Vorarlberger Landesregierung im Juni 2020 den Beschluss gefasst hat, dass die Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahl am 13. September 2020 stattfindet, ist es mir ein großes Anliegen, dass die gute Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung erhalten bleibt und sich die neuen Mandatare engagiert und mit Weitblick den künftigen Herausforderungen stellen und sich unsere Gemeinde weiterhin positiv entwickelt.
Ich möchte sie daher heute schon motivieren, ihr
Wahlrecht wahrzunehmen und so auch ihre Wertschätzung für die Arbeit der Mandatare zum Ausdruck zu bringen. Falls sie am Wahltag verhindert sind, können sie von Ihrem Wahlrecht auch mittels einer Wahlkarte ganz unkompliziert Gebrauch machen. Die Ausstellung einer Wahlkarte ist unter Angabe des Grundes, schriftlich bis Mittwoch vor dem Wahltag oder persönlich bis spätestens Freitag 12.00 Uhr vor dem Wahltag beim Gemeindeamt zu beantragen.

Über den genauen Ablauf der Wahl und das Wahlsystem (Listenwahl bzw. Mehrheitswahl), das nun in unserer Gemeinde durchgeführt wird, werden sie noch rechtzeitig mit der amtlichen Wahlinformation (Wahlausweis), die jeder Wahlberechtigte zeitgerecht vor der Wahl zugestellt bekommt und neben entsprechenden Erläuterungen auch den Stimmzettel enthält, informiert.

Abschließend wünsche ich allen Bewohner/Innen schöne und erholsame Sommertage, wenn sie auch in Anbetracht der Corona-Situation vermutlich etwas anders verlaufen als üblich, genießen sie diese schöne Zeit, ob zuhause oder in ihrem liebsten Ferienort.
Euer Bürgermeister
Ladner Lothar

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
1. Rechnungsabschluss 2019
Entsprechend dem Gemeindegesetz wurde der
Rechnungsabschluss 2019 vom Bürgermeister, innerhalb von 4 Monaten des Haushaltsjahres, nach vorheriger Prüfung des Überprüfungsausschusses der Gemeindevertretung zur Genehmigung vorgelegt. Der Rechnungsabschluss 2019 wurde zum letzten Mal nach den Vorgaben der VRV 1997 erstellt und gesetzeskonform jedem Gemeindevertreter/In rechtzeitig, eine Woche vor Beschlussfassung in der Gemeindevertretung, zugestellt.

Der Rechnungsabschluss 2019 sieht Ein- und Ausgaben in der Höhe von € 1.174.824,35 und schließt formell ausgeglichen ab. Gegenüber dem Voranschlag bedeutet dies eine Reduktion von € 104.075,65.

Diese Verringerung ist in erster Linie auf Einsparungen im Bereich des Hochwasserschutzes und Nichtausführung von geplanten Projekten wie Grundablösekosten für den zweiten Bauabschnitt, Investitionen in der Alpe Rongg, Sporthaus bzw. von diversen Kleinobjekten zurückzuführen. Durch eine zusätzlich positive Entwicklung der Kommunalsteuer und der Ertragsanteile konnte die geplante Entnahme aus der Haushaltsrücklage von € 331.800,00 auf € 197.280,25 reduziert werden.

Die größten Investitionen bzw. Ausgaben im Haushaltsjahr 2019 waren.

  • Zuschuss an der GIG 52.000,00
  • Anschaffung Software für die Gemeinde 9.900,00
  • Aufwendungen Raumplanung (REP) 12.500,00
  • Instandhaltung Volksschule (Boiler, Rasenfläche) 15.000,00
  • Sportplatz Zeltdach 18.000,00
  • Kindergartenkosten 36.000,00
  • Sozialfond 70.000,00
  • Betriebsabgang Spitäler 68.000,00
  • Instandhaltung Friedhof (Urnenwand) 18.000,00
  • Grunderwerb 270.000,00
  • Erweiterung Wasserversorgung (LCS 1. Teil) 12.000,00

Die Finanzkraft gemäß § 73 Abs.3 GG beträgt € 413.714,94. Der Haushaltsquerschnitt ergibt ein negatives Maastricht-Ergebnis von € 143.386,25.

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2. Räumlicher Entwicklungsplan (REP) Lorüns
Die Arbeitsgruppe „Räumlicher Entwicklungsplan“, hat im Auftrag der Gemeindevertretung in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet und verschiedene Themen rund um den Räumlichen Entwicklungsplan (REP) und die damit zusammenhängenden Fragen diskutiert, besprochen und konkretisiert.

Dabei wurden die Ideen und Vorstellungen aus dem Fragebogen, der im Dezember 2019 an jeden Haushalt verschickt wurde, zusammengefasst und sind vom Büro „stadtland“ entsprechend aufbereitet worden, und in die Beratungen eingeflossen.
Nach einer längeren, bedingt durch die Corona-
Pandemie notwendigen Unterbrechung hat sich
die Arbeitsgruppe am 15. Juli 2020 unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften (Mindestabstand von 1 Meter etc.) im Mehrzwecksaal der Volksschule getroffen, um die noch offenen Themenbündel zu beraten und miteinander abzustimmen.
Die 8 Themenbündel sind:
Örtliche Vorzüge von Lorüns, regionale Zusammenarbeit, Freiräume und Landschaft bzw. Landwirtschaft, Siedlungsentwicklung, Wirtschaft, Dorfleben und Soziales, Mobilität, Energie u. Klima.

Die verschiedensten Überlegungen und Gedanken wurden zusammengefasst und als Ziele definiert, die eine wertvolle Arbeitsgrundlage für die Entscheidungsträger/Innen der kommenden Periode, die darauf aufbauend weiterarbeiten können, sein werden.

Beabsichtigt ist, dass dieser Entwurf noch der derzeitigen Gemeindevertretung zur letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode (Ende August) übermittelt und zur Kenntnis gebracht und für den weiteren Prozess nach den Wahlen übergeben wird.

Seitens der Arbeitsgruppe wird weiters vorgeschlagen, parallel zum REP nachstehende Themen in Kleingruppen unter Zuziehung von interessierten Expert/innen aus der Bevölkerung zu bearbeiten und anschließend deren Ergebnis mit der „Finalisierung“ der REP-Ziele von einzelnen Themenbereichen zu beauftragen.

  • Anpassung der Radroute
  • Gestaltung der Dorfkerne (Beschattung, Aufenthalt etc.)
  • Ökologische Aufwertungen (Bepflanzungen, Blumenwiesen etc.)
  • Straßenprojekt L188
  • Sonstige Themen

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Abschließend gilt es in einem öffentlichen Workshop die gesammelten Ergebnisse aus den Beratungen in der REP-Arbeitsgruppe vorzustellen und gemeinsam mit der Bevölkerung über die grundsätzlichen Ziele der räumlichen Entwicklung von Lorüns und über die L-188 Varianten zu diskutieren.

Gleichzeitig gilt es auch die Ziele des REP-Lorüns mit dem regREK Montafon abzustimmen bevor der Entwurf des Räumliches Entwicklungsplan (REP) in der Gemeindevertretung beschlossen wird und die öffentliche Auflage erfolgt.

Möchte mich bei allen Lorünser/Innen ganz herzlich bedanken, die sich am laufenden Prozess bei der Erarbeitung eines Räumlichen Entwicklungsprozessen beteiligen und mitarbeiten, die Weichen zu stellen, wie sich unsere Gemeinde künftig räumlich entwickeln soll.

3. Landschaftsreinigung
Die diesjährige Landschaftsreinigung wurde auf
Grund der Covid-19 Pandemie nicht in der bisher praktizierten Art durchgeführt. Seitens der Gemeinde wurde die Bevölkerung mittels eines Flugblattes ersucht, einzeln das Dorfgebiet unserer Gemeinde „durchzukämmen“. Dem Aufruf folgten 13 Personen die innerhalb von zwei Tagen die Landschaftsreinigung durchgeführt haben. Es wurden dabei insgesamt 10 Säcke Abfall mit einem Gesamtgewicht von ca. 80 kg gesammelt. Es handelte sich dabei größtenteils um Restmüll sowie Plastik und Glasflaschen, Getränkedosen/Energy-Drinks, Kaffeebecher, Fast-Food Verpackungsmaterialien, etliche Hundekotsäcke, Eisenteile sowie Teppich- und Kunststoffmatten sowie erstmals auch Corona-Gesichtsmasken.

Wie üblich sind wieder speziell an zwei Plätzen die außerhalb der Ortschaft liegen (Venserstraße Richtung Vandans/Plätze an der L188) und mit Auto gut erreichbar sind, sehr konzentriert Abfälle weggeworfen worden.

Namens der Gemeinde Lorüns und im Sinne einer sauberen und intakten Landschaft und einem schönen Ortsbild bedanke ich mich bei allen freiwilligen Helfern und Helferinnen, die durch ihre Mühe und Einsatz einen wichtigen Beitrag zur Dorfpflege geleistet haben. Es war aber auch ein wertvoller Beitrag zur gemeinsamen Aktion gegen Littering – das achtlose Wegwerfen von Abfällen – und eine sinnvolle Abwechslung und Beschäftigung in dieser schwierigen Corona-Zeit.

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4. Forstwirtschaft
Auch in der Forstwirtschaft haben sich die Rahmenbedingungen im letzten halben Jahr maßgeblich verändert. Zum einen unser Klima, Stürme und Trockenheit nehmen zu, darunter leiden Fichten sehr.

Es fehlt ihnen die Kraft, sich gegen den Borkenkäfer zu wehren, sie trocknen aus und fallen ihnen zum Opfer.

Zum anderen wirkt sich auch die Covid-19 Pandemie in der Waldbewirtschaftung dahingehend aus, dass der Holzabsatz total eingebrochen und der Holzpreis im Keller ist.
Auf Grund dieser Situation wurden die von der
Gemeinde Lorüns für heuer geplanten Holzschlägerungen im Bereich der Felskante (Fleischbüchel) oberhalb des Steinschlagschutzes am Runschenweg, sowie die Entfernung der Bäume beim Schutzdamm beim Retentionsbecken zurückgestellt. Ebenfalls wurde die geplante Hochstammdurchforstung im Bereich „Alta Böda“ nicht vorgenommen.
Somit haben sich heuer die Holzschlägerungen,
die vom Holzakkordanten Alexander Kopf vorgenommen wurden, auf die Aufarbeitung der Windwürfe, die im ganzen Waldbereich (Lorünser Berg, Kogaäule, und in der Au) angefallen sind, konzentriert. An der Venserstraße wurden seitens der Gemeinde Vandans auch noch Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt. Leider mussten in den letzten Wochen noch eine größere Menge von befallenen Bäumen vom Borkenkäfer schnellst möglich geschlägert und aus dem Wald entfernt werden.

Das angefallene Brennholz wurde für die 13 benötigten Brennholzklafter für unsere Bürger verwendet, der Rest des angefallenen Holzes (Brenn-/ Nutzholz) konnte teilweise über den Stand Montafon bzw. private Holzabnehmer vermarktet werden. Das noch nicht verkaufte Nutzholz konnte dankenswerter Weise beim Nasslager vom Stand Montafon zwischengelagert werden, ohne dass das Holz vom Borkenkäfer befallen wird. Nach einer überschlägigen Schätzung sind ca. 150 fm Nutz- und Brennholz bis dato aufgearbeitet worden.

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Neben den erfolgten Holzschlägerungsarbeiten
wurden auch noch über 650 Stück Jungpflanzen (Lärche, Fichte, Tanne, Duoglasie, Bergahorn)
im Bereich „Bildstöckle“ und im Bereich unterm
„Grassa Berg“ von Herrn Moosbrugger gesetzt.
Auf Grund der sehr trockenen Wetterphase im
April/Mai dieses Jahres mussten die Jungbäumchen bewässert werden, damit diese auch entsprechend anwachsen und sich weiterentwickeln können. Von der Firma Elsensohn wurde dies mit einem Hochdruckfass mit ca. 12.000 Liter Inhalt bewerkstelligt.

Da sich die, im vergangenen Jahr errichteten Einzelschutzzäume, die speziell für die Junglärchen aufgestellt wurden bestens bewährt haben, wurden im Bereich „Ob der Wand“ „Grassa Berg“ sowie im Bereich „Muggarama Kopf“ noch weitere solche Einzelschütze aufgestellt.

5. Abbruch der Wohn- und Stallgebäude auf der von
der Gemeinde erworbenen Liegenschaft Wachs
Beim Erwerb der Liegenschaft Wachs seitens der
Gemeinde Lorüns im vergangenen Jahr, standen
in erster Linie die Grundstücksflächen im Fokus,
die für eine künftige Entwicklung mitten im Zentrum unserer Gemeinde strategisch von großer Bedeutung sind. Die drei vorhandenen Gebäude auf dieser Liegenschaft waren für eine Nutzung größtenteils nicht mehr geeignet und abbruchreif sowie für eine künftige Grundstücksnutzung hinderlich.
Die Gemeindevertretung hat daher im Februar
2020 den Beschluss gefasst, die vorhandenen
Objekte abzubrechen und so die Voraussetzungen
für eine Neugestaltung dieses Ortsbereiches zu
schaffen.

Die Abbrucharbeiten wurden von der Firma Feuerstein OG aus Altach Anfang Mai 2020 in nur wenigen Tagen professionell durchgeführt und die

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Materialien entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ordnungsgemäß entsorgt. Gleichzeitig wurden die entstandenen Hohlräume (Keller, Jauchegrube etc.) mit geeignetem Material aufgefüllt und an das ringsum liegende Gelände angepasst.

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6. Dendrochronologische Untersuchung beim Wohnobjekt
Lorüns Hnr. 12
Um die exakte Altersbestimmung des ehemaligen Wohnobjektes Lorüns HNr. 12 zu bestimmen, wurde vom Holzanalytiker und Leiter eines Labors für Dendrochronologie, Herrn Dr. Klaus Pfeifer aus Egg im Bregenzerwald vor dem Abbruch des Objektes nochmals von 3 gehauenen Balken Bohrkerne entnommen.
Wie schon im letzten Gemeindeblatt berichtet
hat Herr Dr. Pfeifer im vergangenen Herbst schon
Bohrkerne aus unterschiedlichen Gebäudeteilen
entnommen und dabei festgestellt, dass vermutlich das Wohnobjekt in 3 Bauetappen errichtet worden ist. Wie es sich darstellt, dürfte der Kern-Bau wesentlich kleiner als das zuletzt vorhandene Objekt gewesen sein. Um die Erkenntnisse der ersten Bohrkernauswertung zu bestätigen, wurden im Bereich der obersten Giebelwand ob der Nebenkammer noch weiter Bohrkerne entnommen.
Für einen Laien einfach gesagt, werden mit einer
entsprechenden Methode (Dendrochronologie
„Lehre“/Wissenschaft – Baumringdatierung genannt) die Bohrkerne anhand der unterschiedlichen Breite von Jahresringen, bekannten Wachstumszeiten zugeordnet und daraus das Alter bestimmt.
Nach den ersten Nachuntersuchungen sind die
verwendeten Hölzer aus Fichten und Tannen. Das
Alter des Kern-Baues hat sich von der ersten Untersuchung bestätigt und dürfte aus dem Jahre 1524 stammen. Dies ist angeblich gut aus den Waldkanten zweier Bauteile des südwestseitigen Fachwerkes festzustellen. Die Erweiterung des Kern-Hauses, das gegen Südwesten vorgenommen wurde, ist zwischen 1595/1596 erfolgt. Die letzte fassbare Bauaktion umfasst das Dachwerk/ Dachkammerausbau und wird frühestens ab dem Frühjahr 1893 vorgenommen worden sein.

Ein abschließender Bericht von Dr. Pfeifer wird gegen Ende des Jahres 2020 vorliegen.

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7. Grundstücksumlegung im Bereich Messweg
Wie bereits im letzten Gemeindeblatt berichtet,
ist die Gemeinde Lorüns nach dem Erwerb der
Liegenschaft Wachs, die im Zentrum unserer Gemeinde liegt und für eine künftige Entwicklung dieses Bereiches neue Möglichkeiten bietet bemüht, zusammen mit den umliegenden Grundstücksbesitzern eine Neuordnung, von zum Teil nur schwer bebaubaren bzw. mit schlechter Erschließung vorhandenen Grundstücksflächen, zu suchen.
In den bereits erfolgten Besprechungsrunden mit
den Grundstückseigentümern hat Raumplaner DI
Georg Rauch versucht erste Planentwürfe als Diskussionsgrundlage für eine mögliche Umlegung auszuarbeiten. Auf Grund der teilweise bebauten Grundstücksflächen und deren Erfordernis, die vorhandene Objekterschließung weiterhin zu gewährleisten, sind gewisse Zwangspunkte vorgegeben.

Wenn auch die ersten Entwürfe noch nicht die Vorstellungen bzw. Wünsche von allen Grundstückseigentümern beinhalten, muss eine Umlegung gesamtheitlich gesehen werden und in weiteren Überlegungen versucht werden, dass sich ein akzeptables Ergebnis für alle Beteiligten ergibt. Eine Umlegung hat dann Erfolg, wenn die Eigentümer darin eine gemeinsame Aufgabe sehen. Die Gemeinde versucht zusammen mit dem Raumplaner unterstützend tätig zu sein und liefert Lösungsansätze – die Entscheidungen liegen grundsätzlich bei den Eigentümern.

Es ist wichtig zu versuchen, diese einmalige Chance zu nützen und zusammen neue Überlegungen zu kreieren, um im Zentrum unserer Gemeinde eine nachhaltige und positive Gemeindeentwicklung zu ermöglichen.

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8. Firstfeier beim Betriebsgebäude der Firma
LCS Cable Cranes
Ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Firma LCS Cable Cranes konnte am 16. Juli 2020, mit der Firstfeier des neuen Betriebsgebäudes, in Lorüns gefeiert werden. Nachdem die Wände hochgezogen und das Dach dicht ist, bedankte sich der Bauherr, Dr. Rudolf Knünz bei den am Bau beteiligten Handwerkern und Verantwortlichen sowie bei den Mitarbeitern für die gute Arbeit und die Unterstützung zum Gelingen dieses tollen Bauwerkes.

Das Betriebsgebäude wird von der Firma Goldbeck-Rhomberg GmbH aus Wolfurt als Generalunternehmer errichtet. Die Arbeiten liegen trotz der schwierigen Situation auf Grund der Corona-19 Pandemie im Bauzeitplan und werden rechtzeitig für den Umzug der Firma LCS von Sulz nach Lorüns im Laufe des Novembers 2020 fertig gestellt sein. Derzeit sind die Innenausbauarbeiten voll im Gange.

Die über 50 Mitarbeiter bekommen in dem gut an den Standort angepassten und gelungenen Betriebsgebäude attraktive und moderne Arbeitsplätze. Neben dem zweigeschossigen Bürogebäude steht künftig eine 2-schiffige Halle für interne Produktions-, Lager- und Montagezwecke zur Verfügung.

Büro und Halle sind über einen eingeschossigen Bürobau miteinander verbunden. Die Belegung des Neubaus ist für ca. 60 Mitarbeiter ausgelegt.

Mit dem Bezug des neuen Betriebsgebäudes Ende dieses Jahres werden neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen und für die Gemeinde Lorüns wird sich diese Betriebsansiedlung wirtschaftlich positiv auswirken.

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9. Rasch, schnell und einfach zu Informationen
in unserer Gemeinde
Immer mehr Menschen wollen sich ihre Informationen möglichst schnell, einfach und bequem beschaffen. Neben der Homepage (www.loruens.at) stellt das Gem2 GO App schnell und unkompliziert Informationen den Bürgern und Besuchern der Gemeinde zur Verfügung.

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Gemeindeblatt Lorüns
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10. Einfahrt in die L188 beim Wohnhaus HNr. 21
In letzter Zeit sind vermehrt, zum Glück kleinere, glimpflich verlaufende Verkehrsunfälle bei der Einfahrtsstraße beim Wohnhaus HNr. 21 in die L188 passiert, durch Fahrzeuge die einfahren wollten und den Spiegel bzw. die Entfernung nicht richtig eingeschätzt haben. Bei diesen Kollisionen und „beinahe“
Kollisionen waren jeweils Personen auf dem daneben verlaufenden Gehsteig unterwegs, welche dabei einer akuten Gefahr mit schwerwiegenden Folgen ausgesetzt waren.
Über entsprechende Verbesserungsmaßnahmen
wurden schon mehrfach bei Fachleuten mögliche
Vorschläge eingeholt.
Als mögliche Maßnahme wurde empfohlen, die
Einfahrt von der Gemeindestraße in die L 188 nicht
mehr zu gestatten und eine Einbahnregelung (L
188 – Richtung Feuerwehrhaus) für die ersten 30
Meter zu verordnen.

Um die damit verbundenen Auswirkungen der Verkehrsströme, die Berücksichtigung künftiger Zufahrtsmöglichkeiten der LKW und vor allem auch der großen landwirtschaftlichen Fahrzeuge (enge Radien, schmale Straßen etc.), die innerörtliche Mehrbelastung, Verkehrsregelung etc. zu kennen, wurde von der Stadtpolizei Bludenz eine Erhebung der Fahrzeugbewegungen durch eine Frequenzmessung bei dieser Kreuzung vorgenommen.

Die Erhebung hat ergeben, dass in einer Woche über 900 Fahrzeuge diese Kreuzung frequentieren, davon über 600 Fahrzeuge von der Gemeindestraße in die L 188 einbiegen. Eine Schließung dieser Einfahrt hat natürlich zur Folge, dass mit einer entsprechenden Verkehrsverlagerung von ca. 80 – 100 Fahrzeugen täglich auf die anderen Dorfstraßen innerorts zu rechnen ist.

Nachdem es schwer einzuschätzen ist, wie sich diese Verlagerung, die sich überwiegend auf der Hauptdurchzugsstraße (Ost/West) abspielen wird, wo neben Radfahrerverkehr, Schulkinder auf dem Schulweg, sowie ältere Menschen unterwegs sind, auch noch die Gegenverkehrsmöglichkeit speziell in Wintermonaten etc. nicht entsprechend gegeben ist, war die Gemeindevertretung in der letzten Sitzung am 09. Juli 2020 einhellig der Meinung, dass nochmals mit einem verkehrstechnischen Amtssachverständigen sowie mit der Behörde Kontakt aufgenommen wird, ob eine probeweise Sperre vorgenommen werden soll.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
11. Situation bei der SUP für die Umfahrung Lorüns
Im letzten Gemeindeblatt wurde darüber informiert,
dass die Gemeinde Lorüns die SUP-Stelle bei der
Vorarlberger Landesregierung ersucht hat, das gegenständliche SUP-Verfahren vorerst auszusetzen um die benötigte Diskussion in der Gemeinde zu führen, was auch von der SUP-Stelle und dem zuständigen Landesrat (Mag. Marco Tittler) als sinnvolle weitere Vorgangsweise erachtet wurde.
In einer Besprechung im Jänner dieses Jahres
bei Landeshauptmann Mag. Wallner, bei der auch
Landesrat Mag. Tittler und die Verantwortlichen von
der Straßenplanungsstelle bzw. von der SUP-Stelle
dabei waren, hat man sich verständigt, dass die
Gemeinde Lorüns im Rahmen des REP zusammen
mit der Bevölkerung die Straßenführung diskutiert, eine Meinungsbildung vornimmt und anschließend eine entsprechende Stellungnahme dem Land übermittelt. Bis dahin werden seitens des Landes keine weiteren Schritte unternommen.

Im Februar 2020 wurden im Rahmen der REP-Arbeitsgruppensitzung mit den Zuständigen der SUP-Stelle zusammen mit dem Ingenieurbüro M+G anhand von Planunterlagen die SUP/Korridore nochmals vorgestellt und diskutiert.

Zusammenfassend wurde festgestellt, dass im Sinne einer offenen und breiten Diskussion mit der Bevölkerung, neben den Erkenntnissen, die sich aus den räumlichen Betrachtungen im REP ergeben, die Ergebnisse der wasserwirtschaftlichen Studie bzw. des Naturschutzes abgewartet werden sollen. Wie es sich derzeit darstellt, werden entsprechende Ergebnisse nicht vor Anfang des kommenden Jahres vorliegen. Über die weitere Vorgangsweise wird sich die neue Gemeindevertretung beschäftigen, und die weiteren Schritte gemeinsam festlegen.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
12. Erweiterung des Steinbruches „Lerchenbühel“
in Lorüns/Stallehr
Die Steinbruch Lorüns GmbH ist Bergbauberechtigte beim Kalk- und Mergelbergbau Lorüns „Lerchenbühel“. Der Abbau in diesem Steinbruch erfolgt durch die Firma Brech- und Siebwerke Lorüns GmbH & Co KG (BSL). Im Gewinnungsbetriebsplan, der üblicher Weise für 5 Jahre genehmigt wird, wird der Aufschluss, der Abbau sowie der Abtransport des Gesteins und der Betriebsablauf festgelegt. Der rechtskräftige Gewinnungsbetriebsplan läuft mit 10. Oktober 2020 aus. Die Steinbruch Lorüns GmbH hat bereits die erforderlichen Unterlagen für eine weiterführende Genehmigung des Gewinnungsbetriebsplanes für den Planungszeitraum von 2020 bis 2025 erstellt und bei der Behörde eingereicht, der auch eine Ausweitung des bisher genehmigten naturschutz- und forstrechtlichen Abbaubereiches vorsieht.
Über die Ausweitung der naturschutzrechtlichen
Abbaugrenze fand Mitte Juni 2020 seitens der
Bezirkshauptmannschaft Bludenz eine Ortsaugenscheinverhandlung statt. Die geplante Ausdehnung in südlicher Richtung, die das Gemeindegebiet Lorüns betrifft, soll insbesondere für die Erschließung mehrerer Etagen dienen und stellt eine erhebliche Veränderung der Kulisse für Lorüns dar, die auch im Hinblick auf Auswirkungen von Emissionen aus dem Steinbruchbetrieb relevant ist. Seitens der Gemeinde Lorüns wird speziell der Eingriff im Bereich der zackenförmigen Felsformation, die an den Bereich des landschaftsprägenden Rappa- bzw.

Schlosskopfes (Diebschlössle) hinreicht, kritisch und nicht vertretbar gesehen. Dies hat die Antragstellerin zum Anlass genommen, die eingereichten Pläne noch einmal zu überarbeiten und zu versuchen die Ausdehnung der Abbaugrenze zu verkleinern und die zackenförmige Felsformation womöglich nicht anzugreifen. In entsprechenden Gesprächen zwischen der Gemeinde Lorüns und den Steinbruchberechtigten wird in den nächsten Wochen versucht, eine für alle Beteiligten vertretbare Lösung zu finden.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
13. Felsformation „Diebschlössle“
zum Naturdenkmal erklären
Nachdem das „Diebschlössle“ ein prägender
Landschaftsteil in unserem Talkessel ist und die
Abbautätigkeiten im Steinbruch „Lerchenbühel“
immer näher an diese Felsformation herankommen, wurde bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz um Einleitung eines Verfahrens zur Erklärung der Felsformation „Diebschlössle“ samt Umgebung zum Naturdenkmal (§ 28 Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung) mit nachstehender Begründung einzuleiten.
Der Lorünser Talkessel wird nordseitig durch den
Ausläufer des Davennastocks im Verwallgebirge begrenzt und durch die, über die steilen Bergwaldhänge herausragenden Felswände des Rappakopfes und des Diebschlössle (auch als Lorünser Schlössle oder Schlosskopf benannt) auffallend geprägt. Das Diebschlösslemassiv mit seinen in vier Terrassen gegliedertem Plateau (bis zu 767 m ü.M.) liegt im Grenzbereich der Gemeinden Lorüns und Stallehr und überragt den Talboden ihrer Siedlungsgebiete um rund 200 Höhenmeter. Die senkrecht, teils überhängend zur Ill hinabfallenden Felswände sind unübersehbarer Teil des Landschafts- und Ortsbildes unserer Gemeinde. Besonders beeindruckend ist vor Ort die Teilung des Diebschlössle-Felsrückens durch einen ca. 50 m langen, haushohen und begehbaren Felsspalt. Eine so große, durch Bergzerreissung entstandene Kluft dürfte in unserem Land vermutlich einzigartig sein.

Das Landschaftselement Diebschlössle ist auf Lorünser Seite und auch auf Stallehrer Gebiet von artenreichen Bergwäldern umgeben, die in die Biotopinventare der beiden Gemeinden aufgenommen worden sind (s. Nr.11404 und 11403 im Biotopinventar Lorüns und Nr. 12501 in Stallehr).

Neben der landschaftsbildlich und naturkundlich hohen Wertigkeit dieses Gebietes ist das Diebschlössle auch kulturgeschichtlich und wissenschaftlich von besonderer Bedeutung. Nach archäologischen Grabungen und Untersuchungen in den Jahren 2001 bis 2003 und der Dokumentation der Befunde im Jahr 2005 wurde das Plateau des Diebschlössle als „prähistorischer Siedlungsplatz und mittelalterlicher Burgstall“ unter Denkmalschutz gestellt. Im vergangenen Jahrzehnt wurde dann, von der Dorfmitte von Lorüns und Stallehr ausgehend, der Zugang zu diesem Bodendenkmal als kulturhistorischer Wanderweg ausgebaut und entsprechend dem Wanderwegkonzept der Landesregierung beschildert und markiert. Informationstafeln und eine Broschüre geben Auskunft über diesen auch sagenumwobenen Ort, von dem aus die Aussicht in den Walgau und das äußere Montafon bzw. Klostertal ebenfalls beeindruckend ist. Nähere Informationen dazu finden sich in der Publikation von Karsten Wink (Hrsg.)
über „Ausgrabungen im Montafon – Diebschlössle und Valkastiel, Archäologische Befunde und Interpretationen“ (s. Heft 14 der Montafoner Schriftenreihe des Heimatschutzvereines Montafon aus 2005)
und in der Broschüre "Diebschlössleweg" von Claus-Stephan Holdermann (Hrsg.) aus 2014 (s. Heft 3 der Kulturhistorischen Wanderwege Montafon) die auf der Gemeinde Lorüns erhältlich sind.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
14. Felssturz im Bereich des Rappakopf
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 12.

Juni 2020 hat sich um 2.40 Uhr ein größerer Felssturz im Bereich des sogenannten „Rappakopfes“ ereignet. Größere Felsbrocken sind an der Westseite des „Rappakopfes“ abgebrochen und durch den Waldbereich bis auf die „Alte Stroß“
heruntergedonnert. Zum Glück war das Ereignis
in der Nacht und es kamen keine Personen zu
Schaden. Die Weganlage wurde von der Feuerwehr in der Früh gleich abgesperrt. Zudem wurde die Abbruchstelle vom Landesgeologen Dr. Bauer erörtert und beurteilt. Der ganze Bereich um den „Rappakopf“ ist ein brüchiges Bergmassiv und die Klimaveränderung (lange Trockenheit und größere und anhaltende Niederschläge) verschärft die Situation und destabilisiert die Felsformationen zusätzlich. Nicht umsonst heißt der Bereich „Staböse“.
Nachdem in letzter Zeit kein neuer Steinabbruch in
diesem Bereich erfolgt ist, wurde die Absperrung
entfernt.
Es wird aber darauf hingewiesen, dass im Bereich
der „Alta Stroß“ immer eine gewisse Gefahr von
Steinschlag besteht, die auch entsprechend gekennzeichnet ist, das es auch zu berücksichtigen gilt.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
15. Wanderweg auf das „Diebschlössle“
Im Frühjahr 2020 wurde beim Wanderweg auf das
„Diebschlössle“, die auf Lorünser Gemeindegebiet
noch fehlende Beschilderung angebracht. Gleichzeitig wurde der Wegbereich, der über steiles Gelände mit engen Serpentinen über die sogenannte „Halda“ führt, von Laub gereinigt und wieder gut begehbar gemacht.
Das „Diebschlössle“ – auch „Lorünser Schlössle“
genannt – liegt am westlichen Ausläufer des Lorünser Schlosskopfes (Davennastock) auf 776 m Höhe nordöstlich oberhalb Lorüns; diese Anlagen befinden sich jedoch fast zur Gänze auf dem Gemeindegebiet von Stallehr. Die archäologischen Grabungen 2001/2003 ergaben, dass es sich bei diesen Bauresten zwar um eine mittelalterliche Anlage aus der Zeit um 1300 handelt, die aber offensichtlich nicht fertiggestellt und daher auch nicht als Burg genutzt wurde. Damit war auch die Frage nach einer "Burg Montafon" beendet. Das auf drei deutlich erkennbare Mauerreste beschränkte Grabungsziel war jedoch insoferne erfolgreich, als die untersten Lagen bronzezeitliche Funde enthielten, die in die mittlere Bronzezeit der Inneralpinen Bronzezeitkultur datieren. Spätbronzezeitliche Funde weisen auf einige Vertreter der Laugen-Melaun-Kultur hin, während Fritzener und Schneller-Ware eine früh-laténezeitliche Nutzung signalisieren.
Der Heimatschutzverein Montafon hat zusammen
mit den Gemeinden Lorüns und Stallehr eine Broschüre im Rahmen der „Kulturhistorischen Wanderwege Montafon“ herausgegeben, der den Diebschlössleweg beschreibt und auf der Gemeinde Lorüns erhältlich ist.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
16. Neue Wanderwegbeauftragte
Wandern ist in den letzten Jahren nicht nur eine beliebte Freizeitaktivität geworden, sondern auch eine ideale Kombination für die Gesundheit etwas zu tun. Um für diese Tätigkeiten entsprechende, gute Bedingungen dem Wanderer zu bieten, hat das Land Vorarlberg ein einheitliches Wanderwegkonzept beschlossen, das einen einheitlichen Standard über die Beschilderung und Markierung vorgibt. Der Erfolg dieser Bemühungen ist sehr wesentlich dem Engagement von ehrenamtlich tätigen Wegwarten und Wanderwegbeauftragten, welche darauf schauen, dass die Wanderweginfrastruktur ordentlich in Stand gehalten wird.
Nachdem Batlogg Klaus-Peter nach über zwanzig
Jahren die Agenden als Wanderwegbeauftragter
im vergangenen Jahr zurückgelegt hat, haben sich
erfreulicherweise Andreas Breuß und Kristian
Purcell bereit erklärt, gemeinsam diese verantwortungsvolle und herausfordernde Tätigkeit zu übernehmen. In dieser Funktion geht es vor allem um die Kontrolle, ob die Beschilderung in einem ordentlichen Zustand ist, beziehungsweise ob Verbesserungen an den Weganlagen erforderlich sind bzw. wo neue Wegverbindungen sinnvoll wären.

Gleichzeitig sind sie Ansprechpartner in allen Angelegenheiten was Wanderwege betrifft und unterstützen die Gemeinde in der Koordination zwischen dem Land und den umliegenden Gemeinden.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
17. Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen bei den
Gemeindestraßen
Die Gemeinde Lorüns ist sehr bemüht, das Straßennetz in einem guten Zustand zu halten. Durch verschiedene Baumaßnahmen (Verlegung der Gasleitung bzw. Einbau von Straßenentwässerungsschächten) im Straßenbereich zwischen der Abzweigung beim Spielplatz Richtung Oberfeld und Wohnhaus Langer Hnr. 39, musste der Asphaltbelag mehrfach aufgebrochen werden und dadurch hat sich eine sehr unebene (wellige) bzw.
fleckerlteppichartige Straßenoberfläche ergeben.
Unter finanzieller Beteiligung der Gasgesellschaft
wurde die komplette Straßenbreite abgefräst und
mit einem vollflächigen Deckbelag neu überzogen.
Somit ist dieses Straßenstück wieder längerfristig
gut saniert.

Weiters wurde auch die Zufahrtsstraße zum Wohnhaus Marte August durch die Firma Meier aus Feldkirch mit einem Spezialgerät auf wirtschaftlichem Wege instandgesetzt, in dem die Weganlage mit einer Spezialfräse aufgearbeitet wurde und das vorhandene Material mit einem Grader profiliert und mit einem Plattenverdichter verfestigt wurde.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
18. Unterstützung an der Volksschule
Die Corona-Epidemie hat auch an unserer Volksschule gewisse Veränderungen mit sich gebracht.

In der Zeit, als die Schüler Home Schooling gehabt haben und mit Lernpaketen mit entsprechenden Aufgaben versorgt wurden, wurde auch eine Schülerbetreuung angeboten. Diese wurde in der Zeit ab dem 04. Mai 2020 von Frau Linda Thaler dankenswerter Weise bewerkstelligt, die auch vom
18. Mai 2020 bis Ende des Schuljahres in Zusammenarbeit mit der Direktorin Frau Bacher Sabrina den Unterricht an unserer Volksschule übernommen hat.
Frau Linda Thaler ist 23 Jahre und wohnt in Bürs,
hat die Lehrerausbildung an der Pädagogischen
Hochschule in Tirol absolviert. Frau Thaler hat mit
viel Engagement in dieser schwierigen Zeit unsere
Schüler unterrichtet und das Schuljahr 2019/2020
unter den neuen Vorgaben bzw. Gegebenheiten zu einem für alle Beteiligten doch noch positiven Abschluss geführt.
Zur Zeugnisverteilung am letzten Schultag lud
Bgm. Lothar Ladner alle Schüler/Innen noch zu
einem Eis ein, bedankte sich bei den Kindern für
das brave Lernen unter den neuen und vor allem
ungewohnten Gegebenheiten. Abschließend wurde noch ein gemeinsames Foto vor der Schule gemacht, damit alle Schüler/Innen auch später noch eine Erinnerung an dieses besondere Schuljahr haben.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
19. Erneuerung der Brunnenanlage auf dem Lorünser Berg
Als Ende der 80-er Jahre die Gemeinde den Bergweg im Bereich „Schlegel“ erweitert hat, errichtete Franz Kirisits an der neu errichteten Weganlage im sogenannten „Wasserloch“ im oberen Teil des „Klammrisses“ einen Holz-Brunnentrog. Nach über 30 Jahren ist dieser Brunnentrog altersbedingt zerfallen und wurde Ende 2019 von Batlogg Klaus dankenswerter Weise wieder erneuert. Herzlichen Dank für dieses Engagement.

20. Erhaltungsmaßnahmen beim Fleischbüchelwässerli
Im Gefahrenzonenplan unserer Gemeinde wird das
bezeichnete Gerinne vor der Schrankenanlage auf
den Lorünser Bergweg als „Fleischbücheltobel“
ausgewiesen. Obwohl es nur bei starken und länger anhaltenden Regenfällen eine Wasserführung in diesem Gerinne gibt, gilt es darauf zu achten, dass der Einlaufbereich zur künstlich angelegten Versickerungsstelle unterhalb der Weganlage immer freigehalten wird, um eine Gefährdung von Wohnobjekten hintanzuhalten.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
21. Montafoner Resonanzen gastieren wieder in Lorüns
Das Kulturfestival Montafoner Resonanzen hat sich
in den vergangenen Jahren als musikalisches Format mit vielfältigem Konzertangebot etabliert, das sowohl in der Montafoner Bevölkerung als auch bei unseren Gästen großen Anklang gefunden hat.
Das Wort Resonanzen soll den Fokus der Reihe
auf die verschiedenen musikalischen Schwerpunkte hervorheben.
Am Freitag, den 28. August 2020 findet im
Rahmen der CROSS-OVER in der Kirche Lorüns um 17.30 Uhr ein Konzert mit dem Ensemble Flutar - Martin Vallaster: Querflöte und Gerhard Ganahl: Gitarre statt.
Konzertprogramme kann man auf verschiedene
Art gestalten. Das Ensemble Flutar hat sich etwas besonders Originelles ausgedacht: es verbindet Musik von Komponisten aus aller Welt, die im Jahr 1953 geboren sind und nennt dies Jahrgängertreffen.

Dieses ist eine vor allem im alemannischen Raum beliebte Form der Geselligkeit, wo sich die im selben Jahr geborenen eines Ortes zu einem so genannten „Hock“ oder Ausflug zusammenfinden.

Neben der Tatsache, dass alle diese Komponisten ihr Geburtsjahr teilen, haben sie auch allesamt Originalwerke für Flöte und Gitarre geschrieben, und zwar vor allem Tänze wie Samba, Bossa, Tango, Milonga, Tarantella oder Walzer. Dazu ist spannend zu wissen, dass das Zusammenspiel dieser beiden Instrumente die ursprüngliche Besetzung des argentinischen Tangos ist, wie es überhaupt in Lateinamerika sehr beliebt ist. Dass es für diese Besetzung viel lohnende Musik aus aller Welt gibt, zeigt das reiche Repertoire des Ensembles Flutar, dem sich die beiden Musiker Martin Vallaster, Querflöte, und Gerhard Ganahl, Gitarre, seit über fünfundzwanzig Jahren ununterbrochen widmen. Dass sie es in all den Jahren mit Begeisterung tun und getan haben, merkt man an ihrem selbst geschaffenen Begriff „zeitgenüssliche Musik“, der weiters besagt, dass sie vor allem Musik unserer Zeit zur Aufführung bringen.

Aufgrund der Covid-19 Verordnungen gibt es keine Abendkassa und die Plätze werden zugewiesen.

Somit gibt es nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen und der Kartenvorverkauf erfolgt über die Montafoner Tourismusinformationen und online über www.montafoner-resonanzen.at Preis: Vorverkauf 15,00 € | Kinder und Jugendliche bis Jahrgang 2004 frei.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
22. Infos für unsere Jugend
Sommeröffnungszeiten im aha
Das aha macht im Sommer keine Ferien, sondern
passt seine Öffnungszeiten an. Vom 13. Juli bis 11.
September 2020 ist das aha in Dornbirn (Montag
bis Freitag) sowie in Bregenz und Bludenz (Montag, Mittwoch, Freitag) von 10 bis 15 Uhr durchgehend für Jugendliche und ihre Fragen geöffnet.
www.aha.or.at/sommeroeffnungszeiten
Urlaub schreibt man mit Ö! Österreich-Tipps von Jugendlichen Der Sommer in Österreich kann so schön sein! Jedes der neun Bundesländer ist gespickt mit Highlights, die darauf warten, entdeckt zu werden. Was es alles zu erleben gibt, wollten die österreichischen Jugendkarten von Jugendlichen wissen. Die heißesten „places to be“ wurden gesammelt und unter www.jugendkarte.at/öurlaub veröffentlicht. Sommerhungrige finden hier die lauschigsten Badeplätze vom Boden- bis zum Neusiedlersee. Für Naturfans gibt es die schwindelerregendsten Bergerlebnisse vom Sonnenaufgang auf der Hohen Kugel bis zum Schwammerlsuchen auf dem Hahnberg.

Jugendliche verraten aber auch ihre besten Eisdielen, ihre romantischsten Stadtspaziergänge und ihre actionreichsten Outdooraktivitäten.
Zusammen mit den Tipps von den Mitarbeiter Innen
der Österreichischen Jugendinfos und Jugendkarten finden sich unter www.jugendkarte.at/öur - laub rund 150 persönliche Tipps und Empfehlungen, die nach Bundesland gefiltert werden können.

Außerdem sind auf dieser Seite Infos und Links zu günstigen Reise- und Unterkunftsmöglichkeiten, Reisen ohne Eltern und To-dos in ganz Österreich veröffentlicht. Die österreichischen Jugendkarten sind übrigens auch European Youth Cards. Damit gibt es viele Ermäßigungen in Österreich und Europa.

In Vorarlberg sparen Jugendliche mit der aha card im Sommer bei Bädern, Minigolf, Bootsverleih und vielem mehr. Alle Infos findet man unter www.aha.or.at/sommer-specials Mit dem Rad um den Bodensee

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
In die Pedale treten: Der Bodensee-Radweg zählt
zu den beliebtesten Radwegen Europas. Für alle,
die eine Radtour um den Bodensee planen, hat
das aha nützliche Infos zusammengestellt. Der Info-Folder „Rund um den Bodensee“ wurde wieder überarbeitet und bietet allerlei Wissenswertes wie App- und Linktipps, Übernachtungsmöglichkeiten, Infos zu Schiffen und Fähren, Tourenbeschreibungen, Sehenswürdigkeiten, Ausflugstipps u. v. m.
Der Info-Folder ist kostenlos im aha in Dornbirn,
Bregenz und Bludenz erhältlich oder kann unter aha@aha.or.at bestellt werden.

aha – Jugendinformationszentrum
Vorarlberg
Bregenz, Dornbirn, Bludenz
aha@aha.or.at, www.aha.or.at
www.facebook.com/aha.Jugendinfo

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
23. Fakten und Kurzbeiträge
23.1 Alfenz – Überprüfung der Durchflussmengen
Im Zuge der Gewässererhebung seitens der Wasserwirtschaft des Landes wurde festgestellt, dass auf Höhe der neuen Firma LCS einige Schadstellen am orographisch linken Alfenzufer vorhanden sind und saniert werden müssen.
Nachdem zwischen der Gemeindegrenze Lorüns/
Stallehr und der Einmündung der Alfenz in die Ill mehrere Brücken vorhanden sind, bei denen es bei einem Rückstau im Bereich der Einmündung in die Ill bei einem entsprechenden Ereignis zu Problemen beim Durchfluss führen könnte, wird vor einer Ufersanierung vom Büro Werner Consult die Abfluss- bzw. Durchflussmenge überprüft. Dazu musste vom Vermessungsbüro Dobler die derzeitige Durchflusshöhe zwischen Sohle und Unterkante der Brückentragwerke aufgenommen werden.
Sobald das Ergebnis der hydraulischen Berechnung
vom Büro Werner Consult vorliegt, kann erst die weitere
Vorgangsweise bei den Sanierungsarbeiten festgelegt
werden.
23.2 Geplantes Wohnbauprojekt „Residenz“
Die Firma Residenz Wohnbau GmbH aus Feldkirch hat Anfang des Jahres 2020 eine größere Wohnbaufläche in unserer Gemeinde erworben und beabsichtigt darauf eine Wohnanlage mit 9 Einheiten bzw. 4 Reihenhäuser zu errichten. Derzeit wird die vorgelegte Entwurfsplanung im Bauausschuss zusammen mit der Bauverwaltung unter Einbeziehung von Fachleuten (Raumplaner bzw. Architekt) beraten. Wie es sich derzeit darstellt, sind zwei Baukörper angedacht. Bei der Betrachtung bzw. Beurteilung des Objektes gilt es neben den Vorgaben des Bebauungsplanes, vor allem auch den Schutz des Orts- und Landschaftsbildes bei der Anordnung der Baukörper zu berücksichtigen. Seitens des Bauwerbers ist eine Baueinreichung in diesem Jahr noch angedacht.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
23.3 Standsicherheit der Kastanienbäume auf dem Illdamm
Im Zuge der wiederkehrenden Kontrolle wurden
die, auf dem Illdamm stehenden 7 Kastanienbäume durch einen Fachmann vom Maschinenring, Einzelkontrollen, im Rahmen der Baumkatastererhebung durchgeführt. Die Bäume wurden vom Boden aus, visuell auf ihre Stand- und Bruchsicherheit, sowie ihren Gesundheitszustand kontrolliert. Die Lage der Bäume wurde in einem Luftbild verortet, aber nicht eingemessen. Die Kontrolle der Bäume hat ergeben, dass die Bäume einen unterschiedlichen Zustand aufweisen, bei einem Baum musste ein toter Ast über dem Wanderweg entfernt werden. Um die Verkehrssicherheit auf dem Gehweg zu gewährleisten, müssen bei allen Bäumen immer Kontrollen durchgeführt werden.
23.4 Das Montafon „unterm Hitler“
Anlässlich des 75. Gedenkjahres an die Befreiung
vom NS-Regime steht heuer in den Montafoner
Museen die regionale Geschichte der Jahre 1938-
45 im Fokus. Die Ausstellungsserie erstreckt sich
über alle vier Museen.

SCHWERPUNKTE
DER AUSSTELLUNGSSERIE
Heimatmuseum Schruns – Alltag unter dem Hakenkreuz
Im Heimatmuseum Schruns stehen neben der politischen Geschichte der NS-Zeit im Montafon auch Aspekte wie Jugend und Schule, Kunst und Volkskultur sowie die Entnazifizierung im Fokus.

Alpin- und Tourismusmuseum Gaschurn – Alpinismus und Tourismus In Gaschurn wird der Entwicklung des Tourismus sowie den engen Beziehungen zwischen Alpinismus, Wintersport und Nationalsozialismus nachgegangen.

Museum Frühmesshaus Bartholomäberg – Widerstand, Flucht und Verfolgung Im Frühmesshaus Bartholomäberg wir anknüpfend an den letzten dort wirkenden Frühmesser Josef Plangger, der mehrere Jahre in Konzentrationslagern überlebte, den Themen Widerstand und Verfolgung breiter Raum gegeben.
Bergbaumuseum Silbertal – (Land)wirtschaft im Krieg
Im Bergbaumuseum Silbertal wird schließlich die Geschichte der „Aufbaugenossenschaft“ sowie der Landwirtschaft zwischen Ideologie und Krieg beleuchtet.

Ausstellungsdauer: Juli 2020 bis April 2021 zu den jeweiligen Öffnungszeiten.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
23.5 Informationsbroschüre des Landes über Familienleistungen Ziel des Landes Vorarlberg ist es, Familien in allen Lebensbereichen zu unterstützen und gute Rahmenbedingungen zu schaffen. Den Einrichtungen, Institutionen und Vereinen mit den zahlreichen Leistungen für Familien gebührt großen Dank.
Die aktualisierte Broschüre „Die cleveren Seiten
für Familien“ bietet einen Überblick der Familienleistungen im Land Vorarlberg. Sie beinhaltet Informationen und weiterführende Kontakte zu den Themen Arbeit und Recht, Finanzen, Gesundheit und Entwicklung, Sicherheit, Betreuung sowie Beratung, Elternbildung und Freizeit. Werdende Eltern und Eltern mit Kindern bis ca. sechs Jahren finden hier wertvolle Tipps.
Die Broschüre liegt im Gemeindeamt zur freien
Entnahme auf und kann auch kostenlos beim Land
Vorarlberg unter familie@vorarlberg.at angefordert werden.

23.6 VVV Familienbonus für Großeltern mit dem Familienpass Bei zahlreichen Partnerbetrieben gilt der Familienpass auch für Großeltern. Diese können den Familienpass der Erziehungsberechtigten mitnehmen oder laden die App auf ihr Smartphone, wenn Sie gemeinsam mit den Enkelkindern unterwegs sind. Eine Liste der Partnerbetriebe, die den Familienpass für Großeltern gelten lassen finden sie unter www.vorarlberg.at/familienpass In den Sommerferien gilt der Familienpass-Tarif für die Großeltern und deren Enkel bei Bus und Bahn!

Großeltern erhalten dieselben Vergünstigungen wie die Eltern und fahren daher mit den auf dem Familienpass eingetragenen Enkelkindern und einem zweiten Großelternteil gratis.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
23.7 Coffee-to-go, Snacks & Getränkevertrieb über eine Genussbox Seit Anfang Juli 2020 hat die Firma Hämmerle Kaffee GmbH aus Bludesch auf dem Parkplatz des ehemaligen Gasthaus Adler eine Genussbox (Containergebäude mit Automaten) aufgestellt. In der videoüberwachten Genussbox werden über Automaten Kaffee, Kakao, Snacks (Süßigkeiten) und Kaltgetränke (kein Alkohol) zum Vorort genießen oder zum Mitnehmen angeboten. Bezahlen kann man entweder bar oder bargeldlos mit Kreditkarte oder per NFC mit Smartphone. Die Genussbox ist täglich von 6.00 Uhr bis 22.00 Uhr geöffnet.

24. Berichte von der Volksschule und den Vereinen
24.1 Ein etwas anderes Schuljahr – Blöder Virus
Die Ferien sind da, das Schuljahr 2019/20 ist zu Ende, ganz gewöhnlich waren die letzten Wochen und Monate aber nicht. Home-Schooling, Distance-Learning und Home-Office waren die Schlagwörter dieses Semesters. Das Schließen der Schulen und das soziale Abstandhalten waren für die Schüler und Schülerinnen eine neue, oft auch unangenehme Erfahrung:
„In der Coronazeit war es nicht sehr toll. Ich war immer zuhause. Viele Menschen sind leider gestorben.

Ich finde es besser, in der Schule zu lernen, weil man die Lehrer oder Lehrerinnen fragen kann. Wir hatten in der Coronazeit sehr viele Hausaufgaben, sie waren ziemlich schwer. Zuhause habe ich mit meinen Geschwistern sehr viele Spiele gespielt. Ich habe die Schule sehr vermisst, aber ich mag die Sommerferien auch sehr gern. Bald haben wir Sommerferien, darauf freue ich mich schon sehr.“
Shirin
„Ich habe meine Hausübungen gemacht und mit meinem Bruder und meiner Schwester Fußball gespielt. Die Schule habe ich vermisst. Zu Hause war es langweilig und ich war immer müde.“
Gazwan
„In den Coronaferien habe ich jeden Tag gelernt. Ich habe auch jeden Tag draußen gespielt. Mit der Zeit wurde es aber immer langweiliger und langweiliger. Darum habe ich die Schule vermisst.“
Jakob
„Es ging mir in Corona schon gut. Nicht so gut gefallen hat es mir, dass ich meine Freundinnen und Verwandten nicht gesehen habe. In der Schule gefällt es mir schon besser als zuhause.“
Madita

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
„Ich habe die Schule vermisst. Es war nicht toll, alles daheim zu machen. Man hatte niemanden, der es dir erklärt. Meine Freundin und ich mussten über die Straße miteinander sprechen. Als die Geschäfte wieder aufsperrten, musste meine Mama viel arbeiten. Ich hatte auch riesige Angst um meine Familie und unsere Verwandten. Es ist jetzt zum Glück wieder besser.“
Sophia
„Zu Hause war es sehr langweilig. Man musste daheimbleiben. Das war nicht cool. Ich habe die Schule vermisst und meine Freunde. Man musste daheim viele Hausübungen machen.“
Muhammad
„Als Corona begann, schlossen die Schulen, die Kinder mussten zuhause bleiben. Ich fand es cool, weil ich mit meinem BMX fahren durfte. Ich habe die Schule nicht ein Mal vermisst. Zwei Sachen fand ich aber schrecklich: Wir hatten so viele Hausaufgaben auf und ich konnte mit niemandem spielen.“
Feanor
„Ich fand die Coronazeit nicht toll. Mein Bruder und ich mussten viele Hausaufgaben machen. Manche waren schwer, manche waren leicht. Mein Papa musste immer arbeiten gehen. Mir war so langweilig, dass ich fast eingeschlafen bin. Und dann habe ich ein Buch gelesen.“
Gülbahar
Ich möchte mich zum Schluss noch recht herzlich bei den Eltern und auch bei den Kindern bedanken, dass sie die Maßnahmen des Ministeriums so gut mitgetragen haben, und für die fleißige und tolle Mitarbeit während dieser Zeit. Mir ist bewusst, dass es oft nicht einfach war.

Nun genießen wir aber erst einmal die Ferien und dann freuen wir uns auf einen
– hoffentlich virusfreien – Schulstart am 14. September.
Sabrina Bacher

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
24.2 Bericht der Pfarrrunde
Ein sehr spezielles Kirchenhalbjahr liegt hinter uns. Wie auf der ganzen Welt, machte dieses Virus auch vor dem Alltag der Lorünser nicht halt. Wir mussten leider auch auf unsere Gottesdienste verzichten.

Gerade in der Fasten- und Osterzeit war dies besonders schade und sehr ungewohnt für uns alle. Kein Palmsonntag, kein „Kläpfnen“, kein Suppentag, kein Kinderkreuzweg und vor allem – kein Ostern. Das gab es noch nie. Am Palmsonntag wurden durch Pater Guido Palmzweige geweiht und von Franz an jeden Haushalt verteilt – zumindest ein kleiner Trost. Unser Franz stand nun vor ganz Ungewohntem. Er musste sich nun mit Hygienevorschriften auseinandersetzen um Anfang Juni wieder mit den Gottesdiensten starten zu können. So wurden nun Desinfektionsmittel besorgt und sichere Abläufe konzipiert um ein reibungsloses Feiern des Gottesdienstes zu ermöglichen. Sogar die Erstkommunion wurde abgesagt und auf den 4. Oktober 2020 verschoben.

Vor Corona wurde nach Einholung mehrerer Angebote auch eine Anschaffung für die Kirche getätigt.

Die Sitzauflagen wurden erneuert. Die Firma Eberhofer konnte sich durchsetzen und hat uns wirklich durch hervorragende Qualität überzeugt.
Wir hoffen, dass wieder Normalität in unser Leben
einkehrt und wir wünschen allen Lorünsern einen
erholsamen und schönen Sommer.

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
24.3 Bericht Frauenbewegung Lorüns
Liebe Lorünser Innen!
Unsere Aktivität(en) 2020:
Kaffeekränzle, am Freitag den 15.02.2020
im Gasthaus Hirschen
– Vielen Dank für die große Teilnahme.
Bitte den Mitgliedsbeitrag von € 18,–
auf das Konto der „Österr. Frauenbewegung“
IBAN: AT79 3746 8000 01446012“ einzahlen
oder zur JHV, am Fr. 11.09.2020 19.00 Uhr
ins Gasthaus Hirschen mitbringen.

Wir heißen natürlich auch Neuzugezogene Bürgerinnen herzlich willkommen!

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
Der wichtigste Punkt in diesem Gemeindeblatt ist aber folgender:
Wir wünschen unserem sehr verehrten Herrn Bürgermeister Lothar Ladner und seiner Doris viel Glück und Gesundheit für den wohlverdienten Ruhestand. Herzlichen Dank für die große Unterstützung und Großzügigkeit.
Geschuftet hast Du den ganzen Tag.
Viele Jahre hat das Bürgermeisteramt Dich „geplagt“.
Doch nun ist es soweit, nun ist die Zeit bereit
und bringt Dir den Lohn und in Deinem Leben herrscht
nun ein anderer Ton. Mach nur noch, was Dich freut.
All die Dinge um die es Dich hat gereut.

Jetzt kannst Du Deine Hobbys ausleben und Dich auf ganz neue Wege begeben.

Zeit für Dich und Deine Lieben, jetzt musst Du nichts mehr aufschieben.
Wir wünschen der ganzen Gemeinde einen schönen Sommer,
viel Glück und vor allem Gesundheit.
Mit besonderen Grüßen
Das Team der Frauenbewegung Lorüns

Gemeindeblatt Lorüns
August 2020
24.4 Bericht der Ortsfeuerwehr Lorüns
Proben, Schulungen und Veranstaltungen
Aufgrund der aktuellen Situation mussten wir im
Frühjahr die geplanten Proben sowie die Schulungen in der Feuerwehrschule fast zur Gänze ausfallen lassen. Auch die Jahreshauptversammlung konnte nicht durchgeführt werden und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Mit Juni konnte der Probenbetrieb wieder aufgenommen werden. Dabei stand die Bedienung der Gerätschaften im Vordergrund. Weiters wurde mit der Fahrerausbildung fürs KLF-C wieder gestartet.
Einsätze
In der 1. Jahreshälfte wurden wir zu 6 Einsätzen
gerufen. Größtenteils handelte es sich dabei um
technische Einsätze. Neben einigen Verkehrsunfällen, mussten wir auch nach einem Felssturz Absicherungsmaßnahmen in Bereich der „alten Straße“ vornehmen. Ebenso haben wir nach einem Leitungsbruch im Keller des Feuerwehrhauses ca.
20 cm Wasser mit Pumpen und dem Nasssauger
abgepumpt.
Die Feuerwehr wünscht allen eine schöne Urlaubszeit.

Stets für eure Sicherheit bereit 365 Tage im Jahr – 24 Stunden bei Tag und bei Nacht.

Interessierte, ob groß oder klein, ob Frau oder Mann, sind jederzeit willkommen um unser Team zu verstärken.
Ortsfeuerwehr Lorüns

Gemeinde Lorüns | HNr. 1 | 6700 Lorüns | Tel.: +43 5552 62339 | E-Mail: gemeinde@loruens.at | www.loruens.at Amtszeiten: Montag bis Freitag 07:30–12:00 Uhr | Montag und Donnerstag 13:00–17:30 Uhr