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8. Sitzung der Gemeindevertretung
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Fundstellen
Vergabe / Ausschreibung
- … Gemeinden einen Kostendeckel beschlossen haben. Im Falle einer Überschreitung müsste daher die Gemeinde Tschagguns die Mehrkosten tragen. Für die Auftragsvergaben soll die Gemeindevertretung beschließen, dass der Gemeindevorstand die Vergaben vornehmen kann, sofern diese im Rahmen der genehmigten Kostenschätzung …
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Gemeinde Bartholomäberg
Gemeindeamt Bartholomäberg
Luttweg 1 | 6781 Bartholomäberg | +43 5556 73114 | gemeinde@bartholomaeberg.at | www.bartholomaeberg.at
Auskunft:
Dominik Pröm
+43 5556 73114
dominik.proem@bartholomaeberg.at
Zahl: ba004.1-1/2025-8-3
Bartholomäberg, am 16.04.2026
Niederschrift
über die 8. Sitzung der Gemeindevertretung am 11. Februar 2026 um 20:00 Uhr im Mehrzweckgebäude Bartholomäberg
Anwesend:
Martin Vallaster - Gemeinsam für
Bartholomäberg
FPÖ und Parteifreie
Martin Vallaster x Petra Pernull entschuldigt
Matthias Vallaster x Sandra Walter x
Manfred Bitschnau x Lukas Böckle x
Michael Segato entschuldigt Ersatzmitglied Thomas Sinn
Dagmar Braun x
Herbert Tschofen x
Sandra Hirmann x
Manuel Bitschnau x
Hannes Rudigier x
Thomas Ganahl entschuldigt
Johannes Bitschnau entschuldigt
Andreas Zudrell x
Michael Saler x
Sieglinde Mattle x
Markus Köfel entschuldigt
Hubert Bitschnau x
Andrea Bickel x Freier Mandatar
Ersatzmitglied Stefan Wachter Roland Zauner unentschuldigt Ersatzmitglied Raphael Grabher Ersatzmitglied Harald Hartmann Ersatzmitglied Lukas Maier
Gemeinde Bartholomäberg
Tagesordnung
- 1. Genehmigung der Niederschrift der 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 15. Dezember 2025
- 2. Bildung des Gemeindeverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“ – Vorstellung durch Christof Obwegeser
- 3. Informationsfreiheitsgesetz, Ermächtigung des Bürgermeisters im Sinne des § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz.
- 4. Ersuchen der Gemeinde Bartholomäberg: Ausgabenreduktion des Stand Montafon um 5%
- 5. Besetzung von Ausschüssen
- 6. Bergrettungsheim Tschagguns – Beschlussfassung mit Kostendeckel
- 7. Verordnung „Bewilligungspflicht für Solar- und Photovoltaikanlagen an bestehenden Bauwerken“
- 8. Berichte aus den Ausschüssen
- 9. Bericht des Bürgermeisters
- 10. Allfälliges
Bürgermeister Martin Vallaster heißt alle anwesenden Mitglieder der Gemeindevertretung der Gemeinde Bartholomäberg herzlich willkommen.
Vor Eingang in die Tagesordnung wird Lukas Maier von Bürgermeister Martin Vallaster angelobt.
Weiters wird über eine KI-basierte Protokollsoftware für den Montafoner Dialekt diskutiert, welche von der Firma Made My Day entwickelt wurde. Amtsleiter Dominik Pröm informierte, dass diese Software den Montafoner Dialekt verstehe und aus Gesprochenem direkt ein Protokoll erstellen kann.
Bürgermeister Martin Vallaster stellt den Antrag auf Durchführung von Tonaufnahmen zur Protokollierung.
Die Gemeindevertretung Bartholomäberg genehmigt Tonaufnahmen gemäß § 46 Abs 1a GG einstimmig.
Anschließend schlägt Bürgermeister Martin Vallaster die Erweiterung der Tagesordnung um den Punkt 10 „Zustimmungs- und Verpflichtungserklärung für die Interessentenbeitragsleistung – Steinschlagverbauung Tschawengas“ vor. Die Einreichunterlagen einschließlich der Pläne sind kurzfristig (am Freitag) bei der Gemeinde eingelangt.
Bürgermeister Martin Vallaster erläutert kurz die Bedeutung des Projekts und führt aus, dass durch möglichen Steinschlag Schäden an Gebäuden sowie Gefährdungen von Personen entstehen können.
Die Gemeindevertretung beschließt die Erweiterung der Tagesordnung um den Punkt 10 „Zustimmungs- und Verpflichtungserklärung für die Interessentenbeitragsleistung – Steinschlagverbauung Tschawengas“.
Gemeinde Bartholomäberg
Tagesordnung NEU
- 1. Genehmigung der Niederschrift der 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 15. Dezember 2025
- 2. Bildung des Gemeindeverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“ – Vorstellung durch Christof Obwegeser
- 3. Informationsfreiheitsgesetz, Ermächtigung des Bürgermeisters im Sinne des § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz.
- 4. Ersuchen der Gemeinde Bartholomäberg: Ausgabenreduktion des Stand Montafon um 5%
- 5. Besetzung von Ausschüssen
- 6. Bergrettungsheim Tschagguns – Beschlussfassung mit Kostendeckel
- 7. Verordnung „Bewilligungspflicht für Solar- und Photovoltaikanlagen an bestehenden Bauwerken“
- 8. Berichte aus den Ausschüssen
- 9. Bericht des Bürgermeisters
- 10. Zustimmungs- und Verpflichtungserklärung für die Interessentenbeitragsleistung Steinschlagverbauung Tschawengas
- 11. Allfälliges
Bürgermeister Martin Vallaster eröffnet um 20:02 Uhr die 8. Sitzung der Gemeindevertretung Bartholomäberg.
1. Genehmigung der Niederschrift der 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 15. Dezember 2025 Nachdem keine Wortmeldungen und Einwendungen erhoben wurden, erklärt Bürgermeister Martin Vallaster die Niederschrift der 7. Sitzung der Gemeindevertretung vom 15. Dezember 2025 als genehmigt.
2. Bildung des Gemeindeverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“ – Vorstellung durch Christof Obwegeser Christof Obwegeser, stellt das Konzept zur Gründung des Mehrzweckverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“ vor. Er berichtet, dass in anderen Regionen bereits Gemeindeverbände gegründet wurden (z.B. Jagdberg, Feldkirch-Vorderland).
Er erläutert, dass ein Gemeindeverband ein Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zur gemeinsamen Erfüllung bestimmter Aufgaben ist, wie beispielsweise im Bereich Aktivpark, Standesamt oder Schulverbände. Im gesamten Montafon sei der Personalmangel deutlich spürbar.
Gleichzeitig würden immer mehr Aufgaben von Bund und Land auf die Gemeinden übertragen, wodurch zunehmend spezialisierte Fachkräfte erforderlich seien.
Derzeit bestehen bereits gemeinsame Strukturen in den Bereichen Bauverwaltung, Finanzverwaltung und Personalverwaltung. Diese bewegen sich jedoch in einem rechtlich grauen Bereich. So sind beispielsweise die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bauverwaltung derzeit bei der Marktgemeinde Schruns angestellt und könnten theoretisch anderweitig eingesetzt werden. Bei einem Gemeindeverband wären die Mitarbeiter direkt beim Verband angestellt und würden einen gemeinsamen Personalpool bilden. Durch Dienstzuteilung bliebe die Weisungsbefugnis jedoch bei der jeweiligen Gemeinde. Die Satzungen wurden gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft
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ausgearbeitet und mehrfach angepasst, bis eine genehmigungsfähige Version vorlag. Herbert Tschofen erkundigt sich nach der Funktion des Standes Montafon. Christof Obwegeser erklärt, dass der Stand Montafon als regionale politische Vertretung fungiere, während der Mehrzweckverband als regionale Verwaltung vorgesehen sei. Auf die Frage, ob der entsendete Vertreter einer Gemeinde zwingend der Bürgermeister sein müsse, wird klargestellt, dass dies nicht erforderlich sei;
die jeweilige Gemeinde entscheide selbst. Beim Stand Montafon müsse hingegen der Bürgermeister entsendet werden.
Zur Kontrolle wird ausgeführt, dass ein interner Prüfungsausschuss vorgesehen sei.
Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter hätten derzeit beispielsweise keine Möglichkeit zur Einsicht in Stundenaufzeichnungen der Bauverwaltung. Herbert Tschofen äußert die Befürchtung, der Mehrzweckverband könnte sich zu einem politischen Gremium entwickeln, obwohl mit dem Stand Montafon bereits ein bestehendes Konstrukt vorhanden sei. Er kritisiert zudem die Formulierung in den Satzungen, wonach der Gemeindeverband nicht für fahrlässiges Verhalten gegenüber Gemeinden hafte. Christof Obwegeser erklärt, diese Formulierung stamme aus einem Musterbeispiel aus Dornbirn; Fehler könnten unabhängig vom jeweiligen Dienstgeber passieren.
Herbert Tschofen stellt die Frage, welche Aufgaben künftig noch bei der Gemeinde verbleiben würden, wenn zentrale Bereiche ausgelagert werden. Christof Obwegeser betont erneut, dass im Mehrzweckverband keine politischen Entscheidungen getroffen würden, sondern ausschließlich Arbeitsaufträge erledigt würden.
Manfred Bitschnau weist darauf hin, dass große Bereiche wie Finanzverwaltung, Personalwesen, Bauverwaltung und Rechtswesen von kleinen Gemeinden kaum mehr eigenständig bewältigt werden könnten. Er sieht darin einen klaren Vorteil des Mehrzweckverbandes und betrachtet den Stand Montafon als regionalpolitisches, jedoch nicht als geeignetes Verwaltungsorgan.
Michael Saler merkt an, dass bei bestehenden Verbänden aktuell Bürgermeister Martin Vallaster entsendet sei.
Herbert Tschofen fragt, ob der Verband in fünf Jahren höhere Kosten verursachen werde als die derzeitige Struktur mit bestehendem Personal und bestehender Infrastruktur.
Manuel Bitschnau spricht sich grundsätzlich für die Zusammenlegung von Kompetenzen aus und verweist darauf, dass auch Montafon Tourismus heute kostengünstiger arbeite als eine frühere dezentrale Organisation durch einzelne Gemeinden. Er sieht den Mehrzweckverband als zukunftsweisend; die Entsendung der Vertreter werde ohnehin durch die jeweiligen Gemeindevertretungen entschieden. Auf seine Frage, ob auch Montafon Tourismus Dienstleistungen wie beispielsweise die Personalverrechnung beziehen könne, erklärt Christof Obwegeser, dass dies grundsätzlich möglich sei, jedoch umsatzsteuerpflichtig wäre. Die Musikschule Montafon sei derzeit Schruns zugeordnet und wäre seiner Ansicht nach beim Stand Montafon besser angesiedelt.
Raphael Grabher erkundigt sich, welche IT-Leistungen die Gemeinden nicht mehr selbst erbringen könnten und weist darauf hin, dass Cloudlösungen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hätten und auch für Gemeinden eine Option darstellen könnten. Christof Obwegeser entgegnet, dass die vollständige Autonomie der Gemeinde nur durch eine eigene Serverinfrastruktur sichergestellt sei und nennt insbesondere die gemeinsame Anschaffung und Betreuung von Infrastruktur, zudem betonte er die Notwendigkeit einer gemeinsamen IT- Infrastruktur als Fundament für die Zusammenarbeit; während alleinige IT-Updates für neun Gemeinden Gesamtkosten von rund 450.000 Euro verursachen würden (ca. 50.000 Euro pro Gemeinde), könne eine gemeinsame Lösung mit höherer Sicherheit (Firewall, Backup-Server,
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Magnetbandsicherung) zur selben Summe realisiert werden. Grabher hält dem entgegen, dass IT- Leistungen weiterhin gemeindeintern verwaltet werden könnten.
Lukas Böckle fragt, ob durch die Gründung des Verbandes Personal abgebaut werde. Christof Obwegeser erklärt, dass kein Zwang zum Wechsel in den Verband vorgesehen sei und keine Kündigungen angestrebt würden.
Herbert Tschofen betont, dass kein Misstrauen gegenüber der Gemeinde Schruns bestehe, er jedoch fehlende Kontrollmöglichkeiten für die Gemeinde Bartholomäberg sehe.
Manfred Bitschnau berichtet von einem Gespräch mit dem Leiter der Bauverwaltung, wonach sehr wohl Einsicht in Stundenaufzeichnungen und Arbeitsleistungen möglich sei.
Herbert Tschofen verweist in diesem Zusammenhang auf den Rechnungshofbericht aus 2016.
Dagmar Braun erläutert, dass der Personalpool von den Gemeinden bei Bedarf genutzt werden könne, jedoch keine Verpflichtung bestehe. Verrechnet werde ausschließlich nach tatsächlicher Inanspruchnahme.
Bürgermeister Martin Vallaster erkundigt sich nach einem möglichen gemeinsamen Kindergartenpersonalpool. Christof Obwegeser erklärt, dass hierfür zunächst eine stärkere Harmonisierung der Gemeinden erforderlich sei. Mittelfristig sei dies vorstellbar, gegebenenfalls in Form eines eigenen Verbandes.
Michael Saler fragt, welche Auswirkungen eine Nichtzustimmung der Gemeinde hätte und ob dadurch Kosten eingespart würden. Christof Obwegeser möchte keine falschen Versprechungen machen. Langfristig könne durch Spezialisierung und Effizienzsteigerung eine Reduktion von Personalressourcen erreicht werden.
Matthias Vallaster spricht sich grundsätzlich für die Kooperation aus und sieht darin eine rechtlich saubere Lösung. Spezialisierung sei die Zukunft der Region. Er schlägt vor, je Gemeinde zwei Mitglieder in den Verband zu entsenden. Christof Obwegeser gibt zu bedenken, dass sehr große Gremien die Beschlussfähigkeit erschweren könnten; eine spätere Erweiterung sei jedoch möglich.
Manuel Bitschnau unterstützt das Vorhaben und verweist darauf, dass keine Gemeinde die touristischen Aufgaben heute ohne Montafon Tourismus bewältigen würde. Auch das Gästemeldewesen könne künftig zentralisiert werden.
Bürgermeister Martin Vallaster bewertet den Verband als gute Lösung und möchte ein positives Signal an die anderen Gemeinden setzen. Er betont, dass er sich selbst nicht im Vorstand des Verbandes sehe und stellt den Antrag, einen Grundsatzbeschluss zur Zustimmung zu den Satzungen für die Gründung des Mehrzweckverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“ zu fassen.
Die Gemeindevertretung beschließt mit 19:1 Stimmen den von Bürgermeister Martin Vallaster eingebrachten Antrag über einen Grundsatzbeschluss zur Zustimmung zu den Satzungen für die Gründung des Mehrzweckverbandes „Verwaltungsverband IT und Kompetenzzentrum Montafon“.
3. Informationsfreiheitsgesetz, Ermächtigung des Bürgermeisters im Sinne des § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz.
Christof Obwegeser erläutert die Anfrage einer Redakteurin der Vorarlberger Nachrichten sowie den damit verbundenen rechtlichen Hintergrund.
Lukas Böckle erkundigt sich, welche Konsequenzen es hätte, wenn die Anfrage nicht beantwortet werde. Christof Obwegeser erklärt dazu, dass in einem solchen Fall eine Säumnisbeschwerde eingebracht werden könne. Zudem bestehe die Gefahr, dass eine Nichterledigung als
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Amtsmissbrauch gewertet werde, da es sich um eine gesetzliche Verpflichtung zur Auskunftserteilung handle.
Die Gemeindevertretung beschließt, den Bürgermeister gemäß § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz aus Gründen der Zweckmäßigkeit, Raschheit und Einfachheit allgemein zu ermächtigen, im Namen der Gemeindevertretung den Zugang zu Informationen nach § 29 Abs. 1 Gemeindegesetz zu gewähren.
4. Ersuchen der Gemeinde Bartholomäberg: Ausgabenreduktion des Stand Montafon um 5%.
Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass aufgrund der angespannten finanziellen Situation in allen Bereichen Einsparungen erforderlich seien. Die Gemeinde Bartholomäberg solle daher den Auftrag erteilen, dass der Stand Montafon seine Ausgaben um 5 % reduziert.
Michael Saler weist darauf hin, dass die aktuell gültigen Statuten des Standes Montafon aus dem Jahr 1865 stammen. Viele der derzeit wahrgenommenen Aufgaben seien darin nicht enthalten. Er stellt die Frage, ob eine Neuausarbeitung der Statuten möglich sei.
Bürgermeister Martin Vallaster erklärt, dass eine Überarbeitung der Statuten bereits seit längerer Zeit in Arbeit sei. Zahlreiche Gremien und Personen hätten sich damit beschäftigt, bislang sei jedoch keine endgültige Lösung zustande gekommen.
Manuel Bitschnau bestätigt, dass tatsächlich noch immer die Statuten aus dem Jahr 1865 gültig seien. Auch er sieht dringenden Änderungsbedarf. Das einzige Entscheidungsgremium im Stand Montafon seien die zehn Bürgermeister. Hier ortet er mögliches Einsparungspotenzial. In der Administration sehe er hingegen wenig Spielraum, vielmehr bei Sonderausgaben.
Manfred Bitschnau berichtet von seiner Teilnahme an einer Arbeitsgruppe zum Stand Montafon.
Dabei habe es intensive Diskussionen darüber gegeben, in welchem finanziellen Rahmen die Bürgermeister im Stand eigenständig Entscheidungen treffen dürfen.
Sandra Hirmann verweist nochmals auf den geplanten Mehrzweckverband und gibt zu bedenken, dass dieser parallel zum Stand Montafon bestehen würde. Ihrer Ansicht nach könnten bestimmte Aufgaben auch direkt vom Stand Montafon übernommen werden.
Manuel Bitschnau betont erneut, dass das Entscheidungsgremium des Standes ausschließlich aus den Bürgermeistern bestehe und die Administration lediglich als ausführendes Organ fungiere.
Herbert Tschofen erklärt, dass der Stand Montafon grundsätzlich ein gutes Gremium sei. Der Vorschlag zur Kostenreduktion sei im Gemeindevorstand entstanden. Da die Gemeinde selbst Einsparungen vornehmen und gleichzeitig Gebühren für die Bürger erhöhen müsse, solle auch der Stand Montafon einen entsprechenden Beitrag leisten.
Matthias Vallaster unterstützt diese Sichtweise. Es gehe nicht um eine radikale Maßnahme wie die sofortige Reduktion von Personal, sondern darum, dass der Stand eigenständig prüfe, in welchen Bereichen Kosten eingespart werden können.
Manuel Bitschnau schlägt vor, den Standessekretär sowie den Standesrepräsentanten zu einer Sitzung einzuladen. Matthias Vallaster weist darauf hin, dass im Voranschlag des Standes Montafon rund 600.000 Euro für Projekte vorgesehen seien. In diesem Bereich sehe er mögliches Einsparungspotenzial.
Die Gemeindevertretung beauftragt einstimmig Bürgermeister Martin Vallaster beim Stand Montafon einzubringen, dass dieser Einsparungspotentiale prüfen soll und das Standesstatut überarbeitet werden muss.
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5. Besetzung von Ausschüssen
Die Liste FPÖ Bartholomäberg und Parteifreie hat einen Vorschlag für die Neubesetzung des Bildungs- und Sozialausschusses gestellt.
Die Erweiterung des Bildungs- und Sozialausschusses mit Frau Sandra Walter als zusätzliches Ersatzmitglied wurde einstimmig beschlossen.
6. Bergrettungsheim Tschagguns – Beschlussfassung mit Kostendeckel Manfred Bitschnau erläutert das Projekt der Bergrettung. Im November 2023 wurde das Vorhaben erstmals vorgestellt. Die Bergrettung ist derzeit im Keller der Feuerwehr in Tschagguns untergebracht, wo nur sehr beengte Platzverhältnisse bestehen. Ein Immobilienerwerb bot dazu eine Möglichkeit.
Zum Zeitpunkt der Erstvorstellung lag die Kostenschätzung für das Bauvorhaben bei 1,8 Millionen Euro. Die Beteiligung der Gemeinden wurde damals in der Gemeindevertretung beschlossen, wobei für die Gemeinde ein Anteil von 12,5 % gemäß vereinbartem Schlüssel vorgesehen ist.
Ende 2025 wurde eine neue Kostenschätzung in Höhe von 2,6 Millionen Euro vorgelegt. Daraufhin wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich klar zur ursprünglich beschlossenen Kostenschätzung bekannte. Der Bergrettung wurde der Auftrag erteilt, Einsparungen vorzunehmen und die Gesamtkosten wieder auf 1,8 Millionen Euro zu reduzieren. In einer überarbeiteten Planung mit erhöhtem Anteil an Eigenleistungen konnte die Kostenschätzung wieder auf 1,8 Millionen Euro gesenkt werden. Die Ausgaben für die beteiligten Gemeinden sind somit gedeckelt.
Der Grundsatzbeschluss zur Beteiligung wurde bereits im Jahr 2023 gefasst.
Herbert Tschofen erkundigt sich, ob sich die Bergbahnen an den Kosten beteiligen. Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass die Bürgermeister von Schruns und Tschagguns beauftragt wurden, gemeinsam mit der Bergrettung bei den Bergbahnen, um eine Förderung anzusuchen.
Auf die Frage von Herbert Tschofen, was bei einer Kostenüberschreitung geschehe, wird erläutert, dass – mit Ausnahme der Gemeinde Tschagguns – alle beteiligten Gemeinden einen Kostendeckel beschlossen haben. Im Falle einer Überschreitung müsste daher die Gemeinde Tschagguns die Mehrkosten tragen.
Für die Auftragsvergaben soll die Gemeindevertretung beschließen, dass der Gemeindevorstand die Vergaben vornehmen kann, sofern diese im Rahmen der genehmigten Kostenschätzung liegen.
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Hubert Bitschnau regt an, die Zahlung in zwei Teilbeträgen vorzunehmen. Bürgermeister Martin Vallaster teilt mit, dass die Zahlung entsprechend dem Baufortschritt erfolgen werde.
Die Gemeindevertretung beschließt, im Interesse der Zweckmäßigkeit und Raschheit das Beschlussrecht gemäß § 50 Abs. 3 Gemeindegesetz für die Vergaben der zur Errichtung des Bergrettungsheim notwendigen Gewerke und Leistungen an den Gemeindevorstand abzutreten.
7. Verordnung „Bewilligungspflicht für Solar- und Photovoltaikanlagen an bestehenden Bauwerken“
Martin Vallaster erläutert die Verordnung und den zugehörigen Plan. Durch die neue Verordnung soll ein Gebiet festgelegt werden, für welches weiterhin eine Bewilligung für die Errichtung von Solar- und Photovoltaikanlagen an bestehenden Bauwerken benötigt wird.
Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die Verordnung über die Bewilligungspflicht für Solar- und Photovoltaikanlagen einschließlich des zugehörigen Plans.
8. Berichte von den Ausschüssen
a. Bauausschuss
Michael Saler berichtet von der letzten Sitzung des Bauausschusses.
b. Bildungs- und Sozialausschuss
Sieglinde Mattle berichtet von den letzten Sitzungen des Bildungs- und Sozialausschusses.
9. Berichte:
Neue Führungsstruktur in den Montafoner Pflegeheimen
Gemeinde Bartholomäberg
Der Vorsitzende berichtet, dass die Stiftung Liebenau die Führungsstruktur bei den Montafoner Pflegeheimen neu geregelt hat. Herr Florian Seher, Heimleiter in Bartholomäberg, wird zukünftig der Fokus auf das Pflegeheim in Nüziders und für die Qualitätsentwicklung in den Pflegeeinrichtungen der Stiftung Liebenau haben. Herr Manuel Leichtfried, wohnhaft in Gantschier übernimmt nun die Gesamtleitung für die Pflegeinrichtungen in Schruns, St. Gallenkirch und Bartholomäberg. Bisher war Manuel Leichtfried für die Heimleitung in Schruns verantwortlich. Frau Binia Friedrich wird nun die übergreifende Pflegeleitung für die drei Pflegeheime im Montafon übernehmen. Bisher nahm sie diese Aufgabe in St. Gallenkirch wahr. Wir wünschen Manuel Leichtfried und Binia Friedrich viel Erfolg in ihren neuen Aufgabenfeldern.
Sanierung der vorgespannten Futtermauer an der L94
Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass die Abteilung Straßenbau vom Amt der Vorarlberger Landesregierung verschiedene Arbeiten für die Sanierung der Ankerwand an der L 94 in Richtung Innerberg ausgeschrieben hat, welche in diesem Jahr auch noch zur Ausführung gelangen sollen.
Dabei ist u.a. vorgesehen auch Litzendaueranker auszutauschen, den Gehweg zu sanieren und die Beleuchtung zu erneuern. Die Arbeiten können unter Aufrechterhaltung des Verkehrs durchgeführt werden.
Betriebsareal Gaba Bau
Die Arbeiten für die Errichtung des Bauhofes des Unternehmens GaBa-Bau laufen derzeit auf Hochtouren. Es ist vorgesehen, den Bauhof nun fertig zu stellen. Die Errichtung des Bürogebäudes ist zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen. Das Vorhaben wurde vor der Corona-Krise gestartet und musste dann unter verständlichen Gründen unterbrochen werden. Wir freuen uns, dass das Vorhaben nun einen deutlichen Ruck nach vorne machen wird.
Grundwasserspiegel im Talboden (Hosensee)
Die geringen Niederschläge wirken sich auch auf den Grundwasserspiegel im Talboden aus. Der Hosensee ist sehr stark abgesunken. Durch den niedrigen Grundwasserspiegel sind auch Heizungen im Talboden in den Gemeindegebieten von Schruns und Tschagguns ausgefallen. Die Ill führt im Bachbett auch sehr wenig Wasser. Das Bachbett ist auch durch das Ablassen von Staubecken in vielen Bereichen sehr verschlammt, da es auch in den vergangenen Jahren keine hochwasserführenden Verhältnisse mehr gab.
Jahreshauptversammlung Ortsfeuer Gantschier
Im Rahmen der 131. Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Gantschier wurden Christoph Schuchter und Gerhard Schuchter mit dem Bronzen Verdienstkreuz durch Bezirksvertreter Thomas Bargehr ausgezeichnet.
Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Bartholomäberg
Anlässlich der 131. Jahreshauptversammlung wurden Jochen Capelli und Michael Battlogg mit dem Bronzenen Verdienstkreuz durch Bezirksfeuerwehrinspektor Karlheinz Beiter ausgezeichnet. Die Wehrkameraden Alfred Werle und Sigi Saler traten nach jahrzehntelangem Wirken aus dem Kommando zurück und sind aber weiterhin aktive Mitglieder bei der Ortsfeuerwehr Bartholomäberg. Kommandant Thomas Battlogg ehrte die beiden wertvollen Stützen „Alfred und Sigi“. Der Jugendfeuerwehr gehören nun 20 Jugendliche an. Die Leitung der Jugendfeuerwehr liegt in den Händen von Michael Saler.
Gemeinde Bartholomäberg
Jahreshauptversammlung Trachtenkapelle Gantschier
Vor kurzem fand auch die Jahreshauptversammlung der Trachtenkapelle Gantschier statt.
Vorstandsmitglied Martin Sadjak hielt dabei einen Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr und machte eine Vorschau auf das Jahr 2026.
Information Ruaßiga Fritig HM Bartholomäberg
Bürgermeister Martin Vallaster lud alle zur Faschingsveranstaltung der Harmoniemusik Bartholomäberg ein. Am 13. Februar 2026 finden der Kinderfasching und die anschließende Faschingsveranstaltung im Gemeindesaal statt.
Funkenabbrennen
Am darauffolgenden Wochenende steht dann das Funkenabbrennen statt. Dabei werden die Funken „Gantschier, Platta, Jetzmunt und Riederhof“ am Samstag abgebrannt. Am Sonntag erfolgt dann das Abbrennen der Funken „Of am Widum, Fritzatobel und Glän“.
10. Zustimmung- und Verpflichtungserklärung für die Interessenbeitragsleitung – Steinschlagverbauung Tschawengas Bürgermeister Martin Vallaster erläutert das gegenständliche Projekt. Im betreffenden Waldgebiet befinden sich zahlreiche lose Steine, wodurch einzelne Gebäude gefährdet sind. Die Wildbach- und Lawinenverbauung hat das Projekt entsprechend erweitert, um die notwendigen Sicherungsmaßnahmen vorzusehen. Das Projekt wurde bereits bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz zur Genehmigung eingereicht. Der auf die Gemeinde entfallende Kostenanteil beträgt rund 33.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 1,1 Millionen Euro.
Die Gemeindevertretung Bartholomäberg beschließt einstimmig die Zustimmungs- und Verpflichtungserklärung für die Interessentenbeitragsleistung für die Steinschlagverbauung
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Tschawengas.
11. Allfälliges
Manuel Bitschnau ersucht darum, entlang der Wanderwege neue Bänke aufzustellen. Zudem regt er an, die Bevölkerung besser über den massiven Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs zu informieren.
Stefan Wachter berichtet ebenfalls, dass auch von Gästen angemerkt worden sei, dass entlang der Wanderwege Bänke fehlen. Es sollten zumindest Ersatzbänke aufgestellt werden.
Raphael Grabher weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass insbesondere jüngere Gemeindebürger vielfach nicht ausreichend über Gemeindeangelegenheiten informiert seien. Als Beispiel nennt er die Hand- und Zugdienste. Er schlägt vor, gezielt Informationen über das Gemeindeblatt („Blättli“) zu verbreiten und mehrere aktuelle Themen gesammelt in Form eines Amtsbriefes auszusenden.
Bürgermeister Martin Vallaster informiert die Gemeindevertretung darüber, dass das Gasthaus Mühle voraussichtlich Mitte 2026 geschlossen wird. Eine offizielle Mitteilung der Eigentümerfamilie steht jedoch noch aus.
Ende um 23:40 Uhr
Martin Vallaster Dominik Pröm
(Bürgermeister) (Schriftführer)
Dieses Dokument ist elektronisch unterschrieben.
Genehmigen 16.04.2026 09:51:03 Vallaster, Martin
Genehmigen 16.04.2026 16:51:43 Pröm, Dominik