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7. Niederschrift Gemeindevertretungssitzung
Kopie des Originaldokuments (Quelle: www.gaschurn-partenen.at). Auf dem Handy bitte „PDF öffnen“ verwenden.
Fundstellen
Raumplanung / Umwidmung
- … Florian Lerch Schriftführer: Nico Rudigier Tagesordnung 1) Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit 2) Berichte 3) Umwidmungsansuchen und Raumplanungsvertrag Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St.Gallenkirch 4) Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Gemeinde Gaschurn und den Forstfonds …
- … (MIP) befasst. Die Rückmeldungen aus dem zuständigen Ministerium deuteten auf deutliche Reduktion der finanziellen Mittel von Bund und Land hin. zu 3.: Umwidmungsansuchen und Raumplanungsvertrag Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St.Gallenkirch Der Vorsitzende erläutert, dass Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St. …
- … sei mittlerweile in das GST-NR 547/2, GB Gaschurn, vermessen und verbüchert worden. Die Gemeindevertretung der Gemeinde Gaschurn habe den Entwurf des Flächenwidmungsplanes in ihrer 36. Sitzung am 17. Dezember 2024 beschlossen. Für die gegenständliche, geplante Umwidmung sei ein UEP-Verfahren durchgeführt worden, die …
- … nach dem Raumplanungsgesetz werde festgestellt, dass gemäß § 10a Abs. 3 und 4 iVm § 21a Abs. 1 RPG, LGBl.Nr. 33/2005, durch die geplante Änderung des Flächenwidmungsplanes in Gaschurn keine voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten seien. Die Kundmachung des UEP-Ergebnisses sei im Zeitraum vom 01. Dezember …
Verkauf / Erwerb / Versteigerung
- … 4) Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Gemeinde Gaschurn und den Forstfonds des Standes Montafon – Errichtung mehrerer Mountainbike-Strecken 5) Grundtausch – Bereich Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn 6) Ermächtigung des Bürgermeisters gemäß § 50 Abs. 4 des Vorarlberger Gemeindegesetzes 7) Genehmigung der …
- … und den Forstfonds des Standes Montafon zur Errichtung mehrerer Mountainbike-Strecken, zuzustimmen. Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt. Seite 5 zu 5.: Grundtausch – Bereich Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn Der Vorsitzende erläutert, das Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn, solle verkauft werden. Im Zuge des Verkaufs …
- … des Verkaufs sei festgestellt worden, dass die Grundstücksgrenzen nicht wie angenommen verlaufen würden. Der Vorsitzende bringt den Mandataren den geplanten Grundtausch zur Kenntnis. Der Vorsitzende fügt hinzu, dass derzeit noch kein Vermessungsplan vorliege, der Tausch jedoch in jedem Fall flächengleich sein werde. Zudem …
- … die gesamten Kosten von Daniel Sahler getragen werden. Nachdem keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, dem geplanten flächengleichen Grundtausch zuzustimmen. Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt. zu 6.: Ermächtigung des Bürgermeisters gemäß § 50 Abs. 4 des Vorarlberger Gemeindegesetzes Der …
Text des Dokuments (automatisch aus dem PDF gelesen, für Suche und Handy)
6793 Gaschurn / Dorfstraße 2 / Hochmontafon – Österreich Tel. +43(0)5558/8202, Fax +43(0)5558/8202-19 email: gemeinde@gaschurn.at www.gaschurn-partenen.at
Datum: 23. Februar 2026
AZ: gs004.1-1/2025-17-5
Bearbeiter: Nico Rudigier
nico.rudigier@gaschurn.at
Niederschrift
über die 7. Gemeindevertretungssitzung am 28. Jänner 2026 um 19:30 Uhr im Gemeindeamt Gaschurn.
Anwesend: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Bgm. Daniel Sandrell, Vizebgm. DI Josef Tschofen, GR Klaus Schröcker, Kurt Rudigier, Gregory Netzer, Thomas Stark, Katharina Felbermayer-Konzett, Roman Sandrell, Stefan Hilbe (ab 20:03 Uhr), Christoph Rudigier, Gerhard Saler
„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
GR Markus Netzer, Ludwig Wachter, Christoph Wittwer, Werner Mattle
Entschuldigt: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Jessica Bereiter, Maximilian Dich
„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
Florian Lerch
Schriftführer: Nico Rudigier
Tagesordnung
- 1) Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
- 2) Berichte
- 3) Umwidmungsansuchen und Raumplanungsvertrag Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St.Gallenkirch
- 4) Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Gemeinde Gaschurn und den Forstfonds des Standes Montafon – Errichtung mehrerer Mountainbike-Strecken
- 5) Grundtausch – Bereich Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn
- 6) Ermächtigung des Bürgermeisters gemäß § 50 Abs. 4 des Vorarlberger Gemeindegesetzes
- 7) Genehmigung der letzten Niederschrift
- 8) Allfälliges
Erledigung der Tagesordnung:
zu 1.: Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die anwesenden Gemeindemandatarinnen und Gemeindemandatare.
Der Vorsitzende stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß ergangen und die Beschlussfähigkeit gegeben ist.
Es erfolgt die Angelobung der noch nicht angelobten Anwesenden. Es sind dies Gerhard Saler und Werner Mattle, diese geloben wie folgt:
„Ich gelobe, die Verfassung sowie alle übrigen Gesetze gewissenhaft zu beachten, meine Aufgabe unparteiisch und uneigennützig zu erfüllen und das Wohl der Gemeinde Gaschurn nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern.“
zu 2.: Berichte
Der Vorsitzende berichtet Folgendes:
• Vorstandsbeschlüsse:
o Ein Antrag zum Notverbund des Trinkwassernetzes mit der Gemeinde St.Gallenkirch wurde besprochen.
o Die Festlegung des Grenzverlaufs im Bereich „Äule“ wurde besprochen.
o Dem Grundteilungsansuchen von Andrea und Paul Netzer, Montafonerstraße 132d, 6793 Gaschurn und Reto Tschofen, Montafonerstraße 132, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.
o Das Vorkaufsrecht zu GST-NR 1304/1, GB Gaschurn, wurde besprochen.
o Der Mietvertragsverlängerung von Franziska Maetzel, Dorfstraße 188b/TOP 4, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.
o Die Wohnung Alte Schulstraße 7a/TOP 5, 6794 Partenen, wurde vergeben.
o Der Vereinsförderung 2026 wurde zugestimmt. Ein Schreiben sei derzeit in Ausarbeitung, dass alle Vereine sparsam wirtschaften sollen und für alle Investitionen die Rechnungen der Gemeinde vorgelegt werden müssen.
• Peter Böhi habe den Vorsitzenden informiert, dass der Dorfladen Partenen nur noch bis Mai 2026 betrieben werden könne. Aufgrund einer Mieterhöhung sei der Betrieb leider nicht mehr wirtschaftlich rentabel zu führen. Die Gemeinde Gaschurn sei jedoch um eine Nachfolgelösung bemüht.
• Die Vertreter der Silvretta Classic hätten den Vorsitzenden darüber informiert, dass alle Rallyes der Motor Presse Stuttgart in den vergangenen Jahren wirtschaftlich leider nicht den gewünschten Erfolg gebracht hätten. In diesem Jahr müsse zumindest eine „schwarze Null“ erreicht werden, andernfalls würden alle Rallyes ab dem kommenden Jahr eingestellt werden.
• Ein Treffen einiger Gastgeber aus Partenen mit Vertretern des GSL-Tourismus habe stattgefunden. Dabei seien unter anderem Möglichkeiten einer verbesserten Kommunikation sowie die Öffnungszeiten der Vermuntbahn besprochen worden. Für das Frühjahr sei ein weiteres Treffen vorgesehen.
• Der Jagdpächter der Jagd Gibau habe gekündigt, es habe jedoch bereits ein neuer Pächter gefunden werden können, der die Jagd bis 2029 übernehmen werde.
• Ein Treffen mit der Firma MK-Light bezüglich der neuen Winterbeleuchtung mit Mitgliedern des Tourismusausschusses habe stattgefunden. Dabei seien Fotos von einigen Häusern in der Talsohle aufgenommen worden, diese würden nun visuell ausgearbeitet werden, damit bereits digital ersichtlich werde, wie die Beleuchtung aussehen könnte. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele mitmachen würden, damit ein schönes, einheitliches Bild im Ort entstehe.
• Mit Manfred Immler habe eine finale Vereinbarung ausgearbeitet werden können, um Räumlichkeiten im Kirchdorfzentrum zu tauschen und dadurch das Archiv der Gemeinde verlegen zu können. Das derzeitige Archiv werde damit frei, sodass die geplanten drei Wohnungen im Dachgeschoss des Kirchdorfzentrums ausgebaut werden könnten. Die Vereinbarung solle in der nächsten Gemeindevertretungssitzung behandelt werden.
• Die Vertreter der Firma ORS Service GmbH hätten sich am Dienstag dieser Woche offiziell verabschiedet. Die Unterkunft für Geflüchtete (ehemaliges Hotel First Mountain) sei nun geschlossen und solle renoviert werden.
• Beim Stand Montafon sei man laufend gemeinsam mit Land und Bund mit der Ausarbeitung des mittelfristigen Investitionsplans (MIP) befasst. Die Rückmeldungen aus dem zuständigen Ministerium deuteten auf deutliche Reduktion der finanziellen Mittel von Bund und Land hin.
zu 3.: Umwidmungsansuchen und Raumplanungsvertrag Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St.Gallenkirch Der Vorsitzende erläutert, dass Klaus Bereiter, Tichweg 42, 6791 St. Gallenkirch, Eigentümer des GST-NR 547/2, GB Gaschurn, sei. Der Sohn von Klaus Bereiter und dessen Gattin planen die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses auf dem GST-NR 547/2, GB Gaschurn. Zum Zweck der Selbstverwirklichung sei beantragt worden, die GST-NR 547/2 und 592/1, GB Gaschurn, im Ausmaß von ca. 931 m² von „Freifläche – Landwirtschaftsgebiet“ und „Verkehrsfläche – Straße“ in „Baufläche – Wohngebiet“ umzuwidmen.
Ein Teilstück des GST-NR 592/1, GB Gaschurn, sei mittlerweile in das GST-NR 547/2, GB Gaschurn, vermessen und verbüchert worden. Die Gemeindevertretung der Gemeinde Gaschurn habe den Entwurf des Flächenwidmungsplanes in ihrer 36. Sitzung am 17. Dezember 2024 beschlossen.
Für die gegenständliche, geplante Umwidmung sei ein UEP-Verfahren durchgeführt worden, die abschließende Stellungnahme vom 21. Oktober 2025 liege vor. Zur gegenständlichen Umwelterheblichkeitsprüfung nach dem Raumplanungsgesetz werde festgestellt, dass gemäß
§ 10a Abs. 3 und 4 iVm § 21a Abs. 1 RPG, LGBl.Nr. 33/2005, durch die geplante Änderung des Flächenwidmungsplanes in Gaschurn keine voraussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten seien. Die Kundmachung des UEP-Ergebnisses sei im Zeitraum vom
01. Dezember 2025 bis 07. Jänner 2026 erfolgt.
Der Vorsitzende bringt den Anwesenden die eingegangenen Stellungnahmen, den Plan und den Raumplanungsvertrag zur Kenntnis. Nach Abstimmung mit dem Obmann des Bau- und Raumplanungsausschusses GR Klaus Schröcker und GR Markus Netzer habe keine Sitzung des Bau- und Raumplanungsausschusses stattgefunden, da dies der einzige Tagesordnungspunkt gewesen wäre und die gegenständliche Umwidmung im Ausschuss bereits zweimal behandelt worden sei.
Da keine Fragen bestehen, bringt der Vorsitzende den Antrag ein, der vorliegenden Umwidmung gemäß Plan-Nr. 11/2024 vom 21. Oktober 2025 sowie dem vorliegenden Raumplanungsvertrag zuzustimmen.
Diesem Antrag wird einstimmig entsprochen.
zu 4.: Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Gemeinde Gaschurn und den Forstfonds des Standes Montafon – Errichtung mehrerer Mountainbike-Strecken Der Vorsitzende erläutert, dass die Silvretta Montafon beabsichtige, in Gaschurn, St. Gallenkirch und Schruns Mountainbike-Trails zu errichten. Die Zustimmungen bis zur „Lammhütta“
seien großteils vorhanden. Seitens der Gemeinde müsse lediglich dem Dienstbarkeitsvertrag mit den Forstfonds des Standes Montafon zugestimmt werden. Laut Vertrag sei jährlich pro Meter der Mountainbike-Strecke eine Entschädigung von EUR 0,38 zu bezahlen.
Gregory Netzer erkundigt sich, ob geplant sei, diese Trails auf der Talabfahrt weiterzuführen und wie die Fahrräder auf den Berg transportiert werden würden.
Der Vorsitzende meint, dass dies zwar die ideale Lösung wäre, das gegenständliche Vorhaben bislang jedoch lediglich bis zur „Lammhütta“ geplant sei.
Werner Mattle erläutert, dass die Firma Doppelmayr bereits vor Ort gewesen sei und die Möglichkeiten zur Anbringung einer Fahrradhalterung an den Kabinen der Versettla-Bahn geprüft habe.
Der Vorsitzende führt aus, dass Baukosten, Erhaltung und Betrieb der Mountainbike-Strecken von der Silvretta Montafon finanziert würden, lediglich die Zahlungen an den Forstfonds des Standes Montafon seien von der Gemeinde zu tragen.
Kurt Rudigier erkundigt sich, ob der Bikepark beim Lifinarlift in Partenen in diesem Konzept ebenfalls enthalten sei.
Der Vorsitzende erläutert, dass von der Silvretta Montafon für den Bikepark beim Lifinarlift ein Konzept geprüft worden sei, das mit möglichst geringem Aufwand betrieben werden könne und auch im Gesamtkonzept mit dem Paznauntal sehr viel Potenzial hätte.
Roman Sandrell fügt hinzu, dass Galtür und Ischgl dem Vorhaben bereits zugestimmt hätten.
Man sei bereits weit in der Ausarbeitung einer gemeinsamen Bikekarte, von der alle Beteiligten profitieren würden.
GR Markus Netzer erkundigt sich, wie es mit der Winterbelebung beim Lifinarlift aussehe.
Früher habe es das „Schneeteam“ gegeben, das mit einer Schneekanone beschneit habe, auf Naturschnee müsse nicht mehr gewartet werden.
Der Vorsitzende erläutert, dass sich die Silvretta Montafon bereit erklärt habe, Schneekanonen zur Verfügung zu stellen und auch Einschulungen für deren Betrieb durchzuführen, es werde jedoch kein Personal zur Verfügung gestellt. Derzeit bestehe das Problem, dass die Silvretta Montafon ihren bewilligten Wasserkonsens vollständig ausgeschöpft habe.
GR Markus Netzer meint, dass auch beim Lifinarlift ein Schneedepot angelegt werden könnte, dies wäre auch für die laufende Saison noch interessant.
Thomas Stark erkundigt sich, wann das Projekt fertiggestelt werde, und fügt hinzu, es könne zu gefährlichen Situationen kommen, wenn die Biker über die Bergerstraße abfahren würden, er erachte es daher als wichtig, dass das Projekt zu einem späteren Zeitpunkt bis ins Tal geführt werde.
Der Vorsitzende meint, das Projekt solle noch im kommenden Sommer realisiert werden, die Varianten für eine Weiterführung müssten noch geprüft werden.
Roman Sandrell erläutert, dass es mehrere Varianten gebe und beim Thema Bike Aufholbedarf bestehe, er sehe das Biken in Zukunft als Ganzjahresthema.
Nachdem keine weiteren Fragen mehr bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag dem vorliegenden Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Gemeinde Gaschurn und den Forstfonds des Standes Montafon zur Errichtung mehrerer Mountainbike-Strecken, zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 5.: Grundtausch – Bereich Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn Der Vorsitzende erläutert, das Wohnhaus Äule 129d, 6793 Gaschurn, solle verkauft werden.
Im Zuge des Verkaufs sei festgestellt worden, dass die Grundstücksgrenzen nicht wie angenommen verlaufen würden.
Der Vorsitzende bringt den Mandataren den geplanten Grundtausch zur Kenntnis.
Der Vorsitzende fügt hinzu, dass derzeit noch kein Vermessungsplan vorliege, der Tausch jedoch in jedem Fall flächengleich sein werde. Zudem würden die gesamten Kosten von Daniel Sahler getragen werden.
Nachdem keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, dem geplanten flächengleichen Grundtausch zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 6.: Ermächtigung des Bürgermeisters gemäß § 50 Abs. 4 des Vorarlberger Gemeindegesetzes Der Vorsitzende erläutert, dass das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) den Erhalt entsprechender Informationen von Gemeinden ermögliche und zunehmend Übermittlungen von Informationen im Sinne dieses Gesetzes begehrt würden. „Informationen“ im Sinne des Informationsfreiheitsgesetzes, welche beauskunftet werden müssten, seien in § 2 Abs. 1 IFG definiert.
Demnach sei eine Information jede amtlichen oder unternehmerischen Zwecken dienende Aufzeichnung im Wirkungsbereich eines Organs, im Tätigkeitsbereich einer Stiftung, eines Fonds oder einer Anstalt oder im Geschäftsbereich einer Unternehmung – unabhängig von der Form, in der sie vorhanden oder verfügbar sei. Wie aus dem Gesetzeswortlaut hervorgehe, müssten die Informationen vorhanden und verfügbar sein.
Weiters führt er aus, dass innerhalb von vier Wochen nach Einlangen eines Begehrens zumindest eine formlose Rückmeldung zu erfolgen habe. Innerhalb einer Frist von zwei Monaten habe in der Folge die Aushändigung der Information oder ein ablehnender Bescheid zu ergehen. Über einen solchen Bescheid wäre mangels entsprechender Ermächtigungen des Bürgermeisters von den auskunftspflichtigen Organen jeweils ein Beschluss zu fassen. Dies sei ineffizient, zeitaufwendig und könne bei nicht fristgerechter Entscheidung eine Säumnisbeschwerde nach sich ziehen.
Aus diesen Gründen werde vorgeschlagen, den Bürgermeister gemäß § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz aus Gründen der Zweckmäßigkeit, Raschheit und Einfachheit allgemein zu ermächtigen, im Namen der Gemeindevertretung den Zugang zu Informationen nach § 29 Abs. 1 Gemeindegesetz zu gewähren.
Gregory Netzer meint, wenn die Ansuchen nachvollziehbar seien, sei es für ihn verständlich, die Informationen herauszugeben.
Christoph Wittwer erläutert, auch wenn man den Bürgermeister ermächtigen würde, wäre es gut, wenn über die Entscheidungen in der Gemeindevertretungssitzung berichtet werde.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, stellt der Vorsitzende den Antrag, den Bürgermeister gemäß § 50 Abs. 4 Gemeindegesetz aus Gründen der Zweckmäßigkeit, Raschheit und Einfachheit allgemein zu ermächtigen, im Namen der Gemeindevertretung den Zugang zu Informationen nach § 29 Abs. 1 Gemeindegesetz zu gewähren. Über die Entscheidungen solle in der folgenden Gemeindevertretungssitzung berichtet werden.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 7.: Genehmigung der letzten Niederschrift
Die Niederschrift über die 6. Gemeindevertretungssitzung wird einstimmig genehmigt.
zu 8.: Allfälliges
Der Vorsitzende bringt den Vorschlag ein, die „GaPa-Zitig“ nur noch halbjährlich herauszugeben und erkundigt sich nach der Meinung der Gemeindemandatarinnen und Gemeindemandatare.
Kurt Rudigier erkundigt sich, ob bereits Werbemöglichkeiten in der „GaPa-Zitig“ angeboten würden.
Der Vorsitzende erläutert, dass die Betriebe jeweils mit der Information zum Redaktionsschluss auch auf die Werbemöglichkeiten hingewiesen würden, jedoch nur wenige Rückmeldungen eingingen.
GR Markus Netzer meint, dass ihm die Herausgabe der „GaPa-Zitig“ zweimal jährlich als sehr wenig erscheine.
GR Klaus Schröcker erläutert, dass die „GaPa-Zitig“ eine wichtige Plattform für Schule, Kindergarten, Vereine usw. biete, er würde es daher dabei belassen, diese viermal jährlich herauszugeben.
Gregory Netzer meint, er bräuchte die „GaPa-Zitig“ nicht zwingend in Druckform, er würde sie digital lesen. Er gehe davon aus, dass es anderen ebenso ergehe und man sich dadurch Druckkosten sparen könne.
Der Vorsitzende meint, es sei beim Versand nahezu unmöglich, dies in der Praxis umzusetzen.
Es wird vereinbart die „GaPa-Zitig“ weiterhin 4x jährlich zu produzieren.
Ludwig Wachter erläutert, es wäre wünschenswert, wenn es in Gaschurn eine Möglichkeit zur Paketaufgabe gebe. In seinem Betrieb müssten größere Distanzen zurückgelegt werden um Pakete aufzugeben.
Der Vorsitzende meint, dass bei der Drogerie Lang die Möglichkeit bestehe, Pakete aufzugeben. Zudem plane Simon Felder, in seinem neuen Büro eine Pick-up-Station einzurichten.
Gerhard Saler erkundigt sich nach dem Stand des räumlichen Entwicklungsplanes.
Der Vorsitzende erläutert, dass der räumliche Entwicklungsplan sich nach wie vor beim Land in Bearbeitung befinde. Geplant sei, den räumlichen Entwicklungsplan im Sommer 2026 zur Auflage zu bringen.
Roman Sandrell erkundigt sich, wie es sich rechtlich mit einer Ferienwohnungswidmung verhalte, wenn die widmungswerbende Person versterbe.
Der Vorsitzende meint, dies könne nicht pauschal gesagt werden, da zu beachten sei, ob die Widmung auf die Person oder auf das Gebäude laute. Die Bestimmungen hierfür seien in § 16 des Vorarlberger Raumplanungsgesetzes geregelt.
Gregory Netzer erkundigt sich, wie es um die Zufahrt zu den hinteren Grundstücken im Bereich der „Backstuba“ stehe.
Der Vorsitzende gibt bekannt, dass der Bauamtsleiter die Zufahrt ausgemessen und eine Kostenschätzung erstellt habe. Es hätten bereits Besprechungen mit Anrainern stattgefunden, einzelne würden jedoch noch fehlen. Die Umsetzung solle im Frühjahr 2026 erfolgen können.
Weiters teilt er mit, dass die Turn- und Sportgemeinde Ailingen e.V. (Eigentümerin des Wohnhauses Silvrettastraße 70a, 6794 Partenen) nachgefragt habe, ob das GST-NR 325/3, GB Gaschurn, angekauft werden könne, um zusätzliche Parkplätze für das Wohnhaus zu sichern.
Vizebgm. Josef Tschofen erkundigt sich, weshalb die Loipe in Partenen nicht mehr bis zum alten Fußballplatz geführt werde. Es sei früher eine schöne zusammenhängende Loipe gewesen, die nun durch die Kürzung halbiert worden sei.
Roman Sandrell erläutert, dass in einer Sitzung des Tourismusausschusses gemeinsam mit Bauamtsleiter Lukas Ganahl und Arno Maier einige Änderungen besprochen worden seien.
An der Loipenführung sei grundsätzlich nichts geändert worden, sofern nicht ein konkretes
Problem bestanden habe. Vizebgm. Josef Tschofen solle sich am besten direkt an Arno Maier wenden, dieser könne ihm den Grund im Detail schildern.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, gibt der Vorsitzende bekannt, dass die nächste Sitzung der Gemeindevertretung voraussichtlich am 25. Februar 2026 stattfinden werde. Er bedankt sich bei allen Anwesenden für die konstruktive Sitzung und wünscht einen schönen Abend.
Ende: 20:36 Uhr
Der Schriftführer: Der Vorsitzende:
Nico Rudigier Bgm. Daniel Sandrell