Übersicht › Gaschurn › Sitzungsprotokolle
8. Niederschrift Gemeindevertretungssitzung
Kopie des Originaldokuments (Quelle: www.gaschurn-partenen.at). Auf dem Handy bitte „PDF öffnen“ verwenden.
Fundstellen
Raumplanung / Umwidmung
- … Ludwig Wachter Schriftführer: Nico Rudigier Tagesordnung 1) Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit 2) Berichte 3) Umwidmungsansuchen Erika und Walter Dich, Montafonerstraße 81a, 6794 Partenen – UEP- Ergebnis 4) Erneuerung der Wasserversorgungsanlage und Mitverlegung von …
- … Ladung ordnungsgemäß ergangen und die Beschlussfähigkeit gegeben ist. Der Vorsitzende beantragt die Verlängerung der Tagesordnung um folgenden Punkt: • Umwidmungsansuchen Olivia Immler, Bischof-Rudigier-Weg 2, 6794 Partenen - Fristverlängerung des Raumplanungsvertrages Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt. zu 2.: …
- … Voraussetzungen zugestimmt. o Der Vergabe von Ingenieurleistungen zur Sanierung der Valschavielbachbrücke wurde zugstimmt. o Der Auflage zum Entwurf zum Umwidmungsansuchen von Ludwig Wachter, Winkel 159b, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt. o Der Gebrauchserlaubnis zur Mitbenützung des öffentlichen Wassergutes „Ill“, …
- … Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn und der Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, wurde beraten. o Der Auflage zum Entwurf zum Umwidmungsansuchen von Mario Lentsch, Wiesaweg 35d, 6794 Partenen, wurde zugestimmt. Stefan Hilbe nimmt ab 19:32 Uhr an der Sitzung teil. Seite 3 • Mit dem …
Vergabe / Ausschreibung
- … beraten. o Einer Einmalförderung von EUR 40.000,00 zur Errichtung der Genossenschaftsmetzgerei St.Gallenkirch wurde unter Voraussetzungen zugestimmt. o Der Vergabe von Ingenieurleistungen zur Sanierung der Valschavielbachbrücke wurde zugstimmt. o Der Auflage zum Entwurf zum Umwidmungsansuchen von Ludwig Wachter, Winkel …
Text des Dokuments (automatisch aus dem PDF gelesen, für Suche und Handy)
6793 Gaschurn / Dorfstraße 2 / Hochmontafon – Österreich Tel. +43(0)5558/8202, Fax +43(0)5558/8202-19 email: gemeinde@gaschurn.at www.gaschurn-partenen.at
Datum: 26. März 2026
AZ: gs004.1-1/2025-18-4
Bearbeiter: Nico Rudigier
nico.rudigier@gaschurn.at
Niederschrift
über die 8. Gemeindevertretungssitzung am 25. Februar 2026 um 19:30 Uhr im Gemeindeamt Gaschurn.
Anwesend: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Bgm. Daniel Sandrell, Vizebgm., DI Josef Tschofen, GR Klaus Schröcker, Kurt Rudigier, Jessica Bereiter, Katharina Felbermayer-Konzett, Roman Sandrell, Maximilian Dich, Stefan Hilbe (ab 19:32 Uhr), Christoph Rudigier, Fabienne Netzer
„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
GR Markus Netzer, Florian Lerch, Christoph Wittwer, Werner Mattle
Entschuldigt: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Gregory Netzer, Thomas Stark
„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
Ludwig Wachter
Schriftführer: Nico Rudigier
Tagesordnung
- 1) Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
- 2) Berichte
- 3) Umwidmungsansuchen Erika und Walter Dich, Montafonerstraße 81a, 6794 Partenen – UEP- Ergebnis
- 4) Erneuerung der Wasserversorgungsanlage und Mitverlegung von Telekommunikationsanlagen im Bereich Motta – Zustimmungserklärung Öffentliches Gut, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn, GST-NR 3356/1, GB Gaschurn
- 5) Dienstbarkeitsvertrag zwischen Herrn Manfred Immler, Innertobel 106c, 6793 Gaschurn und der Gemeinde Gaschurn, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn zur Einräumung des wechselseitigen Fruchtgenussrechtes an Räumen im KDZ Gaschurn
- 6) Genehmigung der letzten Niederschrift
- 7) Allfälliges
Erledigung der Tagesordnung:
zu 1.: Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die anwesenden Gemeindemandatarinnen und Gemeindemandatare sowie die Zuhörer.
Der Vorsitzende stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß ergangen und die Beschlussfähigkeit gegeben ist.
Der Vorsitzende beantragt die Verlängerung der Tagesordnung um folgenden Punkt:
• Umwidmungsansuchen Olivia Immler, Bischof-Rudigier-Weg 2, 6794 Partenen - Fristverlängerung des Raumplanungsvertrages Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 2.: Berichte
Der Vorsitzende berichtet folgendes:
• Vorstandsbeschlüsse:
o Über die Nahversorgung in Partenen wurde beraten.
o Einer Einmalförderung von EUR 40.000,00 zur Errichtung der Genossenschaftsmetzgerei St.Gallenkirch wurde unter Voraussetzungen zugestimmt.
o Der Vergabe von Ingenieurleistungen zur Sanierung der Valschavielbachbrücke wurde zugstimmt.
o Der Auflage zum Entwurf zum Umwidmungsansuchen von Ludwig Wachter, Winkel 159b, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.
o Der Gebrauchserlaubnis zur Mitbenützung des öffentlichen Wassergutes „Ill“, GST-NR 3418/3, GB Gaschurn, zum Projekt „Erweiterung Wasserversorgungsanlage BA 11“,wurde zugestimmt.
o Dem Nachtrag zum Übereinkommen zur Mitbenützung des öffentlichen Wassergutes GST-NR 3418/3 und 1754/1, GB Gaschurn, vom 29. Mai 2007, wurde zugestimmt.
o Der Erteilung einer Abstandsnachsicht zum Bauvorhaben von Frau Beate Tschofen, Silvrettastraße 25, 6794 Partenen, wurde zugestimmt.
o Dem Grundteilungsansuchen von Manfred Hammer, Obere Gosta 175, 6793 Gaschurn und Heinrich Sandrell, Obere Gosta 173, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.
o Einer Förderung zu Essen auf Rädern wurde zugestimmt.
o Die Ermächtigung des Bürgermeisters gemäß § 60 Abs. 3 des Vorarlberger Gemeindegesetzes wurde beschlossen.
o Über das Grundteilungsansuchen von Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn und der Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, wurde beraten.
o Der Auflage zum Entwurf zum Umwidmungsansuchen von Mario Lentsch, Wiesaweg 35d, 6794 Partenen, wurde zugestimmt.
Stefan Hilbe nimmt ab 19:32 Uhr an der Sitzung teil.
• Mit dem Budgetbegleitgesetz 2025 seien die Kommunalinvestitionsgesetze der Jahre 2020, 2023 und 2025 als Ergebnis von Finanzverhandlungen auf Bundesebene zur Liquiditätsstärkung der Gemeinden grundlegend novelliert und in Finanzzuweisungen umgewandelt worden. Die Gemeinde Gaschurn habe gemäß Finanzzuweisung nach dem KIG 2023 am 22. Jänner 2026, EUR 74.107,58 und nach dem KIG 2025 am 22.
Jänner 2026, EUR 37.176,26 erhalten. Diese Mittel seien zur Mitfinanzierung der Errichtung der Urnenwand und der öffentlichen WC-Anlagen in Gaschurn verwendet worden.
• Zur Partnerschaftsvereinbarung betreffend den Hangkanal der illwerke vkw AG sei der Bescheid eingelangt. In der Vereinbarung sei eine laufende indexierte Zahlung vereinbart worden, die bereits an die Gemeinde ergangen sei. Wäre der Bescheid nicht in Rechtskraft erwachsen, hätte diese Summe wieder zurückgezahlt werden müssen, dies sei nun jedoch nicht mehr der Fall.
• Ein Dank gelte dem Gemeindevorstand, der mit viel Eigenregie zum Fortschritt der Planung der Sanierung der Bergerstraße und zu Kostenersparnissen beigetragen habe. Für die Sanierung und teilweisen Verlegung der Straße „Bühel“ fehle noch eine Zustimmung. Zur Sanierung der Straße „Ober Trantrauas“ fehle ebenfalls noch eine Unterschrift, hier sei er jedoch zuversichtlich, diese in den nächsten Tagen zu erhalten.
• Von der Wildbach- und Lawinenverbauung sei ein Projekt für eine Furt beim Radweg im Bereich des Valschavielbaches ausgearbeitet worden. Dieses solle demnächst bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz eingereicht werden.
• Der Vorstand des Vorarlberger Gemeindeverbandes stehe, wie aus den Medien zu entnehmen gewesen sei, in Diskussionen mit dem Land Vorarlberg hinsichtlich der Beteiligung der Gemeinden an der Finanzierung der Sozialfonds. Bislang trage das Land 60 % und die Gemeinden 40 % der Kosten. Ein vom Gemeindeverband beauftragtes Gutachten habe ergeben, dass die Zahlungen der Gemeinden teilweise verfassungswidrig seien.
Bis zum 31. März 2026 würden nun Verhandlungen mit den zuständigen Stellen des Landes Vorarlberg geführt. Ziel sei es, eine 80/20-Lösung zu erreichen. Sollten diese Verhandlungen zu keiner Lösung führen, werde an einem Landesvolksbegehren gearbeitet. Hierzu sollten die Gemeindevertretungen einen entsprechenden Beschluss zur Unterstützung fassen. Dies werde jedoch in einer der nächsten Sitzungen noch behandelt werden.
• Christof Obwegeser, Amtsleiter der Marktgemeinde Schruns, habe sich des Projekts angenommen, die Gründung eines Mehrzweckverbandes für die Montafoner Gemeinden zu planen. Dieser sei kürzlich vorgestellt worden, nachdem die Statuten von der Bezirkshauptmannschaft Bludenz freigegeben worden seien. Der Verband solle demnächst in einer Gemeindevertretungssitzung vorgestellt werden.
• Ein besonderer Moment sei der zweite Olympiasieg von Alessandro Hämmerle gewesen, der zwar nicht mehr in Gaschurn wohnhaft sei, jedoch im Herzen mit der Gemeinde verbunden bleibe. Ein Dank gelte allen, die am Empfang des Doppelolympiasiegers beteiligt gewesen seien.
• Es werde nun von allen Seiten Druck gemacht, die Beschlüsse zur Finanzierung der Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 zu fassen. Bereits im April 2021 sei in der Gemeindevertretung ein Grundsatzbeschluss gefasst worden, wonach man der WM grundsätzlich wohlwollend gegenüberstehe, mit dem Finanzierungsschlüssel jedoch nicht einverstanden sei, solange keine Veranstaltung in Gaschurn geplant werde.
Seit diesem Beschluss habe sich seitens der Veranstalter niemand gefunden, der sich dieses Themas annehmen habe wollen. Im Rahmen des Weltcups Montafon, der vom
11. März bis 15. März 2026 stattfinden werde, wolle man laut Veranstalter die Unterschriften zum Vertrag geleistet haben. Hierzu werde jedoch der Tourismusausschuss noch berichten.
Der Vorsitzende unterbricht die Sitzung zum Zwecke der Bürgerfragestunde von 19:42 Uhr bis 19:46 Uhr.
Maximilian Dich, Obmann des Land- und Forstwirtschaftsausschusses, berichtet, dass der Antrag auf Genehmigung der Ausbringung von „Melocont“ zur Bekämpfung der Engerlinge von Christian Meusburger von der Landwirtschaftskammer Vorarlberg gestellt worden sei. Der Preis für die Pilzgerste liege derzeit noch nicht vor, da die entsprechende Rückmeldung noch ausstehe.
GR Markus Netzer erkundigt sich, für wie viele Hektar Fläche angesucht worden sei.
Maximilian Dich meint, es sei für 80 Hektar angesucht worden. Davon seien 50 Hektar jedenfalls befahrbar, die restlichen Flächen würden von Roman Sandrell und Florian Lerch noch vor Ort besichtigt werden, um zu prüfen, ob diese ebenfalls befahren werden könnten. Das Flüssigmittel für die nicht befahrbaren Flächen befinde sich derzeit noch in Prüfung in Innsbruck und verfüge leider noch über keine Genehmigung.
Roman Sandrell meint, dass viele Flächen nicht befahrbar seien und es deshalb wichtig sei, auf jenen Flächen, die befahrbar seien, das Mittel auszubringen, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen.
Stefan Hilbe arbeitet in der Arbeitsgruppe zur Genossenschaftsmetzgerei St. Gallenkirch mit und präsentiert den Anwesenden das Vorhaben zur Metzgerei, für das am folgenden Tag erneut ein Förderantrag eingereicht werde.
Florian Lerch erkundigt sich, mit wie vielen zu schlachtenden Einheiten pro Jahr gerechnet werde.
Stefan Hilbe teilt mit, dass das Ziel sei, innerhalb von drei Jahren insgesamt 1.000 Einheiten zu schlachten.
Kurt Rudigier erkundigt sich, ob die Beiträge der Gemeinden im Kapital ersichtlich seien oder für die laufenden Kosten eingeplant würden.
Stefan Hilbe erläutert, dass die Gelder der Gemeinden für die laufenden Kosten eingeplant seien.
Maximilian Dich fragt, ob eine Auflistung vorliege, wie viele Einheiten in den vergangenen Jahren aus Gaschurn und wie viele aus St. Gallenkirch geschlachtet worden seien.
Stefan Hilbe gibt bekannt, dass die Schlachtzahlen in den vergangenen Jahren in etwa gleich gewesen seien.
Florian Lerch meint, dass andere Metzgereien ihre Einnahmen hauptsächlich im Handel erzielen würden. Da kein Handel geplant sei, frage er sich, wie sich das Vorhaben wirtschaftlich decken solle.
Stefan Hilbe erläutert, dass die Personalkosten ein wesentlicher Faktor seien. Bei der Genossenschaftsmetzgerei St.Gallenkirch werde es einen Schlüssel geben, nach dem die Einnahmen zwischen dem Metzger und der Genossenschaft aufgeteilt würden. Da der Metzger selbständig tätig sei, würden der Genossenschaft keine Personalkosten entstehen.
Vizebgm. Josef Tschofen meint, er habe sich zu den präsentierten Zahlen ebenfalls erkundigt und sei dabei auf einen Durchschnittspreis der Gesamtschlachtzahlen von EUR 200,00 gekommen, diesen erachte er als sehr hoch.
Stefan Hilbe erläutert, dass die Schlachtpreise um gut 25 % günstiger seien als beim Schlachthof Gstach und bei der Metzgerei Salzgeber.
Maximilian Dich erkundigt sich, ob im Falle, dass sich die Genossenschaftsmetzgerei St. Gallenkirch nicht selbst tragen würde, Kosten auf die Gemeinde zukämen.
Der Vorsitzende meint, es verhalte sich gleich wie beim Stand Montafon, eine Abgangsdeckung dürfe nicht auf die Gemeinden zurückfallen.
GR Markus Netzer bedankt sich bei Stefan Hilbe für dessen Einsatz und merkt an, dass damit sehr viel Arbeit verbunden sei.
Der Vorsitzende meint, dass die Gemeinde Gaschurn das Projekt von Anfang an unterstützt und auch einen Anteil zugesichert habe. Die Bürgermeisterin der Gemeinde St. Gallenkirch, Lisi Kuster, habe sich gemeldet und ersucht, bis zum 26. Februar 2026 einen entsprechenden Beschluss mitzuteilen. Der Beschluss des Gemeindevorstandes werde am folgenden Tag an die Gemeinde St. Gallenkirch übermittelt.
Stefan Hilbe bedauert, dass die Fristen der Förderstelle für die Einreichung der Förderunterlagen jeweils sehr kurzfristig seien.
GR Klaus Schröcker meint, obwohl alles sehr kurzfristig sei, habe der Gemeindevorstand das mögliche Budget freigegeben.
Roman Sandrell berichtet, dass der Tourismusausschuss am gestrigen Abend eine Sitzung abgehalten habe. Dabei sei besprochen worden, dass der Wochenmarkt vom Ferienbeginn bis zum Ferienende stattfinden solle. Für die Marktständler seien die Anforderungen etwas gelockert worden, es müsse lediglich eine Teilnahme an vier Markttagen erfolgen, um die Kaution wieder zurückzuerhalten. Zudem solle bei jedem Markt Livemusik vor Ort sein.
Auch sei die Abrechnung für die Skibrücke bereits im Gange. Für die Zukunft würden derzeit drei mögliche Varianten ausgearbeitet werden, hierzu seien jedoch nochmals Gespräche mit den betroffenen Grundeigentümern erforderlich.
Werner Mattle fügt hinzu, dass er von den Gästen sehr viel positives Feedback zur neuen Skibrücke erhalte.
Roman Sandrell erläutert, dass auch das Thema Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 Gegenstand der Sitzung gewesen sei. Hierzu seien Peter Marko von der Silvretta Montafon sowie Josef Manahl von Montafon Tourismus anwesend gewesen. Zu Beginn der Sitzung sei klargestellt worden, dass der Tourismusausschuss Argumente brauche, um die Gemeindevertretung von einer Zustimmung zur vorliegenden Finanzierung überzeugen zu können. Nun komme seitens des ÖSV und der FIS der Druck, dass einer Finanzierung zugestimmt werden solle.
Roman Sandrell und Josef Manahl hätten in der Folge einige Vorschläge für mögliche Veranstaltungen ausgearbeitet. Dabei sei klargestellt worden, dass es keine Möglichkeiten mehr gebe, sportliche Veranstaltungen oder Preisverteilungen in Gaschurn durchzuführen. Als mögliche Formate seien unter anderem die „Lange Nacht der Seilbahn“ genannt worden, die mit einer Bewirtung durch Vereine oder Betriebe bis zum Kirchplatz gezogen werden könnte. Weiters sei vorgeschlagen worden, beim Vallülalift einen Park aufzubauen, hier hätte auch die Silvretta Montafon die Möglichkeit, das entsprechende Equipment zur Verfügung zu stellen.
Mit einem Teil des Organisationskomitees des ÖSV sei zudem mündlich besprochen worden, dass Presseevents in Gaschurn stattfinden könnten, beispielsweise in Form eines Sporttalks in der Alten Talstation.
Wichtig sei in diesem Zusammenhang aber auch, dass das Montafon als Ganzes repräsentiert werde und nicht einzelne Dörfer isoliert betrachtet würden. Letztlich würden alle mehr oder weniger davon profitieren. Die Empfehlung des Tourismusausschusses sei – bis auf eine Gegenstimme – dahin gegangen, der Gemeindevertretung eine Zustimmung zur Beschlussfassung zu empfehlen.
Kurt Rudigier erkundigt sich, ob es sich finanziell um dieselbe Summe handle, die bereits im April 2021 in der Gemeindevertretung zur Debatte gestanden sei.
Der Vorsitzende erläutert, dass der Beitrag nicht indexiert sei und es sich somit um dieselbe Summe handle. Derzeit rechne man jedoch bereits mit einem Abgang von rund EUR 2,2 Mio., der zur Gänze vom Veranstalter, der ASW (Austria Ski WM und Großveranstaltuns ges.m.b.H.), getragen werden müsse.
GR Klaus Schröcker meint, dass er seine Meinung bereits im April 2021 kundgetan habe. Er könne nicht nachvollziehen, dass es in Gaschurn keine Veranstaltung geben solle. Für ihn sei wichtig, dass ein Schriftstück vorliege, aus dem verbindlich hervorgehe, was in Gaschurn stattfinden werde. Man sei nie gegen die Veranstaltung gewesen, habe diese hohe Summe gegenüber der eigenen Gemeinde jedoch auch entsprechend rechtfertigen wollen.
Roman Sandrell erklärt, dass man dies mit dem ÖSV diskutiert habe, Absichtserklärungen für konkrete Veranstaltungen könnten jedoch nicht vom ÖSV, sondern nur vom Organisationskomitee der WM abgegeben werden. Weiters sei nachgewiesen, dass es in allen WM-Destinationen im Nachgang einer Weltmeisterschaft wirtschaftlich besser gelaufen sei als zuvor.
Der Vorsitzende erläutert, dass er die Beschlüsse der betroffenen Gemeinden nochmals geprüft habe und dabei festgestellt habe, dass fünf weitere Gemeinden ebenfalls lediglich einen Grundsatzbeschluss gefasst hätten und daher erneut über die Finanzierung abstimmen müssten. Die Gemeinde Gaschurn sei somit noch nicht die letzte Gemeinde, die nicht zugestimmt habe.
Christoph Wittwer meint, dass man die betroffenen Personen und Vereine zunächst fragen müsse, ob sie an einer Veranstaltung wie beispielsweise der „Langen Nacht der Seilbahnen“
überhaupt interessiert seien und bereit wären, die Bewirtung und die weiteren Aufgaben zu übernehmen.
Roman Sandrell erläutert, dass es sich dabei vorerst um Ideen handle, die noch weiter ausgearbeitet werden müssten. Wichtig sei jedoch, im Terminkalender immer wieder aufzuscheinen.
Der Vorsitzende meint, dass es an der Zeit sei, in einer der nächsten Sitzungen darüber abzustimmen.
zu 3.: Umwidmungsansuchen Erika und Walter Dich, Montafonerstraße 81a, 6794 Partenen – UEP- Ergebnis Der Vorsitzende erläutert, dass mit Eingabe vom 26. Juni 2024 die Umwidmung von Teilflächen der GST-NR 185/1, 186/1, .26 und 3397, GB Gaschurn, beantragt worden sei. Das ehemalige Golfclubheim werde nicht mehr als solches genutzt und auch das ursprünglich vorgesehene Vorhaben zur Nutzung als Jagdhaus werde nicht weiterverfolgt. Das Gebäude solle nun als landwirtschaftliches Lagergebäude verwendet werden.
Das GST-NR 3397, GB Gaschurn, stehe im Eigentum des Öffentlichen Gutes. Da dieses Grundstück direkt durch den umzuwidmenden Bereich verlaufe, sei in diesem Bereich bereits eine Umlegung beschlossen worden, auch hierzu lägen die erforderlichen Zustimmungen vor.
Die Gemeinde Gaschurn beabsichtige daher, Teilflächen der genannten Grundstücke im Flächenwidmungsplan von „Freifläche Sondergebiet Terrasse“, „Freifläche Sondergebiet Parkplatz“, „Freifläche Sondergebiet Golfclubheim“ und „Verkehrsfläche Straße“ in „Freifläche Sondergebiet landwirtschaftliches Lagergebäude“, „Freifläche Sondergebiet Terrasse“, „Freifläche Sondergebiet Parkplatz“ sowie „Freifläche Freihaltegebiet“ umzuwidmen.
Für die geplante Umwidmung sei ein UEP-Verfahren durchgeführt worden. Die abschließende Stellungnahme vom 03. Februar 2026 liege vor. Demnach seien gemäß § 10a Abs. 3 und 4 iVm § 21a Abs. 1 RPG durch die geplante Änderung des Flächenwidmungsplanes keine vo-
raussichtlich erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten. Auch die eingeholten Stellungnahmen der Sachverständigen hätten keine Einwände ergeben beziehungsweise der Umwidmung unter den angeführten Voraussetzungen zugestimmt.
Es sei nun über die öffentliche Kundmachung des UEP-Ergebnisses zu befinden.
GR Klaus Schröcker berichtet als Obmann des Bau- und Raumplanungsausschusses, dass dies der einzige Tagesordnungspunkt für eine Sitzung gewesen wäre und daher entschieden worden sei, vorerst keine Sitzung des Bau- und Raumplanungsausschusses einzuberufen, zumal die gegenständliche Umwidmung nach der Kundmachung des UEP-Ergebnisses vor der finalen Beschlussfassung ohnedies nochmals im Bau- und Raumplanungsausschuss behandelt werden müsse.
Da keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, der öffentlichen Kundmachung des vorliegenden UEP-Ergebnisses zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig entsprochen.
zu 4.: Erneuerung der Wasserversorgungsanlage und Mitverlegung von Telekommunikationsanlagen im Bereich Motta – Zustimmungserklärung Öffentliches Gut, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn, GST-NR 3356/1, GB Gaschurn Der Vorsitzende bringt den Anwesenden die Planunterlagen sowie die Zustimmungserklärung zur Kenntnis und erläutert, dass es im Bereich Motta (Gaschurn) aufgrund des Alters der Leitung öfter zu Druckverlusten in der Wasserversorgungsanlage komme und diese daher im Zuge des Glasfaserausbaus neu verlegt werden solle.
Nachdem keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, der vorliegenden Zustimmungserklärung zur Erneuerung der Wasserversorgungsanlage und Mitverlegung von Telekommunikationsanlagen im Bereich Motta zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 5.: Dienstbarkeitsvertrag zwischen Herrn Manfred Immler, Innertobel 106c, 6793 Gaschurn und der Gemeinde Gaschurn, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn zur Einräumung des wechselseitigen Fruchtgenussrechtes an Räumen im KDZ Gaschurn Der Vorsitzende teilt mit, dass das Archiv im Dachgeschoss des Kirchdorfzentrums in den Keller verlegt werden solle. Im Dachgeschoss seien drei Wohnungen bewilligt, die nach der Verlagerung des Archivs ausgebaut und vermietet werden könnten.
Um das Archiv der Gemeinde in den Keller verlegen zu können, sei mit Manfred Immler ein Vertrag ausgearbeitet worden.
Der Vorsitzende bringt den Anwesenden den Dienstbarkeitsvertrag sowie den dazugehörigen Plan zur Kenntnis.
Da keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag dem vorliegenden Dienstbarkeitsvertrag und Planunterlagen zwischen Herrn Manfred Immler, Innertobel 106c, 6793 Gaschurn und der Gemeinde Gaschurn, Dorfstraße 2, 6793 Gaschurn, zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 6.: Genehmigung der letzten Niederschrift
Die Niederschrift über die 7. Gemeindevertretungssitzung wird einstimmig genehmigt.
zu 7.: Umwidmungsansuchen Olivia Immler, Bischof-Rudigier-Weg 2, 6794 Partenen - Fristverlängerung des Raumplanungsvertrages Der Vorsitzende erläutert, dass Frau Olivia Immler, Bischof-Rudigier-Weg 2, 6794 Partenen, mit Eingabe vom 23. Februar 2026 die Verlängerung des Raumplanungsvertrages für das GST-NR 2102/1, GB Gaschurn, vom 18. März 2019 zur Errichtung eines Einfamilienhauses beantragt habe. Die Umsetzung des Projektes sei weiterhin beabsichtigt, jedoch derzeit aus privaten Gründen noch nicht möglich gewesen.
Nachdem keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag der 3-jährigen Verlängerung des Raumplanungsvertrages vom 18. März 2019 zum Antrag der Grundeigentümerin des GST-NR 2102/1, GB Gaschurn, Frau Olivia Immler, Bischof-Rudigier-Weg 2, 6794 Partenen, zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.
zu 8.: Allfälliges
Stefan Hilbe meint, dass im vergangenen Jahr einige private Metzgereien im Montafon aufgrund von Auflagen und unzureichender Ausstattung geschlossen worden seien. Er gehe auch künftig davon aus, dass weitere Betriebe schließen müssten, deshalb sei bei der Genossenschaftsmetzgerei St. Gallenkirch mit höheren Schlachtzahlen zu rechnen.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, bedankt sich der Vorsitzende für den konstruktiven Sitzungsverlauf und gibt bekannt, dass die nächste Gemeindevertretungssitzung voraussichtlich am 25. März 2026 stattfinden werde. Abschließend wünscht er allen einen schönen Abend.
Ende: 21:03 Uhr
Der Schriftführer: Der Vorsitzende:
Nico Rudigier Bgm. Daniel Sandrell