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Montag, 21. September 2026 · 1.927 Einträge aus 10 Gemeinden und dem Stand Montafon · Stand heute, 04:45 Uhr

ÜbersichtGaschurnSitzungsprotokolle

9. Niederschrift Gemeindevertretungssitzung

Gaschurn · GV-Sitzungsprotokolle Gaschurn · 13.03.2026

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Kopie des Originaldokuments (Quelle: www.gaschurn-partenen.at). Auf dem Handy bitte „PDF öffnen“ verwenden.

Fundstellen

Raumplanung / Umwidmung

  • … o Der Zusatzvereinbarung zum bestehenden Mietvertrag von Regina Myszoglad, Dorfstraße 3, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt. o Der Auflage zum Entwurf des Umwidmungsansuchens der VAYA Holding II GmbH, Dr. Helmut-Marsoner-Weg 3c, 6175, Kematen in Tirol, wurde zugestimmt. o Die Erteilung einer Abstandsnachsicht für ein …

Verkauf / Erwerb / Versteigerung

  • … EZ 1797, KG Gaschurn Der Vorsitzende bringt den Anwesenden den Teilungsplan sowie die Freilassungserklärung zur Kenntnis und erläutert, dass nach dem Verkauf des Gebäudes und der Grundstücke des Alt Montafon 14 m² abgetrennt werden müssten. Hierfür benötigen die Mühle Chalet GmbH und Herr Thomas Bergauer die Zustimmung …

Text des Dokuments (automatisch aus dem PDF gelesen, für Suche und Handy)

6793 Gaschurn / Dorfstraße 2 / Hochmontafon – Österreich Tel. +43(0)5558/8202, Fax +43(0)5558/8202-19 email: gemeinde@gaschurn.at www.gaschurn-partenen.at

Datum: 23. April 2026
AZ: gs004.1-1/2025-19-3
Bearbeiter: Nico Rudigier
nico.rudigier@gaschurn.at

Niederschrift

über die 9. Gemeindevertretungssitzung am 13. März 2026 um 19:30 Uhr im Gemeindeamt Gaschurn.

Anwesend: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Bgm. Daniel Sandrell, Vizebgm., DI Josef Tschofen, GR Klaus Schröcker, Kurt Rudigier, Jessica Bereiter, Thomas Stark, Roman Sandrell, Maximilian Dich, Stefan Hilbe (ab 19:31 Uhr), Markus Felbermayer, Fabienne Netzer

„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
GR Markus Netzer, Ludwig Wachter, Lara Wachter, Alexander Schuler

Entschuldigt: Volkspartei-Bürgerliste Gaschurn-Partenen:
Gregory Netzer, Katharina Felbermayer-Konzett

„D´Lischta“ Gaschurn-Partenen:
Florian Lerch, Christoph Wittwer

Gäste zu TOP 3: GF Martin Oberhammer, Markus Bühel und Simon Wohlgenannt (Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH)

Gäste zu TOP 6: GF Manuel Bitschnau (Montafon Tourismus GmbH)

Schriftführer: Nico Rudigier

Tagesordnung

  • 1) Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit
  • 2) Berichte
  • 3) Präsentation Bikepark und Biketrails Silvretta Montafon
  • 4) Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, FN 515764 b & Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn – Ansuchen Freilassungserklärung, EZ 1797, KG Gaschurn
  • 5) Zustimmungserklärung Grundbenützung – Projekt „Verlegung MRV für Breitbandnetz & Mitverlegung VEN Leerrohr DN 200 für Mittelspannungskabel 20 kV der Vorarlberger Energienetze GmbH, Weidachstraße 10, 6900 Bregenz“
  • 6) Freestyle Ski & Snowboard WM 2027
  • 7) Genehmigung der letzten Niederschrift
  • 8) Allfälliges

Erledigung der Tagesordnung:

zu 1.: Begrüßung, Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit Der Vorsitzende begrüßt die anwesenden Gemeindemandatarinnen und Gemeindemandatare sowie die Zuhörer.

Der Vorsitzende stellt fest, dass die Ladung ordnungsgemäß ergangen und die Beschlussfähigkeit gegeben ist.

Es erfolgt die Angelobung der noch nicht angelobten Anwesenden. Es ist dies Lara Wachter, diese gelobt wie folgt:
„Ich gelobe, die Verfassung sowie alle übrigen Gesetze gewissenhaft zu beachten, meine Aufgabe unparteiisch und uneigennützig zu erfüllen und das Wohl der Gemeinde Gaschurn nach bestem Wissen und Gewissen zu fördern.“

zu 2.: Berichte
Der Vorsitzende berichtet Folgendes:
• Vorstandsbeschlüsse:
o Dem Grundteilungsansuchen Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn und der Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.

o Dem Grundteilungsansuchen Annette Keckeis, Untere Gosta 184, 6793 Gaschurn und Ulrich Wittwer, Untere Gosta 184d, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.

o Die Wohnung TOP 2, Dorfstraße 3, 6793 Gaschurn, wurde vergeben.

o Der Zusatzvereinbarung zum bestehenden Mietvertrag von Regina Myszoglad, Dorfstraße 3, 6793 Gaschurn, wurde zugestimmt.

o Der Auflage zum Entwurf des Umwidmungsansuchens der VAYA Holding II GmbH, Dr. Helmut-Marsoner-Weg 3c, 6175, Kematen in Tirol, wurde zugestimmt.

o Die Erteilung einer Abstandsnachsicht für ein Bauvorhaben von Mariella Harsch und Thomas Montibeller, Gortipohlerstraße 34a, 6791 Gortipohl, wurde behandelt.

• Die Zustimmungen zur Sanierung der Straße „Ober Trantrauas“ lägen nun vollständig vor. Für die kommende Woche sei ein Termin mit den zuständigen Stellen des Landes Vorarlberg geplant, um die weitere Vorgehensweise zur Gründung der Straßengenossenschaft zu besprechen und die Fördermöglichkeiten auszuloten.

• Zur Sanierung und teilweisen Umlegung der Straße „Rifa-Bühel“ fehle noch eine Zustimmung. Gegebenenfalls könne auch dieses Vorhaben noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

• Die Verhandlung zur Neuerrichtung der Gavaduratobelbrücke habe stattgefunden. Die Brücke werde erneuert, zudem solle in diesem Bereich ein Gehsteig errichtet werden

• Die Vereinbarung zur Benützung von Räumlichkeiten im Kirchdorfzentrum mit Herrn Manfred Immler sei legalisiert worden und werde demnächst verbüchert.

Der Vorsitzende verliest das Dankschreiben des Krankenpflegevereins Innermontafon, das aufgrund der Weihnachtsspende auf der Gemeinde Gaschurn eingelangt sei.

Nachdem keine Wortmeldungen von Seiten der Zuhörer und Zuhörerinnen im Rahmen der Bürgerfragestunde an die Gemeindevertretung ergehen, wird mit der Tagesordnung fortgefahren.

zu 3.: Präsentation Bikepark und Biketrails Silvretta Montafon Der Vorsitzende begrüßt den Geschäftsführer der Silvretta Montafon Bergbahnen GmbH, Martin Oberhammer, Markus Bühel und Simon Wohlgenannt und freut sich, dass sie heute die geplanten Projekte zum Thema Bike in der Gemeindevertretungssitzung vorstellen.

Martin Oberhammer bedankt sich ebenfalls für die Möglichkeit und erläutert den Anwesenden einige Projekte und Ideen zum Thema Bike, die von der Silvretta Montafon bereits ausgearbeitet wurden oder sich derzeit in Ausarbeitung befinden.

Der Vorsitzende schlägt vor, zu den Themen der Silvretta Montafon und der Gemeinde Gaschurn eine Art Klausur abzuhalten, um gemeinsame Anliegen einbringen zu können.

GR Klaus Schröcker erkundigt sich nach dem Verfahrensstand zur Umsetzung der Mountainbike-Trails Versettla.

Martin Oberhammer gibt bekannt, dass die mündliche Verhandlung am 14. April 2026 stattfinde. Leider sei bei Projekten am Berg nicht absehbar, wann tatsächlich die Genehmigung eintreffe. Man sei jedoch gewillt, im Falle der Genehmigung umgehend mit der Umsetzung zu starten.

Der Vorsitzende fügt hinzu, dass er sich über die Kooperation mit der Silvretta Montafon freue.
Es sei wichtig, das Sommerangebot weiterzuentwickeln.

Markus Bühel erklärt, dass es bei den Verhandlungen mit den Grundeigentümern wichtig gewesen sei, darauf hinweisen zu können, dass die Gemeinde Teil des Projekts sei. Besonders spannend sei, dass es sich um ein Gemeinschaftsthema für das gesamte Montafon handle.

Es sei wichtig, dass in allen Orten entsprechende Angebote vorhanden seien. Auch der Bikepark Bürserberg dürfe dabei nicht vergessen werden, da sich alles sinnvoll ergänze.

Markus Felbermayer meint, es sei wichtig, dass das Angebot familientauglich sei und das gesamte Montafon als Bikeregion wahrgenommen werde.

Vizebgm. Josef Tschofen erklärt, man sei zwar spät dran, jedoch sei es besser jetzt zu handeln als gar nicht. In Bürserberg habe zunächst eine Seilbahn errichtet werden müssen, um einen vernünftigen Biketransport zu ermöglichen. Im Montafon seien die dafür notwendigen Voraussetzungen hingegen bereits vorhanden.

GR Markus Netzer erkundigt sich, wer Betreiber der genannten Projekte sei.

Martin Oberhammer erläutert, dass die Projekte am Berg von der Silvretta Montafon betreut würden. Im Tal sei hierfür eine Kooperationsvereinbarung geplant. Von ihrer Seite werde vorgeschlagen, dass bei den Bikeprojekten der Vallülalift von der Silvretta Montafon betreut werde, während der Lifinarlift von der Gemeinde betreut werden solle. Es solle jedoch ein gemeinsamer Kostenschlüssel festgelegt werden.

GR Markus Netzer meint, der Kostenschlüssel wäre interessant zu wissen. Man habe sich bereits öfter über das Thema Lifinarlift unterhalten. Die Gemeinde benötige eine Sicherheit, dass der Betrieb nicht nach kurzer Zeit wieder eingestellt werde, zumal seitens der Gemeinde Flächen zur Verfügung gestellt werden müssten.

Markus Bühel meint, es könne auch ein Dritter sein, der die Projekte betreibe. Ebenso könne es sich um etwas wie den neuen Pumptrack bei der Valisera-Bahn handeln, das frei zugänglich sei. Das Geschäftsmodell müsse jedenfalls nochmals überdacht werden.

Kurt Rudigier meint, genau solche Themen könnten im Rahmen einer etwaigen Klausur gut beraten werden.

Nachdem keine weiteren Fragen bestehen, bedankt sich der Vorsitzende bei Martin Oberhammer, Markus Bühel und Simon Wohlgenannt, wünscht noch einen schönen Abend und hofft, dass Bewegung in die Projekte kommt.

Martin Oberhammer, Markus Bühel und Simon Wohlgenannt verlassen um 20:32 Uhr die Sitzung.

zu 4.: Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, FN 515764 b & Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn – Ansuchen Freilassungserklärung, EZ 1797, KG Gaschurn Der Vorsitzende bringt den Anwesenden den Teilungsplan sowie die Freilassungserklärung zur Kenntnis und erläutert, dass nach dem Verkauf des Gebäudes und der Grundstücke des Alt Montafon 14 m² abgetrennt werden müssten. Hierfür benötigen die Mühle Chalet GmbH und Herr Thomas Bergauer die Zustimmung der Gemeinde Gaschurn zur Freilassung. Er fügt hinzu, dass es sich lediglich um diese 14 m² handle.

Nachdem keine Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, der vorliegenden Freilassungserklärung in EZ 1797, KG Gaschurn, zugunsten der Mühle Chalet GmbH, Schulstraße 200b, 6793 Gaschurn, sowie Herrn Thomas Bergauer, Kirchdorfstraße 5, 6793 Gaschurn, zuzustimmen.
Dem Antrag wird einstimmig entsprochen.

zu 5.: Zustimmungserklärung Grundbenützung – Projekt „Verlegung MRV für Breitbandnetz & Mitverlegung VEN Leerrohr DN 200 für Mittelspannungskabel 20 kV der Vorarlberger Energienetze GmbH, Weidachstraße 10, 6900 Bregenz“
Der Vorsitzende bringt den Anwesenden die Zustimmungserklärung sowie den dazugehörigen Plan zur Kenntnis und erläutert den Verlauf der Verlegearbeiten.

GR Markus Netzer fragt nach, ob es bei einer allfälligen Bebauung Auflagen oder Nachteile gäbe.

Vizebgm. Josef Tschofen meint, es solle in die Zustimmungserklärung aufgenommen werden, dass der Gemeinde bei einer allfälligen Bebauung keine Nachteile durch die Verlegung entstehen dürfen.

Nach kurzer Diskussion stellt der Vorsitzende den Antrag, der vorliegenden Zustimmungserklärung samt dem dazugehörigen Plan zuzustimmen. In die Zustimmungserklärung solle aufgenommen werden, dass der Gemeinde aus einer etwaigen Bebauung keine Nachteile entstehen dürften und im Falle einer notwendigen Verlegung die Leitungen innerhalb von drei Monaten umzulegen seien.
Dem Antrag wird einstimmig zugestimmt.

zu 6.: Freestyle Ski & Snowboard WM 2027

Der Vorsitzende begrüßt Manuel Bitschnau von der Montafon Tourismus GmbH. Er gibt zum Thema nochmals einen kurzen Rückblick und erläutert, dass in der Sitzung im April 2021 die Bewerbung zur WM besprochen und dabei auch der Finanzierungsschlüssel vorgestellt worden sei. Grundsätzlich habe man sich positiv gezeigt, jedoch nicht unter der Voraussetzung, dass keine Veranstaltung in Gaschurn-Partenen geplant sei. Leider habe sich in der Folge niemand verantwortlich gefühlt, mit der Gemeinde Gaschurn Gespräche zu führen, weshalb keine Lösungen gefunden worden seien. Bereits im Jahr 2018 hätten die Bürgermeister des Tales sowie die Bergbahnen beschlossen, sich für die WM zu bewerben. Veranstalter der WM sei der ÖSV, die Gemeinden würden lediglich als Förderer der WM auftreten. Nun müsse entschieden werden, ob einer Mitfinanzierung der WM zugestimmt werden könne. Abschließend bittet er Manuel Bitschnau um die Präsentation der WM.

Manuel Bitschnau präsentiert den Anwesenden die Details zur geplanten Freestyle Ski & Snowboard WM 2027.

Ludwig Wachter erkundigt sich, bis wann die Endabrechnung zu erfolgen habe.

Der Vorsitzende gibt bekannt, dass die Endabrechnung in Punkt 2.1 „Schlussbestimmungen“
mit 30. April 2027 festgelegt sei.

Ludwig Wachter fragt nach, ob die FIS die Vereinbarung bereits unterschrieben habe.

Manuel Bitschnau verneint dies und erläutert, dass der ÖSV den Vertrag bis zum 17. März 2026 unterzeichnen müsse.

Vizebgm. Josef Tschofen meint, es sei ein Wahnsinn, dass über 4,5 Jahre hinweg nichts passiert sei. Damals habe man klar zum Ausdruck gebracht, dass bei dieser von der Gemeinde Gaschurn zu leistenden Summe Gespräche notwendig seien, um diese entsprechend begründen zu können, passiert sei jedoch gar nichts.

Kritisch merkt er zudem an, dass der damalige Vertreter des Standes Montafon die Zusage aller Beteiligten mit seiner Unterschrift bestätigt habe, obwohl die entsprechenden Beschlüsse nicht ordnungsgemäß gefasst worden seien. So etwas dürfe nicht passieren. Ihm sei daher besonders wichtig, dass sich ein derartiger Vorgang künftig nicht wiederholen könne. Bürgermeister Daniel Sandrell möge dies bitte auch an den Stand Montafon herantragen.

Ludwig Wachter erläutert, dass ohnehin zunächst der ÖSV unterschreiben sollte, damit dieser auch die entsprechende Absicht zeige, die Veranstaltung durchführen zu wollen.

Vizebgm. Josef Tschofen meint, dass es nach fünf Jahren der Werbung nun äußerst peinlich wäre, wenn man dieser WM nicht zustimmen würde. Man habe das Vorhaben bereits überall publik gemacht, eine Ablehnung würde einen enormen Imageschaden bedeuten.

Manuel Bitschnau weist darauf hin, dass der damalige Standesrepräsentant dem ÖSV bereits im Jahr 2021 zugesichert habe, dass sämtliche Beschlüsse der Gemeinden zur Finanzierung der Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 vorlägen. Die FIS und den ÖSV treffe dabei keinerlei Schuld. Erst vor gut einem Monat sei man darauf aufmerksam geworden, dass dieses Schreiben zur Zusage der Finanzierung vorliege. Er meint, dass dieser Vorgang im Stand Montafon jedenfalls aufgearbeitet werden müsse, damit so etwas künftig nicht mehr passiere.

GR Klaus Schröcker fügt hinzu, dass er es als hart empfinde, dass Gaschurn-Partenen nun als einzige Gemeinde dargestellt werde, die nicht zugestimmt habe und die WM zu Fall bringen wolle. Dabei sei klar, dass die Gemeinde den zweithöchsten Beitrag aller Gemeinden zur Finanzierung der WM leisten würde und darüber hinaus auch einen beträchtlichen Beitrag an die Montafon Tourismus GmbH bezahle. Gleichzeitig sei man in den vergangenen Jahren nicht einmal in der Lage gewesen, mit der Gemeinde Gaschurn bezüglich der WM Kontakt aufzunehmen und eine Lösung zu finden. Wahrscheinlich müsse man nun in den sauren Apfel beißen, in Wahrheit sehe er es jedoch nach wie vor so, dass die Gemeinde trotz mehrfach signalisierter Gesprächsbereitschaft letztlich ohne konkrete Gegenleistung geblieben sei.

Manuel Bitschnau erläutert, dass es im Organisationskomitee ein Organigramm gegeben habe, aus dem hervorgegangen sei, wer welche Themen zu erledigen gehabt habe. Dabei

habe der damalige Standesrepräsentant Jürgen Kuster stets die Aufgabe gehabt, die Anliegen der Gemeinde Gaschurn zu regeln. Dies sei auch mehrfach so protokolliert worden. Passiert sei dies jedoch leider nie.

Er habe Verständnis für den Unmut, sehe derzeit jedoch keine Alternative zu einer Zustimmung, intern müsse dieser Umstand jedenfalls aufgearbeitet und geregelt werden. Weiters merkt er an, dass zwar immer vom zweithöchsten Beitrag die Rede sei, die Gemeinde Schruns als Host City jedoch zusätzlich noch EUR 100.000,00 zu leisten habe.

GR Klaus Schröcker merkt an, dass im April 2021 in der Gemeindevertretung Gaschurn ganz klar beschlossen worden sei, dem Finanzierungsschlüssel unter der Voraussetzung, dass keine Veranstaltung in Gaschurn stattfinde, nicht zuzustimmen.

GR Markus Netzer weist darauf hin, dass ein Großteil der jetzigen Gemeindevertretung im April 2021 noch nicht vertreten gewesen sei. Diese würden sich nun ebenfalls fragen, was hier schiefgelaufen sei. Zum Glück sei jedoch alles schwarz auf weiß protokolliert. Glücklich stelle sich die Situation im Zusammenhang mit der WM für die Gemeinde Gaschurn jedenfalls nicht dar.

Es sei traurig, wenn man sich in seiner Freizeit für die Gemeinde engagiere, dann in dieser Weise hintergangen werde und schlussendlich keine andere Wahl mehr habe, als zuzustimmen. Es sei auch klar, dass eine Aufarbeitung schwierig sei, wenn die betreffenden Personen diese Funktionen nicht mehr innehätten. Für ihn sei jedoch ebenso klar, dass die Gemeinde Gaschurn in Zukunft wieder gebraucht werde und man dann die Vorgehensweise entsprechend anders anlegen müsse.

Kurt Rudigier meint, es stelle sich die Frage, weshalb die Gemeinde Gaschurn dringend noch vor dem 17. März 2026 eine Sitzung habe abhalten müssen, da der Vertrag zu diesem Datum unterzeichnet werden solle, während zwei andere Gemeinden ihre Sitzungen erst am darauffolgenden Tag hätten. Er erkundigt sich, was unter diesen Umständen nun überhaupt unterzeichnet werde.

Manuel Bitschnau erklärt, dass sich die Situation derzeit drastisch entwickle, da aufgrund der Recherchen von Bürgermeister Daniel Sandrell einige Gemeinden bemerkt hätten, dass ihnen ein gültiger Beschluss fehle. Sollte die WM aufgrund der negativen Beschlüsse des Montafons scheitern, wäre dies aus seiner Sicht fatal. Aus touristischer Sicht könne man sich in diesem Fall für die Zukunft jegliche weiteren Bewerbungen um derartige Veranstaltungen abschminken.

Roman Sandrell erläutert, dass der Ablauf in dieser Angelegenheit für viele unbefriedigend gewesen sei und bei allen Beteiligten Unmut bestehe, nun müsse jedoch eine Entscheidung getroffen werden. Im Tourismusausschuss sei das Thema intensiv diskutiert und auch abgestimmt worden, bis auf eine Gegenstimme habe sich der Ausschuss für eine Zustimmung ausgesprochen.

Es gelte dabei sowohl den Blick zurück als auch nach vorne zu richten. Er sehe in der WM eine große Chance für das Image der Region, insbesondere im Hinblick auf jüngere Gäste, sowie eine bedeutende internationale Medienpräsenz. Zudem könne es zu einer nachhaltigen Aufwertung der Infrastruktur kommen, die auch in den Folgejahren von Bedeutung sei. Es sei nachweisbar, dass in bisherigen WM-Destinationen in den Jahren danach die Gästezahlen, die Bekanntheit sowie die Nächtigungen gestiegen seien. Dies betreffe nicht nur den Wintertourismus, sondern auch den Sommer, da die mediale Aufmerksamkeit entsprechend nachwirke. Sollte man sich hier nicht beteiligen, seien vergleichbare Großveranstaltungen in Zukunft nicht mehr denkbar.

Markus Felbermayer fügt hinzu, dass die WM in der Destination Montafon stattfinde und sich auch das mediale Auftreten auf das Montafon als Ganzes beziehe. Sollte das Montafon letztlich der Auslöser dafür sein, dass die WM nicht stattfinden könne, wäre dies aus seiner Sicht katastrophal.

Ludwig Wachter meint, dass die WM für das Tal durchaus förderlich sei, es sei jedoch ärgerlich, wenn man alle zwei bis drei Jahre hintergangen werde.

GR Klaus Schröcker erläutert, dass ihm der gemeinsam mit dem Tourismusausschuss und der Montafon Tourismus GmbH ausgearbeitete Vorschlag generell zusage. Der einzige Punkt, der ihm nicht gefalle, sei jedoch, dass die Montafon Tourismus GmbH Veranstaltungen in Gaschurn auf eigene Kosten organisiere, da man diese im Endeffekt über die eigenen Beiträge wiederum selbst mitbezahle.

Manuel Bitschnau erläutert, dass der ÖSV darüber hinaus keine zusätzlichen Veranstaltungen plane. Man könne lediglich anbieten, dass die Montafon Tourismus GmbH ergänzende Angebote in Gaschurn gestalte.

Roman Sandrell erläutert, dass im Ausschuss eigene Vorschläge ausgearbeitet und laufend weiterentwickelt worden seien. Der nun vorliegende Vorschlag sehe unter anderem ein Medienevent in Gaschurn vor, wodurch die Möglichkeit bestehe, den Ort entsprechend zu präsentieren. Ebenso solle die „Lange Nacht der Seilbahn“ bis ins Dorfzentrum erweitert werden.

Wichtig sei, mit möglichst vielen Formaten und Möglichkeiten im Veranstaltungszeitraum im Kalender aufzuscheinen. Finanziell werde es sich jedoch nie ausgehen, den Abgang durch solche Maßnahmen vollständig zu decken.

Kurt Rudigier erkundigt sich, ob sichergestellt sei, dass die Gemeinden im Falle von Ausfallszahlungen nicht ebenfalls mitfinanzieren müssten.

Manuel Bitschnau versichert, dass hierfür keine Zahlungen der Gemeinden erforderlich seien.

Die Gemeinden seien in diesem Zusammenhang wie Sponsoren zu betrachten.

Kurt Rudigier fragt nach, ob den Gemeinden bei etwaigen Absagen oder Verlagerungen von Bewerben kein Mitspracherecht zukomme.

Manuel Bitschnau erläutert, dass dies ausschließlich in der Entscheidung des Veranstalters liege.

Vizebgm. Josef Tschofen meint, er sei für die WM und werde auch heute für die WM stimmen.

Gegen die Vorgehensweise, wie es zu dieser Abstimmung gekommen sei, spreche er sich jedoch klar aus. Er würde keinesfalls deshalb zustimmen, weil Druck von außen ausgeübt werde, vielmehr stimme er dafür, weil man bereits vor längerer Zeit beschlossen habe, als Region Montafon aufzutreten und er nach wie vor der Ansicht sei, dass dies der richtige Weg gewesen sei.

Markus Netzer erläutert, dass die Aussagen von Roman Sandrell und Markus Felbermayer leider nicht messbar seien.

Markus Felbermayer merkt an, dass die Anfragen in ihrem Hotel in der Zwischensaison zur Zeit der WM bereits spürbar höher seien als in der laufenden Saison.

Kurt Rudigier erkundigt sich, bis wann die Zahlung zu leisten sei.

Der Vorsitzende erklärt, dass die Zahlung bis spätestens 15. Jänner 2027 zu leisten sei und die Abrechnung der WM bis spätestens 30. April 2027 erfolgt sein müsse. Der ÖSV habe bereits angefragt, ob die Zahlungen auch früher erfolgen könnten, bislang sei jedoch von niemandem ein Betrag geleistet worden.

Kurt Rudigier meint, er hätte gerne, dass auch das früheste Zahlungsdatum mitbeschlossen werde.

Nachdem keine weiteren Fragen bestehen, stellt der Vorsitzende den Antrag, der Mitfinanzierung der Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 in Höhe von EUR 262.360,08 unter der Voraussetzung zuzustimmen, dass auch alle anderen Tourismusgemeinden im Montafon dem vorliegenden Finanzierungsschlüssel zustimmen und die Freestyle Ski & Snowboard WM 2027 des Veranstalters Austria Ski WM- und Großveranstaltungsges.m.b.H. im Montafon auch

tatsächlich stattfinde. Als frühestes Zahlungsdatum solle der 15. Jänner 2027 festgesetzt werden.

Dem Antrag wird mehrheitlich zugestimmt (2 Gegenstimmen: Ludwig Wachter, Lara Wachter).

Manuel Bitschnau bedankt sich bei der Gemeindevertretung und bekundet nochmals, dass er den Unmut nachvollziehen könne. Er sei jedoch überzeugt, dass nach der Veranstaltung alle stolz auf die Durchführung sein werden.

Kurt Rudigier erläutert, dass er hoffe, die schlechten Abläufe aller Beteiligten seien nun beendet und würden sich nicht durch die WM weiterziehen.

Der Vorsitzende bedankt sich bei Manuel Bitschnau, der sich die Zeit genommen habe, die WM nochmals vorzustellen und die Fragen der Gemeindevertreter zu beantworten.
Manuel Bitschnau verlässt um 22:07 Uhr die Sitzung.

zu 7.: Genehmigung der letzten Niederschrift
Die Genehmigung der letzten Niederschrift wird vertagt.

zu 8.: Allfälliges
Unter dem Tagesordnungspunkt erfolgen keine Wortmeldungen.

Der Vorsitzende bedankt sich für den konstruktiven Sitzungsverlauf und wünscht allen einen schönen Abend.

Ende: 22:09 Uhr

Der Schriftführer: Der Vorsitzende:
Nico Rudigier Bgm. Daniel Sandrell