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4. Standessitzung: 09.09.2025
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NIEDERSCHRIFT
aufgenommen am 09 . September 2025 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der
4. Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode.
Auf Grund der Einladung vom 02. September nehmen an der auf 1 3:30 Uhr einberufenen Standessitzung teil:
Standesrepräsentant Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn
Standesrepräsentant-Stv. Bgm Thomas Zudrell, Silbertal
Bgm Jürgen Haller, Schruns
Bgm Elisabeth Kuster, St. Gallenkirch
Bgm Florian Küng , Vandans
Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg
Bgm Gerhard Vonier, Tschagguns
Vize-Bgm Christian Bitschnau, St. Anton
Entschuldigt: Bgm Andreas Batlogg, Lorüns
Bgm Markus Luger, Stallehr
Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier
PR-Beauftragter Toni Meznar
Weitere Sitzungsteilnehmer:innen : Valentina Bolter
Lisa Raffler zu TOP1
Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier
Der Vorsitzende eröffnet um 13: 32 Uhr die Standessitzung, begrüßt die anwesenden Bürgermeister:innen und verliest die Entschuldigungen. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Der Vorsitzende ersucht um Aufnahme des weiteren Tagesordnungspunktes „Verlängerung des Mietvertrages für die Offene Jugendarbeit Montafon“. Gegen die Aufnahme des weiteren Tagesordnungspunktes wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende
Zl.: SM004.2/2025
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Gemeindeverband Stand Montafon
Montafonerstraße 21 | A-6780 Schruns | +43 5556 721 32
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Tagesordnung
1.) Projekt „Muntafu macht xsund“ – Grundsatzbeschluss und Freigabe von Eigenmitteln
2.) Genehmigung der Niederschrift von der 3 . Standessitzung am 8 .07.2025
3.) Berichte
4.) Verlängerung des Mietvertrages für die Offene Jugendarbeit Montafon (Erweiterung der Tagesordnung)
5.) Allfälliges
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Erledigung der Tagesordnung
Pkt. 1.) Projekt „Muntafu macht xsund“ – Grundsatzbeschluss und Freigabe von Eigenmitteln Der Vorsitzende bittet Mitarbeiterin Lisa Raffler vom Stand Montafon um eine Präsentation des Projekts „Muntafu macht xsund“. Das Projekt zielt darauf ab, das Montafon als lebenswerten Ort für alle Generationen zu stärken. Besonders im Fokus stehen die mentale Gesund- heit und soziale Teilhabe älterer Menschen, insbesondere in ländlichen Regionen wie Vorarl- berg. Anstatt weitere individuelle Beratungsangebote zu schaffen, verfolgt das Projekt einen sozialräumlichen und generationsübergreifenden Ansatz, der den gesamten Lebensraum stärkt und die regionale Gemeinschaft einbindet.
Als erster Schritt werden durch eine partizipative Bedarfserhebung zentrale Herausforderungen des Alterns im Montafon identifiziert. Forschungsergebnisse zeigen, dass eine gelebte Ca- ring Community essenziell für lebenswerte Räume ist. Daher liegt ein Schwerpunkt auf der Stärkung lokaler Nachbarschaften und dörflicher Strukturen. Die Einrichtung eines Care -Rates ermöglicht eine gemeinschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen und die Entwicklung nachhaltiger Lösungsansätze.
Ein weiteres zentrales Element ist das Fachsymposium „Montafoner Gesundheitstage: Mit Kunst, Kultur und Natur xsund durch herausfordernde Zeiten“, das sowohl wissenschaftliche Impulse als auch praxisnahe Workshops bietet. Es fördert den interdisziplinären Austausch und stärkt das Bewusstsein für die Chancen und Herausforderungen des demografischen Wandels. Durch die enge Verzahnung mit den Care-Räten wird das Symposium langfristig etabliert und trägt zur nachhaltigen Verankerung der Projektergebnisse bei.
Das Projekt kombiniert bewährte Methoden der Gesundheitsförderung mit innovativen Beteiligungsformaten. Die aktive Einbindung der älteren Bevölkerung sowie relevanter Akteur:innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis stellt sicher, dass die entwickelten Strukturen langfristig tragfähig sind. So wird das Montafon nachhaltig als inklusiver, gesundheitsfördernder Lebensraum etabliert, in dem Jung und Alt gemeinsam ihre Zukunft aktiv gestalten können.
Die Zielgruppe des Projekts umfasst ältere Menschen vor allem ab 65 Jahren und vulnerable Menschen, aber auch spezifisch jene, die noch die Möglichkeit haben, sich aktiv einzubringen beziehungsweise die befähigt werden können, sich aktiv einzubringen. Ebenfalls alleinstehende Menschen, Menschen mit Behinderung / chronischer / schwerer Erkrankung, mit Migrationshintergrund, erwerbarbeitslose Menschen und Menschen mit niedrigem Einkommen.
Projektziele sind die Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung, die Stärkung des sozialen Zusammenhalts, die Förderung der psychosozialen Gesundheit, die Stärkung von Vereinen und Communities etc.
Der Projektzeitraum umfasst 01.01.2026 – 31.12.2027.
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Die Gesamtkosten betragen pro Jahr 68.997,50 Euro pro Jahr. Die Förderzusage des Landes Vorarlberg liegt bereits vor und umfasst eine Förderquote von 76 %. Die Eigenmittel für den Stand Montafon betragen pro Jahr 6.810 Euro.
Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Freigabe von Eigenmitteln für das Projekt „Muntafu macht xsund“ einstimmig beschlossen.
Pkt. 2.) Genehmigung der Niederschrift von der 3 . Standessitzung am 8.07.2025 Die Niederschrift der 3. Standessitzung wurde allen Standesvertreter:innen per E-Mail übermittelt. Die vorliegende Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt.
Pkt. 3.) Berichte
a) Der Stand Montafon und die Montafoner Museen sind Projektpartner im grenzüberschreitenden INTERREG Projekt „Courage“. Das Interreg Projekt „Courage“ nutzt die Chance des 500-Jahre-Gedenkens zum Bauernaufstand 1525 (Auslöser des Demokratisierungsprozesses in Europa) mit dem Ziel, den grenzüberschreitenden Kulturraum und das immaterielle Kulturerbe im Streben nach demokratischen Werten sichtbar und die grenzüberschreitenden Verflechtungen deutlich zu machen.
Die Montafoner Museen und das Klostertal Museum präsentierten gemeinsam die Ausstellung „Zeiten des Umbruchs“ am 24. Juli im Heimatmuseum in Schruns. Ausgehend von den Bauernaufständen 1524/25 beleuchtete sie die historischen Bestrebungen nach Mitsprache und Selbstbestimmung. Auch die gesellschaftlichen Folgen späterer Konflikte – etwa des Dreißigjährigen Krieges und der Koalitionskriege – wurden thematisiert. Zum Abschluss kam die Jugend zu Wort: Sie zeigte ihre heutige Sicht auf Mitsprache und demokratische Werte. Die Veranstaltung war gut besucht.
b) Der Stand Montafon unterstützt die montafonweite Faschingsmusik „Partener Latschasorri“ stellvertretend für alle Montafoner Gemeinden mit einem einmaligen Förderbeitrag in Höhe von 1.500 Euro für die Anschaffung von neuen Kostümen.
c) Der Stand Montafon unterstützt der Veranstaltung zur Verleihung des UNESCO Immateriellen Kulturerbes für die Montafoner Tracht in Vandans am 24.05.2025 mit einem einmaligen Förderbeitrag in Höhe von 2.255 Euro .
d) Die Nachsorgestation Maria Rast wurde infolge von Bauschäden auf Grund eines Wassereintrittes nach Bludenz verlegt und soll auf Wunsch des Landes dort verbleiben. Seit Bekanntwerden dieses Vorhabens wird seitens des Standes und auch der Standortgemeinden Überlegungen zu einer möglichen zweckmäßigen Nachnutzung angestellt.
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Ein erstes Konzept dazu wurde im Standesausschuss diskutiert und soll in einem Gesprächstermin mit Vertreter:innen des Landes Mitte September kommuniziert werden.
e) Am Freitag den 19. September 2025 findet von 14:00 bis 18:00 Uhr beim Stand Montafon eine Informationsveranstaltung zu einer „Zukunftsfähigen innerörtlichen Mobilitätsplanung“ statt. Die Veranstaltungen richtet sich an alle politischen Verwantwortlichen und Gemeindenmitarbeiter:innen im Montafon, die sich für das Thema Mobilität interessieren.
Pkt. 4.) Verlängerung des Mietvertrages für die Offene Jugendarbeit Montafon Die Offene Jugendarbeit Montafon (JAM) ist momentan im alten Illwerke Gebäude am Bahnhof Tschagguns untergebracht. Der aufrechte Mitvertrag für das JAM läuft 2029 aus. Auf Grund der Förderbedingungen für das Projekt „Ein Ort für viele“ benötigt der Stand Montafon eine Bestätigung des Vermieters, dass die Anlage bis fünf Jahre nach Projektabschluss genutzt werden kann. Die illwerke vkw hat erfreulicherweise eine Verlängerung des Mietvertrages bis 2033 zugesagt. Der vorliegende Vertragsentwurf entspricht dem aktuellen Vertrag.
Bgm Gerhard Vonier informiert sich zur Miethöhe. Der Standessekretär erklärt, dass die Miete indexiert vorliegt. Die Miete wird vom Stand Montafon an das JAM weiterverrechnet. Bgm Gerhard Vonier sieht die Miete als sehr hoch an. Bgm Florian Küng berichtet, dass die Miete im Verhältnis zur Miete des vorigen Objekts annähernd gleich ist. Eine Untervermietung mit Ausnahme für den Zweck der O ffenen Jugendarbeit ist nicht möglich, kann im Einzelfall aber mit der illwerke besprochen werden.
Auf Antrag des Vorsitzenden wird die Verlängerung des Mietvertrags für die Offene Jugendarbeit Montafon einstimmig angenommen.
Pkt. 5.) Allfälliges
a. Bgm Jürgen Haller berichtet vom Gemeindeentwicklungsausschuss der Marktge- meinde Schruns, der sich mit Einsparungen auseinandersetzt. Er spricht den Vorschlag an, dass die Montafonerbahn AG ihren Gewinn ausschütten könnte. Dadurc h könnten der Stand Montafon und somit die Montafoner Gemeinden entlastet werden. Der Vor- sitzende berichtet, d ass die in den letzten J ahren schon mehrfach diskutiert wurde. E in solcher Schritt birgt Vor- und Nachteile. Jedenfalls wird der V orschlag erörtert, die aktuelle Situation und künftige A usrichtung des Unternehmens unter B eiziehung eines externen Experte zu betrachten und zu erörtern. Herr Wolfgang Bernhard aus Bartholomäberg hat sich dafür angeboten. Es wird vorgeschlagen, dazu weitere Gespräche zu führen.
b. Vize-Bgm Christian Bitschnau fragt an, warum er keine Einladung zur Standesberatung erhalten habe. Der Vorsitzende erklärt, dass die Vize-Bürgermeister:innen dann teilnehmen, wenn die Bürgermeister:innen selbst verhindert sind. Grundsätzlich obliegt
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es den Bürgermeister:innen, ihre Vertretung zu entsenden bzw. zu informieren. Die Standesberatung ist eine nicht-öffentliche Sitzung und die Gemeinden sind jeweils mit einer Person vertreten. Wer diese Vertretung übernimmt (Bürgermeister:in oder Vize- Bürgermeister:in), obliegt der jeweiligen Gemeinde.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, schließt der Vorsitzende die Sitzung um 14:29 Uhr.
Ende der Sitzung, 14:29 Uhr
Schruns, 09. September 2025
Schriftführer: Standesrepräsentant:
Standesausschuss: