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7. Standessitzung: 09.12.2025
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NIEDERSCHRIFT
aufgenommen am 09. Dezember 2025 im Sitzungssaal des Standes Montafon anlässlich der 7.
Sitzung der Standesvertretung in der laufenden Funktionsperiode.
Auf Grund der Einladung vom 02. Dezember 2025 nehmen an der auf 13 :30 Uhr einberufenen Standessitzung teil:
Standesrepräsentant Bgm Daniel Sandrell, Gaschurn
Standesrepräsentant-Stv. Bgm Thomas Zudrell, Silbertal
Bgm Andreas Batlogg, Lorüns
Bgm Jürgen Haller, Schruns
Bgm Elisabeth Kuster, St. Gallenkirch
Bgm Florian Küng , Vandans
Bgm Markus Luger, Stallehr
Bgm Helmut Pechhacker, St. Anton i. M.
Bgm Martin Vallaster, Bartholomäberg
Bgm Gerhard Vonier, Tschagguns
Entschuldigt: Landtagsvizepräsidentin Monika Vonier
Weitere Sitzungsteilnehmer:innen : Alexander Zimmermann
TOP 1 Severin Berthold
PR-Beauftragter Toni Meznar
Schriftführer: Standessekretär Bernhard Maier
Der Vorsitzende eröffnet um 13: 33 Uhr die Standessitzung, begrüßt die anwesenden Bürgermeister:innen und verliest die Entschuldigungen. Gemäß Standesstatut stellt er die Beschlussfähigkeit fest. Gegen die vorliegende Tagesordnung wird nach Umfrage kein Einwand erhoben, zur Erledigung steht somit nachstehende
Zl.: SM004.2/2025
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Tagesordnung
1.) Vorlage und Beschlussfassung des Voranschlages 2026 samt Beschäftigungsrahmenplan und Feststellung der Finanzkraft
2.) Beschlussfassung über Förderungen des Standes Montafon für 2026
3.) Entnahme von Mitteln aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds zur Gewährung eines Darlehens für den Forstfonds des Standes Montafon
4.) Musikschule Montafon – Voranschlag und Tarife 2026/2027
5.) Genehmigung der Niederschrift von der 6. Standessitzung am 11.11.2025
6.) Berichte
7.) Allfälliges
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Erledigung der Tagesordnung
Pkt. 1.) Vorlage und Beschlussfassung des Voranschlages 2026 samt Beschäftigungsrahmenplan und Feststellung der Finanzkraft
Der Vorsitzende bittet Mitarbeiter Severin Berthold um Erläuterung des Voranschlags. Severin Berthold stellt fest, dass die Eckpunkte des Voranschlages 2026 bereits in der Finanzklausur Anfang November beraten wurden und die vorliegende Fassung zeitgerecht zugestellt wurde.
Er erläutert den Ergebnishaushalt, der mit 4.400 Euro positiv abschließt. Der Finanzierungshaushalt schließt mit 499.900,- Euro negativ ab – dies aufgrund dessen, dass im Bereich des „Talschaftsfonds“ Förderbeiträge ausbezahlt werden und deren Finanzierung durch eine Entnahme aus der Talschfaftsfondsrücklage erfolgt.
Gegenüber dem Voranschlagsentwurf, welcher in der Finanzklausur am 6 .11.2025 ausgiebig diskutiert wurde, kam es zu folgenden Änderungen:
- Die Standesumlage beläuft sich auf 960.600,- Euro und fällt gegenüber dem Voranschlagsentwurf um 9.700,- Euro höher aus
- Die Miete und Betriebskosten für das Verwaltungsgebäude sind aufgrund des nicht stattfindenden Umbaus zur Gänze budgetiert. Die Mehrkosten hierfür betragen 27.600,- Euro
- Die sonstigen Förderungsbeiträge wurden um 3.400,- Euro reduziert
- Die sonstigen Kulturförderungen wurden um 4.000,- Euro reduziert
- Die Landesbeiträge für Projekte Familienpolitische Maßnahmen wurden um 4.000,- Euro reduziert
- Die Projektkosten im Bereich Familienpolitische Maßnahmen wurden 7.500,- Euro reduziert
- Die Kosten für Personentransporte im Bereich ÖPNV reduzieren sich um 89.800, - Euro
- Die Beiträge der Gemeinden für den ÖPNV reduzieren sich einerseits durch die geringeren Kosten für die Personentransporte um 89.800,- Euro und andererseits um die Rücklagenentnahme in Höhe von 100.000. Euro
- Durch den nicht stattfindenden Umbau des Standesgebäudes reduzieren sich die Mieterträge für das Bezirksgericht um 8.000,- Euro
- Die Instandhaltungskosten für das Bezirksgericht Montafon reduzieren sich um 15.000,- Euro
Bgm Andreas Batlogg möchte wissen, wie sich im Voranschlag 2026 des Stand Montafon der Kostenersatz für das Verwaltungspersonal zusammensetzt. Des Weiteren möchte er im Detail wissen welches Personal welchem Verband zugeordnet ist. Der Standessekretär erläutert die verschiedenen Anstellungsträger, auch ist dies in der Mitarbeiter-Aufstellung im Regionalbericht abgebildet.
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Bgm Andreas Batlogg hält fest, dass die Gemeinden Lorüns und Stallehr bei den Kosten für die Integrationsfachstelle bereits im Rahmen des Sozialsprengels Bludenz mitzahlen. Deshalb sollten diese zwei Gemeinden beim Stand nicht nochmals berücksichtigt werden. Der Standessekretär merkt an, dass dies korrigiert wird.
Hinsichtlich des Abschnittes der Montafoner Museum möchte Bgm Andreas Batlogg wissen, was unter dem Punkt Geldbezüge gemeint ist. Der Standessekretär antwortet, dass es sich hierbei um die Personalkosten des Kulturwissenschaftlichen Bereichsleiters handelt.
Bgm Andreas Batlogg erkundigt sich, weshalb der Rücklagenspiegel mit ca. 3,7 Mio. € im Voranschlag 2026 dargestellt ist. Dieser müsste seiner Meinung nach über Finanzmittel gedeckt sein. Im Vergleich zu den Finanzmitteln gibt es ein negatives Delta von ca. 300.000 €.
Er möchte wissen, wie sich die Rücklage ÖPNV zusammenstellt. Sein Gefühl sagt ihm, dass die Rücklagen nicht passen. Severin Berthold informiert, dass die Rücklagen nicht nur durch die Mittel des Talschaftsfonds gem. der zur Verfügung gestellten Aufstellung bedeckt sind, sondern auch durch Geldmittel auf den Konten des Standes und des ÖPNV´s bedeckt sind.
Er versteht auch nicht, weshalb der Talschaftsfonds als Rücklage dargestellt wird. Für ihn ist spannend, dass der Talschaftfonds Teil des Budgets ist. Der Standessekretär hält fest, dass der Talschaftsfonds ein Stiftungsvermögen ohne eigene Rechtspersönlichkeit darstellt. Deshalb ist der Talschaftsfonds Teil des Standesbudgets .
Bgm Andreas Batlogg möchte wissen, weshalb aktuell ca. 1 Mio. € ungenutzt auf GIRO-Konten bei einem Zinssatz von annähernd 0% liegen. Dies erschließt sich ihm nicht. Der Standessekretär antwortet, dass dieses Geld zum Teil als Festgeldveranlagung genutzt wird.
Bgm Andreas Batlogg möchte wissen, wofür das gegebene Darlehen über 650.000 € im Budget 2026 verwendet wird. Severin Berthold antwortet, dass dies der Umwandlung der temporär weitergeleiteten Mittel in ein Darlehen für den Forstfonds entspricht, was in der heutigen Sitzung unter Tagesordnungspunkt 3 noch beschlossen werden soll.
Im Bereich der Finanzschulden ist noch ein Darlehen für das „Montafon Nordic Sportzentrum“
aushaftend. Der Darlehensrest per 31.12.2025 beläuft sich auf 530.700 Euro. Im Jahr 2026 werden 66.300 Euro getilgt und die budgetierten Schuldzinsen belaufen sich auf 16.700 Euro.
In Summe beträgt der Schuldendienst somit 83.000 Euro. Der Darlehensrest per 31.12.2026 beträgt 464.400 Euro. Das Darlehen läuft noch bis Ende 2033.
Nachdem keine weiteren Fragen gestellt werden, wird der Voranschlag 2026 über Antrag des Vorsitzenden mit nachstehenden Gesamtsummen einstimmig genehmigt:
Ergebnishaushalt Finanzierungshaushalt
Erträge / Einzahlungen (Summe operative und investive
Gebarung)
€ 11.016.300,00 € 11.267.400,00
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Aufwendungen / Auszahlungen (Summe operative und
investive Gebarung)
€ 11.672.300,00 € 11.701.000,00
Nettoergebnis / Nettofinanzierungssaldo € - 656.000,00 € - 433.600,00
Entnahme von Haushaltsrücklagen / Einzahlungen aus der
Finanzierungstätigkeit
€ 660.400,00
Zuweisung von Haushaltsrücklagen / Auszahlungen aus der
Finanzierungstätigkeit
€ 0,00 € - 66.300,00
Nettoergebnis nach Haushaltsrücklagen / Geldfluss aus der voranschlagswirksamen Gebarung € 4.400,00 € - 499.900,00
Der vorgelegte Beschäftigungsrahmenplan reduziert sich um 0,1 VZÄ gegenüber jenem des Vorjahres. Auf Antrag des Vorsitzenden wird dem Beschäftigungsrahmenplan für das Jahr 2026 einstimmig zugestimmt.
Die Finanzkraft gem. § 73 Abs. 3 GG des Standes Montafon für das Jahr 2026 errechnet sich aus 50 % der Einzahlungen der operativen Gebarung des Finanzierungsvorschlages 2025 zusammen und wird mit € 4.543.150,- festgestellt.
Bgm Markus Luger hält fest, dass in einer weiteren, separaten Sitzung im Detail erklärt werden soll, wie sich die Gegenverrechnungen zwischen den Talschaftsverbänden darstellen und in welche Bereiche die Gemeinden wieviel beisteuern. Der Standessekretär erläutert dazu, dass allen Bürgermeister:innen die Verumlagungstabelle im Vorfeld zugesendet worden ist, woraus ersichtlich ist, welche Gemeinde für welche Aufgabe welchen Beitrag leistet.
Bgm Markus Luger verweist auf die Verumlagungstabelle. Für ihn ist nicht klar, wie sich die Kosten für die Gemeinde Stallehr im Detail zusammensetzen. Der Standessekretär bietet gerne an, die Kosten für die Gemeinde Stallehr im Detail nochmals zu besprechen.
Bgm Martin Vallaster hält fest, dass generell bei allen Verbänden über die Bücher gegangen werden soll. Es muss Einsparungspotenzial gefunden werden. Wir müssen uns selbstkritisch die Frage stellen, was wir uns zukünftig noch alles leisten können. Themenbereiche wie Heimatpflege, Bibliothek, Montafoner Resonanzen, EU-Projekte und der Mitarbeiterstand dürfen hinterfragt werden. Für ihn stellt sich die Frage, ob jede Pensionierung nachbesetzt werden muss.
In seiner Gemeinde diskutiert man aktuell über Gebührenerhöhungen. Teile des Finanzausschusses plädieren dafür. Für ihn muss aber auch die Diskussion über Einsparungspotenziale angestoßen werden.
Auch Bgm Florian Küng plädiert dafür, dass über alle Bücher gegangen werden muss. Wo sind Einsparungspotenziale vorhanden. Es gibt kein Tabuthema. Jedoch soll dies Schritt für Schritt angegangen werden. Die Bibliothek als Beispiel muss man sich im Detail ansehen. Ein Voranschlag stellt einen Handlungsrahmen dar. Dieser muss nicht ausgeschöpft werden und stellt die Obergrenze dar.
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Bgm Andreas Batlogg regt an , die Mieteinnahmen des Gerichtsgebäudes zu hinterfragen. Bgm Florian Küng merkt dazu an, dass schon sehr viele Konzepte zur Vermietung und Nachnutzung des Gerichtsgebäudes ausgearbeitet wurden. Es müssen allerdings auch Entscheidungen dazu gefällt werden.
Pkt. 2.) Beschlussfassung über Förderungen des Standes Montafon für 2026 Der Vorsitzende über gibt sogleich dem Standessekretär was Wort. Der Standessekretär erläutert anhand der vorliegenden Liste die Förderausgaben des Standes Montafon, welche gemäß Beratung und Reduzierung in der Finanzklausur für das Jahr 2026 gewährt werden sollen. Die Förderungen umfassen die Bereiche Sport, Kultur, Senioren und Landwirtschaft.
Insgesamt sind für das Jahr 2026 Förderungen in Höhe von 32.165,25 € durch den Stand Montafon vorgesehen. Bgm Martin Vallaster hält fest, dass auch diese Tabelle trotz der bereits getätigten Kürzungen nochmals genau angeschaut werden muss.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, stellt der Vorsitzende den Antrag, die Förderungen des Standes Montafon für das Jahr 2026 in der Höhe von 32.165,25 €, wie erläutert, zu beschließen. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
Pkt. 3.) Entnahme von Mitteln aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds zur Gewährung eines Darlehens für den Forstfonds des Standes Montafon Der Vorsitzende ersucht den Standessekretär um die Darstellung des Sachverhaltes. Der Standessekretär informiert, das dem Forstfonds aus dem Montafoner Talschafts- und Ausgleichsfonds in Summe € 650.000,- als temporär weitergeleitete Mittel zur Liquiditätsunterstützung gewährt wurden. Dieser Betrag setzt sich aus zwei Teilbeträgen zusammen: mit Beschluss vom 12.12.2016 wur- den dem Forstfonds € 150.000 und mit Beschluss vom 10.09.2024 wurden dem Forstfonds weitere € 500.000,- temporär weitergeleitet. Gemäß den Beratungen in der Finanzklausur am 7.11.2025 soll die Gesamtsumme von € 650.000,- in ein zurückzuzahlendes Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren umgewandelt werden. Die erste Rate wird im kommenden Jahr 2026 fällig, die letzte Rate im Jahre 2035. Es gelten die üblichen Konditionen gem. Satzung.
Der Vorsitzende fasst zusammen, dass die Entnahmen bereits genehmigt worden sind. Jetzt geht es um die Umwandlung in ein Darlehen. Er beantragt folgenden Beschluss: Der Standes- ausschuss möge beschließen, die dem Forstfonds temporär weitergeleiteten Mittel in Höhe von € 650.000,- in ein zurückzuzahlendes Darlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren (von 2026-
2035) zu den üblichen Konditionen gem. Satzung umzuwandeln. Der Antrag wird einstimmig angenommen.
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Pkt. 4.) Musikschule Montafon – Voranschlag und Tarife 2026/27
Der Vorsitzende informiert über grundlegende Änderung des Tarifmodelles für die Musikschule Montafon, welche nach der umfassenden Überarbeitung im vor letzten Jahr beschlossen wurde. Der Voranschlag der Musikschule 2026 und die Tarife für das Schuljahr 2026/27 wurde von Direktor Ralph Hollenstein im Rahmen der letzten Finanzklausur vorgestellt und darüber beraten. Die Tariferhöhung orientiert sich am Grundsatzbeschluss, dass der Gehaltsabschluss für Gemeindebedienstete für die Tariferhöhung relevant ist. Dieser liegt für das Jahr 2026 bei 1,65%. Der Voranschlag wurde gutgeheißen und aus der Diskussion wurde eine Tariferhöhung um 1,65 % vorgeschlagen.
Ergänzt wird weiters, dass aktive erwachsene Mitglieder in Musikvereinen in der Musikschule den Erwachsenentarif zu bezahlen haben.
Auf Antrag des Vorsitzenden wird der vorgelegte Voranschlag für die Musikschule Montafon 2026 und die Valorisierung der Musikschul- Tarife mit 1,65% einstimmig angenommen. Die Musikschultarife für das Schuljahr 2026/27 stellen sich wie folgt dar:
Die Montafoner Bürgermeister sprechen hiermit an die Gemeindevertretung der Marktgemeinde Schruns die Empfehlung aus, diesem Beschluss zu folgen.
Schüler 2. Kind J edes weit. KindErwachsen Auswärtige
1,65% -40,00% -60,00%
Einzelunterricht 30 min 308 185 123 462 670
Einzelunterricht 40 min 351 211 140 527 871
Einzelunterricht 50 min 400 240 160 600 1071
Gruppe zu 2 Schüler 50 min 308 185 123 462 670
Gruppe zu 3 Schüler 50 min 246 148 99 360 523
Gruppe zu 4 Schüler 50 min 222 133 89 317 460
Elementare Musikpädagogik 169 101 67
Tanzerziehung 50 min 148 89 59 148 148
Tanzerziehung 80 min 174 104 70 174 174
Kinder – und Jugendchor 50 min 35 35
Bi-Ba-Butzemann 12 UE 84 51 34 84
Musiktheorie 34 34 67
Ensemble
Ensemble 50 min / Woche
Ensemble 50 min / jede 2. Woche
Ensemble 25 min / jede 2. Woche
Leihgebühr für Leihinstrumente:
Anschaffungswert bis € 500,-
Anschaffungswert bis € 1000,-
Anschaffungswert über 1. 000,-
Dirigieren / Tarif von VBV
29 59
Tarif gilt für alle Interessent Innen
49 98
Schulgebühren pro Semester in €
Tariferhöhung in %
mit Hauptfach ohne Hauptfach
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Pkt. 5.) Genehmigung der Niederschrift von der 6. Standessitzung am 11.11.2025
Die Niederschrift der 6. Standessitzung wurde allen Standesvertreter:innen per E-Mail übermittelt. Die vorliegende Niederschrift wird über Antrag des Vorsitzenden einstimmig genehmigt und unterfertigt.
Pkt. 6.) Berichte
a) Das Land Vorarlberg hat informiert, dass wie vereinbart ab Samstag, 20.12.2025 die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Unterbindung des Ausweichverkehrs im Raum Bludenz/Klostertal (Umsetzung an gesamt sechs Samstagen im Winter 2025/26 beabsichtigt) in Kraft treten. Hintergrund ist, dass die Hauptrouten zu den Schigebieten an Winterwochenenden, vor allem den Samstagen, häufig überlastet sind. Dies gilt auch für die Zufahrt über die A14 (Rheintal-Walgau Autobahn) und S16 (Arlberg- Schnellstraße) in Richtung Klostertal/Arlberg, Montafon und Tirol.
Als Folge der Stauerscheinungen auf der A14 und S16 tritt Ausweichverkehr auf dem untergeordneten Straßennetz auf, wodurch die Siedlungsgebiete und Ortszentren im Raum Bludenz und in den Gemeinden im Klostertal zunehmend beeinträchtigt sind. A n insgesamt sechs Samstagen in der Wintersaison 2025/26 werden wiederum Maßnahmen zur Reduktion dieses Ausweichverkehrs durch. Dazu zählen: Sperre einzelner Ein - und Ausfahrtsrampen der S16, Dosierampeln sowie händische Regelungen.
b) Mit dem Internationalen Fahrplanwechsel am 14. Dezember tritt auch im Montafon ein stark weiterentwickelter Fahrplan für den Landbus Montafon in Kraft. In enger Zu- sammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Vorarlberg, der mbs Bus GmbH und dem Stand Montafon sind eine Reihe von Änderungen vorgenommen worden. Dazu zählen längere Betriebszeiten am Morgen und am Abend, dichtere Takte – auch in der Zwischensaison und die neue Schnell-Linie „Pendler-Express“ für Pendler:innen und Schüler:innen.
c) Im Rahmen des Prozesses ÖPNV -Finanzierung NEU wurden auch die bestehenden Tarife im Verkehrsverbund untersucht. Es wurde ein Vorschlag für eine grundlegende Ta- rifreform ausgearbeitet, welche nun mit 1. Juni 2026 umgesetzt und in Kraft tritt. Es sind ein 60 min und 24 Std.-Ticket in drei Zonen: lokal, regional und landesweit vorgesehen.
d) Auf Grund der Bestimmungen im Straßenfahrzeug-Beschaffungsgesetztes müssen binnen gewisser Fristen emissionsfreie Busse angeschafft werden. Da dies nicht in allen ÖPNV-Regionen im Land gleichzeitig und ausreichend umgesetzt werden kann, soll eine sogenannte Erfassungsgemeinschaft gegründet werden, innerhalb welcher zwischen Übererfüllenden und Untererfüllenden Regionen ein finanzieller Ausgleich ge- schaffen werden soll.
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e) Für die Umgestaltung der ÖV-Haltestelle „Valiserabahn“ – sie ist die zweitwichtigste Bus-Haltestelle im Tal – gibt es neue Anläufe zur Umsetzung der Kreisverkehrspläne bis zur WM 2027.
Bgm Elisabeth Kuster merkt an, dass das Thema wieder aufgegriffen wird. Der Bereich um die Valiserabahn ist für Fußgänger gefährlich. Es gibt bereits ausgearbeitete Pläne.
Die Variante mit einem Kreisverkehr wäre zu priorisieren. Am 18. Dezember wird über den Kostenschlüssel zur Finanzierung dieses Projektes beim L and Vorarlberg in Bregenz berasten.
f) Am 25.11.2025 fand die Lenkungsausschuss-Sitzung von V:Süd statt. Es wurde die Durchführung des Symposiums „Wohnen im Alter“ beschlossen. Diese Veranstaltung findet am 13. März 2026 von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Remise Bludenz statt. Es sollen vier inhaltliche Vertiefungen vorgenommen werden. Ein Schwerpunkt liegt auf dem dezentralen betreubaren Wohnen (Vorschlag von Bludenz), ein weiteres Thema ist die Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger Bodenfonds und Gemeinden aus V:Süd - in diesem Rahmen soll auch eine Bedarfsanalyse für die Nachnutzung von Maria Rast durchgeführt werden (Vorschlag Montafon). Darüber hinaus wird die Zukunft des Einfamilienhauses thematisiert und soll eine Vorlage zur Erarbeitung eine Wohnraumstrategie entwickelt werden (Vorschlag Walgau).
g) Am 28. November fand im Aktionsraum Naturgefahren Montafon die Verleihung des sechsten Montafoner Wissenschaftspreis statt. Heuer wurden mit Christina Juen und Eva Hergel zwei sehr engagierte Wissenschaftlerinnen mit dem Preis ausgezeichnet. In der Kategorie „Schulische Abschlussarbeiten“ wurden bei der Verleihung gleich sieben engagierte junge Menschen ausgezeichnet.
Berichte des Vertreters im Vorstand des Gemeindeverbandes Bgm Elisabeth Kuster:
a) Bgm Elisabeth Kuster berichtet, dass am 27.11.2025 eine Sitzung beim Gemeindeverband stattgefunden hat. Unter anderem wurde der Voranschlag 2026 und auch das Projekt Gemeinschaftsküche besprochen. Der geplante Standort für die Gemeinschaftsküche ist noch nicht fixiert worden. Geplant ist, dass ca. 10.000 Essen pro Tag dort gekocht werden. Es können bereits die eigenen Bedarfe beim Gemeindeverband eingemeldet werden. Dazu werden in den Regionen Zustellorte installiert. Dort soll das Essen dann fertig gekocht und verteilt werden. Dieses Vorhaben ist vorwiegend für das Unterland vorgesehen.
b) Die Gemeindebeträge je E inwohner:in für den Vorarlberger Gemeindeverband inkl.
VGV Service gGmbH verringern sich von 2025 auf 2026 um 0 ,7%.
c) Die Stadt Feldkirch und eine weitere Vorarlberger Gemeinde haben einen Antrag beim Land Vorarlberg gestellt, die Befreiungsmöglichkeiten bei der Grundsteuer zu streichen. Dies ist in einem Landesgesetz geregelt.
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Pkt. 7.) Allfälliges
a. Bgm Florian Küng hält fest, dass jede Gemeinde eine eigene Lawinen- und Naturgefahrenkommission besitzt. Vom Land Vorarlberg wird dazu das bestehende Programm LWD KIP nicht mehr weiterentwickelt. Für uns als Region wäre es interessant, wenn wir eine solide Datengrundlage haben und die Dokumentation fortführen könnten. Er regt an, gemeinsam beim Land dafür einzutreten, dass ein für Vorarlberg taugliches Dokumentations-Programm zur Verfügung gestellt wird. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Schulungen und Programme sollen vom Land Vorarlberg zur Verfügung gestellt werden.
Bgm Gerhard Vonier merkt an, dass in seiner Gemeinde ein eigenes Programm genutzt wird, in welchem aber die automatisierte Einbindung der Wetterdaten nicht mehr funktioniert. Diese müsste n separat abgerufen werden .
Bgm Jürgen Haller plädiert für ein einheitliches System für das ganze Land. Auch findet er gut, dass wir als Region Montafon an des Land Vorarlberg herantreten sollen.
Der Vorsitzende merkt an, dass mit den Tiroler Kolleg:innen gesprochen werden soll.
Er plädiert dafür, dass im Januar 2026 ein Gesprächstermin mit allen Beteiligten gefunden werden soll.
b. Bgm Andreas Batlogg möchte wissen, welche Mitarbeitende bei welchem Verband an- gestellt sind. Eine klare Übersicht über die verschiedenen Anstellungsträger und die Mitarbeitenden dazu. Er möchte wissen, weshalb Bernhard Maier beim Forstfonds des Standes Montafon angestellt ist und nicht beim Stand Montafon. Dieser führt an, dass dies auf Grund der ursprünglichen Anstellung beim Forstfonds der Fall sei und seine Personalkosten anteilsmäßig an den Stand und den Abwasserverband weiterverrech- net werden. Bgm Florian Küng hält dazu fest, dass der Standessekretär zwar beim Forstfonds des Standes Montafon angestellt ist, die Kostenaufteilung wie auch bei an- derem Verwaltungspersonal auf die anderen Verbände durchgeführt wird.
c. Bgm Martin Valla ster erkundigt sich nach dem aktuellen Stand der Dinge beim Projekt Rätikon I an der Rätikon kreuzung. Bgm Jürgen Haller informiert, dass nach seinem Wissen soweit alles geklärt ist und die Umsetzung des Projektes erfolgreich verläuft. Bgm Martin Vallaster plädiert dafür, darauf zu achten, dass die Verkehrsflüsse an diesem Knotenpunkt zukünftig gut funktionieren. Bgm Jürgen Haller merkt an, dass auch das bestehende Ampelsystem nach Baufertigstellung erneuert werden soll.
d. Bgm Martin Vallaster weist darauf hin, dass die Anbindung der Talstation Golmerbahn in Vandans über die Riederstraße suboptimal ist. Die Brücke ist für dieses A real eine
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Engstelle und nicht mehr zeitgemäß. Auch der überre gionale Radweg ist in diesem Bereich alles andere als zufriedenstellend. Er plädiert dafür, als Region Montafon mit der illwerke vkw AG in Kontakt zu treten, damit dieser Bereich adaptiert wird. Er sieht konkret eine Brückenverbreiterung und eine Optimierung der Routenführung des überregionalen Radweges in diesem Bereich als notwendig an.
Bgm Florian Küng merkt an, dass bereits die Sanierung der Brücke vor einigen Jahren zu sehr großen Diskussionen geführt hat.
e. Bgm Martin Vallaster regt an, in einem Schreiben an die ASFINAG für die sehr zufriedenstellenden Abwicklung der Arbeiten an der Autobahnabfahrt B ludenz-Montafon zu danken.
f. Bgm Martin Vallaster weist auf die gestrige Sendung „Advent im Montafon“ im ORF hin. ORF Landesdirektor Markus Klement sei ein Dank von Montafon Tourismus und dem Stand Montafon an dieser Stelle ausgerichtet. Die Sendung ist sehr gelungen. Ein Lob auch an Martina Köberle für die großartige Moderation.
Nachdem keine weiteren Wortmeldungen erfolgen, bedankt sich er Vorsitzende bei allen Beteiligten, wünscht frohe Feiertage und schließt die Sitzung um 1 5:21 Uhr.
Ende der Sitzung, 15:21 Uhr
Schruns, 9. Dezember 2025
Schriftführer: Standesrepräsentant:
Standesausschuss: