Recht › Bundesverwaltungsgericht
I413 2251092-1 04.11.2022
- Gericht
- Bundesverwaltungsgericht · Erkenntnis
- ECLI
- ECLI:AT:BVWG:2022:I413.2251092.1.00
- Gemeinde(n)
- · Schruns
- Thema
- Sozial- und Förderrecht
- Ergebnis
- Gemeinde nicht Partei
- Schlagworte (RIS)
- Arbeitsort A1-Bescheinigung Betrugsverdacht Dauer Dienstnehmereigenschaft Entsendung GmbH Manipulation Mitgliedstaat Niederlassung Unionsrecht Versicherungspflicht Zeitraumbezogenheit Zuständigkeit
- Normen
- AlVG §1 Abs1 lita; ASVG §4 Abs1 Z1; ASVG §4 Abs2; B-VG Art133 Abs4; Koordinierung Soziale Sicherheit Art12; Koordinierung Soziale Sicherheit Art13
- Original
- RIS-Dokument · Volltext (HTML)
Kurzzusammenfassung
In einem weiteren Parallelverfahren zur insolventen Trockenbau-GmbH stellte die Österreichische Gesundheitskasse die Sozialversicherungspflicht eines für einen bestimmten Zeitraum beschäftigten Arbeiters fest. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde der GmbH als unbegründet ab und bestätigte die Pflichtversicherung in Österreich. Schruns wird nur im Zusammenhang mit der beteiligten Person erwähnt, eine Gemeinde war am Verfahren nicht beteiligt.
Automatisch erstellt (claude-sonnet-5 (Agent), 17.09.2026). Keine Rechtsauskunft – maßgeblich ist der Originaltext.
Entscheidungstext (RIS)
Gericht Bundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum 04.11.2022 Geschäftszahl I413 2251092-1 Spruch I413 2251092-1/15E, I413 2251092-1/15E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch den Richter Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde der XXXX GmbH, vertreten durch den Insolvenzverwalter Thomas BECK, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Arnold TROJER, gegen den Bescheid der Österreichischen Gesundheitskasse, Landesstelle Vorarlberg vom 09.11.2021, Zl. B/NA/REV-09-13/2021, wegen Feststellung der Versicherungspflicht von XXXX , nach Durchführung von mündlichen Verhandlungen am 19.04.2022, 21.04.2022, 02.05.2022 und 09.05.2022 zu Recht:Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch den Richter Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde der römisch 40 GmbH, vertreten durch den Insolvenzverwalter Thomas BECK, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Arnold TROJER, gegen den Bescheid der Österreichischen Gesundheitskasse, Landesstelle Vorarlberg vom 09.11.2021, Zl. B/NA/REV-09-13/2021, wegen Feststellung der Versicherungspflicht von römisch 40 , nach Durchführung von mündlichen Verhandlungen am 19.04.2022, 21.04.2022, 02.05.2022 und 09.05.2022 zu Recht: A) Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen. B) Die Revision ist gemäß Art 133 Abs 4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , Text Entscheidungsgründe:, Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang: 1. Mit insgesamt 17 Bescheiden vom 09.11.2021 und einem Bescheid vom 12.11.2021 stellte die belangte Behörde fest, dass XXXX (Erstbeteiligter), XXXX (Zweitbeteiligter), XXXX (Drittbeteiligter), XXXX (Viertbeteiligter), XXXX (Fünftbeteiligter), XXXX (Sechstbeteiligter), XXXX (Siebtbeteiligter), XXXX (Achtbeteiligter), XXXX (Neuntbeteiligter), XXXX (Zehntbeteiligter), XXXX (Elftbeteiligter), XXXX (Zwölftbeteiligter), XXXX (13.-Beteiligter), XXXX (14.-Beteiligter), XXXX (15.-Beteiligter), XXXX (16.-Beteiligter), XXXX (17.-Beteiligter) und XXXX (18.-Beteiligter) aufgrund ihrer Tätigkeit als Trockenbauer für die XXXX GmbH (in der Folge: Beschwerdeführerin) gemäß § 4 Abs 1 iVm Abs 2 ASVG in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Arbeitslosenversicherung in näher spezifizierten Zeiträumen, hinsichtlich des Zweitbeteiligten im Zeitraum vom 01.07.2010 bis 30.09.2010, pflichtversichert waren. 1. Mit insgesamt 17 Bescheiden vom 09.11.2021 und einem Bescheid vom 12.11.2021 stellte die belangte Behörde fest, dass römisch 40 (Erstbeteiligter), römisch 40 (Zweitbeteiligter), römisch 40 (Drittbeteiligter), römisch 40 (Viertbeteiligter), römisch 40 (Fünftbeteiligter), römisch 40 (Sechstbeteiligter), römisch 40 (Siebtbeteiligter), römisch 40 (Achtbeteiligter), römisch 40 (Neuntbeteiligter), römisch 40 (Zehntbeteiligter), römisch 40 (Elftbeteiligter), römisch 40 (Zwölftbeteiligter), römisch 40 (13.-Beteiligter), römisch 40 (14.-Beteiligter), römisch 40 (15.-Beteiligter), römisch 40 (16.-Beteiligter), römisch 40 (17.-Beteiligter) und römisch 40 (18.-Beteiligter) aufgrund ihrer Tätigkeit als Trockenbauer für die römisch 40 GmbH (in der Folge: Beschwerdeführerin) gemäß Paragraph 4, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Arbeitslosenversicherung in näher spezifizierten Zeiträumen, hinsichtlich des Zweitbeteiligten im Zeitraum vom 01.07.2010 bis 30.09.2010, pflichtversichert waren. 2. Gegen all diese Bescheide erhob die Beschwerdeführerin das Rechtsmittel der Beschwerde. 3. Mit Schriftsatz vom 27.01.2022 legte die belangte Behörde die Beschwerde samt Verwaltungsakt unter Abgabe einer Stellungnahme dem Bundesverwaltungsgericht vor. Zusammengefasst werden Mängel in der Tatsachenfeststellung und in der Beweiswürdigung sowie die Rechtswidrigkeit des Inhalts aufgrund von Verfahrensvorschriften und aufgrund unrichtiger rechtlicher Beurteilung eingewendet. Ua wird vorgebracht, dass der Dienstnehmer in der BRD beschäftigt und sozialversichert gewesen sei. Es lägen A1-Bescheinigungen vor, deren Rücknahme für die Vergangenheit ausgeschlossen sei. Weiters wird auf Art. 15 Abs. 2 des Doppelbesteuerungsabkommens Österreich-Deutschland verwiesen und eingewendet, dass die belangte Behörde nach diesem Abkommen vorgehen und die bereits bezahlten Steuern und Abgaben ihrer Forderung anrechnen hätte müssen. Weiters wird bestritten, dass eine Ablösekette vorliege, da nicht ein entsandter Arbeiter die Arbeit eines anderen entsandten Arbeiters aufnehmen würde und auch nicht ein Arbeiter durch einen anderen abgelöst werden würde, sondern es würden Baustellen begonnen und abgeschlossen. An diese Bescheinigung sei die belangte Behörde gebunden. Die belangte Behörde hätte ein Verständigungsverfahren nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Deutschland spätestens 2013 einleiten müssen. Dieses Versäumnis stelle einen Verfahrensmangel dar. Zudem sei das Recht auf Feststellung der Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen bei Beitragsschuldnern und Beitragsmithaftenden verjährt und bestünden Widersprüche in der Höhe des bekannt gegebenen Rückstands und den nunmehr in 18 Bescheiden festgestellten Zeiträumen. 3. Mit Schriftsatz vom 27.01.2022 legte die belangte Behörde die Beschwerde samt Verwaltungsakt unter Abgabe einer Stellungnahme dem Bundesverwaltungsgericht vor. Zusammengefasst werden Mängel in der Tatsachenfeststellung und in der Beweiswürdigung sowie die Rechtswidrigkeit des Inhalts aufgrund von Verfahrensvorschriften und aufgrund unrichtiger rechtlicher Beurteilung eingewendet. Ua wird vorgebracht, dass der Dienstnehmer in der BRD beschäftigt und sozialversichert gewesen sei. Es lägen A1-Bescheinigungen vor, deren Rücknahme für die Vergangenheit ausgeschlossen sei. Weiters wird auf Artikel 15, Absatz 2, des Doppelbesteuerungsabkommens Österreich-Deutschland verwiesen und eingewendet, dass die belangte Behörde nach diesem Abkommen vorgehen und die bereits bezahlten Steuern und Abgaben ihrer Forderung anrechnen hätte müssen. Weiters wird bestritten, dass eine Ablösekette vorliege, da nicht ein entsandter Arbeiter die Arbeit eines anderen entsandten Arbeiters aufnehmen würde und auch nicht ein Arbeiter durch einen anderen abgelöst werden würde, sondern es würden Baustellen begonnen und abgeschlossen. An diese Bescheinigung sei die belangte Behörde gebunden. Die belangte Behörde hätte ein Verständigungsverfahren nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Deutschland spätestens 2013 einleiten müssen. Dieses Versäumnis stelle einen Verfahrensmangel dar. Zudem sei das Recht auf Feststellung der Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen bei Beitragsschuldnern und Beitragsmithaftenden verjährt und bestünden Widersprüche in der Höhe des bekannt gegebenen Rückstands und den nunmehr in 18 Bescheiden festgestellten Zeiträumen. 4. Nach Dokumentenvorlagen am 28.02.2022 fand nach Nichtfolgegebung einer Vertagungsbitte mittels Beschluss vom 28.02.2022 am 19.04.2022 eine erste mündliche Verhandlung statt, in welcher der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin einvernommen wurde. Das Bundesverwaltungsgericht hat die gegenständliche Rechtssache mit den weiteren 17 Rechtssachen zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. 5. Einlangend mit 19.04.2022 erging an das Bundesverwaltungsgericht die Mitteilung hinsichtlich der Konkurseröffnung über das Vermögen der Beschwerdeführerin samt Bekanntmachung des Amtsgerichtes Erfurt. 6. Am 21.04.2022 wurde eine weitere mündliche Verhandlung durchgeführt, in welcher die Einvernahme des 15.-Beteiligten, des 16.-Beteiligten (via ZOOM) und des Fünftbeteiligten erfolgte. 7. Per 29.04.2022 übermittelte die Beschwerdeführerin Arbeitsberichte in Kopie betreffend den Zeitraum 03.05.2010 bis 28.05.2010 hinsichtlich des 18.-Beteiligten, welche der belangten Behörde sodann zur Kenntnis gebracht wurden. 8. Am 02.05.2022 führte das Bundesverwaltungsgericht eine weitere mündliche Verhandlung durch, in welcher der Sechstbeteiligte, der Siebtbeteiligte (via ZOOM), der Achtbeteiligte (via ZOOM), der Neuntbeteiligte, der Elftbeteiligte, der Zwölftbeteiligte (via ZOOM) sowie ergänzend der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin (via ZOOM) einvernommen wurden, zudem auch die Prokuristin der Beschwerdeführerin als Zeugin (via ZOOM). 9. Eine vierte mündliche Verhandlung erfolgte am 09.05.2022, in welcher Einvernahmen des Zweitbeteiligten, des Drittbeteiligten und erneut des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, allesamt via ZOOM, erfolgten. Der Erstbeteiligte, der Viertbeteiligte, der Zehntbeteiligte, der 13.-Beteiligte, der 14.-Beteiligte, der 17.-Beteiligte und der 18.-Beteiligte blieben den Verhandlungsterminen unentschuldigt bzw. teils entschuldigt fern. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen: Gemäß § 17 VwGVG iVm § 39 Abs. 2 AVG wird die gegenständliche Rechtssache von den mit ihr verbundenen weiteren Rechtssachen wieder getrennt. Gemäß Paragraph 17, VwGVG in Verbindung mit Paragraph 39, Absatz 2, AVG wird die gegenständliche Rechtssache von den mit ihr verbundenen weiteren Rechtssachen wieder getrennt. 1. Feststellungen: 1.1. Zur Beschwerdeführerin: Die Beschwerdeführerin ist eine im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena, HRB XXXX , registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Erfurt, welche im Geschäftszweig „Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen“ tätig war. Im österreichischen Firmenbuch wurde beginnend mit 01.08.2009 eine Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin mit Sitz in Feldkirch zu FN XXXX eingetragen, deren Tätigkeit ebenfalls die Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen umfasste.Die Beschwerdeführerin ist eine im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena, HRB römisch 40 , registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in Erfurt, welche im Geschäftszweig „Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen“ tätig war. Im österreichischen Firmenbuch wurde beginnend mit 01.08.2009 eine Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin mit Sitz in Feldkirch zu FN römisch 40 eingetragen, deren Tätigkeit ebenfalls die Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen umfasste. Als deren handelsrechtlicher Geschäftsführer fungierte seit 08.12.2006 XXXX , als Prokuristin seit 08.12.2006 XXXX , wobei beide jeweils selbständig vertretungsbefugt waren. Als deren handelsrechtlicher Geschäftsführer fungierte seit 08.12.2006 römisch 40 , als Prokuristin seit 08.12.2006 römisch 40 , wobei beide jeweils selbständig vertretungsbefugt waren. Mit Beschluss des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 zu GZ XXXX wurde über die GmbH der Konkurs ohne Eigenverwaltung des Schuldners eröffnet und mit 04.04.2022 ein Insolvenzverwalter bestellt. Mit Beschluss des Landesgerichtes Feldkirch zu XXXX erfolgte hinsichtlich der Zweigniederlassung die Eröffnung des Konkurses als Sekundärverfahren im Sinne der EuInsVO und wurde die Gesellschaft infolge des Konkursverfahrens aufgelöst. Seit 18.05.2022 ist ein Masseverwalter für die Zweigniederlassung in Österreich bestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 zu GZ römisch 40 wurde über die GmbH der Konkurs ohne Eigenverwaltung des Schuldners eröffnet und mit 04.04.2022 ein Insolvenzverwalter bestellt. Mit Beschluss des Landesgerichtes Feldkirch zu römisch 40 erfolgte hinsichtlich der Zweigniederlassung die Eröffnung des Konkurses als Sekundärverfahren im Sinne der EuInsVO und wurde die Gesellschaft infolge des Konkursverfahrens aufgelöst. Seit 18.05.2022 ist ein Masseverwalter für die Zweigniederlassung in Österreich bestellt. Beginnend mit dem Jahr 2007 entsandte die Beschwerdeführerin eine Vielzahl an Dienstnehmern nach Österreich. Die verfahrensgegenständlichen Dienstnehmer der Beschwerdeführerin in Österreich setzten sich aus Bauleitern, einem Bauleiterassistenten, Vorarbeitern, Trockenbauern und Trockenbauhelfern zusammen. Der Einsatz der Trockenbauer bzw. –helfer erfolgte bedarfsorientiert auf verschiedenen Baustellen in Vorarlberg, eingeteilt von den Bauleitern bzw. auch vom Geschäftsführer der Beschwerdeführerin. Nach Beendigung einer Baustelle wurden die Trockenbauer bzw. –helfer direkt auf der nächsten Baustelle zur Vornahme von Trockenbauarbeiten eingesetzt, wobei sie im Bedarfsfall auch auf anderen Baustellen aushalfen. Die Vorarbeiter waren parallel auf mehreren Baustellen zugegen, wobei nach Abschluss einer Baustelle nahtlos eine nächste begonnen wurde. Bei Ausscheiden eines entsandten Dienstnehmers wurde dieser von anderen entsandten Dienstnehmern ersetzt. Hinsichtlich ihrer Tätigkeiten hatten die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin wöchentlich schriftlich – wobei parallel dazu auch für kurze Zeit ein Online-Tool genutzt wurde –Arbeitsberichte zu führen, welche von ihnen eigenständig – gegebenenfalls mit Ausnahme von Urlaubs- und Krankheitszeiten – hinsichtlich Tätigkeitsort, einer detaillierten Bezeichnung der ausgeführten Arbeiten pro Werktag unter Datumsangabe und der täglichen Arbeitszeit befüllt wurden. Die wöchentlichen Arbeitsberichte wurden vom jeweiligen Dienstnehmer mit Datum unterfertigt und erfolgte noch eine mittels Unterschrift gekennzeichnete Arbeitszeitenüberprüfung durch den zuständigen Bauleiter. Am Ende der Arbeitswoche – bei den in Österreich tätigen Dienstnehmern bestand ein Zeitmodell von „kurzen“ und „langen“ Wochen, dh die Dienstnehmer fuhren in den kurzen Wochen am Donnerstag, in den langen Wochen am Freitag nach Deutschland zurück – wurden die Arbeitsberichte jedenfalls ab Februar 2010, als die Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin in Dornbirn über eine Sekretariatsmitarbeiterin verfügte – im Sekretariat abgegeben und nach Erfurt übermittelt. Untergebracht waren die Dienstnehmer während der Arbeitswoche in zuerst angemieteten, später eigenen Wohnungen der Beschwerdeführerin, wobei die Dienstnehmer für die Unterbringung keine Kosten zu tragen hatten. Der Beschwerdeführerin waren die Voraussetzungen für Entsendungen bewusst. Die Beschwerdeführerin erwirkte aufgrund der durch Vorlage von hinsichtlich des wahren Tätigkeitsortes manipulierter Arbeitsberichten und auch durch nachträgliche Korrekturen bereits ausgestellter Bescheinigungen unzutreffenden Darstellung des tatsächlichen Sachverhaltes gegenüber deutschen Sozialversicherungsträgern hinsichtlich ihrer in Österreich tätigen Dienstnehmer die fortlaufende Ausstellung von E 101 bzw. A1-Bescheinigungen, obwohl die Voraussetzungen hierfür nicht vorlagen. Die Erlangung der Bescheinigungen erfolgte in der Absicht, die solche Bescheinigungen ausstellenden Stellen zu täuschen, um E 101 bzw A1-Bescheinigungen ausgestellt zu erhalten und hierdurch die hinsichtlich der Sozialversicherungsbeiträge für die Beschwerdeführerin günstigeren Bedingungen des deutschen Sozialversicherungsrechts zur Anwendung zu bringen. 1.2. Zum Zweitbeteiligten: Der Zweitbeteiligte, mittlerweile nicht mehr bei der Beschwerdeführerin beschäftigt, war (erstmalig) ab dem 23.01.2006 als Trockenbauer bzw. Trockenbaumonteur bei der Beschwerdeführerin beschäftigt und fungierte dort zumindest im Jahr 2010 als Vorarbeiter. Am 20.05.2011 wurde der Zweitbeteiligte zuletzt für die Beschwerdeführerin tätig, bevor das (erste) Arbeitsverhältnis zur Beschwerdeführerin am 31.05.2011 endete, welches sodann am 01.11.2011 wieder neu begonnen wurde. Von der XXXX bzw. XXXX wurden hinsichtlich des Zweitbeteiligten E 101 bzw. A1-Bescheinigungen für jedenfalls folgende Zeiträume ausgestellt:Von der römisch 40 bzw. römisch 40 wurden hinsichtlich des Zweitbeteiligten E 101 bzw. A1-Bescheinigungen für jedenfalls folgende Zeiträume ausgestellt: - 01.01.2008 bis 31.01.2008 (E 101) - 01.04.2008 bis 30.09.2008 (E 101) - 01.10.2008 bis 31.12.2008 (E 101) - 01.01.2009 bis 30.06.2009 (E 101) - 01.07.2009 bis 31.12.2009 (E 101) - 04.01.2010 bis 30.06.2010 (E 101) - 01.09.2010 bis 31.12.2010 (A1) - 13.12.2010 bis 31.12.2010 (A1) – nachträglich korrigiert auf 20.05.2010 - 01.11.2011 bis 31.12.2011 (A1) - 07.01.2013 bis 31.10.2013 (A1) – nachträglich korrigiert auf 24.08.2013 - 28.10.2013 bis 27.12.2013 (A1) - 07.01.2014 bis 19.12.2014 (A1) Hinsichtlich des Zweitbeteiligten erfolgte betreffend den Zeitraum 01.09.2010 bis 31.12.2010 eine Stornierung der A1-Bescheinigung durch die deutsche Sozialversicherungsträgerin. Für die Zeiträume 18.08.2007 bis 31.03.2008, 07.01.2008 bis 31.03.2008, 14.01.2008 bis 30.06.2008, 21.02.2008 bis 31.08.2008, 05.01.2009 bis 30.06.2009, 21.06.2010 bis 31.08.2010 und 01.06.2010 bis 31.07.2010 erfolgte hinsichtlich des Zweitbeteiligten eine Meldung einer Entsendung nach Österreich an die Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen für die Kontrolle illegaler Beschäftigung, wobei als Ort der Beschäftigung das LKH Bregenz, das Bildungszentrum Dornbirn (WIFI), der Neubau Bundeshandelsakademie und Bundeshandelsschule Feldkirch, das Sonderpädagogische Zentrum Bludenz, die Haupt- und Mittelschule Götzis, EFH Herzog-Egle (Rankweil) und das Gemeindeamt Koblach angeführt wurden. Jedenfalls im Zeitraum Jänner 2008 bis 01.10.2010 war der Zweitbeteiligte – unter Außerachtlassung seines Urlaubes bzw. etwaigen Krankheitstagen – ausschließlich in Österreich, nämlich auf diversen Baustellen im Wesentlichen in Bregenz, Dornbirn Feldkirch und in anderen Städten und Dörfern in Vorarlberg tätig. Der Zweitbeteiligte war oft auf mehreren Baustellen parallel beschäftigt bzw. wurde nach Beendigung einer Baustelle die nächste begonnen. Eine Anmeldung zur Sozialversicherung in Österreich erfolgte nicht. Einer Tätigkeit in Deutschland ist er in diesem Zeitraum nicht nachgegangen. 1.3. Zum Kontakt mit der zuständigen deutschen Sozialversicherungsträgerin – Dialogverfahren: Seitens der belangten Behörde wurde die XXXX bezüglich des Zweitbeteiligten bereits mit Schreiben vom 03.06.2019 um die Durchführung eines Dialogverfahrens gemäß Art. 12 VO (EG) 883/2004 iVm Beschluss Nr. A1 der Verwaltungskommission ersucht, dies noch in Bezug auf das sich aus der VO (EG) 883/2004 ergebende Ablöseverbot. Seitens der belangten Behörde wurde die römisch 40 bezüglich des Zweitbeteiligten bereits mit Schreiben vom 03.06.2019 um die Durchführung eines Dialogverfahrens gemäß Artikel 12, VO (EG) 883 aus 2004, in Verbindung mit Beschluss Nr. A1 der Verwaltungskommission ersucht, dies noch in Bezug auf das sich aus der VO (EG) 883 aus 2004, ergebende Ablöseverbot. Mit Schreiben vom 23.12.2019 teilte die XXXX mit, dass ein entsprechendes Anhörungsverfahren gegenüber der Beschwerdeführerin eingeleitet und das Ersuchen sorgfältig geprüft worden wäre. Im Ergebnis hätte zusammengefasst nach den Entsendungen weiterhin die Möglichkeit bestanden, für die Beschwerdeführerin arbeiten zu können. Weder die zweimonatige Frist für eine neuerliche Entsendung, noch eine Überschreitung der 24-Monate-Bestimmung würde vorliegen. Auch eine Ablösekette liege nicht vor. Im Gesamtergebnis der Überprüfung sei festgestellt worden, dass die genannten A1-Bescheinigungen nicht zu Unrecht ausgestellt worden seien und eine Rücknahme auf Grund der Sachlage nicht möglich wäre. Mit Schreiben vom 23.12.2019 teilte die römisch 40 mit, dass ein entsprechendes Anhörungsverfahren gegenüber der Beschwerdeführerin eingeleitet und das Ersuchen sorgfältig geprüft worden wäre. Im Ergebnis hätte zusammengefasst nach den Entsendungen weiterhin die Möglichkeit bestanden, für die Beschwerdeführerin arbeiten zu können. Weder die zweimonatige Frist für eine neuerliche Entsendung, noch eine Überschreitung der 24-Monate-Bestimmung würde vorliegen. Auch eine Ablösekette liege nicht vor. Im Gesamtergebnis der Überprüfung sei festgestellt worden, dass die genannten A1-Bescheinigungen nicht zu Unrecht ausgestellt worden seien und eine Rücknahme auf Grund der Sachlage nicht möglich wäre. Mittels Schreiben vom 28.07.2020 teilte die belangte Behörde der XXXX mit, dass zwischenzeitlich Personen niederschriftlich ausgesagt hätten, dass sich die Beschwerdeführerin bzw. deren Organe bewusst waren, dass die Voraussetzungen für den Erhalt und die Geltendmachung der Bescheinigung nicht vorgelegen wären. Es ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für die Ausstellung dieser Bescheinigung offenbar sogar umgehen wollte, um die damit verbundenen Vorteile zu erlangen. Auch wären in den Arbeitsaufzeichnungen unerklärliche Ungereimtheiten in Bezug auf die darin verkörperten Gedankenerklärungen durch offenkundige Ausradierungen und ähnliche Wandlungen festgestellt worden.Mittels Schreiben vom 28.07.2020 teilte die belangte Behörde der römisch 40 mit, dass zwischenzeitlich Personen niederschriftlich ausgesagt hätten, dass sich die Beschwerdeführerin bzw. deren Organe bewusst waren, dass die Voraussetzungen für den Erhalt und die Geltendmachung der Bescheinigung nicht vorgelegen wären. Es ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen für die Ausstellung dieser Bescheinigung offenbar sogar umgehen wollte, um die damit verbundenen Vorteile zu erlangen. Auch wären in den Arbeitsaufzeichnungen unerklärliche Ungereimtheiten in Bezug auf die darin verkörperten Gedankenerklärungen durch offenkundige Ausradierungen und ähnliche Wandlungen festgestellt worden. Per Fax vom 25.08.2020 teilte die XXXX mit, dass sie die Befragungen der belangten Behörde sorgfältig geprüft hätte, jedoch keine relevanten Aussagen und neue Erkenntnisse enthalten wären, die das Ergebnis der Überprüfung von Dezember 2019 nochmals anders beeinflussen könnten. Es gebe keine neuen Ansatzpunkte, die Entscheidung zu revidieren, weshalb die ausgestellten A1-Bescheinigungen nicht widerrufen würden. Per Fax vom 25.08.2020 teilte die römisch 40 mit, dass sie die Befragungen der belangten Behörde sorgfältig geprüft hätte, jedoch keine relevanten Aussagen und neue Erkenntnisse enthalten wären, die das Ergebnis der Überprüfung von Dezember 2019 nochmals anders beeinflussen könnten. Es gebe keine neuen Ansatzpunkte, die Entscheidung zu revidieren, weshalb die ausgestellten A1-Bescheinigungen nicht widerrufen würden. 2. Beweiswürdigung: 2.1. Zum Sachverhalt Zur Feststellung des für die Entscheidung maßgebenden Sachverhaltes wurden im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Beweise erhoben durch die Einsichtnahme in den Akt bzw. die Akten der belangten Behörde, in den bekämpften Bescheid und in den Beschwerdeschriftsatz. Ein Auszug aus dem Firmenbuch wurde ergänzend zum vorliegenden Akt zur Beschwerdeführerin eingeholt, des Weiteren ein Sozialversicherungsdatenauszug zur ehemaligen Dienstnehmerin N. P. Zudem wurden am 19.04.2022, am 21.04.2022, am 02.05.2022 und am 09.05.2022 mündliche Beschwerdeverhandlungen durchgeführt, im Zuge derer der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, die Prokuristin der Beschwerdeführerin als Zeugin sowie der Zweitbeteiligte, der Drittbeteiligte, der Fünftbeteiligte, der Sechstbeteiligte, der Siebtbeteiligte, der Achtbeteiligte, der Neuntbeteiligte, der Elftbeteiligte, der Zwölftbeteiligte, der 15.-Beteiligte und der 16.-Beteiligte einvernommen wurden. Der Erstbeteiligte, der Viertbeteiligte, der Zehntbeteiligte, der 13.-Beteiligte, der 14.-Beteiligte, der 17.-Beteiligte und der 18.-Beteiligte blieben den Verhandlungen unentschuldigt bzw. teils entschuldigt fern. 2.2. Zur Beschwerdeführerin: Die Feststellungen zur Beschwerdeführerin hinsichtlich deren Rechtsform, Sitz, Geschäftszweig, Zweigniederlassung, handelsrechtlichen Geschäftsführer und Prokuristin samt Vertretungsbefugnis, Konkursverfahren sowohl hinsichtlich der GmbH in Deutschland als auch der Zweigniederlassung samt Insolvenz- bzw. Masseverwalter basieren auf einem amtswegig eingeholten Firmenbuchauszug zu FN 330828m. Daneben wurden die Umstände zum Konkursverfahren dem Bundesverwaltungsgericht auch mit Mitteilung vom 19.04.2022 kundgetan, welcher zugleich die öffentliche Bekanntmachung des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 beigefügt war. Der Umstand, wonach ab dem Jahr 2007 Entsendungen nach Österreich erfolgten, ergibt sich aus den Angaben der weiteren Verfahrensparteien in der mündlichen Verhandlung (Protokoll vom 02.05.2022, S 9), ab dem Jahr 2008 liegen schließlich auch die entsprechenden Bescheinigungen E 101 bzw. A1 im Verwaltungsakt ein. Aus einer Gesamtschau der Schilderungen der weiteren Verfahrensparteien und auch des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin ergibt sich, dass sich die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin aus Bauleiter, Vorarbeiter, Trockenbauer, Trockenbauhelfer und einem Bauleiterassistenten zusammensetzten (Protokoll vom 19.04.2022 S 9; Protokoll vom 21.04.2022, S 13, S 15, S 18, S 20, S 23, S 27 und S 30; Protokoll vom 02.05.2022, S 4, S 7, S 9, S 13, S 17, S 18, S 36, S 39 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 5 und S 13). Die Ausführungen mehrerer Bauleiter vor der belangten Behörde bzw. vor dem Prüfdienst Lohnabgaben lassen erkennen, dass die Dienstnehmer von selbigen eingeteilt wurden (Protokoll vom 16.07.2020 (L. K.), S 1; Protokoll vom 19.06.2020, S 3 (T. S.); Protokoll 06.08.2020, S 2 (K. F. betreffend Beschäftigungen ab 2014); Protokoll vom 24.07.2013, S 3 (K. O.)), wobei schließlich sowohl eine damalige Angestellte der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 13.07.20202, S 2 (N. P.)), als auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin auf Personaleinteilungen durch ihn selbst Bezug nahm (Protokoll vom 19.04.2022, S 6). Schließlich bestätigten auch die Dienstnehmer, dass die Personaleinteilung durch die Geschäftsführung und die Bauleiter erfolgte (Protokoll vom 21.04.2022, S 13 f und S 23; Protokoll vom 02.05.2022, S 5). Der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin selbst bestätigte dezidiert den bedarfsorientieren Einsatz der Mitarbeiter (Protokoll vom 19.04.2022, S 8). Aus den Darlegungen der Trockenbauer bzw. –helfer ergibt sich, dass diese nach Beendigung einer Baustelle direkt auf der nächsten eingesetzt wurden (Protokoll vom 21.04.2022, S 21; Protokoll vom 02.05.2022, S 6, S 11, S 18, S 37 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 13) – was auch eine damalige Angestellte derart vor der belangten Behörde erläuterte (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.)) – und im Bedarfsfall auch auf anderen Baustellen aushalfen (Protokoll vom 21.04.2022, S 21; Protokoll vom 02.05.2022, S 11, S 18, S 37 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 13). Die als Vorarbeiter eingesetzten Dienstnehmer, der 15.-Beteiligte und der Fünftbeteiligte, schilderten übereinstimmend, parallel oft mehrere Baustellen gehabt zu haben (Protokoll vom 19.04.2022, S 16; Protokoll vom 21.04.2022, S 30), was einerseits in den von ihnen im jeweiligen Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten bestätigt wird, andererseits lassen auch die Arbeitsberichte zum Fünftbeteiligten, Achtbeteiligten und zum 15.-Beteiligten dies erkennen, zudem, dass nach Beendigung einer Baustelle direkt die nächste begonnen wurde (Protokoll vom 21.04.2022, S 15 und S 30). Es gibt keinen ersichtlichen Grund anzunehmen, dass beim Zeitbeteiligten dieses sich anders verhalten hätte. Einen Wechsel der Dienstnehmer bei Krankheit, Urlaub oder auch Kündigungen räumte der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin selbst ein (Protokoll vom 19.04.2022, S 7), was bereits eine ehemalige Angestellte vor der belangten Behörde derart zu Protokoll gegeben hatte (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.)). Daneben stellt sich dieser Umstand bereits aufgrund der Mehrzahl an Dienstnehmern bei der entsprechenden Auftragslage in Österreich als nachvollziehbar und gegeben dar. Sowohl die ehemalige Angestellte der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.)), der ehemalige Lehrling (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.)), als auch die einvernommenen Bauleiter (Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 06.08.2020, S 4 (K. F.)) schilderten, dass die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin wöchentlich schriftlich Arbeitsberichte zu führen hatten, welche hinsichtlich der weiteren Verfahrensparteien im jeweiligen Verwaltungsakt einliegen und welchen die Detailfeststellungen zur inhaltlichen Ausgestaltung entnommen wurden. Schließlich betonte auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, dass es seitens des Unternehmens klare Anweisungen gegeben habe, Aufzeichnungen über die Arbeitszeit zu führen (Protokoll vom 19.04.2022, S 8). Zudem nahm auch die Prokuristin und Zeugin H. B. Bezug auf die Arbeitsberichte (Protokoll vom 02.05.2022, S 26 f). Mit Ausnahme des Sechstbeteiligten, welchem das Prozedere nicht mehr im Detail erinnerlich war (Protokoll vom 02.05.2022, S 6), bestätigten in weiterer Folge sämtliche der einvernommenen Dienstnehmer, die schriftlichen Arbeitsaufzeichnungen selbst geführt und unterschrieben zu haben (Protokoll vom 21.05.2022, S 14 (15.-Beteiligter), S 21 (16.-Beteiligter) und S 28 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 10 (Siebtbeteiligter), S 14 f (Achtbeteiligter), S 18 f (Neuntbeteiligter), S 37 (Elftbeteiligter) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 5 f (Zweitbeteiligter) und S 13 f (Drittbeteiligter)). Auch, dass in den verfahrensgegenständlichen Zeiträumen für kurze Zeit parallel dazu ein Online-Tool genutzt wurde, ergibt sich aus den übereinstimmenden Darlegungen im Verfahren (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.); Protokoll vom 21.05.2022, S 15 (15.-Beteiligter) und S 21 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 6 (Sechstbeteiligter) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 5 (Zweitbeteiligter)), sowie den Angaben der Prokuristin (Protokoll vom 02.05.2022, S 29). In Anbetracht des Schriftbildes in den Arbeitsberichten selbst bzw. auch aus den Darlegungen der dazu einvernommenen Dienstnehmer (Protokoll vom 02.05.2022, S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 6 (Zweitbeteiligter)) ergibt sich der Umstand, dass Urlaubs- und Krankheitszeiten gegebenenfalls nicht von den Dienstnehmern selbst eingetragen wurden, was schließlich auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin einräumte (Protokoll vom 09.05.2022, S 17). Dass die Arbeitsberichte von den Bauleitern überprüft und dieser Umstand mit Unterschrift bestätigt wurde, steht in Anbetracht der Darlegungen des 15.-Beteiligten, des 16.-Beteiligten (Protokoll vom 21.04.2022, S 14 und S 21) und des Achtbeteiligten (Protokoll vom 02.05.2022, S 15) fest, welche eine Kontrolle durch die Bauleitung bejahten. Die Prokuristin führte in diesem Zusammenhang in Einklang dazu aus, dass die Arbeitszeitenüberprüfung durch die Bauleiter angedacht war (Protokoll vom 02.05.2022, S 27), weshalb den Darlegungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, wonach die Bauleiter nicht die Aufgabe gehabt hätten, die Aufzeichnungen zu prüfen (und allenfalls auch richtigzustellen), nicht gefolgt werden kann (Protokoll vom 19.04.2022, S 9). Bereits im Zuge der niederschriftlichen Einvernahme vor der belangten Behörde nahm der ehemalige Lehrling Bezug auf „lange“ und „kurze“ Wochen der in Österreich tätigen Dienstnehmer (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.)), ebenso betonte eine weitere ehemalige Dienstnehmerin den wöchentlich wechselnden Turnus zwischen kurzen und langen Wochen, hinsichtlich dem sie auch die entsprechenden Wohnungsreinigungsarbeiten vornahm (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (J. L.-K.)). Darüber hinaus erwähnten auch einige der Dienstnehmer vor dem erkennenden Richter den Umstand, am Donnerstag oder am Freitag nach Deutschland nach Hause gefahren zu sein (Protokoll vom 02.05.2022, S 17 (Neuntbeteiligter) und S 39 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 7 (Zweitbeteiligter)), was im Ergebnis ohnedies auch die im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichte belegen vermögen. Schließlich bestätigte auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin im Zuge der mündlichen Verhandlung, dass sich kurze und lange Wochen abgewechselt hätten (Protokoll vom 02.05.2022, S 25). Übereinstimmend wurde schließlich von den Einvernommenen bestätigt, dass die Arbeitsberichte im Sekretariat in Dornbirn abgegeben und nach Erfurt übermittelt wurden (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 19.04.2022, S 9 (Geschäftsführer der Beschwerdeführerin); Protokoll vom 21.04.2022, S 21 (16.-Beteiligter) und S 28 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 19 (Neuntbeteiligter), S 26 (H. B.) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 6 (Zweitbeteiligter) und S 14 (Drittbeteiligten)). Auch die Darlegungen in Hinblick auf die Unterbringung der Dienstnehmer zuerst in angemieteten, später eigenen Wohnungen der Beschwerdeführerin, ohne dass diese die Kosten dafür zu tragen hatten, stellen sich als gleichlautend dar (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.), Protokoll vom 16.07.2020, S 1 f (J. L.-K.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 24.07.2013, S 4 f (K. O.); Protokoll vom 19.04.2022, S 8 (Geschäftsführer der Beschwerdeführerin); Protokoll vom 21.04.2022, S 14 f (15.-Beteiligter), S 20 (16.-Beteiligter) und S 27 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 7 (Sechstbeteiligter), S 11 (Siebtbeteiligter); S 13 (Achtbeteiligter), S 17 und S 20 (Neuntbeteiligter); S 34 (H. B.), S 36 (Elftbeteiligter) und S 39 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 7 (Zweitbeteiligter) und S 12 (Drittbeteiligter)), wobei lediglich einer Person der Umstand der (kostenfreien) Zurverfügungstellung nicht mehr erinnerlich war (Protokoll vom 06.08.2022, S 2 (K. S.)). Die Schilderungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin lassen erkennen, dass die Voraussetzungen für Entsendungen der Beschwerdeführerin bzw. deren handelnden Organen bewusst waren, zumal der Geschäftsführer das Prozedere hinsichtlich der Ausstellung, deren Rechtzeitigkeit bzw. der einzuhaltenden Fristen entsprechend zu schildern vermochte (Protokoll vom 19.04.2022, S 9) und auch die Prokuristin der Beschwerdeführerin ausführte, gewusst zu haben, dass eine Entsendung nicht länger als zwei Jahre dauern und die Entsendedauer nicht überschritten werden dürfe (Protokoll vom 02.05.2022, S 34). Auch der Umstand, dass sowohl der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 09.05.2022, S 19) als auch die Zeugin H. B. (Protokoll vom 02.05.2022, S 31 f) darlegten, diesbezüglich Abklärungen mit der deutschen Krankenversicherung und auch mit einem Steuerberater vorgenommen zu haben, bekräftigt dies. Nach Durchführung von vier mündlichen Beschwerdeverhandlungen kommt der erkennende Richter gegenständlich zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch ihren Geschäftsführer, den tatsächlichen Sachverhalt vor den deutschen Sozialversicherungsträgern unzutreffend darstellte, die ausstellenden Sozialversicherungsträger durch die Vorlage manipulierter Arbeitsberichte hinsichtlich des tatsächlichen Beschäftigungsortes täuschte und dadurch die fortlaufende Ausstellung von E 101 bzw. A1-Bescheinigungen trotz Nichtvorliegens der Voraussetzungen erwirkte, was sich auf folgende Erwägungen stützt: Sämtliche der vor dem Bundesverwaltungsgericht dazu persönlich einvernommenen weiteren Verfahrensparteien gaben nach Vorhalt der sie betreffenden, dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Arbeitsberichte übereinstimmend zu Protokoll, dass diese hinsichtlich dem Beschäftigungsort Eintragungen enthalten, welche nicht von ihnen selbst stammen würden (Protokoll vom 21.04.2022, S 18 (15.-Beteiligter), S 22 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 19 und S 22 (Neuntbeteiligter), S 41 und S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 9, S 10 und S 11 (Zweitbeteiligter)) und/oder welche nicht mit den Detaileintragungen der einzelnen Werktage in Einklang zu bringen sind (Protokoll vom 21.04.2022, S 17 (15.-Beteiligter); S 22 (16.-Beteiligter), S 29 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 45 (Zwölftbeteiligter)). Dass teilweise zwei Arbeitsberichte, welche sich lediglich hinsichtlich der unter „Baustelle/BV“ (BV bedeutet dabei „Bauvorhaben“) angeführten Beschäftigungsorte unterschieden, ansonsten jedoch hinsichtlich ihrer Detaileintragungen absolut identisch waren, vermochte sich ebenfalls keiner der dazu einvernommenen Dienstnehmer zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17 (15.-Beteiligter), S 22 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 10 (Zweitbeteiligter)). Dass lediglich eine der weiteren Verfahrensparteien nicht dezidiert ein Schriftbild bestätigen bzw. sich nicht daran erinnern vermochte, einen Arbeitsbericht (KW 29/11) ausgefüllt zu haben (Protokoll vom 09.05.2022, S 13 und S 14 (Drittbeteiligter)), vermag in Anbetracht der vorherigen Darlegungen keine Entscheidungsrelevanz zu entfalten. Das Bundesverwaltungsgericht hält es aufgrund der Eindeutigkeit des Sachverhalts für erwiesen, dass in den Arbeitsberichten „Baustelle/BV“ Korrekturen vorgenommen wurden, wie eben einerseits die in einem Arbeitsbericht unterschiedlichen Schriftbilder erkennen lassen, andererseits auch die Unvereinbarkeit mit den Detaileintragungen der einzelnen Wochentage implizieren. Diesbezüglich bleibt auch auf die Erwägungen unter Punkt 2.3. zum Zweitbeteiligten zu verweisen. Die Darlegungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, wonach es ihm aufgrund der verstrichenen Zeit nicht mehr möglich sei, den Vorwurf manipulierter Arbeitsberichte nachzuvollziehen bzw., dass die Arbeitsberichte für ihn stimmig wären (Protokoll vom 19.04.2022, S 10), vermögen vor dem Hintergrund der übereinstimmenden und stringenten Ausführungen der weiteren Verfahrensparteien – wobei in konkreten Verfahren erneut auf die Erwägungen im Detail unter Punkt 2.3. verwiesen wird – nicht zu überzeugen, ebenso wenig, dass 99 % der Arbeitsberichte richtig und vollständig abgefasst worden seien (Protokoll vom 09.05.2022, S 17). Schließlich erschöpften sich die Erklärungsversuche des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin auf Vorhalt des erkennenden Richters, wonach frühere Mitarbeiter mitgeteilt hätten, dass sie sich sicher seien, dass in den Arbeitsberichten nicht ihre Handschrift enthalten sei, in einer ausweichenden Antwort, wonach er nicht mehr sagen könne, ob überprüft worden sei, ob die Bauvorhaben tatsächlich in Deutschland gewesen wären (Protokoll vom 09.05.2022, S 19). Auch den Widerspruch zwischen den Eintragungen in der Zeile „Baustelle/BV“ und den Detaileintragungen zu den einzelnen Tagen vermochte er nicht zu erklären (Protokoll vom 09.05.2022, S 19). Die Erklärungen der Prokuristin hinsichtlich der von den weiteren Verfahrensparteien nicht selbst vorgenommenen handschriftlichen Eintragungen in der Zeile „Baustelle/BV“, welche sie mit einem nicht vorhandenen Büro in Vorarlberg zu erklären versuchte (Protokoll vom 02.05.2022, S 28), stellen sich vor dem Hintergrund, dass bereits ab August 2009 die Zweigniederlassung in Österreich begründet wurde und ab Februar 2010 auch eine Mitarbeiterin (wie sich aus einem Sozialversicherungsdatenauszug zu ihrer Person in Hinblick auf das Anstellungsverhältnis zur Beschwerdeführerin ergibt) die Arbeitsberichte nach Erfurt weitergeleitet hat – zumal schließlich auch eine Vielzahl von Arbeitsberichten nach 2009 von den inhaltlichen Veränderungen betroffen war – als nicht zutreffend dar. Auch ihre Argumentation, wonach zwei Arbeitsberichte für ein und denselben Zeitraum bei – mit Ausnahme der unter „Baustelle/BV“ angeführten Beschäftigungsorte – deckungsgleiche Arbeitsberichte in einer von der Prokuristin der Beschwerdeführerin gemutmaßten recht lästigen Pflicht für die Trockenbauer bzw. Druck auf ihnen liegen solle (Protokoll vom 02.05.2022, S 29), vermag in keiner Weise zu überzeugen, zumal sie selbst zuvor noch dargelegt hat, dass anhand der Arbeitsberichte provisionsbezogene Leistungen abgerechnet wurden (Protokoll vom 02.05.2022, S 26). Auch vermochte die Prokuristin nicht substantiiert zu erklären, welche anderen Unterlagen – zumal die Arbeitsberichte eine umfassende Dokumentation der Baustellenörtlichkeiten und der vorgenommenen Tätigkeiten darstellen – zur Beurteilung hätten herangezogen werden sollen (Protokoll vom 02.05.2022, S 31). Entgegen dem Beschwerdevorbringen (Beschwerde vom 06.12.2021, S 9) sind in Anbetracht der obigen Erwägungen die Arbeitsberichte nämlich sehr wohl für die Beurteilung des Sachverhaltes geeignet bzw. sogar dafür prädestiniert. Darüber hinaus bleiben auch die Angaben der (ehemaligen) Dienstnehmer:innen der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Diesen war zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch deren Geschäftsführer, die erlangten Vorteile – geringere Personalkosten – bewusst ausgenutzt hat und in weiterer Folge daraus Wettbewerbsvorteile resultierten (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.); Protokoll vom 16.07.2022, S 4 (K. S.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (J. L.-K.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (L. K.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 06.08.2020, S 3 (K. F.)). Schlussendlich ergeben auch die Darlegungen der des Sechstbeteiligten im Zuge der mündlichen Verhandlung, wonach die Prokuristin der Beschwerdeführerin ihn im Vorfeld kontaktiert und ihm mitgeteilt habe, dass es nicht notwendig sei, zur Verhandlung zu erscheinen, da dies nur Geld kosten und alles der Anwalt vornehmen würde (Protokoll vom 02.05.2022, S 8), ein abgerundetes Bild in Hinblick auf die von der Geschäftsführung verfolgten Intentionen. Im Ergebnis hegt der erkennende Richter damit keinerlei Zweifel, dass die Erlangung der E 101 bzw. A1-Bescheinigungen von der Beschwerdeführerin bewusst in betrügerischer Absicht erwirkt wurden, um in den Genuss von im Unionsrecht vorgesehenen Vorteilen zu gelangen. 2.3. Zum Zweitbeteiligten: Der (erste) Arbeitsvertrag des Zweitbeteiligten, aus welchem der Beginn des Arbeitsverhältnisses aus dessen § 1 „Beginn des Arbeitsverhältnisses“ hervorgeht, liegt im Verwaltungsakt ein und steht damit unstrittig fest. Dass der Zweitbeteiligte zumindest im Jahr 2010 als Vorarbeiter fungierte, ergibt sich aus dessen glaubhaften Aussagen vor dem Bundesverwaltungsgericht, ebenso, dass er mittlerweile nicht mehr bei der Beschwerdeführerin beschäftigt ist (Protokoll vom 09.05.2022, S 5). Der Umstand, wonach der Zweitbeteiligte zuletzt am 20.05.2011 für die Beschwerdeführerin tätig wurde, bevor das Arbeitsverhältnis am 31.05.2011 endete – wobei dieses Datum durch die Eintragungen im Lohnkonto zum Zweitbeteiligten seine Bestätigung erfährt – ist durch die im Verwaltungsakt befindlichen Arbeitsberichte belegt, welche zuletzt am 20.05.2011 Eintragungen arbeitstechnischer Natur enthalten. Der (zweite) Arbeitsvertrag, in welchem der Beginn des (zweiten) Arbeitsverhältnisses mit 01.11.2011 verschriftlicht ist, liegt ebenfalls im Verwaltungsakt ein und ist dieses Datum auch im Lohnkonto zum Zweitbeteiligten ersichtlich. Schließlich bestätigte auch der Zweitbeteiligte selbst in der mündlichen Verhandlung die Unterbrechung seines Arbeitsverhältnisses mit der Beschwerdeführerin im Jahr 2011 (Protokoll vom 09.05.2022, S 5). Der (erste) Arbeitsvertrag des Zweitbeteiligten, aus welchem der Beginn des Arbeitsverhältnisses aus dessen Paragraph eins, „Beginn des Arbeitsverhältnisses“ hervorgeht, liegt im Verwaltungsakt ein und steht damit unstrittig fest. Dass der Zweitbeteiligte zumindest im Jahr 2010 als Vorarbeiter fungierte, ergibt sich aus dessen glaubhaften Aussagen vor dem Bundesverwaltungsgericht, ebenso, dass er mittlerweile nicht mehr bei der Beschwerdeführerin beschäftigt ist (Protokoll vom 09.05.2022, S 5). Der Umstand, wonach der Zweitbeteiligte zuletzt am 20.05.2011 für die Beschwerdeführerin tätig wurde, bevor das Arbeitsverhältnis am 31.05.2011 endete – wobei dieses Datum durch die Eintragungen im Lohnkonto zum Zweitbeteiligten seine Bestätigung erfährt – ist durch die im Verwaltungsakt befindlichen Arbeitsberichte belegt, welche zuletzt am 20.05.2011 Eintragungen arbeitstechnischer Natur enthalten. Der (zweite) Arbeitsvertrag, in welchem der Beginn des (zweiten) Arbeitsverhältnisses mit 01.11.2011 verschriftlicht ist, liegt ebenfalls im Verwaltungsakt ein und ist dieses Datum auch im Lohnkonto zum Zweitbeteiligten ersichtlich. Schließlich bestätigte auch der Zweitbeteiligte selbst in der mündlichen Verhandlung die Unterbrechung seines Arbeitsverhältnisses mit der Beschwerdeführerin im Jahr 2011 (Protokoll vom 09.05.2022, S 5). Die Feststellung der von E 101- bzw. A1-Bescheinigungen abgedeckten Zeiträume ergibt sich zweifelsfrei aus den vorgelegten bzw. im Verwaltungsakt einliegenden E 101- bzw. A1-Bescheinigungen betreffend den Zweitbeteiligten bzw. jene zum Jahr 2008 sowie auch hinsichtlich der nachträglich vorgenommenen Korrekturen aus dem Schreiben der IKK classic vom 23.12.2019. Hinsichtlich dem Zeitraum 01.09.2010 bis 31.12.2010 ist die Stornierung der A1-Bescheinigung im Verwaltungsakt befindlich. Zudem wird auch im Schreiben der IKK classic vom 23.12.2019 auf die diesbezügliche Stornierung hingewiesen. Die Meldungen einer Entsendung nach Österreich an die Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen für die Kontrolle illegaler Beschäftigung liegen ebenfalls im Verwaltungsakt ein. Der Umstand, wonach der Zweitbeteiligte jedenfalls im Zeitraum Januar 2008 bis 01.10.2010 ausschließlich – unter Außerachtlassung von Urlaub und Krankenständen – in Österreich tätig gewesen ist, ergibt sich einerseits aus den glaubhaften und in sich stringenten Darlegungen des Zweitbeteiligten im Zuge der mündlichen Verhandlung am 09.05.2022, denen zufolge er (erst) in den letzten Monaten des Jahres 2010 in Deutschland, Erfurt gearbeitet habe (Protokoll vom 09.05.2022, S 5) unter Beachtung des Schreibens der IKK classic vom 23.12.2019, in welchem auf Bescheinigungen ab dem 01.01.2008 Bezug genommen wurde sowie auch der ab Januar 2008 erfolgten Meldungen an die Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen für die Kontrolle illegaler Beschäftigung. Daneben sind auch die Arbeitsberichte des Zweitbeteiligten, beginnend mit dem Datum 05.01.2009 im Verwaltungsakt befindlich, wobei der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin auch selbst hinsichtlich der Arbeitsberichte betonte, dass der effektive Einsatz auf der Baustelle aus diesen hervorgeht (Protokoll vom 19.04.2022, S 10). Diese vom Zweitbeteiligten selbst verfassten Aufzeichnungen (Protokoll vom 09.05.2022, S 5 f) lassen erkennen, dass bei einigen Wochenberichten – nämlich jenen der Kalenderwochen 28/2010 bis 34/2010 – die oben unter „Baustelle/BV“ angeführten Örtlichkeiten mit den Detaileintragungen der einzelnen Tage nicht miteinander in Einklang zu bringen sind: Diese vom Zweitbeteiligten selbst verfassten Aufzeichnungen (Protokoll vom 09.05.2022, S 5 f) lassen erkennen, dass bei einigen Wochenberichten – nämlich jenen der Kalenderwochen 28 aus 2010, bis 34 aus 2010, – die oben unter „Baustelle/BV“ angeführten Örtlichkeiten mit den Detaileintragungen der einzelnen Tage nicht miteinander in Einklang zu bringen sind: Obgleich hinsichtlich der Kalenderwochen 28/2010 bis 34/2010 stets auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ – in einer vom Zweitbeteiligten zu den Detailaufzeichnungen verschiedenen Handschrift, wie einerseits bereits am Schriftbild ersichtlich, andererseits vom Zweitbeteiligten auch selbst dezidiert bestätigt (Protokoll vom 09.05.2022, S 9 und S 10) – „Erfurt, Feuerwache“ vermerkt ist, war der Zweitbeteiligte in diesem Zeitraum in Österreich beschäftigt.Obgleich hinsichtlich der Kalenderwochen 28 aus 2010, bis 34 aus 2010, stets auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ – in einer vom Zweitbeteiligten zu den Detailaufzeichnungen verschiedenen Handschrift, wie einerseits bereits am Schriftbild ersichtlich, andererseits vom Zweitbeteiligten auch selbst dezidiert bestätigt (Protokoll vom 09.05.2022, S 9 und S 10) – „Erfurt, Feuerwache“ vermerkt ist, war der Zweitbeteiligte in diesem Zeitraum in Österreich beschäftigt. So ist im Arbeitsbericht der Kalenderwoche 29/2010 in den Detailaufzeichnungen am 20.07.2010 explizit die in Vorarlberg liegende Ortschaft Schruns – was wiederum mit den Erinnerungen des Zweitbeteiligten in der mündlichen Verhandlung übereinstimmt (Protokoll vom 09.05.2022, S 9) – vermerkt, am 22.07.2010 die ebenfalls in Vorarlberg befindliche Ortschaft Nenzing. Auf Nachfrage im Zuge der mündlichen Verhandlung verlas der Zweitbeteiligte die beiden Eintragungen jeweils auch selbst und erläuterte, dass sich die beiden Orte in Österreich befinden würden und er sich nicht erklären könne, warum unter Baustelle „Erfurt“ angegeben sei (Protokoll vom 09.05.2022, S 10). Daneben lassen die Detaileintragungen zum Datum 22.07.2007 auch die Ortschaft Koblach sowie Rankweil/Tschabrun erkennen. So ist im Arbeitsbericht der Kalenderwoche 29 aus 2010, in den Detailaufzeichnungen am 20.07.2010 explizit die in Vorarlberg liegende Ortschaft Schruns – was wiederum mit den Erinnerungen des Zweitbeteiligten in der mündlichen Verhandlung übereinstimmt (Protokoll vom 09.05.2022, S 9) – vermerkt, am 22.07.2010 die ebenfalls in Vorarlberg befindliche Ortschaft Nenzing. Auf Nachfrage im Zuge der mündlichen Verhandlung verlas der Zweitbeteiligte die beiden Eintragungen jeweils auch selbst und erläuterte, dass sich die beiden Orte in Österreich befinden würden und er sich nicht erklären könne, warum unter Baustelle „Erfurt“ angegeben sei (Protokoll vom 09.05.2022, S 10). Daneben lassen die Detaileintragungen zum Datum 22.07.2007 auch die Ortschaft Koblach sowie Rankweil/Tschabrun erkennen. Schließlich ist auch im Arbeitsbericht zur Kalenderwoche 33/2010 beim Datum 16.08.2010 eine Baustelle in Bludenz vermerkt, am 19.08.2010 die in Vorarlberg befindliche Ortschaft Ludesch. Auch diese Eintragungen wurden dem Zweitbeteiligte vorgehalten und bestätigte dieser, dass die Ortschaften in Österreich liegen würden (Protokoll vom 09.05.2022, S 10). Schließlich ist auch im Arbeitsbericht zur Kalenderwoche 33 aus 2010, beim Datum 16.08.2010 eine Baustelle in Bludenz vermerkt, am 19.08.2010 die in Vorarlberg befindliche Ortschaft Ludesch. Auch diese Eintragungen wurden dem Zweitbeteiligte vorgehalten und bestätigte dieser, dass die Ortschaften in Österreich liegen würden (Protokoll vom 09.05.2022, S 10). Daneben fällt generell hinsichtlich der in den Kalenderwochen 28/2010 bis 34/2010 verschriftlichten Detaileintragungen auf, dass diese mit den dabei verwendeten Begrifflichkeiten nicht mit einer Tätigkeit in der Feuerwache in Erfurt in Einklang zu bringen sind. Vielmehr decken sich die Begrifflichkeiten mit jenen Eintragungen der darauffolgenden Kalenderwochen (36/2010 ff), in welchen unter „Baustelle/BV“ die Ortschaft „Ludesch/Wohnanlage“ vermerkt ist, zumal dabei stets übereinstimmend auf ein „Haus 2“ abgestellt wird, wohingegen ab der Kalenderwoche 40/2010, beginnend mit dem 04.10.20210, tatsächlich bei den in der Erfurter Feuerwache vorgenommenen Tätigkeiten durchwegs „Ebene“ geschrieben steht. Daneben fällt generell hinsichtlich der in den Kalenderwochen 28 aus 2010, bis 34 aus 2010, verschriftlichten Detaileintragungen auf, dass diese mit den dabei verwendeten Begrifflichkeiten nicht mit einer Tätigkeit in der Feuerwache in Erfurt in Einklang zu bringen sind. Vielmehr decken sich die Begrifflichkeiten mit jenen Eintragungen der darauffolgenden Kalenderwochen (36 aus 2010, ff), in welchen unter „Baustelle/BV“ die Ortschaft „Ludesch/Wohnanlage“ vermerkt ist, zumal dabei stets übereinstimmend auf ein „Haus 2“ abgestellt wird, wohingegen ab der Kalenderwoche 40 aus 2010,, beginnend mit dem 04.10.20210, tatsächlich bei den in der Erfurter Feuerwache vorgenommenen Tätigkeiten durchwegs „Ebene“ geschrieben steht. Den Darlegungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, wonach die Vorwürfe der manipulierten Arbeitsberichte aufgrund der verstrichenen Zeit für ihn nicht mehr nachvollziehbar und für ihn die Arbeitsberichte stimmig seien (Protokoll vom 19.04.2022, S 10), kann in Anbetracht der vorherigen umfassenden Darlegungen jedenfalls nicht gefolgt werden, zumal in seiner Anwesenheit (per ZOOM) verschiedene Beteiligte aussagten, dass der Arbeitstitel „Baustelle/BV“ nicht ihre Handschrift trägt und daher ein Beharren darauf, dass diese Arbeitsberichte stimmig seien, ohne jegliche Begründung nicht glaubwürdig erscheint. Die Angaben des Zweitbeteiligten, wonach sie selbst das Feld „Baustelle/BV“ nie offen gelassen hätten und er sich nur eine nachträgliche Änderung erklären könne, vermögen dies zu bekräftigen (Protokoll vom 09.05.2022, S 11). Aus den Arbeitsberichten und den Ausführungen verschiedener Beteiligter (zB des Fünftbeteiligten, Protokoll vom 21.04.2022, S 27) ist ersichtlich, dass die beteiligten Trockenbauer bzw. Vorarbeiter nicht durchgängig bloß an einer Baustelle beschäftigt waren, sondern parallel auf mehreren Baustellen tätig waren. Es besteht kein Anhaltspunkt darauf, dass dies beim Zweitbeteiligten anders gewesen wäre, weshalb vor dem Hintergrund grundsätzlich gleichartiger Sachverhalte darauf geschlossen werden kann, dass auch der Zweitbeteiligte auf mehreren Baustellen parallel beschäftigt war, wie im Übrigen auch beispielsweise die Eintragungen in der Kalenderwoche 29/2010, wonach er sowohl in Schruns als auch Nenzing gewesen war, bestätigen. Aufgrund des eingeholten Sozialversicherungsdatenauszugs zur Person des Zweitbeteiligten ist erwiesen, dass eine Anmeldung zur Sozialversicherung in Österreich für die verfahrensgegenständliche Zeit nicht erfolgte, sondern erst ab den Jahren 2018.Aus den Arbeitsberichten und den Ausführungen verschiedener Beteiligter (zB des Fünftbeteiligten, Protokoll vom 21.04.2022, S 27) ist ersichtlich, dass die beteiligten Trockenbauer bzw. Vorarbeiter nicht durchgängig bloß an einer Baustelle beschäftigt waren, sondern parallel auf mehreren Baustellen tätig waren. Es besteht kein Anhaltspunkt darauf, dass dies beim Zweitbeteiligten anders gewesen wäre, weshalb vor dem Hintergrund grundsätzlich gleichartiger Sachverhalte darauf geschlossen werden kann, dass auch der Zweitbeteiligte auf mehreren Baustellen parallel beschäftigt war, wie im Übrigen auch beispielsweise die Eintragungen in der Kalenderwoche 29 aus 2010,, wonach er sowohl in Schruns als auch Nenzing gewesen war, bestätigen. Aufgrund des eingeholten Sozialversicherungsdatenauszugs zur Person des Zweitbeteiligten ist erwiesen, dass eine Anmeldung zur Sozialversicherung in Österreich für die verfahrensgegenständliche Zeit nicht erfolgte, sondern erst ab den Jahren 2018. 2.4. Zum Kontakt mit dem zuständigen deutschen Sozialversicherungsträger Sämtliche Schriftstücke, auf welchen die weiteren Feststellungen hinsichtlich dem eingeleiteten Dialogverfahren mit der IKK basieren, liegen im Verwaltungsakt ein. 3. Rechtliche Beurteilung: 3.1. Zuständigkeit und anwendbares Recht Gemäß § 6 BVwGG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist.Gemäß Paragraph 6, BVwGG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht durch Einzelrichter, sofern nicht in Bundes- oder Landesgesetzen die Entscheidung durch Senate vorgesehen ist. Gemäß § 414 Abs. 2 ASVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Angelegenheiten nach § 410 Abs. 1 Z 1, 2 und 6 bis 9 ASVG auf Antrag einer Partei, welcher gleichzeitig mit der Beschwerde oder dem Vorlageantrag oder binnen vier Wochen ab Zustellung der Beschwerde einzubringen ist, durch einen Senat. Gemäß Paragraph 414, Absatz 2, ASVG entscheidet das Bundesverwaltungsgericht in Angelegenheiten nach Paragraph 410, Absatz eins, Ziffer eins, 2 und 6 bis 9 ASVG auf Antrag einer Partei, welcher gleichzeitig mit der Beschwerde oder dem Vorlageantrag oder binnen vier Wochen ab Zustellung der Beschwerde einzubringen ist, durch einen Senat. Einen diesbezüglichen Antrag stellte die Beschwerdeführerin in der Beschwerde hinsichtlich des Zweitbeteiligten nicht, weshalb in gegenständlichen Verfahren Einzelrichterzuständigkeit vorliegt. 3.2. Zu A) Abweisung der Beschwerde: Strittig ist im vorliegenden Fall, ob die belangte Behörde zur Feststellung einer Pflichtversicherung nach den österreichischen Rechtsvorschriften betreffend den Zeitraum 01.07.2010 bis 30.09.2010 berechtigt war oder nicht. 3.2.1. Zur Rechtslage: 3.2.1.1. Die für grenzüberschreitende Sachverhalte maßgeblichen Bestimmungen des Unionsrechts finden sich in der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (Verordnung Nr. 1408/71), in der per 01.05.2010 in Kraft getretenen Grundverordnung (Verordnung Nr. 883/2004) sowie in den jeweils dazu erlassenen Durchführungsverordnungen. 3.2.1.1. Die für grenzüberschreitende Sachverhalte maßgeblichen Bestimmungen des Unionsrechts finden sich in der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (Verordnung Nr. 1408/71), in der per 01.05.2010 in Kraft getretenen Grundverordnung (Verordnung Nr. 883 aus 2004,) sowie in den jeweils dazu erlassenen Durchführungsverordnungen. 3.2.1.1.1. Artikel 13, Artikel 14 und Artikel 84a der Verordnung Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 629/2006) lauten in ihren verfahrenswesentlichen Auszügen wie folgt: 3.2.1.1.1. Artikel 13, Artikel 14 und Artikel 84a der Verordnung Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und deren Familien, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (in der Fassung der Verordnung (EG) Nr. 629 aus 2006,) lauten in ihren verfahrenswesentlichen Auszügen wie folgt: „Artikel 13 Allgemeine Regelung„Artikel 13 , Allgemeine Regelung (1) Vorbehaltlich der Artikel 14c und 14f unterliegen Personen, für die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats. Welche Rechtsvorschriften diese sind, bestimmt sich nach diesem Titel. (2) Soweit nicht die Artikel 14 bis 17 etwas anderes bestimmen gilt folgendes: a) Eine Person, die im Gebiet eines Mitgliedstaats abhängig beschäftigt ist, unterliegt den Rechtsvorschriften dieses Staates, und zwar auch dann, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats wohnt oder ihr Arbeitgeber oder das Unternehmen, das sie beschäftigt, seinen Wohnsitz oder Betriebssitz im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats hat; b) … Artikel 14 Sonderregelung für andere Personen als Seeleute, die eine abhängige Beschäftigung ausübenArtikel 14 , Sonderregelung für andere Personen als Seeleute, die eine abhängige Beschäftigung ausüben Vom Grundsatz des Artikels 13 Absatz 2 Buchstabe a) gelten folgende Ausnahmen und Besonderheiten: 1. c) Eine Person, die im Gebiet eines Mitgliedstaats von einem Unternehmen, dem sie gewöhnlich angehört, abhängig beschäftigt wird und die von diesem Unternehmen zur Ausführung einer Arbeit für dessen Rechnung in das Gebiet eines anderen Mitgliedstaats entsandt wird, unterliegt weiterhin den Rechtsvorschriften des ersten Mitgliedstaats, sofern die voraussichtliche Dauer dieser Arbeit zwölf Monate nicht überschreitet und sie nicht eine andere Person ablöst, für welche die Entsendungszeit abgelaufen ist; d) geht eine solche Arbeit, deren Ausführung aus nicht vorhersehbaren Gründen die ursprünglich vorgesehene Dauer überschreitet, über zwölf Monate hinaus, so gelten die Rechtsvorschriften des ersten Mitgliedstaats bis zur Beendigung dieser Arbeit weiter, sofern die zuständige Behörde des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet der Betreffende entsandt wurde, oder die von dieser Behörde bezeichnete Stelle dazu ihre Genehmigung erteilt; diese Genehmigung ist vor Ablauf der ersten zwölf Monate zu beantragen. Sie darf nicht für länger als zwölf Monate erteilt werd