Recht › Bundesverwaltungsgericht
I413 2251151-1 22.12.2022
- Gericht
- Bundesverwaltungsgericht · Erkenntnis
- ECLI
- ECLI:AT:BVWG:2022:I413.2251151.1.00
- Gemeinde(n)
- · St. Gallenkirch · Tschagguns
- Thema
- Sozial- und Förderrecht
- Ergebnis
- Gemeinde nicht Partei
- Schlagworte (RIS)
- Arbeitsort A1-Bescheinigung Betrugsverdacht Dauer Dienstnehmereigenschaft Entsendung GmbH Manipulation Mitgliedstaat Niederlassung Unionsrecht Versicherungspflicht Zeitraumbezogenheit Zuständigkeit
- Normen
- AlVG §1 Abs1 lita; ASVG §4 Abs1 Z1; ASVG §4 Abs2; B-VG Art133 Abs4; Koordinierung Soziale Sicherheit Art12; Koordinierung Soziale Sicherheit Art13
- Original
- RIS-Dokument · Volltext (HTML)
Kurzzusammenfassung
Auch in diesem Parallelverfahren zur insolventen Trockenbau-GmbH stellte die Österreichische Gesundheitskasse die Sozialversicherungspflicht eines für einen bestimmten Zeitraum beschäftigten Arbeiters fest. Die GmbH bekämpfte den Bescheid mit dem Argument der Entsendung nach Deutschland und einer dortigen Versicherung. Das Bundesverwaltungsgericht wies die Beschwerde als unbegründet ab und bestätigte die Pflichtversicherung in Österreich. St. Gallenkirch und Tschagguns werden nur im Zusammenhang mit den beteiligten Personen erwähnt, ohne dass eine Gemeinde selbst Verfahrenspartei war.
Automatisch erstellt (claude-sonnet-5 (Agent), 17.09.2026). Keine Rechtsauskunft – maßgeblich ist der Originaltext.
Entscheidungstext (RIS)
Gericht Bundesverwaltungsgericht Entscheidungsdatum 22.12.2022 Geschäftszahl I413 2251151-1 Spruch , I413 2251151-1/15E IM NAMEN DER REPUBLIK! Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch den Richter Mag. Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde der XXXX GmbH, vertreten durch den Masseverwalter Dr. Tobias GISINGER gegen den Bescheid der Österreichischen Gesundheitskasse, Landesstelle Vorarlberg vom 09.11.2021, Zl. XXXX , wegen Feststellung der Versicherungspflicht von XXXX nach Durchführung von mündlichen Verhandlungen am 19.04.2022, 21.04.2022, 02.05.2022 und 09.05.2022 zu Recht:Das Bundesverwaltungsgericht erkennt durch den Richter Mag. Dr. Martin ATTLMAYR, LL.M. als Einzelrichter über die Beschwerde der römisch 40 GmbH, vertreten durch den Masseverwalter Dr. Tobias GISINGER gegen den Bescheid der Österreichischen Gesundheitskasse, Landesstelle Vorarlberg vom 09.11.2021, Zl. römisch 40 , wegen Feststellung der Versicherungspflicht von römisch 40 nach Durchführung von mündlichen Verhandlungen am 19.04.2022, 21.04.2022, 02.05.2022 und 09.05.2022 zu Recht: A) Die Beschwerde wird als unbegründet abgewiesen. B) Die Revision ist gemäß Art 133 Abs 4 B-VG nicht zulässig.Die Revision ist gemäß Artikel 133, Absatz 4, B-VG nicht zulässig. , Text Entscheidungsgründe:, Entscheidungsgründe: I. Verfahrensgang:römisch eins. Verfahrensgang: 1. Mit insgesamt 17 Bescheiden vom 09.11.2021 und einem Bescheid vom 12.11.2021 stellte die belangte Behörde fest, dass XXXX (Erstbeteiligter), XXXX (Zweitbeteiligter), XXXX (Drittbeteiligter), XXXX (Viertbeteiligter), XXXX (Fünftbeteiligter), XXXX (Sechstbeteiligter), XXXX (Siebtbeteiligter), XXXX (Achtbeteiligter), XXXX (Neuntbeteiligter), XXXX (Zehntbeteiligter), XXXX (Elftbeteiligter), XXXX (Zwölftbeteiligter), XXXX (13.-Beteiligter), XXXX (14.-Beteiligter), XXXX (15.-Beteiligter), XXXX (16.-Beteiligter), XXXX (17.-Beteiligter) und XXXX (18.-Beteiligter) aufgrund ihrer Tätigkeit als Trockenbauer für die XXXX GmbH (in der Folge: Beschwerdeführerin) gemäß § 4 Abs 1 iVm Abs 2 ASVG in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Arbeitslosenversicherung in näher spezifizierten Zeiträumen, hinsichtlich des 15.-Beteiligten im Zeitraum vom 01.11.2011 bis 15.12.2011 pflichtversichert waren. 1. Mit insgesamt 17 Bescheiden vom 09.11.2021 und einem Bescheid vom 12.11.2021 stellte die belangte Behörde fest, dass römisch 40 (Erstbeteiligter), römisch 40 (Zweitbeteiligter), römisch 40 (Drittbeteiligter), römisch 40 (Viertbeteiligter), römisch 40 (Fünftbeteiligter), römisch 40 (Sechstbeteiligter), römisch 40 (Siebtbeteiligter), römisch 40 (Achtbeteiligter), römisch 40 (Neuntbeteiligter), römisch 40 (Zehntbeteiligter), römisch 40 (Elftbeteiligter), römisch 40 (Zwölftbeteiligter), römisch 40 (13.-Beteiligter), römisch 40 (14.-Beteiligter), römisch 40 (15.-Beteiligter), römisch 40 (16.-Beteiligter), römisch 40 (17.-Beteiligter) und römisch 40 (18.-Beteiligter) aufgrund ihrer Tätigkeit als Trockenbauer für die römisch 40 GmbH (in der Folge: Beschwerdeführerin) gemäß Paragraph 4, Absatz eins, in Verbindung mit Absatz 2, ASVG in der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sowie Arbeitslosenversicherung in näher spezifizierten Zeiträumen, hinsichtlich des 15.-Beteiligten im Zeitraum vom 01.11.2011 bis 15.12.2011 pflichtversichert waren. 2. Gegen all diese Bescheide erhob die Beschwerdeführerin das Rechtsmittel der Beschwerde. 3. Mit Schriftsatz vom 27.01.2022 legte die belangte Behörde die Beschwerde samt Verwaltungsakt unter Abgabe einer Stellungnahme dem Bundesverwaltungsgericht vor. Zusammengefasst werden Mängel in der Tatsachenfeststellung und in der Beweiswürdigung sowie die Rechtswidrigkeit des Inhalts aufgrund von Verfahrensvorschriften und aufgrund unrichtiger rechtlicher Beurteilung eingewendet. Ua wird vorgebracht, dass der Dienstnehmer in der BRD beschäftigt und sozialversichert gewesen sei. Es lägen A1-Bescheinigungen vor, deren Rücknahme für die Vergangenheit ausgeschlossen sei. Weiters wird auf Art. 15 Abs. 2 des Doppelbesteuerungsabkommens Österreich-Deutschland verwiesen und eingewendet, dass die belangte Behörde nach diesem Abkommen vorgehen und die bereits bezahlten Steuern und Abgaben ihrer Forderung anrechnen hätte müssen. Weiters wird bestritten, dass eine Ablösekette vorliege, da nicht ein entsandter Arbeiter die Arbeit eines anderen entsandten Arbeiters aufnehmen würde und auch nicht ein Arbeiter durch einen anderen abgelöst werden würde, sondern es würden Baustellen begonnen und abgeschlossen. An diese Bescheinigung sei die belangte Behörde gebunden. Die belangte Behörde hätte ein Verständigungsverfahren nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Deutschland spätestens 2013 einleiten müssen. Dieses Versäumnis stelle einen Verfahrensmangel dar. Zudem sei das Recht auf Feststellung der Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen bei Beitragsschuldnern und Beitragsmithaftenden verjährt und bestünden Widersprüche in der Höhe des bekannt gegebenen Rückstands und den nunmehr in 18 Bescheiden festgestellten Zeiträumen. 3. Mit Schriftsatz vom 27.01.2022 legte die belangte Behörde die Beschwerde samt Verwaltungsakt unter Abgabe einer Stellungnahme dem Bundesverwaltungsgericht vor. Zusammengefasst werden Mängel in der Tatsachenfeststellung und in der Beweiswürdigung sowie die Rechtswidrigkeit des Inhalts aufgrund von Verfahrensvorschriften und aufgrund unrichtiger rechtlicher Beurteilung eingewendet. Ua wird vorgebracht, dass der Dienstnehmer in der BRD beschäftigt und sozialversichert gewesen sei. Es lägen A1-Bescheinigungen vor, deren Rücknahme für die Vergangenheit ausgeschlossen sei. Weiters wird auf Artikel 15, Absatz 2, des Doppelbesteuerungsabkommens Österreich-Deutschland verwiesen und eingewendet, dass die belangte Behörde nach diesem Abkommen vorgehen und die bereits bezahlten Steuern und Abgaben ihrer Forderung anrechnen hätte müssen. Weiters wird bestritten, dass eine Ablösekette vorliege, da nicht ein entsandter Arbeiter die Arbeit eines anderen entsandten Arbeiters aufnehmen würde und auch nicht ein Arbeiter durch einen anderen abgelöst werden würde, sondern es würden Baustellen begonnen und abgeschlossen. An diese Bescheinigung sei die belangte Behörde gebunden. Die belangte Behörde hätte ein Verständigungsverfahren nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Österreich-Deutschland spätestens 2013 einleiten müssen. Dieses Versäumnis stelle einen Verfahrensmangel dar. Zudem sei das Recht auf Feststellung der Verpflichtung zur Zahlung von Beiträgen bei Beitragsschuldnern und Beitragsmithaftenden verjährt und bestünden Widersprüche in der Höhe des bekannt gegebenen Rückstands und den nunmehr in 18 Bescheiden festgestellten Zeiträumen. 4. Nach Dokumentenvorlagen am 28.02.2022 fand nach Nichtfolgegebung einer Vertagungsbitte mittels Beschluss vom 28.02.2022 am 19.04.2022 eine erste mündliche Verhandlung statt, in welcher der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin einvernommen wurde. Das Bundesverwaltungsgericht hat die gegenständliche Rechtssache mit den weiteren 17 Rechtssachen zur gemeinsamen Verhandlung und Entscheidung verbunden. 5. Einlangend mit 19.04.2022 erging an das Bundesverwaltungsgericht die Mitteilung hinsichtlich der Konkurseröffnung über das Vermögen der Beschwerdeführerin samt Bekanntmachung des Amtsgerichtes Erfurt. 6. Am 21.04.2022 wurde eine weitere mündliche Verhandlung durchgeführt, in welcher die Einvernahme des 15.-Beteiligten, des 16.-Beteiligten (via ZOOM) und des Fünftbeteiligten erfolgte. 7. Per 29.04.2022 übermittelte die Beschwerdeführerin Arbeitsberichte in Kopie betreffend den Zeitraum 03.05.2010 bis 28.05.2010 hinsichtlich des 18.-Beteiligten, welche der belangten Behörde sodann zur Kenntnis gebracht wurden. 8. Am 02.05.2022 führte das Bundesverwaltungsgericht eine weitere mündliche Verhandlung durch, in welcher der Sechstbeteiligte, der Siebtbeteiligte (via ZOOM), der Achtbeteiligte (via ZOOM), der Neuntbeteiligte, der Elftbeteiligte, der Zwölftbeteiligte (via ZOOM) sowie ergänzend der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin (via ZOOM) einvernommen wurden, zudem auch die Prokuristin der Beschwerdeführerin als Zeugin (via ZOOM). 9. Eine vierte mündliche Verhandlung erfolgte am 09.05.2022, in welcher Einvernahmen des Zweitbeteiligten, des Drittbeteiligten und erneut des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, allesamt via ZOOM, erfolgten. Der Erstbeteiligte, der Viertbeteiligte, der Zehntbeteiligte, der 13.-Beteiligte, der 14.-Beteiligte, der 17.-Beteiligte und der 18.-Beteiligte blieben den Verhandlungsterminen unentschuldigt bzw. teils entschuldigt fern. II. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen:römisch zwei. Das Bundesverwaltungsgericht hat erwogen: Gemäß § 17 VwGVG iVm § 39 Abs. 2 AVG wird die gegenständliche Rechtssache von den mit ihr verbundenen weiteren Rechtssachen wieder getrennt. Gemäß Paragraph 17, VwGVG in Verbindung mit Paragraph 39, Absatz 2, AVG wird die gegenständliche Rechtssache von den mit ihr verbundenen weiteren Rechtssachen wieder getrennt. 1. Feststellungen: 1.1. Zur Beschwerdeführerin Die Beschwerdeführerin ist eine im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena, HRB XXXX , registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in XXXX , welche im Geschäftszweig „Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen“ tätig war. Im österreichischen Firmenbuch wurde beginnend mit 01.08.2009 eine Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin mit Sitz in XXXX zu FN XXXX eingetragen, deren Tätigkeit ebenfalls die Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen umfasste.Die Beschwerdeführerin ist eine im Handelsregister B des Amtsgerichtes Jena, HRB römisch 40 , registrierte Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht mit Sitz in römisch 40 , welche im Geschäftszweig „Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen“ tätig war. Im österreichischen Firmenbuch wurde beginnend mit 01.08.2009 eine Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin mit Sitz in römisch 40 zu FN römisch 40 eingetragen, deren Tätigkeit ebenfalls die Ausführung von Trockenarbeiten und Einbau von genormten Baufertigteilen umfasste. Als deren handelsrechtlicher Geschäftsführer fungierte seit 08.12.2006 XXXX , als Prokuristin seit 08.12.2006 XXXX , wobei beide jeweils selbständig vertretungsbefugt waren. Als deren handelsrechtlicher Geschäftsführer fungierte seit 08.12.2006 römisch 40 , als Prokuristin seit 08.12.2006 römisch 40 , wobei beide jeweils selbständig vertretungsbefugt waren. Mit Beschluss des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 zu GZ XXXX IN XXXX wurde über die GmbH der Konkurs ohne Eigenverwaltung des Schuldners eröffnet und mit 04.04.2022 ein Insolvenzverwalter bestellt. Mit Beschluss des Landesgerichtes Feldkirch zu XXXX S XXXX erfolgte hinsichtlich der Zweigniederlassung die Eröffnung des Konkurses als Sekundärverfahren im Sinne der EuInsVO und wurde die Gesellschaft infolge des Konkursverfahrens aufgelöst. Seit 18.05.2022 ist ein Masseverwalter für die Zweigniederlassung in Österreich bestellt. Mit Beschluss des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 zu GZ römisch 40 IN römisch 40 wurde über die GmbH der Konkurs ohne Eigenverwaltung des Schuldners eröffnet und mit 04.04.2022 ein Insolvenzverwalter bestellt. Mit Beschluss des Landesgerichtes Feldkirch zu römisch 40 S römisch 40 erfolgte hinsichtlich der Zweigniederlassung die Eröffnung des Konkurses als Sekundärverfahren im Sinne der EuInsVO und wurde die Gesellschaft infolge des Konkursverfahrens aufgelöst. Seit 18.05.2022 ist ein Masseverwalter für die Zweigniederlassung in Österreich bestellt. Beginnend mit dem Jahr 2007 entsandte die Beschwerdeführerin eine Vielzahl an Dienstnehmern nach Österreich. Die verfahrensgegenständlichen Dienstnehmer der Beschwerdeführerin in Österreich setzten sich aus Bauleitern, einem Bauleiterassistenten, Vorarbeitern, Trockenbauern und Trockenbauhelfern zusammen. Der Einsatz der Trockenbauer bzw. –helfer erfolgte bedarfsorientiert auf verschiedenen Baustellen in Vorarlberg, eingeteilt von den Bauleitern bzw. auch vom Geschäftsführer der Beschwerdeführerin. Nach Beendigung einer Baustelle wurden die Trockenbauer bzw. –helfer direkt auf der nächsten Baustelle zur Vornahme von Trockenbauarbeiten eingesetzt, wobei sie im Bedarfsfall auch auf anderen Baustellen aushalfen. Die Vorarbeiter waren parallel auf mehreren Baustellen zugegen, wobei nach Abschluss einer Baustelle nahtlos eine nächste begonnen wurde. Bei Ausscheiden eines entsandten Dienstnehmers wurde dieser von anderen entsandten Dienstnehmern ersetzt. Hinsichtlich ihrer Tätigkeiten hatten die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin wöchentlich schriftlich – wobei parallel dazu auch für kurze Zeit ein Online-Tool genutzt wurde –Arbeitsberichte zu führen, welche von ihnen eigenständig – gegebenenfalls mit Ausnahme von Urlaubs- und Krankheitszeiten – hinsichtlich Tätigkeitsort, einer detaillierten Bezeichnung der ausgeführten Arbeiten pro Werktag unter Datumsangabe und der täglichen Arbeitszeit befüllt wurden. Die wöchentlichen Arbeitsberichte wurden vom jeweiligen Dienstnehmer mit Datum unterfertigt und erfolgte noch eine mittels Unterschrift gekennzeichnete Arbeitszeitenüberprüfung durch den zuständigen Bauleiter. Am Ende der Arbeitswoche – bei den in Österreich tätigen Dienstnehmern bestand ein Zeitmodell von „kurzen“ und „langen“ Wochen, dh die Dienstnehmer fuhren in den kurzen Wochen am Donnerstag, in den langen Wochen am Freitag nach Deutschland zurück – wurden die Arbeitsberichte jedenfalls ab Februar 2010, als die Zweigniederlassung der Beschwerdeführerin in Dornbirn über eine Sekretariatsmitarbeiterin verfügte – im Sekretariat abgegeben und nach Erfurt übermittelt. Untergebracht waren die Dienstnehmer während der Arbeitswoche in zuerst angemieteten, später eigenen Wohnungen der Beschwerdeführerin, wobei die Dienstnehmer für die Unterbringung keine Kosten zu tragen hatten. Der Beschwerdeführerin waren die Voraussetzungen für Entsendungen bewusst. Die Beschwerdeführerin erwirkte aufgrund der durch Vorlage von hinsichtlich des wahren Tätigkeitsortes manipulierter Arbeitsberichten und auch durch nachträgliche Korrekturen bereits ausgestellter Bescheinigungen unzutreffenden Darstellung des tatsächlichen Sachverhaltes gegenüber deutschen Sozialversicherungsträgern hinsichtlich ihrer in Österreich tätigen Dienstnehmer die fortlaufende Ausstellung von E 101 bzw. A1-Bescheinigungen, obwohl die Voraussetzungen hierfür nicht vorlagen. Die Erlangung der Bescheinigungen erfolgte in der Absicht, die solche Bescheinigungen ausstellenden Stellen zu täuschen, um E 101 bzw A1-Bescheinigungen ausgestellt zu erhalten und hierdurch die hinsichtlich der Sozialversicherungsbeiträge für die Beschwerdeführerin günstigeren Bedingungen des deutschen Sozialversicherungsrechts zur Anwendung zu bringen. 1.2. Zum 15.-Beteiligten Der 15.-Beteiligte war ab dem 01.07.2009 bis zum 02.05.2022 als Trockenbaumonteur bei der Beschwerdeführerin beschäftigt und fungierte dort als Vorarbeiter. Von der XXXX wurden hinsichtlich des 15.-Beteiligten E 101 bzw. A1-Bescheinigungen jedenfalls für folgende Zeiträume ausgestellt:Von der römisch 40 wurden hinsichtlich des 15.-Beteiligten E 101 bzw. A1-Bescheinigungen jedenfalls für folgende Zeiträume ausgestellt: - 01.07.2009 - 31.12.2009 (E 101) - 11.05.2010 - 30.06.2010 (A1) - 01.07.2010 - 31.12.2010 (A1) - 01.01.2011 - 31.10.2011 (A1) (ursprünglich bis 31.12.2011) - 09.01.2012 - 31.12.2012 (A1) - 07.01.2013 - 11.10.2013 (A1) (ursprünglich bis 31.12.2013) - 08.01.2014 - 28.02.2014 (A1) - 03.03.2014 - 19.12.2014 (A1) - 12.01.2015 - 13.11.2015 (A1) (ursprünglich bis 18.12.2015) Für den Zeitraum 01.11.2011 bis 15.12.2011 liegen keine A1-Bescheinigungen bezüglich des 15.-Beteiligten vor. Ab dem 19.12.2011 bis zum 06.01.2011 konsumierte der 15.-Beteiligte Urlaub. Für den Zeitraum 11.01.2011 bis 31.12.2011, 01.11.2011 bis 30.12.2011 und 21.11.2011 bis 31.12.2011 erfolgte hinsichtlich des 15.-Beteiligten eine Meldung einer Entsendung nach Österreich an die Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen für die Kontrolle illegaler Beschäftigung, wobei als Ort der Beschäftigung das LKH Hohenems, das Haus Panama MWH (Frastanz) und ADEG Kaiser (Hohenems) angeführt wurde. Im Zeitraum 01.07.2009 bis 13.11 2009 war der 15.-Beteiligte – unter Außerachtlassung von Urlaub und Krankheitstagen – mit Ausnahme eines einzigen Tages ausschließlich in Österreich beschäftigt, nämlich auf diversen Baustellen im Wesentlichen in Hohenems und Nenzing. Im Zeitraum 16.11.2009 bis 12.05.2010, war er – unter Außerachtlassung seiner Urlaube – in Friedrichshafen, Deutschland, tätig. Ab dem 25.05.2010 bis jedenfalls 20.12.2012 war der 15.-Beteiligte mit geringfügigen Unterbrechungen von in Summe etwa sieben Tagen ausschließlich auf diversen Baustellen in Österreich im Wesentlichen in Koblach, Gortipohl, St. Gallenkirch, Bregenz, Dornbirn, Frastanz, Bludenz, Kennelbach, Tschagguns und Walgau tätig. Der 15.-Beteiligte war oft auf mehreren Baustellen parallel beschäftigt bzw. wurde nach Beendigung einer Baustelle die nächste begonnen. Eine Anmeldung zur Sozialversicherung in Österreich erfolgte in diesem Zeitraum nicht. Bis zum 31.01.2018 war er bei der XXXX als Arbeitnehmer gemeldet, ab dem 01.02.2018 bis zum 02.05.2022 war er in Österreich sozialversichert. Ab dem 25.05.2010 bis jedenfalls 20.12.2012 war der 15.-Beteiligte mit geringfügigen Unterbrechungen von in Summe etwa sieben Tagen ausschließlich auf diversen Baustellen in Österreich im Wesentlichen in Koblach, Gortipohl, St. Gallenkirch, Bregenz, Dornbirn, Frastanz, Bludenz, Kennelbach, Tschagguns und Walgau tätig. Der 15.-Beteiligte war oft auf mehreren Baustellen parallel beschäftigt bzw. wurde nach Beendigung einer Baustelle die nächste begonnen. Eine Anmeldung zur Sozialversicherung in Österreich erfolgte in diesem Zeitraum nicht. Bis zum 31.01.2018 war er bei der römisch 40 als Arbeitnehmer gemeldet, ab dem 01.02.2018 bis zum 02.05.2022 war er in Österreich sozialversichert. Hinsichtlich des 15.-Beteiligten wurden die Rechtsvorschriften der Union in betrügerischer Weise in Anspruch genommen, indem über den tatsächlichen Beschäftigungsort des 15.-Beteiligten durch manipulierte Arbeitsberichte getäuscht wurde. 1.3. Zum Kontakt mit der zuständigen deutschen Sozialversicherungsträgerin - Dialogverfahren Seitens der belangten Behörde wurde die XXXX bezüglich des 15.-Beteiligten bereits mit Schreiben vom 03.06.2019 um die Durchführung eines Dialogverfahrens gemäß Art. 12 VO (EG) 883/2004 iVm Beschluss Nr. A1 der Verwaltungskommission ersucht, dies noch in Bezug auf das sich aus der VO (EG) 883/2004 ergebende Ablöseverbot. Seitens der belangten Behörde wurde die römisch 40 bezüglich des 15.-Beteiligten bereits mit Schreiben vom 03.06.2019 um die Durchführung eines Dialogverfahrens gemäß Artikel 12, VO (EG) 883 aus 2004, in Verbindung mit Beschluss Nr. A1 der Verwaltungskommission ersucht, dies noch in Bezug auf das sich aus der VO (EG) 883 aus 2004, ergebende Ablöseverbot. Eine Rückmeldung durch die XXXX erfolgte mit Schreiben vom 02.12.2019, ein Zurückziehen bzw. ein Widerruf der Bescheinigungen E 101 bzw. A1 erfolgte nicht. Eine Rückmeldung durch die römisch 40 erfolgte mit Schreiben vom 02.12.2019, ein Zurückziehen bzw. ein Widerruf der Bescheinigungen E 101 bzw. A1 erfolgte nicht. Die belangte Behörde setzte ihre Ermittlungen fort und informierte die XXXX schließlich mit Schreiben vom 28.07.2020, dass sich Hinweise darauf ergeben hätten, dass sich die Beschwerdeführerin dessen bewusst war, dass die Voraussetzungen für den Erhalt und die Geltendmachung der Bescheinigung nicht vorgelegen hätten. Einvernahmen hätten dabei zu dem Ergebnis geführt, dass die Beschwerdeführerin die Ausstellung der Bescheinigungen sogar umgehen wollte, um den damit verbunden Vorteil zu erlangen. Schließlich wurde auch auf die Ungereimtheiten in Bezug auf die vorgelegten Arbeitsaufzeichnungen und dabei offenkundige Ausradierungen und ähnliche Wandlungen hingewiesen. Die belangte Behörde setzte ihre Ermittlungen fort und informierte die römisch 40 schließlich mit Schreiben vom 28.07.2020, dass sich Hinweise darauf ergeben hätten, dass sich die Beschwerdeführerin dessen bewusst war, dass die Voraussetzungen für den Erhalt und die Geltendmachung der Bescheinigung nicht vorgelegen hätten. Einvernahmen hätten dabei zu dem Ergebnis geführt, dass die Beschwerdeführerin die Ausstellung der Bescheinigungen sogar umgehen wollte, um den damit verbunden Vorteil zu erlangen. Schließlich wurde auch auf die Ungereimtheiten in Bezug auf die vorgelegten Arbeitsaufzeichnungen und dabei offenkundige Ausradierungen und ähnliche Wandlungen hingewiesen. Mit Schreiben vom 29.09.2020 der XXXX wies diese auf nationale Bestimmungen im deutschen Sozialgesetzbuch hin und erachtete die Aussagen in den von der belangten Behörde übermittelten Vernehmungsprotokollen als mehrdeutig und damit nicht für den Nachweis einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit geeignet. Mit Schreiben vom 29.09.2020 der römisch 40 wies diese auf nationale Bestimmungen im deutschen Sozialgesetzbuch hin und erachtete die Aussagen in den von der belangten Behörde übermittelten Vernehmungsprotokollen als mehrdeutig und damit nicht für den Nachweis einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit geeignet. Die belangte Behörde ersuchte erneut mit Schreiben vom 28.10.2020 um die Rücknahme der E 101- bzw. A1-Bescheinigungen für die Jahre 2009 bis 2012 und führte im Detail die vorgenommenen Änderungen in den Arbeitsberichten zum 15.-Beteiligten aus. Mit Schreiben vom 04.11.2020 teilte die XXXX mit, dass der Beschwerdeführerin zum vorliegenden Sachverhalt eine Frist bis 30.11.2020 zur Abgabe einer Stellungnahme gewährt wurde. Mit Schreiben vom 04.11.2020 teilte die römisch 40 mit, dass der Beschwerdeführerin zum vorliegenden Sachverhalt eine Frist bis 30.11.2020 zur Abgabe einer Stellungnahme gewährt wurde. Mit Schreiben vom 22.02.2021 führte die XXXX aus, dass sie aufgrund der Stellungnahme der Beschwerdeführerin zu dem Ergebnis gelangt sei, dass eine Rücknahme der E 101- bzw. A1-Bescheinigungen nicht vorgenommen werde, da die Vorwürfe keine zweifelsfreie Bestätigung gefunden hätten. Darüber hinaus habe sich der 15.-Beteiligte im Zeitraum November/Dezember 2011 auf einer Baustelle in Deutschland befunden. Mit Schreiben vom 22.02.2021 führte die römisch 40 aus, dass sie aufgrund der Stellungnahme der Beschwerdeführerin zu dem Ergebnis gelangt sei, dass eine Rücknahme der E 101- bzw. A1-Bescheinigungen nicht vorgenommen werde, da die Vorwürfe keine zweifelsfreie Bestätigung gefunden hätten. Darüber hinaus habe sich der 15.-Beteiligte im Zeitraum November/Dezember 2011 auf einer Baustelle in Deutschland befunden. 2. Beweiswürdigung: 2.1. Zum Sachverhalt Zur Feststellung des für die Entscheidung maßgebenden Sachverhaltes wurden im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Beweise erhoben durch die Einsichtnahme in den Akt bzw. die Akten der belangten Behörde, in den bekämpften Bescheid und in den Beschwerdeschriftsatz. Ein Auszug aus dem Firmenbuch wurde ergänzend zum vorliegenden Akt zur Beschwerdeführerin eingeholt, des Weiteren ein Sozialversicherungsdatenauszug zur ehemaligen Dienstnehmerin N. P. Zudem wurden am 19.04.2022, am 21.04.2022, am 02.05.2022 und am 09.05.2022 mündliche Beschwerdeverhandlungen durchgeführt, im Zuge derer der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, die Prokuristin der Beschwerdeführerin als Zeugin sowie der Zweitbeteiligte, der Drittbeteiligte, der Fünftbeteiligte, der Sechstbeteiligte, der Siebtbeteiligte, der Achtbeteiligte, der Neuntbeteiligte, der Elftbeteiligte, der Zwölftbeteiligte, der 15.-Beteiligte und der 16.-Beteiligte einvernommen wurden. Der Erstbeteiligte, der Viertbeteiligte, der Zehntbeteiligte, der 13.-Beteiligte, der 14.-Beteiligte, der 17.-Beteiligte und der 18.-Beteiligte blieben den Verhandlungen unentschuldigt bzw. teils entschuldigt fern. 2.2. Zur Beschwerdeführerin Die Feststellungen zur Beschwerdeführerin hinsichtlich deren Rechtsform, Sitz, Geschäftszweig, Zweigniederlassung, handelsrechtlichen Geschäftsführer und Prokuristin samt Vertretungsbefugnis, Konkursverfahren sowohl hinsichtlich der GmbH in Deutschland als auch der Zweigniederlassung samt Insolvenz- bzw. Masseverwalter basieren auf einem amtswegig eingeholten Firmenbuchauszug zu FN XXXX . Daneben wurden die Umstände zum Konkursverfahren dem Bundesverwaltungsgericht auch mit Mitteilung vom 19.04.2022 kundgetan, welcher zugleich die öffentliche Bekanntmachung des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 beigefügt war. Die Feststellungen zur Beschwerdeführerin hinsichtlich deren Rechtsform, Sitz, Geschäftszweig, Zweigniederlassung, handelsrechtlichen Geschäftsführer und Prokuristin samt Vertretungsbefugnis, Konkursverfahren sowohl hinsichtlich der GmbH in Deutschland als auch der Zweigniederlassung samt Insolvenz- bzw. Masseverwalter basieren auf einem amtswegig eingeholten Firmenbuchauszug zu FN römisch 40 . Daneben wurden die Umstände zum Konkursverfahren dem Bundesverwaltungsgericht auch mit Mitteilung vom 19.04.2022 kundgetan, welcher zugleich die öffentliche Bekanntmachung des Amtsgerichtes Erfurt vom 01.04.2022 beigefügt war. Der Umstand, wonach ab dem Jahr 2007 Entsendungen nach Österreich erfolgten, ergibt sich aus den Angaben der weiteren Verfahrensparteien in der mündlichen Verhandlung (Protokoll vom 02.05.2022, S 9), ab dem Jahr 2008 liegen schließlich auch die entsprechenden Bescheinigungen E 101 bzw. A1 im Verwaltungsakt ein. Aus einer Gesamtschau der Schilderungen der weiteren Verfahrensparteien und auch des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin ergibt sich, dass sich die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin aus Bauleiter, Vorarbeiter, Trockenbauer, Trockenbauhelfer und einem Bauleiterassistenten zusammensetzten (Protokoll vom 19.04.2022 S 9; Protokoll vom 21.04.2022, S 13, S 15, S 18, S 20, S 23, S 27 und S 30; Protokoll vom 02.05.2022, S 4, S 7, S 9, S 13, S 17, S 18, S 36, S 39 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 5 und S 13). Die Ausführungen mehrerer Bauleiter vor der belangten Behörde bzw. vor dem Prüfdienst Lohnabgaben lassen erkennen, dass die Dienstnehmer von selbigen eingeteilt wurden (Protokoll vom 16.07.2020 (L. K.), S 1; Protokoll vom 19.06.2020, S 3 (T. S.); Protokoll 06.08.2020, S 2 (K. F. betreffend Beschäftigungen ab 2014); Protokoll vom 24.07.2013, S 3 (K. O.)), wobei schließlich sowohl eine damalige Angestellte der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 13.07.20202, S 2 (N. P.)), als auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin auf Personaleinteilungen durch ihn selbst Bezug nahm (Protokoll vom 19.04.2022, S 6). Schließlich bestätigten auch die Dienstnehmer, dass die Personaleinteilung durch die Geschäftsführung und die Bauleiter erfolgte (Protokoll vom 21.04.2022, S 13 f und S 23; Protokoll vom 02.05.2022, S 5). Der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin selbst bestätigte dezidiert den bedarfsorientieren Einsatz der Mitarbeiter (Protokoll vom 19.04.2022, S 8). Aus den Darlegungen der Trockenbauer bzw. –helfer ergibt sich, dass diese nach Beendigung einer Baustelle direkt auf der nächsten eingesetzt wurden (Protokoll vom 21.04.2022, S 21; Protokoll vom 02.05.2022, S 6, S 11, S 18, S 37 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 13) – was auch eine damalige Angestellte derart vor der belangten Behörde erläuterte (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.)) – und im Bedarfsfall auch auf anderen Baustellen aushalfen (Protokoll vom 21.04.2022, S 21; Protokoll vom 02.05.2022, S 11, S 18, S 37 und S 44; Protokoll vom 09.05.2022, S 13). Die als Vorarbeiter eingesetzten Dienstnehmer, der 15.-Beteiligte und der Fünftbeteiligte, schilderten übereinstimmend, parallel oft mehrere Baustellen gehabt zu haben (Protokoll vom 19.04.2022, S 16; Protokoll vom 21.04.2022, S 30), was einerseits in den von ihnen im jeweiligen Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten bestätigt wird, andererseits lassen auch die Arbeitsberichte zum Fünftbeteiligten, Achtbeteiligten und zum 15.-Beteiligten dies erkennen, zudem, dass nach Beendigung einer Baustelle direkt die nächste begonnen wurde (Protokoll vom 21.04.2022, S 15 und S 30). Einen Wechsel der Dienstnehmer bei Krankheit, Urlaub oder auch Kündigungen räumte der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin selbst ein (Protokoll vom 19.04.2022, S 7), was bereits eine ehemalige Angestellte vor der belangten Behörde derart zu Protokoll gegeben hatte (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.)). Daneben stellt sich dieser Umstand bereits aufgrund der Mehrzahl an Dienstnehmern bei der entsprechenden Auftragslage in Österreich als nachvollziehbar und gegeben dar. Sowohl die ehemalige Angestellte der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.)), der ehemalige Lehrling (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.)), als auch die einvernommenen Bauleiter (Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 06.08.2020, S 4 (K. F.)) schilderten, dass die Dienstnehmer der Beschwerdeführerin wöchentlich schriftlich Arbeitsberichte zu führen hatten, welche hinsichtlich der weiteren Verfahrensparteien im jeweiligen Verwaltungsakt einliegen und welchen die Detailfeststellungen zur inhaltlichen Ausgestaltung entnommen wurden. Schließlich betonte auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin, dass es seitens des Unternehmens klare Anweisungen gegeben habe, Aufzeichnungen über die Arbeitszeit zu führen (Protokoll vom 19.04.2022, S 8). Zudem nahm auch die Prokuristin und Zeugin H. B. Bezug auf die Arbeitsberichte (Protokoll vom 02.05.2022, S 26 f). Mit Ausnahme des Sechstbeteiligten, welchem das Prozedere nicht mehr im Detail erinnerlich war (Protokoll vom 02.05.2022, S 6), bestätigten in weiterer Folge sämtliche der einvernommenen Dienstnehmer, die schriftlichen Arbeitsaufzeichnungen selbst geführt und unterschrieben zu haben (Protokoll vom 21.05.2022, S 14 (15.-Beteiligter), S 21 (16.-Beteiligter) und S 28 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 10 (Siebtbeteiligter), S 14 f (Achtbeteiligter), S 18 f (Neuntbeteiligter), S 37 (Elftbeteiligter) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 5 f (Zweitbeteiligter) und S 13 f (Drittbeteiligter)). Auch, dass in den verfahrensgegenständlichen Zeiträumen für kurze Zeit parallel dazu ein Online-Tool genutzt wurde, ergibt sich aus den übereinstimmenden Darlegungen im Verfahren (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.); Protokoll vom 21.05.2022, S 15 (15.-Beteiligter) und S 21 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 6 (Sechstbeteiligter) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 5 (Zweitbeteiligter)), sowie den Angaben der Prokuristin (Protokoll vom 02.05.2022, S 29). In Anbetracht des Schriftbildes in den Arbeitsberichten selbst bzw. auch aus den Darlegungen der dazu einvernommenen Dienstnehmer (Protokoll vom 02.05.2022, S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 6 (Zweitbeteiligter)) ergibt sich der Umstand, dass Urlaubs- und Krankheitszeiten gegebenenfalls nicht von den Dienstnehmern selbst eingetragen wurden, was schließlich auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin einräumte (Protokoll vom 09.05.2022, S 17). Dass die Arbeitsberichte von den Bauleitern überprüft und dieser Umstand mit Unterschrift bestätigt wurde, steht in Anbetracht der Darlegungen des 15.-Beteiligten, des 16.-Beteiligten (Protokoll vom 21.04.2022, S 14 und S 21) und des Achtbeteiligten (Protokoll vom 02.05.2022, S 15) fest, welche eine Kontrolle durch die Bauleitung bejahten. Die Prokuristin führte in diesem Zusammenhang in Einklang dazu aus, dass die Arbeitszeitenüberprüfung durch die Bauleiter angedacht war (Protokoll vom 02.05.2022, S 27), weshalb den Darlegungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, wonach die Bauleiter nicht die Aufgabe gehabt hätten, die Aufzeichnungen zu prüfen (und allenfalls auch richtigzustellen), nicht gefolgt werden kann (Protokoll vom 19.04.2022, S 9). Bereits im Zuge der niederschriftlichen Einvernahme vor der belangten Behörde nahm der ehemalige Lehrling Bezug auf „lange“ und „kurze“ Wochen der in Österreich tätigen Dienstnehmer (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.)), ebenso betonte eine weitere ehemalige Dienstnehmerin den wöchentlich wechselnden Turnus zwischen kurzen und langen Wochen, hinsichtlich dem sie auch die entsprechenden Wohnungsreinigungsarbeiten vornahm (Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (J. L.-K.)). Darüber hinaus erwähnten auch einige der Dienstnehmer vor dem erkennenden Richter den Umstand, am Donnerstag oder am Freitag nach Deutschland nach Hause gefahren zu sein (Protokoll vom 02.05.2022, S 17 (Neuntbeteiligter) und S 39 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 7 (Zweitbeteiligter)), was im Ergebnis ohnedies auch die im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichte belegen vermögen.v Schließlich bestätigte auch der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin im Zuge der mündlichen Verhandlung, dass sich kurze und lange Wochen abgewechselt hätten (Protokoll vom 02.05.2022, S 25). Übereinstimmend wurde schließlich von den Einvernommenen bestätigt, dass die Arbeitsberichte im Sekretariat in Dornbirn abgegeben und nach Erfurt übermittelt wurden (Protokoll vom 13.07.2020, S 2 (N. P.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (K. S.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 19.04.2022, S 9 (Geschäftsführer der Beschwerdeführerin); Protokoll vom 21.04.2022, S 21 (16.-Beteiligter) und S 28 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 19 (Neuntbeteiligter), S 26 (H. B.) und S 40 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 6 (Zweitbeteiligter) und S 14 (Drittbeteiligten)). Auch die Darlegungen in Hinblick auf die Unterbringung der Dienstnehmer zuerst in angemieteten, später eigenen Wohnungen der Beschwerdeführerin, ohne dass diese die Kosten dafür zu tragen hatten, stellen sich als gleichlautend dar (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.), Protokoll vom 16.07.2020, S 1 f (J. L.-K.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 24.07.2013, S 4 f (K. O.); Protokoll vom 19.04.2022, S 8 (Geschäftsführer der Beschwerdeführerin); Protokoll vom 21.04.2022, S 14 f (15.-Beteiligter), S 20 (16.-Beteiligter) und S 27 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 7 (Sechstbeteiligter), S 11 (Siebtbeteiligter); S 13 (Achtbeteiligter), S 17 und S 20 (Neuntbeteiligter); S 34 (H. B.), S 36 (Elftbeteiligter) und S 39 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 7 (Zweitbeteiligter) und S 12 (Drittbeteiligter)), wobei lediglich einer Person der Umstand der (kostenfreien) Zurverfügungstellung nicht mehr erinnerlich war (Protokoll vom 06.08.2022, S 2 (K. S.)). Die Schilderungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin lassen erkennen, dass die Voraussetzungen für Entsendungen der Beschwerdeführerin bzw. deren handelnden Organen bewusst waren, zumal der Geschäftsführer das Prozedere hinsichtlich der Ausstellung, deren Rechtzeitigkeit bzw. der einzuhaltenden Fristen entsprechend zu schildern vermochte (Protokoll vom 19.04.2022, S 9) und auch die Prokuristin der Beschwerdeführerin ausführte, gewusst zu haben, dass eine Entsendung nicht länger als zwei Jahre dauern und die Entsendedauer nicht überschritten werden dürfe (Protokoll vom 02.05.2022, S 34). Auch der Umstand, dass sowohl der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin (Protokoll vom 09.05.2022, S 19) als auch die Zeugin H. B. (Protokoll vom 02.05.2022, S 31 f) darlegten, diesbezüglich Abklärungen mit der deutschen Krankenversicherung und auch mit einem Steuerberater vorgenommen zu haben, bekräftigt dies. Nach Durchführung von vier mündlichen Beschwerdeverhandlungen kommt der erkennende Richter gegenständlich zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch ihren Geschäftsführer, den tatsächlichen Sachverhalt vor den deutschen Sozialversicherungsträgern unzutreffend darstellte, die ausstellenden Sozialversicherungsträger durch die Vorlage manipulierter Arbeitsberichte hinsichtlich des tatsächlichen Beschäftigungsortes täuschte und dadurch die fortlaufende Ausstellung von E 101 bzw. A1-Bescheinigungen trotz Nichtvorliegens der Voraussetzungen erwirkte, was sich auf folgende Erwägungen stützt: Sämtliche der vor dem Bundesverwaltungsgericht dazu persönlich einvernommenen weiteren Verfahrensparteien gaben nach Vorhalt der sie betreffenden, dem Bundesverwaltungsgericht vorliegenden Arbeitsberichte übereinstimmend zu Protokoll, dass diese hinsichtlich dem Beschäftigungsort Eintragungen enthalten, welche nicht von ihnen selbst stammen würden (Protokoll vom 21.04.2022, S 18 (15.-Beteiligter), S 22 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 19 und S 22 (Neuntbeteiligter), S 41 und S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 9, S 10 und S 11 (Zweitbeteiligter)) und/oder welche nicht mit den Detaileintragungen der einzelnen Werktage in Einklang zu bringen sind (Protokoll vom 21.04.2022, S 17 (15.-Beteiligter); S 22 (16.-Beteiligter), S 29 (Fünftbeteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 45 (Zwölftbeteiligter)). Dass teilweise zwei Arbeitsberichte, welche sich lediglich hinsichtlich der unter „Baustelle/BV“ (BV bedeutet dabei „Bauvorhaben“) angeführten Beschäftigungsorte unterschieden, ansonsten jedoch hinsichtlich ihrer Detaileintragungen absolut identisch waren, vermochte sich ebenfalls keiner der dazu einvernommenen Dienstnehmer zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17 (15.-Beteiligter), S 22 (16.-Beteiligter); Protokoll vom 02.05.2022, S 42 (Zwölftbeteiligter); Protokoll vom 09.05.2022, S 10 (Zweitbeteiligter)). Dass lediglich eine der weiteren Verfahrensparteien nicht dezidiert ein Schriftbild bestätigen bzw. sich nicht daran erinnern vermochte, einen Arbeitsbericht (KW 29/11) ausgefüllt zu haben (Protokoll vom 09.05.2022, S 13 und S 14 (Drittbeteiligter)), vermag in Anbetracht der vorherigen Darlegungen keine Entscheidungsrelevanz zu entfalten. Das Bundesverwaltungsgericht hält es aufgrund der Eindeutigkeit des Sachverhalts für erwiesen, dass in den Arbeitsberichten „Baustelle/BV“ Korrekturen vorgenommen wurden, wie eben einerseits die in einem Arbeitsbericht unterschiedlichen Schriftbilder erkennen lassen, andererseits auch die Unvereinbarkeit mit den Detaileintragungen der einzelnen Wochentage implizieren. Diesbezüglich bleibt auch auf die Erwägungen unter Punkt 2.3. zum 15.-Beteiligten zu verweisen. Die Darlegungen des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin, wonach es ihm aufgrund der verstrichenen Zeit nicht mehr möglich sei, den Vorwurf manipulierter Arbeitsberichte nachzuvollziehen bzw., dass die Arbeitsberichte für ihn stimmig wären (Protokoll vom 19.04.2022, S 10), vermögen vor dem Hintergrund der übereinstimmenden und stringenten Ausführungen der weiteren Verfahrensparteien – wobei in konkreten Verfahren erneut auf die Erwägungen im Detail unter Punkt 2.3. verwiesen wird – nicht zu überzeugen, ebenso wenig, dass 99 % der Arbeitsberichte richtig und vollständig abgefasst worden seien (Protokoll vom 09.05.2022, S 17). Schließlich erschöpften sich die Erklärungsversuche des Geschäftsführers der Beschwerdeführerin auf Vorhalt des erkennenden Richters, wonach frühere Mitarbeiter mitgeteilt hätten, dass sie sich sicher seien, dass in den Arbeitsberichten nicht ihre Handschrift enthalten sei, in einer ausweichenden Antwort, wonach er nicht mehr sagen könne, ob überprüft worden sei, ob die Bauvorhaben tatsächlich in Deutschland gewesen wären (Protokoll vom 09.05.2022, S 19). Auch den Widerspruch zwischen den Eintragungen in der Zeile „Baustelle/BV“ und den Detaileintragungen zu den einzelnen Tagen vermochte er nicht zu erklären (Protokoll vom 09.05.2022, S 19). Die Erklärungen der Prokuristin hinsichtlich der von den weiteren Verfahrensparteien nicht selbst vorgenommenen handschriftlichen Eintragungen in der Zeile „Baustelle/BV“, welche sie mit einem nicht vorhandenen Büro in Vorarlberg zu erklären versuchte (Protokoll vom 02.05.2022, S 28), stellen sich vor dem Hintergrund, dass bereits ab August 2009 die Zweigniederlassung in Österreich begründet wurde und ab Februar 2010 auch eine Mitarbeiterin (wie sich aus einem Sozialversicherungsdatenauszug zu ihrer Person in Hinblick auf das Anstellungsverhältnis zur Beschwerdeführerin ergibt) die Arbeitsberichte nach Erfurt weitergeleitet hat – zumal schließlich auch eine Vielzahl von Arbeitsberichten nach 2009 von den inhaltlichen Veränderungen betroffen war – als nicht zutreffend dar. Auch ihre Argumentation, wonach zwei Arbeitsberichte für ein und denselben Zeitraum bei – mit Ausnahme der unter „Baustelle/BV“ angeführten Beschäftigungsorte – deckungsgleiche Arbeitsberichte in einer von der Prokuristin der Beschwerdeführerin gemutmaßten recht lästigen Pflicht für die Trockenbauer bzw. Druck auf ihnen liegen solle (Protokoll vom 02.05.2022, S 29), vermag in keiner Weise zu überzeugen, zumal sie selbst zuvor noch dargelegt hat, dass anhand der Arbeitsberichte provisionsbezogene Leistungen abgerechnet wurden (Protokoll vom 02.05.2022, S 26). Auch vermochte die Prokuristin nicht substantiiert zu erklären, welche anderen Unterlagen – zumal die Arbeitsberichte eine umfassende Dokumentation der Baustellenörtlichkeiten und der vorgenommenen Tätigkeiten darstellen – zur Beurteilung hätten herangezogen werden sollen (Protokoll vom 02.05.2022, S 31). Entgegen dem Beschwerdevorbringen (Beschwerde vom 06.12.2021, S 9) sind in Anbetracht der obigen Erwägungen die Arbeitsberichte nämlich sehr wohl für die Beurteilung des Sachverhaltes geeignet bzw. sogar dafür prädestiniert. Darüber hinaus bleiben auch die Angaben der (ehemaligen) Dienstnehmer:innen der Beschwerdeführerin zu berücksichtigen. Diesen war zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin, vertreten durch deren Geschäftsführer, die erlangten Vorteile – geringere Personalkosten – bewusst ausgenutzt hat und in weiterer Folge daraus Wettbewerbsvorteile resultierten (Protokoll vom 13.07.2020, S 3 (N. P.); Protokoll vom 16.07.2022, S 4 (K. S.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (J. L.-K.); Protokoll vom 16.07.2020, S 2 (L. K.); Protokoll vom 19.06.2020, S 6 (T. S.); Protokoll vom 06.08.2020, S 3 (K. F.)). Schlussendlich ergeben auch die Darlegungen der des Sechstbeteiligten im Zuge der mündlichen Verhandlung, wonach die Prokuristin der Beschwerdeführerin ihn im Vorfeld kontaktiert und ihm mitgeteilt habe, dass es nicht notwendig sei, zur Verhandlung zu erscheinen, da dies nur Geld kosten und alles der Anwalt vornehmen würde (Protokoll vom 02.05.2022, S 8), ein abgerundetes Bild in Hinblick auf die von der Geschäftsführung verfolgten Intentionen. Im Ergebnis hegt der erkennende Richter damit keinerlei Zweifel, dass die Erlangung der E 101 bzw. A1-Bescheinigungen von der Beschwerdeführerin bewusst in betrügerischer Absicht erwirkt wurden, um in den Genuss von im Unionsrecht vorgesehenen Vorteilen zu gelangen. 2.3. Zum 15.-Beteiligten Der Arbeitsvertrag des 15.-Beteiligten, aus welchem der Beginn des Arbeitsverhältnisses aus dessen § 1 „Beginn des Arbeitsverhältnisses“ hervorgeht, liegt im Verwaltungsakt ein. Dass der 15.-Beteiligte als Vorarbeiter fungierte, ergibt sich aus dessen glaubhaften Aussagen vor dem Bundesverwaltungsgericht (Protokoll vom 21.04.2022, S 13). Aus einer Zusammenschau des Schreibens der XXXX vom 02.12.2019, in welchem diese ausführte, dass der 15.-Beteiligte vom 01.07.2009 bis 31.01.2018 bei ihnen als Arbeitnehmer gemeldet gewesen war und dem amtswegig eingeholten Sozialversicherungsdatenauszug zum 15.-Beteiligten, welcher seine Versicherung in Österreich im Zeitraum 01.02.2018 bis 02.05.2022 belegt, konnte die Feststellung getroffen werden, dass der 15.-Beteiligte bis zum 02.05.2022 bei der Beschwerdeführerin beschäftigt gewesen war. Der Arbeitsvertrag des 15.-Beteiligten, aus welchem der Beginn des Arbeitsverhältnisses aus dessen Paragraph eins, „Beginn des Arbeitsverhältnisses“ hervorgeht, liegt im Verwaltungsakt ein. Dass der 15.-Beteiligte als Vorarbeiter fungierte, ergibt sich aus dessen glaubhaften Aussagen vor dem Bundesverwaltungsgericht (Protokoll vom 21.04.2022, S 13). Aus einer Zusammenschau des Schreibens der römisch 40 vom 02.12.2019, in welchem diese ausführte, dass der 15.-Beteiligte vom 01.07.2009 bis 31.01.2018 bei ihnen als Arbeitnehmer gemeldet gewesen war und dem amtswegig eingeholten Sozialversicherungsdatenauszug zum 15.-Beteiligten, welcher seine Versicherung in Österreich im Zeitraum 01.02.2018 bis 02.05.2022 belegt, konnte die Feststellung getroffen werden, dass der 15.-Beteiligte bis zum 02.05.2022 bei der Beschwerdeführerin beschäftigt gewesen war. Die Feststellung der von E 101- bzw A1-Bescheinigungen abgedeckten Zeiträume ergeben sich zweifelsfrei aus den vorgelegten bzw im Verwaltungsakt einliegenden E 101- bzw A1-Bescheinigungen betreffend den 15.-Beteiligten in Zusammenschau mit dem Schreiben der XXXX vom 02.12.2019. Diese Bescheinigungen betreffen Zeiträume, welche nicht verfahrensgegenständlich sind. Weder im Verwaltungsakt liegt eine solche Bescheinigung betreffend den Zeitraum 01.11.2011 bis 15.12.2011 ein, noch ist eine solche im Laufe des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens vorgelegt worden oder hervorgekommen. Daher war festzustellen, dass für den vorgenannten Zeitraum keine E 101- bzw A1-Bescheinigung bezüglich den 15.-Beteiligten vorliegt. Dass er ab dem 19.12.2011 bis 06.01.2012 Urlaub konsumierte, geht aus den im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten zu den Kalenderwochen 51/2011 bis 02/2012 hervor. Die Feststellung der von E 101- bzw A1-Bescheinigungen abgedeckten Zeiträume ergeben sich zweifelsfrei aus den vorgelegten bzw im Verwaltungsakt einliegenden E 101- bzw A1-Bescheinigungen betreffend den 15.-Beteiligten in Zusammenschau mit dem Schreiben der römisch 40 vom 02.12.2019. Diese Bescheinigungen betreffen Zeiträume, welche nicht verfahrensgegenständlich sind. Weder im Verwaltungsakt liegt eine solche Bescheinigung betreffend den Zeitraum 01.11.2011 bis 15.12.2011 ein, noch ist eine solche im Laufe des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens vorgelegt worden oder hervorgekommen. Daher war festzustellen, dass für den vorgenannten Zeitraum keine E 101- bzw A1-Bescheinigung bezüglich den 15.-Beteiligten vorliegt. Dass er ab dem 19.12.2011 bis 06.01.2012 Urlaub konsumierte, geht aus den im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten zu den Kalenderwochen 51 aus 2011, bis 02 aus 2012, hervor. Die Meldungen einer Entsendung nach Österreich an die Zentrale Koordinationsstelle des Bundesministeriums für Finanzen für die Kontrolle illegaler Beschäftigung liegen ebenfalls im Verwaltungsakt ein. Der Umstand, wonach der 15.-Beteiligte im Zeitraum 01.07.2009 bis 13.11.2009 unter Außerachtlassung von Krankheitstagen mit Ausnahme eines einzigen Tages ausschließlich in Österreich beschäftigt und auf diversen Baustellen im Wesentlichen in Hohenems und Nenzing tätig gewesen war, ergibt sich unstrittig aus den im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten des 15.-Beteiligten, welche mit dessen eigenen Angaben im Zuge der mündlichen Verhandlung, wonach er die ersten Monate seiner Anstellung in Österreich eingesetzt worden wäre (Protokoll vom 21.04.2022, S 13), übereinstimmen. Dass er im Zeitraum vom 16.11.2009 bis 12.05.2010 unter Außerachtlassung seiner Urlaube in Friedrichshafen tätig geworden ist, basiert ebenfalls auf den im Verwaltungsakt einliegenden Arbeitsberichten in Zusammenschau mit den Angaben des 15.-Beteiligten, der glaubhaft und mit den Berichten in Einklang stehend schilderte, nach seinen ersten Monaten in Österreich ein halbes Jahr lang in Deutschland gewesen zu sein (Protokoll vom 21.04.2022, S 13). Die Feststellung, wonach der 15.-Beteiligte ab dem 25.05.2010 bis jedenfalls 20.12.2012 mit geringfügigen Unterbrechungen von in Summe etwa sieben Tagen ausschließlich auf diversen Baustellen in Österreich im Wesentlichen in Koblach, Gortipohl, St. Gallenkirch, Bregenz, Dornbirn, Frastanz, Bludenz, Kennelbach, Tschagguns und Walgau beschäftigt gewesen war, ergibt sich aus einer Zusammenschau der glaubhaften und in sich stringenten Darlegungen des 15.-Beteiligten im Zuge der mündlichen Verhandlung (Protokoll vom 21.04.2022, S 13 ff) und den im Verwaltungsakt befindlichen Arbeitsberichten des 15.-Beteiligten, beginnend mit dem Datum seiner Anstellung, nämlich dem 01.07.2009, wobei der Geschäftsführer der Beschwerdeführerin auch selbst hinsichtlich der Arbeitsberichte betonte, dass der effektive Einsatz auf der Baustelle aus diesen hervorgeht (Protokoll vom 19.04.2022, S 10). Vorab bleibt festzuhalten, dass hinsichtlich sämtlicher Arbeitsberichte betreffend den verfahrensgegenständlichen Zeitraum 01.11.2011 bis 15.12.2011 und damit die Kalenderwochen 44/2011 bis 50/2011 (mit Ausnahme der Kalenderwoche 47/2011) zwei Versionen vorliegen, welche sich ausschließlich in den Eintragungen unter „Baustelle/BV“ bzw. auch den Angaben zum Bauvorhaben an den einzelnen Kalendertagen unterscheiden. Der 15.-Beteiligte selbst konnte sich in der mündlichen Verhandlung das Vorliegen zweier Arbeitsberichtsversionen nicht erklären und verneinte auch glaubhaft, bei Arbeitsberichten später Korrekturen oder Löschungen vorgenommen zu haben (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Dessen ungeachtet lässt selbst die zweite Variante der vom 15.-Beteiligten selbst verfassten Aufzeichnungen (Protokoll vom 21.04.2022, S 14) erkennen, dass bei den verfahrensgegenständlichen Wochenberichten der Kalenderwochen 44/2011 bis 50/2011 die oben unter „Baustelle/BV“ angeführten Örtlichkeiten mit den Detaileintragungen der einzelnen Tage nicht miteinander in Einklang zu bringen sind bzw bei diesen Änderungen vorgenommen wurden.Vorab bleibt festzuhalten, dass hinsichtlich sämtlicher Arbeitsberichte betreffend den verfahrensgegenständlichen Zeitraum 01.11.2011 bis 15.12.2011 und damit die Kalenderwochen 44 aus 2011, bis 50 aus 2011, (mit Ausnahme der Kalenderwoche 47 aus 2011,) zwei Versionen vorliegen, welche sich ausschließlich in den Eintragungen unter „Baustelle/BV“ bzw. auch den Angaben zum Bauvorhaben an den einzelnen Kalendertagen unterscheiden. Der 15.-Beteiligte selbst konnte sich in der mündlichen Verhandlung das Vorliegen zweier Arbeitsberichtsversionen nicht erklären und verneinte auch glaubhaft, bei Arbeitsberichten später Korrekturen oder Löschungen vorgenommen zu haben (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Dessen ungeachtet lässt selbst die zweite Variante der vom 15.-Beteiligten selbst verfassten Aufzeichnungen (Protokoll vom 21.04.2022, S 14) erkennen, dass bei den verfahrensgegenständlichen Wochenberichten der Kalenderwochen 44 aus 2011, bis 50 aus 2011, die oben unter „Baustelle/BV“ angeführten Örtlichkeiten mit den Detaileintragungen der einzelnen Tage nicht miteinander in Einklang zu bringen sind bzw bei diesen Änderungen vorgenommen wurden. Im Detail stellen sich die Divergenzen dabei dar wie folgt: Arbeitsbericht Kalenderwoche 44/2011: Eine Version lässt erkennen, dass auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ das Antoniushaus in Feldkirch (https://antoniushaus.at/; Zugriff am 22.12.2022), das SZR Rankweil und „Friedrichshafen“ vermerkt ist – bei der zweiten Version wurde schließlich erkennbar das Antoniushaus in Feldkirch sowie das SZR Rankweil entfernt. Der 15.-Beteiligte selbst bestätigte die erste Version des Arbeitsberichtes nach Einsichtnahme und vermochte sich die zweite, nur „Friedrichshafen“ beinhaltende Version nicht zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Schließlich geht auch aus den Detailaufzeichnungen der ersten Version unter „Tag, Datum, BV“ das SZR Rankweil am 01.11.2011 und das Antoniushaus in Feldkirch am 02.11.2011 hervor, was in der zweiten Version ebenfalls - auf der im Verwaltungsakt einliegenden Kopie erkennbar - entfernt wurde. Kurzfristig war der 15.-Beteiligte schließlich vom 02.11.2011 auf den 03.11.2011 in Friedrichshafen aufhältig, wobei er bereits am 03.11.2011 wieder nach Feldkirch zurückkehrte, wie die Eintragungen sowohl in der ersten als auch der zweiten Version erkennen lassen. Der 15.-Beteiligte hat damit in der Kalenderwoche 44/2011 bis auf einen kurzen Aufenthalt in Friedrichshafen stets in Österreich gearbeitet und betonte er dazu auch selbst, im Herbst 2011 nur kurzzeitig zur Mängelbehebung in Deutschland, ansonsten in Österreich gewesen zu sein (Protokoll vom 21.04.2022, S 19). Arbeitsbericht Kalenderwoche 44/2011: Eine Version lässt erkennen, dass auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ das Antoniushaus in Feldkirch (https://antoniushaus.at/; Zugriff am 22.12.2022), das SZR Rankweil und „Friedrichshafen“ vermerkt ist – bei der zweiten Version wurde schließlich erkennbar das Antoniushaus in Feldkirch sowie das SZR Rankweil entfernt. Der 15.-Beteiligte selbst bestätigte die erste Version des Arbeitsberichtes nach Einsichtnahme und vermochte sich die zweite, nur „Friedrichshafen“ beinhaltende Version nicht zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Schließlich geht auch aus den Detailaufzeichnungen der ersten Version unter „Tag, Datum, BV“ das SZR Rankweil am 01.11.2011 und das Antoniushaus in Feldkirch am 02.11.2011 hervor, was in der zweiten Version ebenfalls - auf der im Verwaltungsakt einliegenden Kopie erkennbar - entfernt wurde. Kurzfristig war der 15.-Beteiligte schließlich vom 02.11.2011 auf den 03.11.2011 in Friedrichshafen aufhältig, wobei er bereits am 03.11.2011 wieder nach Feldkirch zurückkehrte, wie die Eintragungen sowohl in der ersten als auch der zweiten Version erkennen lassen. Der 15.-Beteiligte hat damit in der Kalenderwoche 44 aus 2011, bis auf einen kurzen Aufenthalt in Friedrichshafen stets in Österreich gearbeitet und betonte er dazu auch selbst, im Herbst 2011 nur kurzzeitig zur Mängelbehebung in Deutschland, ansonsten in Österreich gewesen zu sein (Protokoll vom 21.04.2022, S 19). Arbeitsbericht Kalenderwoche 45/2011: Aus einer Version geht hervor, dass auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ das Haus Panama in Frastanz (https://aqua-soziales.com/aqua/web/aqua.nsf/pages/Kindertagesbetreuung$Frastanz, Zugriff am 22.12.2022), Loacker in Weiler, Hohenems und schließlich Friedrichshafen vermerkt ist. Bei der zweiten Version wurden schließlich deutlich erkennbar das Haus Panama, Loacker in Weiler und Hohenems entfernt. Die Detailaufzeichnungen lassen in der ersten Version erkennen, dass der 15.-Beteiligte am 07.11.2011 in Frastanz, am 08.11.2011 in Weiler und am 09.11.2011 in Hohenems gearbeitet hat. Auf diese Version nahm der 15.-Beteiligte in der mündlichen Verhandlung auf Vorhalt auch explizit Bezug und vermeinte, dass durch diese Eintragungen ersichtlich sei, auf welcher konkreten Baustelle er an diesem Tag gewesen wäre (Protokoll vom 21.04.2022 S 17. In der zweiten Version wurden die Ortsangaben deutlich erkennbar entfernt. Auf Vorhalt der zweiten Version führte der 15.-Beteiligte aus, er könne sich selbst nicht erklären, weshalb unter „Baustelle/BV“ nur „Friedrichshafen CPF II“ eingetragen sei, er habe das nicht so ausgefüllt (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Schließlich war der 15.-Beteiligte am 10.11.2011 und am 11.11.2011 – was nunmehr aus beiden Versionen unverändert hervorgeht – in Friedrichshafen tätig und damit auch in der Kalenderwoche 45/2011 überwiegend in Österreich beschäftigt. Arbeitsbericht Kalenderwoche 45/2011: Aus einer Version geht hervor, dass auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ das Haus Panama in Frastanz (https://aqua-soziales.com/aqua/web/aqua.nsf/pages/Kindertagesbetreuung$Frastanz, Zugriff am 22.12.2022), Loacker in Weiler, Hohenems und schließlich Friedrichshafen vermerkt ist. Bei der zweiten Version wurden schließlich deutlich erkennbar das Haus Panama, Loacker in Weiler und Hohenems entfernt. Die Detailaufzeichnungen lassen in der ersten Version erkennen, dass der 15.-Beteiligte am 07.11.2011 in Frastanz, am 08.11.2011 in Weiler und am 09.11.2011 in Hohenems gearbeitet hat. Auf diese Version nahm der 15.-Beteiligte in der mündlichen Verhandlung auf Vorhalt auch explizit Bezug und vermeinte, dass durch diese Eintragungen ersichtlich sei, auf welcher konkreten Baustelle er an diesem Tag gewesen wäre (Protokoll vom 21.04.2022 S 17. In der zweiten Version wurden die Ortsangaben deutlich erkennbar entfernt. Auf Vorhalt der zweiten Version führte der 15.-Beteiligte aus, er könne sich selbst nicht erklären, weshalb unter „Baustelle/BV“ nur „Friedrichshafen CPF II“ eingetragen sei, er habe das nicht so ausgefüllt (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Schließlich war der 15.-Beteiligte am 10.11.2011 und am 11.11.2011 – was nunmehr aus beiden Versionen unverändert hervorgeht – in Friedrichshafen tätig und damit auch in der Kalenderwoche 45 aus 2011, überwiegend in Österreich beschäftigt. Arbeitsbericht Kalenderwoche 46/2011: Hier lassen die beiden im Verwaltungsakt einliegenden Versionen der Arbeitsberichte erkennen, dass die unter „Baustelle/BV“ ursprünglich vorgenommene und dem Schriftbild des 15.-Beteiligten entsprechende Eintragung, nämlich „Antoniushaus/Feldkirch“ gänzlich entfernt und durch „CPF II“ ersetzt wurde. Schließlich bestätigte der 15.-Beteiligte im Zuge der mündlichen Verhandlung selbst nach Vorhalt der ersten Version des Arbeitsberichtes zur Kalenderwoche 46/2011, im Antoniushaus in Feldkirch gearbeitet zu haben (Protokoll vom 21.04.2022 S 16). Das Abweichen von der zweiten Version, insbesondere bei Berücksichtigung dessen, dass auf beiden Berichten stets dieselben Uhrzeiten angeführt wurden, vermochte er selbst nicht zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Arbeitsbericht Kalenderwoche 46/2011: Hier lassen die beiden im Verwaltungsakt einliegenden Versionen der Arbeitsberichte erkennen, dass die unter „Baustelle/BV“ ursprünglich vorgenommene und dem Schriftbild des 15.-Beteiligten entsprechende Eintragung, nämlich „Antoniushaus/Feldkirch“ gänzlich entfernt und durch „CPF II“ ersetzt wurde. Schließlich bestätigte der 15.-Beteiligte im Zuge der mündlichen Verhandlung selbst nach Vorhalt der ersten Version des Arbeitsberichtes zur Kalenderwoche 46 aus 2011,, im Antoniushaus in Feldkirch gearbeitet zu haben (Protokoll vom 21.04.2022 S 16). Das Abweichen von der zweiten Version, insbesondere bei Berücksichtigung dessen, dass auf beiden Berichten stets dieselben Uhrzeiten angeführt wurden, vermochte er selbst nicht zu erklären (Protokoll vom 21.04.2022, S 17). Arbeitsbericht Kalenderwoche 47/2011: Aus dem Arbeitsbericht geht bereits in Anbetracht des gänzlich konträren Schriftbildes hervor, dass unter „Baustelle/BV“ Korrekturen – nämlich zu „CPF II“ – vorgenommen wurden. Daneben ist auch deutlich ersichtlich, dass im Gegensatz zu sämtlichen weiteren Eintragungen in der entsprechenden Kalenderwoche ein anderer Stift verwendet wurde. Arbeitsbericht Kalenderwoche 48/2011: Auch hier war in der ursprünglichen Version eine Ortschaft in Vorarlberg, nämlich Kennelbach, mit dem Zusatz „Waldhäuser 20890 Haus B“, vermerkt, welche dann im manipulierten Arbeitsbericht mit „CPF II“ ersetzt wurde, wobei diese Eintragung mit dem Schriftbild des Beschwerdeführers nicht in Einklang zu bringen ist und augenscheinlich auch ein anderer Stift im Gegensatz zu sämtlichen weiteren Eintragungen seine Verwendung fand. Daneben geht aus den - übereinstimmenden - Detailausführungen hervor, dass der 15.-Beteiligte am 30.11.2011 unter anderem an einer Besprechung mit der VOGEWOSI, einer gemeinnützigen Vorarlberger Wohnbauvereinigung (https://www.vogewosi.at/home/, Zugriff am 22.12.2022), teilgenommen hat, was keinesfalls mit einer Tätigkeit in Friedrichshafen in Einklang zu bringen ist. Schließlich führte auch der 15.-Beteiligte selbst vor dem erkennenden Richter aus, dass er auf jeden Fall in Österreich gewesen sein müsse, zumal es sich bei der VOGEWOSI um eine Wohngesellschaft in Österreich handle (Protokoll vom 21.04.2022, S 16). Arbeitsbericht Kalenderwoche 49/2011: Hierbei geht aus der ersten Version hervor, dass auf der Blattoberseite unter „Baustelle/BV“ erneut „Kennelbach – Waldhäuser II Haus B“ angeführt und in der zweiten Version des Arbeitsberichtes eine Änderung zu „CPF II“ vorgenomm