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24. Sitzung der Gemeindevertretung
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Gemeinde Bartholomäberg Luttweg ı, 6781 Bartholomäberg
Tel 05556 7314-0, Fax DW 6
gemeinde@bartholomaeberg.at
DVR 0432270
UID-Nr. ATU45805703
Sachbearbeiterin:
Melanie Jordan
205556/73114-18
melanie.iordan@bartholomaeber£.at
Bartholomäberg, am 10.07.2023
NIEDERSCHRIFT
über die 24. Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwoch, den 5. Juli 2023 um 20 Uhr im Mehrzweckgebäude Bartholomäberg
Anwesend: Bürgermeister Martin Vallaster, Vizebürgermeister Georg Stampfer, GR Ing, Manfred Bitschnau, Ing. Markus Köfel, Kleopatra Loretz, Hannes Rudigier, Manuel Bitschnau, Karl Fladerer, Hubert Bitschnau, Marcus Wachter, Walter Fritz, Christian Gassner, Sieglinde Mattle, Andreas Bitschnau, Peter Mangeng, Johannes Bitschnau und Magdalena Maier
Entschuldigt: Helmut Salzgeber, Oswald Ganahl, Andreas Zudrell, Gerhard Dobler, Michael Saler
und Andreas Walter
Bürgermeister Martin Vallaster begrüßt die Anwesenden und stellt die Beschlussfähigkeit fest.
TAGESORDNUNG
1. Genehmigung der Niederschrift der 23. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14. Juni 2023
2. Latons Rutschung Sofortmaßnahmen — Übernahme des Finanzierungsbeitrages
- 3. Volksschule und Kindergarten Gantschier — Erweiterung und Verbesserung des Raumangebotes
- 4. Berichte
5. Allfälliges
1. Genehmigung der Niederschrift der 23. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14. Juni 2023 Bürgermeister Martin Vallaster erklärt die Niederschrift der 23. Sitzung der Gemeindevertretung vom 14. Juni 2023 für genehmigt, nachdem keinerlei Einwendungen erhoben wurden.
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Gemeinde Bartholomäberg
2. Latons Rutschung Sofortmaßnahmen - Übernahme des Finanzierungsbeitrages
Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass es im Alpgebiet von Latons im Frühjahr bei der Schneeschmelze und Starkregen zu einer größeren Rutschung kam. Der Rutschbereich liegt talseits der Straße von den Alpgebäu- den in Richtung des ehemaligen Standortes des Wildbach- und Lawinenverbauungsgebäudes. Die Straße konnte soweit bergseits verlegt werden, dass ein Passieren mit dem Weidevieh wieder möglich ist. Der Hangausbruch hat eine Dimension, dass eine Hangstabilisierung erforderlich ist. Auf Ersuchen der Gemeinde Bartholomäberg und der Alpe Latons arbeitete die Wildbach- und Lawinenverbauung in kurzer Frist ein Verbauungsprojekt aus. Der Hangausbruch soll nun durch Holzkästen stabilisiert werden. Für das Verfüllen der Holzkästen wird Material vor Ort entnommen. Diese Maßnahme wurde bereits mit dem Naturschutz abgestimmt und die Zusage eingeholt.
Man benötigt ca. 1000 Kubikmeter grobkörniges Material. Dadurch können auch aufwendige Materialtransporte vermieden werden. Die Baukosten belaufen sich auf ca. € 85.000, -. Seitens des Bundes werden 33 Prozent über- nommen, der Anteil des Landes Vorarlberg beträgt 34 %. Es wäre nun vorgesehen, dass die Gemeinde Bartholo- mäberg 33 Prozent der Kosten trägt. Dieser Kostenbeitrag wird dann vom Land wieder auf 3 % wie bei anderen Wildbachprojekten heruntergestützt. In der Diskussion wird die Frage gestellt, weshalb die Gemeinde Braz nicht auch einen Beitrag leistet. Ebenfalls wird hinterfragt, weshalb die Alpe Latons sich nicht an den Kosten beteiligt.
Seitens des Bürgermeisters Martin Vallaster wird erklärt, dass die Gemeinde Bartholomäberg sich in diesem Aus- maß am Projekt beteiligen sollte, da dies auch indirekt eine Alpwirtschaftsförderung darstellt. Die Alpe hat es schon sonst schwer genug den Alpbetrieb zu bewerkstelligen und die Aufwendungen abzudecken. Die Mitglieder der Gemeinde Vertretung Bartholomäberg beschließen dann einstimmig den Anteil für die Verbauungsmaßnah- men im Alpgebiet von Latons zu übernehmen. Die Umsetzung des Projektes ist im Sommer 2023 vorgesehen.
3. Volksschule und Kindergarten Gantschier — Erweiterung und Verbesserung des Raumangebotes Bürgermeister Martin Vallaster berichtet eingangs, dass im kommenden Schuljahr nach längerer Unterbrechung wieder eine vierte Klasse eingerichtet werden muss. Insgesamt werden laut heutigem Stand 46 Kinder die Volks- schule Gantschier besuchen. In der ersten Klasse werden 17 Kinder unterrichtet werden. die 2. Klasse besuchen 9 Kinder. In der 3. Klasse werden es 11 Kinder sein und die 4. Klasse wird von 9 Kindern besucht werden. In voran- gegangenen Beratungen wurde die Variante überlegt eventuell zwei Volksschulklassen in die Polytechnische Schule Montafon zu verlegen. Seitens der Landesbildungsdirektion wurde diese Idee und Überlegung aber abge- lehnt. Bei der Prüfung zur Schaffung des Raumangebotes wurde auch Architekt Gerhard Gruber beigezogen, wel- cher im Land Vorarlberg in vielen Fällen seine Expertise abgibt. Er meinte nach der Besichtigung der Räumlichkei- ten im Volksschul- und Kindergartengebäude sowie in der Polytechnischen Schule Montafon, dass der Kindergar- ten und die Volksschule Gantschier eine sehr in sich stimmige Einrichtung sei und eine besondere Qualität habe.
Auch die Außenanlagen seien für die Kinder eines besonderen Wertes und eine große Attraktivität. Architekt Gru- ber hatte dann schließlich die Idee auf den Flächen des jetzigen Parkplatzes bei der Volksschule Gantschier einen Kubus anzubauen, der über eine Zugangstüre mit dem Gang der jetzigen Volksschule verbunden wird. Dadurch können auch die Garderobe und der Eingang wie bei allen drei anderen Klassen in der gleichen Form mitverwen- det werden. Es ist zu erwarten, dass in den kommenden Jahren der Raumbedarf für eine vierte Klasse in der Volksschule Gantschier gegeben ist. Im Rahmen der Erweiterung der Volksschule Gantschier ist auch vorgesehen im Kellergeschoss für den Kindergarten Gantschier ein Büro einzurichten und den Raum, in welcher sich auch die Küche eingerichtet ist mit besseren Leuchtkörpern auszustatten. In der darauffolgenden sehr ausführlichen und umfangreichen Diskussion wird bemängelt, dass seitens der Landesbildungsdirektion der Gemeinde Bartholomä- berg keine Alternativlösungen ermöglicht werden. Dabei wird die Umsiedelung von zwei Volksschulklassen in die Polytechnische Schule Montafon als eine Möglichkeit genannt. Somit wäre die kostenintensive Investition nicht erforderlich. Ebenso wird der Vorschlag gemacht, dass zwei Schulklassen in einer Klasse zusammengelegt werden.
somit wäre die Schaffung des zusätzlichen Klassenraumes nicht erforderlich.
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Gemeinde Bartholomäberg
Diese Standpunkte werden besonders von Manfred Bitschnau, Kleopatra Loretz, Walter Fritz, Hubert Bitschnau und Magdalena Maier in ihren Wortmeldungen vertreten. In der Vergangenheit gab es auch Schulklassen mit mehr als zwanzig Schülerinnen und Schülern, weshalb soll dies aufgrund der Platzproblematik heute auch nicht möglich sein, so ihre übereinstimmenden Wortmeldungen. Es wäre nun vorgesehen den Klassenraum mit dem Generalunternehmer Rhomberg, Bregenz, umzusetzen. Die Baukosten belaufen sich auf ca. € 275.000, -. Seitens des Landes Vorarlberg ist mit einer Förderung in der Höhe von ca. 50 % zu rechnen. Christian Gassner und Manuel Bitschnau vertreten die Auffassung, dass das investierte Geld unseren Kindern und dem Bildungsangebot zugute- kommt und dies eine Investition auch in die Zukunft ist. Georg Stampfer meint, dass eine Lösung ohne große finanzielle Aufwendungen ihm auch lieber gewesen wäre, aber wir haben in Wirklichkeit keine Alternative wie den Klassenanbau zügig umzusetzen. Seitens des Bürgermeisters Martin Vallaster wird ersucht dem Vorhaben zuzustimmen, um das Platzangebot für die Volksschule Gantschier und den Kindergarten Gantschier für die kom- menden Jahre abdecken zu können. Ein ausreichendes Platzangebot bedeutet auch für die Schule eine Qualitäts- sicherung. Schließlich stellt Bürgermeister Martin Vallaster den Antrag, dass das Vorhaben laut vorliegendem Plan und der Kostenschätzung die Zustimmung zu geben, damit das Projekt in den Schulferien bis zum Beginn des neuen Schuljahres umgesetzt werden kann. Die Beschlussfassung erfolgt mehrheitlich, sechs Gemeindevertrete- rinnen und Gemeindevertreter stimmen gegen eine Umsetzung des Projektes (Manfred Bitschnau, Kleopatra Lo- retz, Hannes Rudigier, Hubert Bitschnau, Walter Fritz und Magdalena Maier). Abschließend bedankt sich Bürger- meister Martin Vallaster für den positiven mehrheitlichen Beschluss. Wichtig ist nun, dass das Vorhaben in der kurzen Zeit der Schulferien umgesetzt werden kann und die Räumlichkeiten mit Beginn des neuen Schul- und Kindergartenjahres zur Verfügung stehen.
Berichte
Gravesquelle
Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass zwischenzeitlich die Gemeinde Bartholomäberg Grundeigentüme- rin von ca. 4,5 ha im Bereich der gemeindeeigenen Gravesquelle ist. Wir bedanken uns nochmals bei den Grund- eigentümern „Robert Rudigier und Andrea Bickel“ für die Möglichkeit die Liegenschaft zu fairen Konditionen zu erwerben. Die Liegenschaft wird bis auf weiters durch den Landwirt Herbert Greber bewirtschaftet.
Kanal- und Wasserversorgung sowie weitere Infrastruktur
Weiters wird berichtet, dass das Vorhaben für die Erneuerung der Ortskanalisation vom Kreuzstallweg bis zum Bodaweg weit fortgeschritten ist. Nun gehen die Grab- und Verlegungsarbeiten in Richtung Plattaweg. Im Bereich Grünerwald sind die Arbeiten größtenteils abgeschlossen.
Trink- und Löschwasserversorgung Gantschier
Bürgermeister Martin Vallaster berichtet, dass in den vergangenen drei Jahren ca. 900 Meter Trink- und Lösch- wasserleitung in Gantschier in Eigenregie erneuert werden konnten. Es hat sich diese Vorgangsweise sehr be- währt. Wir stellen aber fest, dass wir immer wieder Probleme mit Trübungen in Gantschier haben, vor allem nach einem Feuerwehreinsatz oder einer Feuerprobe sowie nach Netzspülungen. Im kommenden Jahr ist nun vorge- sehen, dass wir auch das Trink- und Löschwassersystem im Bereich der Kirchsiedlung in Angriff nehmen. Christian Gassner und Georg Stampfer sprechen dabei diese Trübungen wieder an, die vor kurzem neuerlich aufgetreten sind. Hubert Bitschnau berichtet, dass Gemeinden mit alten Versorgungsleitungen auf Netzspülungen verzichten, da sie dann auch immer wieder Probleme mit Trübungen haben.
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Gemeinde Bartholomäberg
5. Allfälliges
Georg Stampfer spricht die Problematik der Spurrillen bei der L188 an. Gerade bei Starkregen ist dann ein Bege- hen der L188 auf dem Gehsteig nicht möglich. Er stelle auch ein Problem bei der L 94 im Buxwald fest, hier sollten dringend durch die Straßenverwaltung des Landes die Schlaglöcher ausgebessert werden.
Weiters wird die Baustelle beim Maisäß „Bernhard Ammann“ angesprochen. Der Maisäß wird nun saniert. Die Bausubstanz ist allerdings überaus schlecht und macht die Sanierung sehr aufwendig.
Seitens von Walter Fritz wird nachgefragt, ob es bezüglich der Abwasserbeseitigung von Objekten, die über keine geordnete Abwasserbeseitigung verfügen können, schon Neuigkeiten gebe. Seitens der Gemeinde Bartholomä- berg wird nur bei Bauverfahren, die solche Objekte betreffen, eine vorschriftsgemäße Abwasserbeseitigung ein- gefordert. Die Vorgehensweise wie in anderen Gemeinden ist für Bartholomäberg kein Thema.
Weiters spricht Walter Fritz die Regelung für Photovoltaikanlagen an. Die Abgrenzung des Maisäßgebietes sei noch ausständig. Eine solche Plandarstellung soll noch gemacht werden, damit die Richtlinien auch vollständig auf der Homepage einlesbar sind.
Manuel Bitschnau spricht den Verkaufsschrank am Fritzasee an. Hier berichtet Bürgermeister Martin Vallaster, dass eine Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft Bludenz eingegangen ist und ein Verfahren eingeleitet wurde.
Die Vorlage von Planunterlagen wurde eingefordert.
Ende: 22 Uhr
BB
artin Vallaster, Bürgermeister)
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