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ÜbersichtSt. AntonSitzungsprotokolle

Protokoll 10.02.2022

St. Anton · Protokolle St. Anton · 10.02.2022

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Kopie des Originaldokuments (Quelle: www.stantonim.at). Auf dem Handy bitte „PDF öffnen“ verwenden.

Fundstellen

Raumplanung / Umwidmung

  • … der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Vorstellung MIP der MBS durch Herrn Guntram Netzer 3. Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 337 – Bickel Harald 4. Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 7, 8 und 104 – Ganahl-Gorbach-Bitschnau-Oberer 5. Beratung und …
  • … recht herzlich bei Guntram Netzer für die zahlreichen Informationen und interessanten Ausführungen! 4 zu Punkt 3 – Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 337 – Bickel Harald Der Bürgermeister teilt mit, dass der Entwurf der Flächenwidmungsplanänderung Harald Bickel, GST-NR 337, ordnungsgemäß …
  • … 337, ordnungsgemäß kundgemacht und die betroffenen Parteien per RSb-Schreiben informiert wurden. Wie bereits berichtet, hat Harald Bickel einen Antrag auf Umwidmung einer Teilfläche beim Grundstück 337 eingebracht. Bei diesem Grundstück handelt es sich um einen Streifen von Harald Bickels Wohnhaus talauswärts oberhalb …
  • … Bienenhaus bebauen. Aus diesem Grund hat er um Anschlusswidmung einer Teilfläche der GST-NR 337, KG St. Anton i. M. angesucht. Die Teilfläche soll wie folgt umgewidmet werden: 313 m² des Grundstücks mit der GST-NR 337, KG St. Anton i. M., sollen von Freifläche-Landwirtschaftsgebiet in Baufläche-Wohngebiet umgewidmet …

Vergabe / Ausschreibung

  • … vertretbar. Gestern wurde darüber auch in der Vorstandssitzung diskutiert und es gibt eine Empfehlung des Vorstandes, die nachhaltige Isolierung in die Ausschreibung aufzunehmen. GV Alexander Battlogg erkundigt sich, um was für eine Isolierung es sich handelt. Der Vorsitzende informiert, dass diese Isolierung „blauer …
  • … werden sicher steigen. GV Jörg Bitschnau findet auch, dass die Gemeinde als gutes Beispiel vorangehen sollte. Der Vorsitzende stellt den Antrag, bei der Ausschreibung die ökologische Dämmung für die Dachsanierung bei der Schule und beim Saal hineinzunehmen. Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die ökologische …
  • … Dämmung für die Dachsanierung bei der Schule und beim Saal hineinzunehmen. Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die ökologische Dämmung in die Ausschreibung für die Dachsanierung bei der Schule und beim Saal hineinzunehmen. zu Punkt 6 – Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 14.12.2021 Der Vorsitzende …

Text des Dokuments (automatisch aus dem PDF gelesen, für Suche und Handy)

2022-02-10
Zl.: 004-1/02-2022
HP/EB

N i e d e r s c h r i f t

über die Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, den 10.02.2022

Beginn: 19:30 Uhr Gemeindesaal Ende: 21:35 Uhr

Anwesende:

Gemeinsam für St. Anton Ersatzmandatare
☒ Bgm. Helmut Pechhacker ☒ Mag. Thomas Strauß
☒ Vizebgm. Christian Bitschnau ☒ Kurt Tschofen
☐ Martin Anker ☒ Walter Borger
☒ Martina Bickel ☐ Werner Vonier
☐ Eva-Maria Vonier ☐ Günter Fleisch
☐ Alexander Wachter ☐ Kurt Battlogg
☒ Lukas Wackernell ☐ Hubert Schoder

St. Antöner Volkspartei und freie Kandidaten Ersatzmandatare ☒ Alexandra Battlogg ☐ Wilma Battlogg ☒ DI (FH) Gernot Elsensohn ☒ Alexander Battlogg ☒ DI (FH) Jörg Bitschnau ☐ Bettina Segantin ☐ Fabienne Netzer ☐ Stefan Stemer ☒ Michael Schoder ☐ Georg Sonderegger

T A G E S O R D N U N G

  • 1. Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit
  • 2. Vorstellung MIP der MBS durch Herrn Guntram Netzer
  • 3. Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 337 – Bickel Harald
  • 4. Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 7, 8 und 104 – Ganahl-Gorbach-Bitschnau-Oberer
  • 5. Beratung und Beschlussfassung über die ökologische Dämmung Dachsanierung Schule und Saal
  • 6. Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 14.12.2021
  • 7. Berichte
  • 8. Allfälliges

zu Punkt 1 – Eröffnung der Sitzung und Feststellung der Beschlussfähigkeit

Bürgermeister Helmut Pechhacker eröffnet um 19:30 Uhr die Sitzung der Gemeindevertretung und begrüßt alle anwesenden Gemeindevertretungsmitglieder, welche die Ladung für die heutige Sitzung zeitgerecht erhalten haben. Weiters begrüßt er die Zuhörer sowie Herrn Guntram Netzer von der MBS, welcher beim Tagesordnungspunkt 2 das MIP der MBS präsentieren wird.

Der Vorsitzende informiert, dass die GV Martin Anker, Eva-Maria Vonier, Alexander Wachter und Fabienne Netzer an der heutigen Sitzung nicht teilnehmen können. Deshalb wurden die Ersatzmitglieder GV Mag. Thomas Strauß, Kurt Tschofen, Walter Borger und Alexander Battlogg zur Sitzung eingeladen. Somit ist die Beschlussfähigkeit gegeben.

zu Punkt 2 – Vorstellung MIP der MBS durch Herrn Guntram Netzer

Der Bürgermeister freut sich sehr, dass Herr Guntram Netzer bei der heutigen Sitzung erschienen ist, um auf Wunsch der Gemeindevertretung das MIP (mittelfristige Investitionsprogramm) der MBS vorzustellen und erteilt ihm das Wort.

Herr Guntram Netzer bedankt sich für die Einladung und die Möglichkeit, das MIP der MBS zu präsentieren. Er persönlich arbeitet seit dem Jahr 2005 bei der MBS und gehört der Betriebsleitung „Bahn“ an. Heute hat er die ehrenvolle Aufgabe der Gemeindevertretung von St. Anton das MIP vorzustellen und bedankt sich, dass die Gemeindevertretung das MIP bereits beschlossen hat. Er möchte heute Grundsätzliches erklären, um das Verständnis für die Situation der MBS zu fördern.

Er erläutert die Entstehung des MIP: Es wurde Anfang der 2000-Jahre als Pendant der Privatbahnen zur ÖBB, welche 6-Jahres-Pläne hat, gegründet.

Das MIP gibt es rein nur für die Infrastruktur. Es gibt auch Prüfungen, bei welchen genau darauf geachtet wird, was mit dem Geld gemacht wird. Das 8. MIP bis 2019 wurde für den Ausbau der Sicherungstechnik, den Umbau beim Zugfunk und die Bahnsteigverlängerung Kaltenbrunnen verwendet.

Die priorisierten Projekte beim 9. MIP von 2021 bis 2025 sind:
Umbau Bahnhof St. Anton, zweigleisiger Ausbau St. Anton – Vandans, Umbau Haltestelle Tschagguns, Umbau Bahnhof Schruns und die Anpassung der Sicherungstechnik.

Die MBS wird nicht im stillen Kämmerlein planen, sondern es wird ein Planungsprozess unter Einbeziehung der Gemeinden stattfinden. In Schruns und Tschagguns hat dieser schon angefangen. So soll es auch in St. Anton gehandhabt werden.

Guntram Netzer bedankt sich für die Aufmerksamkeit und steht für Fragen zur Verfügung.

Der Bürgermeister erkundigt sich nach der Auflassung der Almakreuzung und nach der ortsnahen Umfahrung von Lorüns.

Guntram Netzer antwortet, dass die Gemeinde Lorüns gemeinsam mit dem Landesstraßenbauamt im Austausch ist. Eine Auflassung der Eisenbahnkreuzung wäre der beste Fall. Es muss geklärt werden, wie die Kosten aufgeteilt werden und welche Kosten auf die MBS zukommen. Die Finanzierung ist noch nicht klar und der budgetäre Rahmen beim Land Vorarlberg ist sehr eng.

Der Vorsitzende fragt nach, wie die Zugänglichkeit beim Bahnhof St. Anton verbessert werden kann.

Guntram Netzer antwortet, dass der Zugang auf jeden Fall barrierefrei sein muss. Dafür gibt es 2 Varianten: entweder mit Rampen, wobei die Neigung beachtet werden muss, oder mit einem Lift. Es ist eine Unterführung geplant.

GV Michael Schoder erkundigt sich, wer beim Fachbeirat dabei ist.

Guntram Netzer berichtet, dass es diesen Fachbeirat bei der ÖBB schon viele Jahre gibt und vom Verkehrsverbund moderiert wird. Dabei sind auch Gemeinden, Radwegebeauftragte, Raumplaner, Leute vom REK, Leute vom öffentlichen Verkehr, Gestaltungsbeiräte, Planer usw. Es ist ein offenes Gremium, bei dem man sich austauscht.

GV Michael Schoder ist der Meinung, dass sicher noch einige Ideen entstehen werden, auch in Verbindung zu Vandans und auch beim Naherholungsgebiet.

Guntram Netzer fügt hinzu, wenn der Wunsch besteht, kann die Gemeinde direkt mit dem Verkehrsverbund Kontakt aufnehmen. Der Verkehrsverbund moderiert und bringt sich auch ein. Die MBS kann es aber auch organisieren, wenn man das möchte.

Vizebgm. Christian Bitschnau erkundigt sich nach den Fahrzeugen.

Guntram Netzer informiert, dass derzeit der Verkauf der Fahrzeuge im Gange ist. Beim kürzlichen jour-fix waren 8 Interessenten vorhanden, davon aber nur 2 konkrete. Diese haben die Fahrzeuge angeschaut und waren vom Zustand begeistert.

GV Jörg Bitschnau möchte genauere Informationen zur unbeschrankten Lösung.

Guntram Netzer erklärt, dass entweder die Vollschrankenanlage kommt, wie man ihnen vorgeschrieben hat, oder eine Entscheidung für den Umbau fällt.

GV Gernot Elsensohn erkundigt sich nach der sicheren Erreichbarkeit beim Bahnhof St.
Anton.

Guntram Netzer gibt zu bedenken, dass die Unterführung an einer idealen Stelle sein muss. Alle Überlegungen sollte man miteinbringen. Der jetzige Übergang dürfte gar nicht genutzt werden. Geplant ist eine Barriere, damit Fahrradfahrer nicht einfach durchfahren können, sondern gezwungen sind, wenigstens langsam zu queren.

Der Bürgermeister stellt die Frage, ob es sich mit dem MIP zeitmäßig ausgeht - das MIP läuft nur noch 4 Jahre.

Auch für Guntram Netzer ist es eine Herausforderung, denn ihnen fehlen 1 ½ Jahre.

Wichtig ist, dass wir Projekte haben. Bevor nicht ein Konzept vorliegt, das für die meisten passt, wird man nicht anfangen. Die Signale gehen in schienengebundene Mobilität und man kann auch in längeren Phasen planen.

Da keine weiteren Fragen folgen, bedankt sich der Vorsitzende recht herzlich bei Guntram Netzer für die zahlreichen Informationen und interessanten Ausführungen!

zu Punkt 3 – Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST.-Nr. 337 – Bickel Harald

Der Bürgermeister teilt mit, dass der Entwurf der Flächenwidmungsplanänderung Harald Bickel, GST-NR 337, ordnungsgemäß kundgemacht und die betroffenen Parteien per RSb-Schreiben informiert wurden.

Wie bereits berichtet, hat Harald Bickel einen Antrag auf Umwidmung einer Teilfläche beim Grundstück 337 eingebracht. Bei diesem Grundstück handelt es sich um einen Streifen von Harald Bickels Wohnhaus talauswärts oberhalb des Wohnhauses von Markus Bickel mit einer Fläche von 313 m². Harald Bickel möchte dort einen Schopf und ein Bienenhaus errichten.

Herr Harald Bickel möchte eine Teilfläche des gegenständlichen Grundstücks mit einem Schuppen und Bienenhaus bebauen. Aus diesem Grund hat er um Anschlusswidmung einer Teilfläche der GST-NR 337, KG St. Anton i. M. angesucht. Die Teilfläche soll wie folgt umgewidmet werden: 313 m² des Grundstücks mit der GST-NR 337, KG St. Anton
i. M., sollen von Freifläche-Landwirtschaftsgebiet in Baufläche-Wohngebiet umgewidmet werden.

Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die im Entwurf auf Änderung des Flächenwidmungsplanes dargestellte Teilfläche der GST-NR 337 (313 m²), KG St. Anton i. M., von Freifläche-Landwirtschaftsgebiet in Baufläche-Wohngebiet umzuwidmen.

zu Punkt 4 – Beratung und Beschlussfassung über die Umwidmung GST. -Nr. 7, 8 und 104 – Ganahl-Gorbach-Bitschnau-Oberer

Der Bürgermeister teilt mit, dass der Entwurf der Flächenwidmungsplanänderung Ganahl-Gorbach-Bitschnau-Oberer, GST-NRn. 7, 8 und .104, KG St. Anton i. M., ordnungsgemäß kundgemacht und die betroffenen Parteien per RSb-Schreiben informiert wurden.

Wie bereits berichtet, haben die Eigentümer Frau Bettina Ganahl, Frau Andrea Gorbach, Frau Leane Oberer und Herr Martin Bitschnau die Umwidmung von Teilflächen beim gegenständlichen Vorhaben im Bereich der GST-NRn. 7, 8 und .104, KG St. Anton i. M., beantragt, damit diverse Anbauten baurechtlich saniert werden können.

Es sollen, 80 m² des Grundstückes mit der GST-NR 7, KG St. Anton i. M., von Freifläche-Forst in Baufläche-Wohngebiet – Besondere Widmung 1, 70 m² der GST-NR 8 von Freifläche-Freihaltegebiet in Baufläche-Wohngebiet – Besondere Widmung 1 und 9 m² von Freifläche-Freihaltegebiet in Freifläche-Sondergebiet Stützmauer mit Befristung und Folgewidmung Freifläche-Freihaltegebiet sowie 71 m² der GST-NR .104 von Freifläche- Freihaltegebiet in Baufläche-Wohngebiet – Besondere Widmung 1, umgewidmet werden.

BW 1 = Baufläche Wohngebiet 1 Widmungen sind Flächen, in denen bei einer Bebauung geeignete Maßnahmen zur Hintanhaltung von Naturgefahren zu treffen sind. Eine Stellungnahme der Wildbach- und Lawinenverbauung ist jedenfalls im Bauverfahren einzuholen!

Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die im Entwurf auf Änderung des Flächenwidmungsplanes dargestellten Teilflächen der GST-NRn. 7, 8 und .104, KG St. Anton i. M., in folgendem Ausmaß umzuwidmen:

  • 80 m² des Grundstückes mit der GST-NR 7, KG St. Anton i. M., von Freifläche-Forst in Baufläche-Wohngebiet – Besondere Widmung 1,
  • 70 m² der GST-NR 8 von Freifläche-Freihaltegebiet in Baufläche-Wohngebiet
  • Besondere Widmung 1 und 9 m² von Freifläche-Freihaltegebiet in Freifläche- Sondergebiet Stützmauer mit Befristung und Folgewidmung Freifläche- Freihaltegebiet und
  • 71 m² der GST-NR .104 von Freifläche-Freihaltegebiet in Baufläche- Wohngebiet – Besondere Widmung 1.

zu Punkt 5 – Beratung und Beschlussfassung über die ökologische Dämmung Dachsanierung Schule und Saal

Der Bürgermeister berichtet, dass Herr Jürgen Atzmüller und die Firma Kieber eine Rechnung aufgestellt haben, wieviel die Dämmung bei nachhaltigem Isoliermaterial mehr kosten würde. Die Differenz beträgt € 32.000,--, wobei die Kosten mit ca. 60 % gefördert werden. Schlussendlich würde es der Gemeinde rund € 14.000,-- Mehrkosten verursachen. Eine nachhaltige Isolierung würde vor allem für spätere Generationen Sinn machen. Wenn man die herkömmliche Isolierung in 30 Jahren auswechseln oder entsorgen muss, kann es ein Problem werden. Im Hinblick auf die Gesamtkosten des Daches sind die Mehrkosten vertretbar. Gestern wurde darüber auch in der Vorstandssitzung diskutiert und es gibt eine Empfehlung des Vorstandes, die nachhaltige Isolierung in die Ausschreibung aufzunehmen.

GV Alexander Battlogg erkundigt sich, um was für eine Isolierung es sich handelt.

Der Vorsitzende informiert, dass diese Isolierung „blauer Engel“ heißt und hinsichtlich des U-Wertes kein Unterschied zu einer nicht nachhaltigen Isolierung besteht. Der Aufbau wäre dicker. Wir haben jetzt einen U-Wert von 0,45, welcher extrem schlecht ist.

Gesetzlich vorgeschrieben ist ein U-Wert von 0,2. Je niedriger, umso besser. Der U-Wert dieser Isolierung würde bei 0,16 liegen. Diesen Wert würde die nichtnachhaltige-Isolierung auch erreichen.

GV Michael Schoder fragt nach, ob der ökologische Faktor daher die Entsorgung und die Herstellung des Materials ist.
Der Bürgermeister antwortet, das dies richtig ist.

GV Kurt Tschofen findet, dass das ökologische Material sicher das bessere ist und dass man es auf lange Sicht sehen muss. In 30 Jahren muss man das Material sicher austauschen.

GV Jörg Bitschnau findet, dass nichts gegen Nachhaltigkeit spricht. Nachhaltigkeit macht Sinn, wenn man auch die Ziele anschaut, wie energieautonome Gemeinde, Reduzierung des CO2-Ausstoßes usw. Vor allem im öffentlichen Bereich muss man darauf achten, dass man nachhaltig agiert. Er empfindet es als recht schwierig, den Betrag von € 32.000,-- in Relation zu setzen. Er persönlich hat versucht, Informationen zu sammeln und zu recherchieren, was man miteinander verglichen hat. Es gibt eine große Bandbreite an möglichen Isolationsstoffen mit unterschiedlichen Aspekten im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Er vermutet, dass man in der vorliegenden Rechnung Holz (Weichholzfaser/Zellulose) mit einem erdölbasierten Stoff verglichen hat. Es ist seiner Meinung nach nicht so klar, ob man die € 32.000,-- nicht anders besser investieren könnte, beispielsweise bei einer Photovoltaik-Anlage.

Der Bürgermeister erklärt, dass das eine das andere nicht ausschließt. Es sollte kein „entweder - oder“ sein, sondern eher ein „sowohl als auch“, wenn es um dieses Thema

geht. Und wenn wir eventuell in die e5 eintreten wollen, ist das sicher auch schon ein großer positiver Punkt für uns.

GV Kurt Tschofen erwähnt, dass die Zertifikate in Vorarlberg mit ca. € 70,-- pro Tonne gehandelt werden, je nachdem, was es für ein Gebiet ist und was für Werte, die man kauft, aber es wird sicher mehr werden. Die Preise werden sicher steigen.

GV Jörg Bitschnau findet auch, dass die Gemeinde als gutes Beispiel vorangehen sollte.

Der Vorsitzende stellt den Antrag, bei der Ausschreibung die ökologische Dämmung für die Dachsanierung bei der Schule und beim Saal hineinzunehmen.

Die Gemeindevertretung beschließt einstimmig die ökologische Dämmung in die Ausschreibung für die Dachsanierung bei der Schule und beim Saal hineinzunehmen.

zu Punkt 6 – Genehmigung der Sitzungsniederschrift vom 14.12.2021

Der Vorsitzende erkundigt sich, ob hinsichtlich der Sitzungsniederschrift vom 14.12.2021 Änderungswünsche bestehen. Dies ist nicht der Fall.

Die Gemeindevertretung genehmigt einstimmig die Sitzungsniederschrift vom 14.12.2021.

zu Punkt 7 – Berichte

Der Bürgermeister informiert, dass bei einem Termin Mitte Jänner die potenziellen Nahversorger hier waren und ihnen unser Projekt vorgestellt wurde. Es gab keine Diskussion, weshalb das Gespräch auch im kleinen Rahmen abgehalten wurde. Zum einen war Wolfgang Kaufmann von SPAR mit seinem Expansionsleiter da und zum anderen Klaus Schwärzler und Reinhard Schenk von Sutterlüty. M-Preis hat abgesagt. Herbert Bork und Gerhard Gruber waren auch dabei. Beide Interessenten haben Zeit bis Mitte/Ende Februar, um uns ein Projekt vorzulegen. Dann werden wir in einem größeren Kreis zusammenkommen (mindestens mit dem Bauausschuss) und werden uns diese Projekte präsentieren lassen.

Der Vorsitzende berichtet, dass beim Stand Montafon diese Woche ein Vertrag gemacht wurde, bei dem es um CO2-Zertifikate geht. Die Firma „tree.ly“ hat ein Projekt entwickelt, mit welchem der Stand Montafon mit dem Waldbestand, den der Forstfonds Montafon besitzt, im heurigen Jahr um € 350.000,-- Zertifikate verkaufen kann. Der Wald bindet CO2. Das CO2 kann man in Zertifikate umwandeln und diese Zertifikate kann man verkaufen.

GV Alexandra Battlogg erkundigt sich, an wen diese Zertifikate verkauft werden.

Der Bürgermeister erklärt, dass der Verkauf von der Firma „tree.ly“ abgewickelt wird, und zwar an die Meistbietenden. Es handelt sich um ein sehr komplexes System.

Der Bürgermeister informiert, dass man bei der ARA hinsichtlich der Vererdungsanlage einen Schritt weitergekommen ist. Es hat ein Gespräch mit Bezirkshauptmann Harald Dreher stattgefunden. Nun hoffen wir, dass man es doch noch umsetzen kann, dass wir den Klärschlamm nicht nach Wien transportieren und dort verbrennen müssen, sondern

dass wir doch noch eine Vererdungsanlage errichten können. Wir müssen eine Möglichkeit suchen, damit wir die Erde, die dabei gebildet wird, verkaufen können, dann würde dem Projekt nichts mehr im Wege stehen. Der Vorsitzende wird versuchen, ein Gespräch mit Landesrat Johannes Rauch zu führen und abzuklären, ob dies im Sinne der Vorarlberger Landesregierung ist. Dass wir mit dem Klärschlamm 700 km quer durch ganz Österreich nach Wien fahren, dort verbrennen und danach die Asche wieder von Wien nach Linz transportieren, um das Phosphor zurückzugewinnen – das hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun.

GV Gernot Elsensohn erkundigt sich, um wieviel Klärschlamm es sich im Jahr handelt.

Der Vorsitzende wird ihm die genauen Zahlen heraussuchen.

GV Kurt Tschofen fragt nach, ob es den Klärschlamm von ganz Vorarlberg betrifft.

Der Bürgermeister antwortet, dass zwar der gesamte Klärschlamm von Vorarlberg wegtransportiert wird, dass es bei der Vererdungsanlage aber nur um unsere ARA geht. Da wir im Montafon wenig Industrie haben, haben wir einen sehr sauberen Klärschlamm.

Auch bei der ARA wird eine Photovoltaik-Anlage montiert, die größer sein wird als die in St. Anton. Die Anlage hat eine Größenordnung von 162 Kilowatt Peak und kostet € 142.000,--. Es wurde ausgerechnet, dass die Amortisierungszeit 8,2 Jahre beträgt.

Der Vorsitzende informiert, dass für die Gründung eines Sozialausschuss noch Mitglieder benannt werden müssen. Der Bürgermeister und GV Gernot Elsensohn werden vorab noch Gespräche führen. Bei der nächsten GV-Sitzung wird dieser Punkt wieder besprochen.

zu Punkt 8 – Allfälliges

Der Vorsitzende bittet um Wortmeldungen.

GV Gernot Elsensohn erkundigt sich, ob hinsichtlich der Zentrumsentwicklung mit der Pfarre geredet wurde.

Der Bürgermeister berichtet, dass Mag. Karlheinz Rüdisser (Aufsichtsratsvorsitzender der VOGEWOSI) und Dr. Hans-Peter Lorenz (Geschäftsführer der VOGEWOSI) bei der Gemeinde waren und ein Gespräch hinsichtlich betreubares Wohnen stattgefunden hat.

GV Jörg Bitschnau meint, das Ziel müsste sein, beim Dorfzentrum neben Wohnungen noch andere Sachen anzusiedeln. Der einfachste Weg wäre natürlich, wenn die VOGE- WOSI alles macht. Aber wir sollten nicht vergessen, wenigstens zu versuchen, noch etwas anderes anzusiedeln.
Der Bürgermeister schließt sich dieser Meinung an.

Vizebgm. Christian Bitschnau ergänzt, dass dies im Bauausschuss auch so besprochen wurde.

Der Vorsitzende geht davon aus, dass wir gewisse Kompromisse eingehen werden müssen, sieht es aber als selbstverständlich, dass wir das Beste herausholen müssen.

GV Jörg Bitschnau möchte nochmals versuchen, eine Folge des Workshops zu starten.

Der Bürgermeister erkundigt sich, ob dies relativ zeitnah erfolgen soll.

GV Jörg Bitschnau fände es gut, noch einmal die Spielregeln zu definieren. Der Workshop war ein guter Schritt und es macht Sinn, das weiterzuführen.

Der Vorsitzende findet, dass sich die Gesprächskultur stark verbessert hat. Der Workshop zeigt Wirkung. Er wird sich um eine Fortsetzung kümmern.

GV Michael Schoder möchte noch einmal auf die Straßenbeleuchtung eingehen. Es sind noch ein paar Laternen schräg und es fehlen auch noch einige zum ursprünglichen Plan.

Der Bürgermeister bejaht, dass es dunkle Stellen gibt. Auch solche, bei denen keine Straßenbeleuchtung eingezeichnet war, beispielsweise im Bereich von Walter Stüttler.

Dort müsste man allerdings hinsichtlich der Stromleitung extrem weit graben. Es wäre zu überlegen, ob vielleicht eine solarbetriebene Laterne Sinn macht, damit man nicht so eine lange Stromleitung graben muss. Er wird anfragen, was diese kosten würde.

GV Alexandra Battlogg erkundigt sich, ob noch Straßenschilder bei manchen Abzweigungen kommen.

Der Vorsitzende hat bereits einige Stellen notiert, für die noch zusätzliche Schilder bestellt werden, zum Teil auch mit den Hausnummern darunter. Beispielsweise wurde bei der Davenna-Wohnanlage der Wunsch geäußert, ein Schild mit den Hausnummern anzubringen, da es doch relativ viele Wohnungen sind.

GV Alexandra Battlogg meint, dies wäre sehr sinnvoll, weil die Rettung eine Adresse nicht gefunden hat, weil kein Straßenschild angebracht war. Wenn eine Straße weg führt, wäre eine Tafel wichtig.

GV Martina Bickel ergänzt, wenn kein Schild dort ist, ist es klar, dass es noch die gleiche Straße ist.

GV Walter Borger ist der Ansicht, dass es auch verwirren kann, wenn man eine abzweigende Straße zusätzlich anschreibt.

Der Bürgermeister bedankt sich recht herzlich für die gute konstruktive Zusammenarbeit und die Teilnahme an der Sitzung. Weiters bedankt er sich bei den Zuhörern für ihr Interesse und erklärt die Sitzung um 21:35 Uhr für beendet.

Die Schriftführerin: Der Bürgermeister:

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