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ÜbersichtLorünsVerordnungen (Gemeinderecht)

Bebauungsplan-Verordnung 2017

Lorüns · Verordnungen Lorüns · 01.03.2025

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Fundstellen

Raumplanung / Umwidmung

  • LORÜ N S Gesamtbebauungsplan 201 7 gemäß Gemeindevertretungsbeschluss vom 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17 L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e …
  • … 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 1 R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H Gemeinde LORÜ N S Gesamtbebauungsplan 201 7 gemäß Gemeindevertretungsbeschluss vom 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17 I n h a l t V E R O R D N U N G d e r Gemeinde Lorüns GESAMTBEBAUUNGSPLAN …
  • … 2 §2 Bebauungsbestimmungen 2 Tabelle: Höhe der Bauwerke, Gescho sszahl, Baunutzungszahl 4 §3 Geländeveränderungen, Stützm auern 5 Plan: Gesamtbebauungsplan 201 7 6 ERLÄUTERUNGEN Gesamtbebauungsplan 201 7 7 A Planungsgebiet 7 B Planungsgrundsätze, Ziele 7 C Die Baugebiete – Ziele, Umsetzung 7 D …
  • … L A N U N G D I G E O R G R A U C H V E R O R D N U N G d e r G e m e i n d e L o r ü n s GESAMTBEBAUUNGS PLAN 2017 20.4.2017 § 1 Geltungsbereich Der Gesamtbebauungsplan gilt für die gewidmeten schwarz strichliert umrandeten Bauflächen im Siedlungsgebiet Lorüns gemäß rechtsgültigem Flächenwidmungsplan. Dieser …

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Gemeinde LORÜ N S
Gesamtbebauungsplan 201 7

gemäß Gemeindevertretungsbeschluss vom 20.4.2017,
Aktenzahl 031-3/03/17

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 1
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

Gemeinde LORÜ N S
Gesamtbebauungsplan 201 7

gemäß Gemeindevertretungsbeschluss vom 20.4.2017,
Aktenzahl 031-3/03/17

I n h a l t

V E R O R D N U N G d e r Gemeinde Lorüns
GESAMTBEBAUUNGSPLAN 2017 2
§1. Geltungsbereich 2

§2 Bebauungsbestimmungen 2

Tabelle: Höhe der Bauwerke, Gescho sszahl, Baunutzungszahl 4

§3 Geländeveränderungen, Stützm auern 5

Plan: Gesamtbebauungsplan 201 7 6
ERLÄUTERUNGEN Gesamtbebauungsplan 201 7 7
A Planungsgebiet 7
B Planungsgrundsätze, Ziele 7
C Die Baugebiete – Ziele, Umsetzung 7
D Begriffsbestimmungen 12
E Empfehlungen 13

Bearbeitung

A p r i l 2 0 1 7

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 2
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

V E R O R D N U N G d e r G e m e i n d e L o r ü n s
GESAMTBEBAUUNGS PLAN 2017 20.4.2017

§ 1 Geltungsbereich

Der Gesamtbebauungsplan gilt für die gewidmeten schwarz strichliert umrandeten Bauflächen im Siedlungsgebiet Lorüns gemäß rechtsgültigem Flächenwidmungsplan.

Dieser Gesamtbebauungsplan gilt nicht für die Betriebsgebiete des ehemaligen Zementwerkareals an der westlichen Gemeindegrenze.

Die Abgrenzung des Planungsgebietes und die jeweiligen Baugebiete siehe im Plan „Gemeinde Lorüns, Gesamtbebauungsplan 2017,“ Gemeindevertretungsbeschluss 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17.

Mit Inkrafttreten dieses Gesamtbebauungsplanes Lorüns 2017 ist der Gesamtbebauungsplan Lorüns vom 31.1.2002 nicht mehr rechtgültig.

§ 2 Bebauungsbestimmungen

(1) Bestehende Oberfläche des Geländes
Für die Berechnung der unterirdischen und oberirdischen Geschosse, der Gesamtgeschossfläche, der Baunutzungszahl, der mittleren Traufenhöhe und mittleren Gebäudehöhe ist in Abänderung zur Begriffsbestimmung lt. Baubemessungsverordnung (BBV) die bestehende Oberfläche des Geländes maßgebend.
(2) max. Baunutzungszahl (max. BNZ)
Festgelegt wird die max. Baunutzungszahl in den einzelnen Baugebieten gemäß Plan Gesamtbebauungsplan 2017, Gemeindevertretungsbeschluss 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17.

Die max. BNZ wird im Baugebiet BM 3 unter Berücksichtigung der Geschossflächennutzung differenziert. Festgelegt wird die max. BNZ für

  • Gebäude mit einer Gesamtgeschossfläche für Wohnzwecke größer 70 % und
  • Gebäude mit einer Gesamtgeschossfläche für Wohnzwecke kleiner/gleich 70 % (der Gewerbe- bzw. Dienstleistungsanteil der Gesamtgeschossfläche ist größer/gleich 30%).

Die max. zulässige Baunutzungszahl in den einzelnen Baugebieten siehe in der Tabelle 1.
(3) Höchstgeschosszahl (HGZ)
Festgelegt wird die Höchstgeschosszahl in den einzelnen Baugebieten gemäß Plan Gesamtbebauungsplan 2017, Gemeindevertretungsbeschluss 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17.

Die Höchstgeschosszahl wird in den einzelnen Baugebieten festgelegt für

  • Gebäude mit einer Dachneigung größer gleich 15°,
  • Gebäude mit einer Dachneigung kleiner 15° (Flachdach und flach geneigte Dächer) und
  • Gebäude mit Flachdach (Dachneigung 0 bis 5°), einer

gewerblichen Nutzung mit einer Gesamtgeschossfläche größer/gleich 30% und mit Geschosshöhen im Erdgeschoss von mehr als 3,60m (gilt nur für die Baugebiete BM1, BM2 und BM3).

Die zulässige Höchstgeschosszahl in den einzelnen Baugebieten siehe in der Tabelle 1.

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(4) Mindestgeschosszahl
Für die Baugebiete BW1, BM1, BW2, BM2 und BM3 beträgt die Mindestgeschosszahl gemäß BBV §6 Abs.2c für den Hauptbaukörper 2 Geschosse. Die Mindestgeschosszahl gilt nicht für Nebengebäude.

(5) Mittlere maximale Traufenhöhe und mittlere max. Gebäudehöhe beim Flach- und Pultdach von der bestehenden Oberfläche des Geländes in Meter mit Dachneigung größer gleich 15° und Dachneigung kleiner 15° Festgelegt wird die mittlere max. Traufenhöhe bzw. Gebäudehöhe auf Grundlage des Baugesetzes §5 (Abstandsflächen) von der bestehenden Oberfläche des Geländes in Meter in den einzelnen Baugebieten gemäß Plan Gesamtbebauungsplan 2017, Gemeindevertretungsbeschluss 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17.

Die zulässige max. mittlere Traufenhöhe bzw. max. mittlere Gebäudehöhe beim Flach- und Pultdach in den einzelnen Baugebieten

  • mit einer Dachneigung größer gleich 15° und
  • mit einer Dachneigung kleiner 15° (flach geneigte Dächer und Flachdach)

siehe in der Tabelle 1.

Flachdächer sind Dächer mit einer Dachneigung kleiner/gleich 5°.

Die mittlere Traufenhöhe bzw. die mittlere Gebäudehöhe errechnet sich aus dem Durchschnitt der Traufenhöhen bzw. Gebäudehöhen an den 2 höchsten Gebäudeeckpunkten, gemessen in Meter an den Außenmauern, zwischen dem Fußpunkt von der bestehenden Oberfläche des Geländes (gemäß Baugesetz §5 Abs.

4) und dem schattenwerfenden Punkt gemäß Baugesetz §5 Abs.3.

Maßgeblich ist die höchste durchschnittliche Traufenhöhe bzw. Gebäudehöhe.

Bei gegliederten Baukörpern (z.B. Terrassenwohnanlagen) erfolgt die Berechnung auf Basis der 2 höchsten Gebäudeeckpunkte jedes höhenmäßig abgesetzten Baukörpers.

Für Kamine und untergeordnete Anlagen (Bauteile) über Dach mit einer Grundfläche bis 1,50m² gelten diese max. Bauhöhenbestimmungen nicht.

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Tabelle 1: Die Bebauungsfestlegungen gemäß §2 Abs 2, 3 und 4;
Diese Festlegungen gelten für die einzelnen Baugebiete gemäß Plan, Gesamtbebauungsplan 2017, 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17.
G e m e i n d e Lorüns DI Georg Rauch

Gesamtbebauungsplan 2017

Bebauungsbestimmungen - Baunutzung, Geschosszahl und Höhe der Bauwerke

Wohngebiet
Dorfmitte dicht
Wohngebiet
Einfamilienhausstruktur / dörflich /
Randlage
Betriebs- und
Mischgebiet an der
Landesstraße
Betriebsgebiet
an der
Landesstraße
Baugebiet
BW 1, BM 1,
BM-L 1
BW 2, BM 2 BM 3, BB-I 4
Max. Baunutzungszahl (BNZ)
für Gebäude mit einer
Gesamtgeschossfläche für
Wohnzwecke größer 70 %
55 50 50
keine
Bestimmung
Max. Baunutzungszahl (BNZ)
für Gebäude mit einer
Gesamtgeschossfläche für
Wohnzwecke kleiner/gleich 70 %
55 50 60
keine
Bestimmung
Höchstgeschosszahl (HGZ)
für Gebäude mit einer Dachneigung
größer gleich 15°
3 2,5 3
keine
Bestimmung
Höchstgeschosszahl (HGZ)
für Gebäude mit einer Dachneigung
kleiner 15° (Flach- und flach geneigte
Dächer)
2OG + ½
UG
2 2OG + ½ UG
keine
Bestimmung
Höchstgeschosszahl (HGZ)
für Gebäude mit Flachdächer,
gewerblicher Nutzung (größer 30%)
und mit Geschosshöhen im
Erdgeschoss von mehr als 3,60m
2,5OG
gilt nur für BM 1
2,5 OG
gilt nur für BM 2
2,5 OG
keine
Bestimmung
Mindestgeschosszahl (MGZ)
für den Hauptbaukörper
gilt nur für BW1
und BM1
2 2
keine
Bestimmung
Mittlere maximale Traufen- und
Gebäudehöhe beim Pultdach
in Meter von der bestehenden Oberfläche
des Geländes für
Gebäude mit einer Dachneigung
größer gleich15°
7,5m
Traufenhöhe
6,5m,
Gebäudehöhe
beim Pultdach
7,5m
7,5m 7,5m
Mittlere maximale Traufen- und
Gebäudehöhe beim Flach- und
Pultdach
in Meter von der bestehenden Oberfläche
des Geländes für
Gebäude mit einer Dachneigung
kleiner 15° (Flach- u. flachgeneigte
Dächer)
7,5m
Traufenhöhe
und
Gebäudehöhe
beim Flachdach
6,5m,
Gebäudehöhe
beim Pultdach
7,5m
Traufenhöhe
und
Gebäudehöhe
beim Flachdach
8,0m,
Gebäudehöhe
beim Pultdach
7,5m
8,0m

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(6) Dacheindeckung, Dachfarbe
Für die Dacheindeckung dürfen nur nicht glänzende blendfreie Materialien verwendet werden.
(7) Dachbegrünung beim Flachdach im BB-I 4
Mindestens 50% der Flachdachfläche größer gleich 200m² sind im Baugebiet BB-I 4 dauerhaft zu begrünen (extensive oder intensive Dachbegrünung).

Flachdächer, auf denen über 50% der Dachfläche für Solar- und/oder Photovoltaikanlagen beansprucht werden, gelten diese Dachbegrünungsmaßnahmen nicht.

§ 3 Geländeveränderungen, Stützmauern

Die nachstehenden Punkte (1) bis (2) gelten ab der Inkrafttretung dieser Verordnung.
(1) Geländeveränderungen
Die bestehende Oberfläche des Geländes darf durch Aufschüttungen und Abgrabungen im Interesse des Orts- und Landschaftsbildes m ax. 0,75m ve r ändert w erden.

Bei Aufschüttungen ist die Geländeoberfläche dem Niveau der anstehenden Verkehrsflächen und der angrenzenden Grundstücksflächen natürlich anzugleichen.
(2) Stützmauern
F l u s s b a u ä h n l i c h e N a t u r s t e i n s t ü t zm a u e r n wie Steinschüttungen, Steinwurf, Steinschlichtung und Steinsatz s i n d im Planungsgebiet n i c h t z u l ä s s i g – Schutz des Orts- und Landschaftsbildes.

* * * * * * *

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ERLÄUTERUNGEN
Gemeinde LORÜNS Gesamtbebauungsplan 2017
A Planungsgebiet
Das Planungsgebiet für diesen Gesamtbebauungsplan umfasst die Baumischgebiete und Bauwohngebiete sowie die östlichen Betriebsgebiete entlang der Landesstraße im Gemeindegebiet Lorüns. Ausgenommen sind die Betriebsgebiete am westlichen Siedlungsrand (ehemaliges Zementwerkareal).

Dieser Gesamtbebauungsplan 2017 der Gemeinde Lorüns ersetzt den rechtgültigen Gesamtbebauungsplan Lorüns. Mit Inkrafttreten dieses Gesamtbebauungsplanes 2017 ist der rechtsgültige Gesamtbebauungsplan aus dem Jahre 2002 nicht mehr rechtsgültig.
B Planungsgrundsätze, Ziele
Der Bebauungsplan versteht sich als umfassendes Instrument der Gemeinde Lorüns, welches die Bauentwicklung in seiner funktionalen Bedeutung für die zukünftigen Bewohner unterstützt und fördert. Durch die Beschränkung auf eine geringe Anzahl von Festlegungen, soll eine lebendige individuelle Bebauung möglich sein, die die Interessen und Entfaltungsmöglichkeiten der Allgemeinheit berücksichtigt.
Die allgemeinen Planungsgrundsätze /Ziele
 Halten der Siedlungsränder
Angemessene Siedlungsverdichtung unter Berücksichtigung der umgebenden Siedlungsstruktur sowie Erhaltung und Stärkung der Siedlungsqualität.

 Sparsamer Umgang mit Grund und Boden – Festlegung von Baugebieten mit dichter Bebauung unter Berücksichtigung der Lage und der bestehenden Baustruktur;
Festlegung einer Mindestgeschosszahl.

 Erhaltung des dörflichen Charakters; Erhaltung und Stärkung der Siedlungsqualität.

 Bauten und Anlagen sind so zu gestalten, dass sie hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung (Stellung, Form und Gliederung der Baumasse, Dachform, Material, Farbgebung, Umgebung) das maßgebliche Landschafts-, Orts-, und Straßenbild nicht stören.

 Minimierung von Nutzungskonflikten zwischen Verkehr, Gewerbe und der Wohnnutzung.

C Die Baugebiete – Ziele, Umsetzung
generelle Bebauungsmöglichkeiten
Das Planungsgebiet gliedert sich in vier Baugebiete (siehe Plan Gesamtbebauungsplan 2017, Gemeindevertretungsbeschluss 20.4.2017, Aktenzahl 031-3/03/17).

Die ge ner elle n max. Bebauungsm öglic hk eite n und Ziele f ür d ie e in ze ln en Ba ug eb iete sind:

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B M 1 , B W 1, B M-L 1
Die Dorfmitte mit ält er e dörflic he Sie dlungsst ruktur L e i t zi e l B e b a u u n g d e r D o r f m i t t e u n t e r B e r ü c k s i c h t i g u n g d e r d ö r f l i c h e n S i e d l u n g s s t r u k t u r .
B e s t a n d Z i e l U m s e t zu n g
Historisch geprägte, dörfliche Siedlungsstruktur durchmischt mit landwirtschaftlichen Gebäuden und Einfamilienhausbebauungen. Das Dorf-/Ortsbild /*wird geprägt durch die freie Anordnung der Baukörper in lockerer Beziehung zum Straßenraum. Ortsbildich prägend für das dörfliche Siedlungsgebiet ist vielfach das lang gestreckte Satteldach.
Weitestgehende Erhaltung dieser
ortsbildlich prägenden dörflichen
Siedlungsstruktur mit historischen
Hausformen. Pflege und
Fortführung der für dieses Gebiet
wesentlichen Raumstrukturen,
Raumfolgen und Volumsentwicklungen.

Mittlere bis höhere Baunutzung.
Festlegung der Mindestgeschosszahl
(2 Geschosse).
Ältere teilweise größere 2 bis 3
geschossige Wohn- und Stallgebäude
sowie überwiegende 2 bis 2,5
+#üäölkjheschossige
Einfamilienwohngebäude mit
Satteldächern.
O r t s b i l d
Bebauung unter besonderer
Berücksichtigung des Ortsbildes
in dem dörflich alten Siedlungsgebiet. Die bestehende
dominante Satteldachform fördern
und die ortbildlich maßgebende
Traufenhöhe bei zukünftigen
Baumaßnahmen berücksichtigen.
Festlegung von Höchstgeschosszahlen
unter Beachtung des Bestands.
Festlegung der max. Traufen- bzw.
Gebäudehöhe im Interesse der
Erhaltung der dörflichen
Siedlungsstruktur.

D i e g e n e r e l l e n m a x . B e b a u u n g s m ö g l i c h k e i t e n f ü r d a s B a u g e b i e t BM1, BW 1, BM -L1

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BM2, B W 2 W ohnge biet - Ei nfamilie nhausst ruktur, dörfli ch/ Ra ndl age L e i t zi e l A n g e m e s s e n e/ a n g e p a s s te S i e d l u n g s v e r d i c h t u n g u n t e r E i n h a l t u n g d e s d ö r f l i c h e n W o hn s i e d l u n g s c h a r a k t e r s m i t d o m i n a n t e r E i n f a m i l i e n h a u ss t r u k t u r .
B e s t a n d Z i e l U m s e t zu n g
Wohnsiedlungsgebiet in Randlage
und im Nahbereich der
Landesstraße, angrenzend an die
Dorfmitte. Dominante Einfamilienhausstruktur mit dazwischenliegenden größeren Freiflächen.
Maßvolle/angemessene
Bebauungsdichte unter
Berücksichtigung der dörflichen
Siedlungsstruktur mit dominanter
Einfamilienhausbebauung. Keine
großen Wohnanlagen, die den
Charakter dieses Siedlungsgebietes stören.

Festlegung einer mittleren Nutzungsdichte und einer Mindestgeschosszahl.

Überwiegend Einfamilien-
wohngebäude mit geringer bis
mittlerer Baudichte;
2 bis 2,5 Geschosse.
O r t s- u n d L a n d s c h a f t s b i l d
Erhaltung des Einfamilienhauscharakters. Keine wesentliche Veränderung des natürlichen Geländes.
Festlegung der max. Traufen- und
Gebäudehöhe und der Höchstgeschosszahl unter Berücksichtigung der bestehenden Situation mit dominanter Einfamilienhausstruktur (2 oberirdische Geschosse beim Flachdach, max. 2,5 Geschosse beim Satteldach).

D i e g e n e r e l l e n m a x . B e b a u u n g s m ö g l i c h k e i t e n f ü r d a s B a u g e b i e t BM2, B W2

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 10
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

B M 3 Gew erbli che Nut zung - Ba umis chge biet
L e i t zi e l
G e w e r b e m i t g u t e r V e r k e h r s e r s c h l i e ß u n g f ö r d e r n – N u t z u n g s k o n f l i k t e v e r m e i d e n .
B e s t a n d Z i e l U m s e t zu n g
Gebäude mit Gewerbe- und
Wohnnutzungen.
Förderung von kleingewerblichen Strukturen.
Kein verdichteter Wohnbau
entlang der stark frequentierten
Landesstraße.
Hohe Baunutzung für Gewerbenutzungen. Festlegung einer
niederen Nutzungszahl für reine
Wohngebäude.
Wohn- und Gewerbegebäude bis 2,5
Geschosse.
O r t s b i l d
Den Siedlungscharakter entlang
der Hauptverkehrsstraße
erhalten bzw. stärken. Schaffung
eines ortsbildlichen Überganges
zwischen Siedlung und Landschaft bzw. dem Wohngebiet.

Festlegung der max. Traufen- und
Gebäudehöhe und Höchstgeschosszahl unter Berücksichtigung der zukünftigen Stärkung des Gewerbes.

Festlegung der Höchstgeschosszahl unter Berücksichtigung der höheren Raumhöhen bei gewerblicher Nutzung.

D i e g e n e r e l l e n m a x . Be b a u u n g s m ö g l i c h k e i t e n f ü r d a s B a u g e b i e t B M 3

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 11
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

BB-I 4 G ewer blic he Nutz ung - Baumis chge biet
L e i t zi e l
G e w e r b e b e t r e i b e e n t l a n g d e r H a u p t v e r k e h r s s t r a ß e f ö r d e r n .
B e s t a n d Z i e l U m s e t zu n g
Gewerbliche Nutzung. Angepasste betriebliche
verdichtete Bebauung im Sinne
des sparsamen Umgangs mit
Grund und Boden unter
Berücksichtigung des Bestandes
im Bereich der Landesstraße.
Keine baulichen Dichtefestlegungen.
Gewerbebauten bis ca. 8 m Höhe. O r t s b i l d
Den Gewerbecharakter entlang
der Hauptverkehrsstraße
erhalten bzw. stärken. Schaffung
eines ortsbildlichen Überganges
zwischen Siedlung und Landschaft bzw. dem Wohngebiet.
Förderung von begrünten
Flachdächern im Sinne
verbesserter Ökologie und
landschaftsbildliche Qualität.

Festlegung der max. Traufen- und
Gebäudehöhe unter Berücksichtigung der zukünftigen
Stärkung des Gewerbes und der
umliegenden Bebauung.

Festlegung von Dachbegrünungsmaßnahmen bei Flachdächern.

D i e g e n e r e l l e n m a x . B e b a u u n g s m ö g l i c h k e i t e n f ü r d a s B a u g e b i e t B M 3

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 12
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

D Begriffsbestimmungen
Bemessungsgrundlage insbesondere für die Baunutzungszahl, Geschosszahl und Gesamtgeschossfläche ist die Baubemessungsverordnung (BBV), Vbg. Lgbl. Nr. 51/2016 i.d.g.F.
Begriffsbestimmungen, Abkürzungen, Erläuterungen:
B e s t e h e n d e O b e r f l ä c h e d e s G e l ä n d e s: die bestehende Oberfläche des Geländes (natürlich gewachsene Gelände) an der Außenwand (gem. §5 Abs. 4, Baugesetz).

Die B a u n u t z u n g s z a h l (BNZ) gibt das Verhältnis der zulässigen Gesamtgeschossfläche zur Nettogrundfläche (NGF) nach folgender Formel an:
BNZ = 100 x Gesamtgeschossfläche/Nettogrundfläche
H ö c h s t g e s c h o s s z a h l (HGZ), das ist die Zahl der höchstens zulässigen Geschosse (§ 6 Abs. 2 a BBV), Berechnung der HGZ gemäß § 6 Abs.4 BBV. Weiters ist für die Ermittlung der Geschosszahl die bestehende Oberfläche des Geländes maßgebend.

G e s a m t g e s c h o s s f l ä c h e: die Summe aller Geschossflächen – gemessen in 1,50 m über dem Fußboden; Außenwände, Dachkonstruktionen einschließlich der Dachhaut, Balkone sowie ausschließlich über den Balkon zugängliche nicht konditionierte Abstellräume, Loggien, Laubengänge
u. dgl., innen liegende Flächen, die der Erschließung von Wohnungen in Häusern mit mehr als drei Wohnungen dienen, sowie über dem Gelände liegende Fahrradabstellräume sind in die Gesamtgeschossfläche n i c h t e i n z u r e c h n e n.

Bei den Geschossen sind nur die über der bestehenden Oberfläche des Geländes liegenden Geschossflächen – gemessen in 1,50 m unter dem darüber liegenden Fußboden – einzurechnen (§2 lit j BBV).

U n t e r i r d i s ch e s G e s c h o s s (UG): ein Geschoss, bei dem die Flächen der Außenwände in Summe zu nicht mehr als der Hälfte über dem anschließenden Gelände (bestehende Oberfläche)
liegen (§ 2 lit d BBV).

O b e r i r d i s c h e s G e s c h o s s (OG): ein Geschoss, bei dem die Flächen der Außenwände in Summe zu mehr als der Hälfte über dem anschließenden Gelände (bestehende Oberfläche) liegen (§2 lit e BBV).

D a c h g e s c h o s s ( D G ) : das oberste ausbaubare Geschoss über einem oberirdischen Geschoss (§2 lit f BBV).

M i n d e s t g e s c h o s s z a h l ( M G Z ) , das ist die Zahl der Geschosse die errichtet werden müssen (§6 Abs.(2) lit c BBV).

N e t t o g r u n d f l ä c h e (NGF): der Teil des Baugrundstückes, der hinter der bestehenden oder geplanten Straßenlinie liegt; Grundflächen, die im Flächenwidmungsplan nicht als Bauflächen ausgewiesen sind zählen nicht als Nettogrundfläche (§2 lit h BBV).

B a u g r u n d s t ü c k : die Grundfläche, auf der das Bauvorhaben ausgeführt werden soll und die im Grenzkataster oder im Grundsteuerkataster mit einer eigenen Nummer bezeichnet ist (Grundparzelle);
soll das Bauvorhaben auf mehreren Grundparzellen ausgeführt werden, bilden diese in ihrer Gesamtheit das Baugrundstück – §2 Abs. 1 lit c Vlbg. Baugesetz.

U m b a u : die wesentliche Umgestaltung des Inneren oder Äußeren eines Gebäudes; auch der Abbruch ganzer Geschosse eines Gebäudes oder eines selbständig benützbaren Gebäudeteiles und die Errichtung neuer Geschosse an deren Stelle – §2 Abs 1 lit n Vlbg. Baugesetz.

Z u b a u : die Vergrößerung eines schon bestehenden Gebäudes in waagrechter oder lotrechter Richtung durch Herstellung neuer oder Erweiterung bestehender Räume – §2 Abs. 1 lit q Vlbg.
Baugesetz.

L O R Ü N S G e s a m t b e ba u u n g s p l a n 2 0 17, G e m e i n d e v e r t r e t u n g s b e s c h l u s s 2 0 . 4. 2 0 1 7 Seite 13
R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

E Empfehlungen
E m p f e h l u n g e n f ü r Pf l a n z u n g e n e n t l a n g v o n S t r a ß e n Bäume und Sträucher können mit den Jahren ungeahnte Ausmaße erreichen – oft zur Freude des Besitzers und zum Leidwesen des Nachbarn und auf Kosten der Sicherheit für Fußgänger, Rad- und Autofahrer.

Die Liste der Beeinträchtigungen durch Hecken und Bäume am Straßenrand kann lang sein.

Wichtig ist, dass Sträucher und Bäume entlang von Straßen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer nicht beeinträchtigen. Zu beachten ist, z.B. dass − die Sichtbeziehungen entlang der Straßen, an Kreuzungen und bei Ausfahrten nicht beeinträchtigt werden, − die Flüssigkeit des Verkehrs gewährleistet ist, − der Straßenraum der einzelnen Verkehrsteilnehmer nicht eingeengt/behindert wird (z.B.
Hecken die in die Gehsteig-/Fahrbahnfläche wachsen).

Deshalb sollten Sie im Sinne der Verkehrssicherheit Bäume und Sträucher entlang von Straßen in einem ausreichenden Abstand vom Grundstücksrand pflanzen. Zu bedenken ist, dass die Pflanzen mit den Jahren größere Ausmaße erreichen und die Verkehrssicherheit auch nach Jahren gewährleistet sein muss.

Grundsätzlich müssen alle Hecken Grenzabstände im Sinne der Verkehrssicherheit einhalten. Wichtig ist, dass verkehrstechnische erforderliche Sichtbeziehungen nachhaltig nicht beeinträchtigt werde. Außerdem dürfen Hecken grundsätzlich nicht über die Straßen- Grundstücksgrenze wachsen.

Es wird empfohlen, dass sie sich vor dem Pflanzen von Bäumen und Sträuchern an der Grundstücksgrenze entlang von Straßen bei der Gemeinde erkundigen, welcher Pflanzabstände auf Grundlage der örtlichen Situation erforderlich sind.

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R A U M P L A N U N G D I G E O R G R A U C H

S t ü t z m a u e r n i m S i e d l u n g s g e b i e t a u s o r t s- u n d l a n d s c h a f t s b i l d l i c h e r S i c h t Grundsätzlich werden aus orts- und landschaftsbildlicher Sicht folgende Arten von Naturstein-Stützmauern empfohlen – siehe nachfolgende Abbildungen.